Coup Teil 27: Ibiza und Sebastian Kurz

Es war zu erwarten, dass „Altkanzler“ Sebastian Kurz mit dem Ibiza-Video in Verbindung gebracht wird; dies nicht zuletzt wegen Äußerungen der Kerns am Wochenende. Tatsächlich erhielt die ÖVP am Freitag Mail-Screenshots, die Konversation zwischen Kurz und Ex-Minister Gernot Blümel abbilden sollten. Ein Medium war so fair, die ÖVP zu informieren; der „journalistischen Sorgfaltspflicht nachzukommen“ wie es Kurz nannte. Inzwischen ist bekannt, dass es sich nicht wie zuerst vermutet um den „Falter“ handelt, dessen Redakteurin Barbara Toth mit den Kerns befreundet und Reinhold Mitterlehners Co-Autorin bei „Haltung“ ist. Einen Monat nach Ibizagate wäre man wohl mit purer Überrumpelung nicht so leicht durchgekommen; so aber hinterließ die ÖVP-Reaktion einen zwiespältigen Eindruck, was vielleicht auch daran liegt, dass die Mails via EU-Infothek kamen. Denn auf den ersten Blick kann man einen Ibiza-Konnex leicht entkräften, wenn es auf den ersten Blick als Fälschung enttarnt werden kann. Doch es ist zum einen Wahlkampf und zum anderen hat die ÖVP nur Screenshot von einigen wenigen Mails, kann diese also nicht vollständig überprüfen lassen. Zum anderen hütet sie sich, Inhalte zu veröffentlichen, die ihr untergejubelt werden. Das kann man zwar gut nachvollziehen, zugleich heizt es Spekulationen umso mehr an. Kurz wollte wohl vermeiden, dass es sich wie mit Zahnpasta verhält, die man nicht mehr in die Tube zurückdrücken kann. Natürlich ist dieser Effekt dennoch eingetreten, wengleich in geringerem Ausmaß, was für zahlreiche Postings auf Social Media reicht (inklusive Fake-Accounts von Agents Provocateurs und Vermutungen über die Nutzung eines VPN-Tunnels).

Es bringt wenig, sich darüber auszulassen, was wir alles nicht wissen, da bekanntgegebene Fakten für sich höchst aufschlussreich sind. Andere mag es amüsieren, dass die ÖVP von einer seit 2009 nicht mehr aktiv genutzten Kurz-Mailadresse spricht und u.a. auf ein falsches Datum (Montag, der 27. Februar 2018) und eine falsche Zeitzone (Pacific Standard Time) verweist. Die UTC-8 gilt an der Westküste der USA und wird in der den Medien gezeigten Mail falsch angezeigt als 11.04:05 (statt 11:04:05); solche Angaben werden jedoch automatisch generiert, es sei denn, man täuscht Mailversand nur vor. 11:04:05 UTC-8 entspricht 20:04:05 unserer Zeit. Außerdem wurde das Verschlüsselungsprotokoll TLS angegeben, das die ÖVP erst seit 2019 verwendet. Es ist eine IP-Adresse im Spiel, die nicht auf wien.oevp.at registriert ist, wie man bei ÖVP-interner Kommunikation annehmen müsste. Die IP-Adresse 92.151.182.1 ist bei hosteurope.de registriert wie 92.151.182.37, eine VP-Seite. Man denkt automatisch an den Ibizagate-Anwalt Ramin Mirfakhrai, der diverse Seiten via vautron.de angemeldet hat und auf schwarzliste.at und -com Mailserver verwendet. Da es um mehrere Mails geht, macht es wohl wenig Sinn, über 11.04:05 als 11. April bzw. 20. April (unsere Zeitzone) zu spekulieren. Der erste öffentliche Hinweis auf Ibizagate bekam bekanntlich am 13. April via Jan Böhmermann.

Pressekonferenz der ÖVP am 17.6.2019

Manche weisen auf den 27. Februar 2018 als den Tag vor der legendären Hausdurchsuchung im BVT hin, bei der ja die FPÖ vielleicht jener Aufnahmen habhaft werden wollte, von deren Existenz sie erfahren hat. Das ist jedoch anders als ein anderes Datum mit sehr vieles Wenns und Abers verbunden,  Jener 27. Februar, der tatsächlich ein Montag war, ist nämlich höchst interessant: am Montag, dem 27. Februar 2017 wollte die FPÖ noch keinen 2. Eurofighter-Ausschuss mit Peter Pilz (damals Grüne) auf Schiene bringen. Am selben Tag schrieb der Anwalt Georg Vetter zur am 16. Februar 2017 erfolgten Anzeige von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil gegen Airbus: „Der Grüne Peter Pilz reagierte blitzschnell und forderte sofort die Einsetzung eines weiteren Eurofighter-Untersuchungsausschusses zwecks Klärung politischer Verantwortlichkeiten. Er verfüge auch – im Gegensatz zu anderen Politikern – über eine Kopie des seinerzeitigen Vertrages zwischen Darabos und Airbus.“ Das wirft die Frage des Geheimnisverrats auf, die selbstverständlich auch Doskozil betrifft, handelt es sich doch um einen militärischen Verschlussakt. Vetter erwähnt auch: „Vor ein paar Wochen sah ich Doskozil und Pilz im vertraulichen Gespräch in der Wiener Innenstadt spazieren und fragte mich, was die beiden denn so intensiv zu besprechen hätten. Heute kann ich es mir denken.“ Man weiss inzwischen, dass diese bereits 2016 einen Pakt geschlossen haben, der beinhaltete, gegen Airbus vorzugehen und Ex-Minister Norbert Darabos dabei als Bauernopfer zu verwenden. Am 27.2.2018 drohte Pilz Darabos übrigens wieder einmal via „Kurier“ in Sachen Eurofighter.

Darabos-Aufpasser Stefan Hirsch auf der Webseite des BMLV

Zu Recht stellte Vetter über Airbus und Eurofighter fest: „Was die beiden Beschuldigten GmbHs betrifft, lohnt sich ein näheres Hindenken. Die längste Zeit waren nur natürliche Personen der Strafverfolgung ausgesetzt – seit 2006 gibt es auch in Österreich ein Unternehmensstrafrecht. Damals ist das sogenannte Verbandverantwortlichkeitsgesetz in Kraft getreten, das die Bestrafung juristischer Personen vorsieht. Da allerdings auch in diesen Fällen die Menschenrechtskonvention gilt, können Sachverhalte aus der Vergangenheit nicht erfasst werden. Damit scheidet aus strafrechtlicher Sicht die Prüfung des Beschaffungsvorgangs unter Schwarz-Blau in Bezug auf die beiden GmbHs aus. Übrig bleiben nur die Nachverhandlungen unter Minister Darabos im Jahr 2007. Soweit, so spannend.“ Vetter zog diesen Schluß, der sich mittlerweile bewahrheitet hat: „Vielleicht geht es bei all dem auch um ein Match zwischen dem Verteidigungsminister aus dem Jahr 2007 und jenem aus dem Jahr 2017. Da in der österreichischen Realverfassung ein Ministerposten in Wien ein Sprungbrett zu den höheren Weihen eines Landeshauptmannsessels darzustellen vermag (z.B. Tirol, Niederösterreich), kann diese Frage durchaus eine wichtige Weichenstellung für die burgenländische Landespolitik bedeuten. Andererseits kann man aber auch durchaus die Auffassung vertreten, dass die Einsetzung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses zur Klärung der Landeshauptmannnachfolge im Burgenland eine ziemlich kostspielige Ersatzbühne darstellt. Soweit, so ungewöhnlich.“

Schräge Facebook-Kommunikation „für“ Pamela Rendi-Wagner

Mit Stefan Hirsch (heute Kommunikationschef SPÖ Bund) und Raphael Sternfeld (Kommunikationschef SPÖ Wien) wurde die Anzeige gegen Airbus generalstabsmässig und im Geheimen vorbereitet, wobei Pilz dazu sehr wohl Zugang hatte, was später einigen Abgeordneten (besonders in der ÖVP) sauer aufstieß. Man engagierte auch die US-Kanzlei Skadden (der auch Rene Benko vertraut) und die Lobbyingfirma FTI Consulting, die beide bekannt sind vom Ukraine-Lobbying, an dem sich Alfred Gusenbauer beteiligte. Am 9. Februar 2017 mailte Signa-Sprecher Robert L., der zuvor in der Löwelstraße und bis Dezember 2008 im Kanzleramt bei Gusenbauer tätig war, ein Dossier über die SPÖ an seinen Freund Tal Silberstein. Darin wurde Bundeskanzler Christian Kern negativ als „Prinzessin mit Glaskinn“ beschrieben, hingegen Doskozil und „sein“ Sprecher Hirsch gelobt. Mit Silberstein sind wir bei jenem Namen, an den nicht nur Sebastian Kurz als Erstes dachte, als er von der Video-Falle in Ibiza im Juli 2017 erfuhr. Es ist kein Zufall, wenn Kern sich nun gegen die von ihm einst favorisierte Nachfolgerin Rendi-Wagner in Stellung bringt und diese zugleich per Kommunikationschef in ihrer Außenwirkung untergraben wird. Man beachte, dass derlei Postings nicht mit prw gekennzeichnet sind, wie es bei ihren eigenen Tweets der Fall ist. Der 27. Februar heuer wird in einer Anfrage von Rendi-Wagners Klubkollegen Hannes Jarolim und Rudolf Plessl an den damalige Justizminister Josef Moser erwähnt, in der „hervorragende“ Recherchen des „Falter“ gelobt werden.

miserabel

Der „Falter“ und die Fake-Mails (Twitter)

Wir lesen u.a.: „Die plötzliche ‚Überstellung‘ der Causa „Eurofighter‘ von der Staatsanwaltschaft an die WKStA unter ‚Verabschiedung‘ des in der Fachwelt weithin geachteten Staatsanwalt Michael R., welcher mehr als acht Jahre mit größter Professionalität in dieser hochpolitischen Causa ermittelte und dem Vernehmen nach kurz vor Erhebung einer Anklage stand, hat das Verständnis auch Wohlgesonnener betreffend die Verhaltensweisen des BMJ und den Glauben an eine objektive Justiz massiv erschüttert. Sprachrohr des BMJ und zuständig für den Kontakt mit staatsanwaltlichen Behörden ist der Generalsekretär des BMJ, Herr Mag. Ch. P ..“ Es wird nicht überraschen, dass es bei Staatsanwalt Michael Radasztics auch einen Bezug zu Gabriel Lansky gibt, was für Ibizagate-Anwalt Ramin Mirfakhrai ebenso gilt. Die Abgeordneten kommen dann nochmal auf Radasztics zurück: „Für die Fachwelt wenig überraschend kam es auch im Eurofighter-Untersuchungsausschuss (EF-UsA) zu einer Einflussnahme des BMJ. So hat die plötzliche Abberufung des Eurofighter-Staatsanwaltes Michael R. und die Übersiedelung der Causa rund um die Abfangjäger an die WKStA mit 1. Februar ohne Information an den EF-UsA medial hohe Wellen geschlagen. Ergänzend wurden laut Presseberichten gegen den bisherigen verfahrensleitenden Staatsanwalt Ermittlungen wegen Amtsmissbrauchs in Verbindung mit Verrat des Amtsgeheimnisses eingeleitet.“

Siehe Diskussion über die SPÖ-Kommunikation

Keine Sekunde kommen Jarolim und Plessl auf den Gedanken, Darabos zu entlasten, der für ein Umgehen der Verjährungsfrist beim Kaufvertrag (von 2003) herhalten muss und zudem an Gusenbauers Stelle für den Vergleich von 2007 haften soll (und Doskozil im Weg ist, wie Vetter richtig bemerkte). Eine der Fragen in der Anfrage lautet denn auch: „Welche Berichte wurden vom amtierenden Generalsekretär und Sektionschef P. speziell zur Causa Eurofighter seit 1. Jänner 2017 bis 27.Februar 2019 angefordert? (Bitte nach Aktenzahl, Verfahrensinhalt, Anzahl und Zeitpunkt der Vorlage(n) auflisten).“ Tatsächlich wurde die Justiz dahingehend beeinflusst, nicht erkennen zu dürfen, dass das Vorgehen gegen Airbus nur der US-Rüstungsindustrie dient und Darabos immer abgeschottet, überwacht, unter Druck gesetzt wurde. Dies weist auf fremde Geheimdienste hin, denen man in Österreich jedoch nie Parole bietet: „Mit der Aufdeckung oder Unterbindung solcher Operationen geht für politisch Verantwortliche, aber auch für Spitzenbeamte ein nicht kalkulierbares Risiko einher. Man hat für solche ambitionierte Vorhaben auch den Begriff einer ‚career ending mission‘ geprägt.“ Dabei spielen Medien eine wichtige Rolle, wie man am Schönschreiben z.B. von Tal Silberstein gut erkennen kann. Deshalb müssen wir uns auch nüchtern fragen, wer ein Interesse daran hat, der ÖVP Ibizagate in die Schuhe zu schieben bzw. ob sie imstande wäre, Mails mit großem Aufwand als Fake zu outen, damit aber allen etwas vorzumachen.

Mossad-Agent als „Umfrageexperte“ und „PR-Guru“ (c ORF)

Wir sehen unten, wie die SPÖ bereits 2017 meinte, sie könne den von ihr engagierten Silberstein mit Sebastian Kurz in Verbindung bringen. So agieren auch die Kerns und andere Rote gegenwärtig, es wird also der Spieß umgedreht. Christian Kern ließ sich kürzlich von ATV interviewen und meinte, wenn er 2017 Kenntnis vom Ibiza-Video gehabt hätte, dann hätte er es auch im Wahlkampf eingesetzt. Er wird bei Minute 1:20 danach gefragt, ob er „ausschließen könne“, dass „Ihr damaliger Politikberater Tal Silberstein irgendetwas damit zu tun haben könnte“. Kern könne das bei niemanden asuschließen, aber „diese Theorie ist völlig absurd, denn wenn die SPÖ im Wahlkampf im Besitz eines solchen Materials gewesen wäre, Sie können mir glauben, das wäre dann im Wahlkampf und nicht danach ausgespielt worden; das ist ja ganz klar, da braucht man nicht nachdenken. Das hat auch eine problematische Dimension, weil Silberstein ist zu einem Dämon gemacht worden“. Silberstein habe „eine idiotische Webseite gemacht“ (er meint die verdeckten Facebook-Gruppen mit Peter Puller, heute Silberstein-Projektpartner und Paul Pöchhacker, wieder für die SPÖ tätig). „Faktum ist aber, dass auch die ÖVP und die FPÖ im Wahlkampf mit ähnlichen Mitteln gearbeitet haben“ (ja? von welchem Geheimdienst kamen Agenten?), sagt Kern. „Was bleibt ist seine jüdische Herkunft und man muss wirklich aufpassen“, denn sonst bleibt „nichts genaueres weiß man nicht, aber der Jud‘ war’s“.

ATV 2017 vor der Wahl: Kern, Kurz und Causa Silberstein

Man muss wissen, dass die Firmen der Kerns in Israel in einem Bereich tätig sind, in dem viele Leute von Geheimdiensten wie der Unit 8200 der Armee kommen. Kern schwärmt geradezu von solchen Experten und verkündet stolz, dass die Blue Minds in die Firma Cylus investiere, deren CEO von der Unit 8200 stammt. „Israel ist uns in jedem Fall voraus. Da können wir uns einiges abschauen.“ – so wird das Techhouse beschrieben, ein Innovation Hub mit Frau Steinberger-Kern an der Linzer Kepler-Universität: „350 multinationale Konzerne, 40 Venture-Capital-Firmen, 6,4 Milliarden investiertes VC-Geld 2018 und eine lange Liste an Milliarden-Exits an Tech-Riesen wie Intel, Google, Cisco, IBM oder HP: Das kleine Israel ist dem ebenfalls kleinen Österreich viele Jahre voraus, was Innovations-Ökosysteme angeht.“ Bei den Kerns ist neben u.a. Hans Peter Haselsteiner und Martin Schlaff auch Alfred Gusenbauer an Bord. Ihm passte sicher gut ins Konzept, dass Blue Minds mit der JKU kooperiert, deren Rektor Meinhard Lukas genau getimt am 2. Juni 2017 zum Eurofighter-Belastungszeugen gegen Darabos im Ausschuss 2017 wurde. Doskozil spielte Pilz Material zu, aus dem später eine Anzeige gegen Darabos gebastelt wurde; dieser war bereits am 1. Juni geladen und hatte Michael Pilz als „Vetrauensperson“ mit, einen Geschäftspartner von Frau Kern und des damaligen SPÖ-Wahlkampfmanagers Stefan Sengl, der mit Silberstein zusammenarbeitete.

Christoph Matznetter (Gusenbauer & Lansky-Connection) zu Silberstein

Kern spricht bei ATV auch von einer „hochverschuldeten“ Partei zu seiner Zeit (was Silberstein wirklich kostete, wissen wir bis heute nicht) und davon, dass Kurz mit einem strategischen Plan an die Macht kam in der ÖVP, was natürlich nichts mit Vorgängen in der SPÖ zu tun hatte, die Silberstein bereits 2016 wieder anheuerte. Jetzt sei die Koalition ja nicht wegen Ibiza geplatzt, sondern weil die  ÖVP das Innenministerium zurückhaben wollte (Kern kann man auch auf Youtube sehen z.B. in der Pressestunde am 8. Oktober 2017 oder in der Pressestunde am 14. Mai 2017). Nicht von ungefähr heißt es, Kern habe bis zuletzt an Silberstein festgehalten, den er uns als jemanden verkaufte, der „nur Umfragen machte“, in Wahrheit aber im Kanzleramt aus – und einging. Wenn Kern bei ATV meinte, man hätte Material wie aus Ibiza 2017 eingesetzt, wenn man es gehabt hätte, schwindelt sich darüber hinweg, dass mit der Festnahme am 14. August 2017 Silberstein plötzlich selbst im Rampenlicht stand. Auch die Art der Erstellung deutet schon darauf hin, dass es um „plausible deniability“ geht, die wegen der Ereignisse 2017 auch beim Einsatz 2019 nicht mehr gegeben war, wie u.a. Aussagen von Kurz zeigten. 2019 dürfte etwas den Ausschlag geeben haben,was in den ersten Apriltagen passierte, und da kann man wiederum an Änderungen im Umgang mit den Eurofighter-Verfahren oder an Kickl vs. Pilz  denken.

Strache: Mandatsverzicht und Ibizagate-Aufklärung

Während die ÖVP in die Offensive ging, dabei aber vage blieb, hält sich Heinz Christian Strache bedeckt, dem inzwischen viele in der FPÖ ambivalent gegenüberstehen. Aufmerksam wurde registriert, was Frau Kern auf Twitter postete: „Jedenfalls machte Eveline Steinberger-Kern, Unternehmerin und Ehefrau von Ex-SP-Kanzler Christian Kern, am Sonntag dunkle Andeutungen auf Twitter über Kurz. Dieser habe Türkis-Blau ‚allerspätestens nachdem das Ibiza Video im Kasten war‘, vorbereitet. Das Video wurde im Juli 2017 aufgenommen.“ Herr Kern veränderte in einem Interview ein Zitat zu Österreich : Spanien, als es 0 : 5 stand und ehe es mit 0 : 9 endete: „Hoch gewinnt die SPÖ das nimmer.“ Er sagte auch: „Für mich war zudem immer klar, dass die SPÖ stimmenstärkste Partei werden muss, um die Chance haben zu können, den Bundeskanzler zu stellen. Meine Strategie zielte daher auf eine Van der Bellen-Koalition ab.“ Wir wissen, dass „Berater“ Silberstein auch am Erfolg des Heinz Fischer-Nachfolgers bei der Bundespräsidentenwahl mitwirkte. Von Rendi-Wagner distanziert sich Kern mit Sätzen wie diesem: „Jeder Vorsitzende arbeitet mit den Leuten zusammen, die er sich aussucht.“ Oder : „Die Vorsitzende wird ihre Überlegungen haben. Auch wenn sie sich nicht jedem auf Anhieb erschließen.“ (dies als Spitze gegen Christian Deutsch und nicht etwa Stefan Sengl als Wahlkampfmanager)

Kern @Pride 2016 und Kurz @Gebetsevent 2019

 

Wenn die Seite EU-Infothek rechts eingeordnet wird, so fällt doch auf, dass die ihr angeschlossene, im Frühjahr gegründete Detektei Omnia einen roten Geschäftsführer hat. Thomas Benold ist bei der SPÖ Korneuburg aktiv, wo ein Signa-Projekt für Diskussionen sorgt; im Bezirk Korneuburg ist die umstrittene SPÖ Langenzersdorf tätig (siehe unten von wegen: wenn es Silberstein wäre, na und?!). Warum nennt EU-Infothek eine Ankündigung weiterer Enthüllungen „Im stillen Auge des Taifuns“ (= Typhoon wie in Eurofighter Typhoon?)?! Man bedenke auch, dass Herausgeber Gert Schmidt eine Art Novomatic-Lobbyist ist und wer den Glücksspielkonzern beraten hat, nämlich Gusenbauer. Nicht nur die FPÖ ist ratlos, was die ÖVP-Pressekonferenz einen Monat nach dem Veröffentlichen des Videos bezwecken soll. Sie erinnert aber auch an eine Auseinandersetzung zwischen Kurz-Sprecher Gerald Fleischmann und Peter Puller, der aus der ÖVP kommt und via NEOS bei der SPÖ landete. Am 6. Oktober 2017 beschrieb Fleischmannn in einer Aussendung die letzten Monate davor: „Im folgenden Halbjahr wurden Informationen an mich heran getragen, dass Tal Silberstein an besonders schmutzigen Attacken gegen Sebastian Kurz arbeiten würde. So sollte etwa eine Künstlerin für eine falsche Anschuldigung über Sebastian Kurz in einem ausländischen Medium bezahlt werden. Darüber hinaus meldeten sich nach und nach aktive und ehemalige Kabinettsmitarbeiter aus dem Umfeld der ÖVP, die Puller von früher kannten, dass Puller sie kontaktiert hätte. Die Treffen seien merkwürdig verlaufen, die Personen berichteten über auffälliges Nachfragen und Aushorchen. Zudem gab es das Gerücht, dass Silberstein für rund 100.000 Euro von der SPÖ für Dirty Campaigning gegen Kurz bezahlt würde, eine Summe die erst vor wenigen Tagen von Silberstein selbst in einem ‚News‘-Interview bestätigt wurde.“

SPÖ Langenzersdorf auf Facebook

Fleischmann schrieb auch: „Da bekannt war, dass Puller bereits 2015 mit Silberstein für die Neos in einer Kampagne gearbeitet hatte, lag der Verdacht nahe, er könnte auch jetzt mit Silberstein zusammenarbeiten und gegen Sebastian Kurz arbeiten. Ich nahm daher auf eigene Initiative Kontakt auf, um ihn zur Rede zu stellen.“ Puller verneinte dies und habe ihn „schlicht und einfach angelogen“, da mit der Affäre um die Facebook-Seiten klar war, für wen er tätig ist. Die FPÖ zieht daraus im Nachhinein den Schluß, dass Fleischmann wegen seiner Aufmerksamkeit für Silbersteins  und Pullers Aktivitäten sehr wohl von Ibiza gewusst hatte. Man kann sich jedenfalls fragen, was mit der „Künstlern“ gemeint ist, die Kurz anpatzen sollte; das klingt schon sehr nach Lockvogel-Aktion und erinnert auch an Black Cube im Einsatz etwa für Harvey Weinstein (auf Empfehlung von Ehud Barak, bei dem Silberstein 1999 sein Wahlkampfdebut hatte). Es impliziert, dass die FPÖ wie die ÖVP davon ausgeht, dass Silberstein hinter dem Video steckt, das ja auch zwei Silberstein-Leuten nach desen Verhaftung angeboten wurde (SPÖ-Wahlkampfmanager Johannes Vetter und Zoltan Aczel von der Strabag). Hatte Kurz ein wachsameres Umfeld als Strache oder ging es mehr um das tiefsitzende Misstrauen Israels gegenüber der FPÖ? Der heutige SPÖ-Wahlkampf sieht ein wenig nach jenem 2002 aus, als Silberstein erstmals Alfred Gusenbauer bewarb (s.u.).

Erinnerungen an 2002

Man muss sich auch fragen, warum die Seite EU-Infothek nun so prominent vorkommt, ob sie etwa gepusht wurde, um eine gewollte Version zu etablieren. Es war ja klar, dass man das Materiel zu denen zurückverfolgen kann, welche die Falle einfädelten; nur dann wird man aber auch zu ihren Hintermännern gelangen, wenn man hartnäckig weiterrecherchiert. Kern verspürt übrigens gerade Gegenwind, weil ihn Doskozil kritisiert – der ja selbst mit dabei ist, wenn Genossen abmontiert werden, was auch Rendi-Wagner betrifft. Auch so geht unter, dass man Kerns Aussage, wonach die SPÖ so ein Video natürlich eingesetzt hätte (Konjunktiv), mit Lügen zu Silbersteins Rolle vergleichen muss. Im Sommer 2017 hatte Kern eine tagelange Schrecksekunde, ehe er auf die Verhaftung Silbersteins so reagierte: „Wir haben uns von einem externen Mitarbeiter getrennt“, der für die SPÖ „Umfragen gemacht“ und „Daten analysiert und Empfehlungen daraus abgeleitet“ habe. Anfang des Jahres (2017) haben „wir seine privaten Geschäfte überprüfen lassen und überprüft; damals hat es keine ausreichenden Anhaltspunkte gegeben. Heute sind wir mit neuen Vorwürfen konfrontiert und die  Konsequenz ist, dass wir die Zusammenarbeit mit Tal Silberstein und seinem Team konsequent beendeten. Er hat das Vertrauen, das wir in ihm gesetzt haben, nicht gerechtfertigt. Selbstverständlich war es ein politischer Fehler, dass wir die Zusammenarbeit nicht schon vorher beendet haben.“ Sprach’s und attackierte dann den Hauptgegner ÖVP.

Kern am 16. August 2017

Mit „Team“ meinte Kern jedenfalls nicht all jene, die in Österreich kooperierten und z.B. weiter Fake-Facebook-Seiten gegen Kurz betrieben, weil deren Einstellung verräterisch gewesen wäre (wie der Einsatz von Ibiza-Material ohne Deckgeschichte wie Geldforderungen?). Er verschwieg auch, dass Silberstein im Bundeskanzleramt nach Belieben präsent war, über Kerns Termine genau Bescheid wusste und SPÖ-Ministern vorgab, was sie zur Presse zu sagen hatten (und Doskozil pushte). Die „Überprüfung“ muss sehr oberflächlich gewesen sein, weil z.B. rumänische Medien ausführlich über Ermittlungen gegen Silberstein berichteten. Sie machten auch Zusammenhänge klar, da Silberstein und sein Partner Beny Steinmetz (die beide auch mit Gusenbauer Geschäfte machten) z.B. an Grundstücken und Bodenschätzen interessiert waren. Auch auf dieser Berichterstattung basierend sah sich der „Sunday Standard“ in Botswana das Vorgehen israelischer „Berater“ an und brachte wie die Kollegen in Rumänien den Mossad ins Spiel. Seit dem 10. Jänner 2017 versuchte ich immer wieder vergeblich, eine Stellungnahme der SPÖ dazu zu bekommen – die auch stutzig machen müsste, dass Silberstein wie Steinmetz auf Wikipedia in der Kategorie: Diamantenhandel geführt wird. Aber wir sind da auch schon beim Gusenbauer – Lansky – Benko- Haselsteiner – Kern – Schlaff –  Silberstein – Steinmetz-Netzwerk, das ebenso tabu ist wie Fragen nach den Folgen des „Sozialfighter statt Eurofighter“-Wahlkampfes 2006.

59 Kommentare zu „Coup Teil 27: Ibiza und Sebastian Kurz

  1. Fehler wie die Verwechslung von Punkt und Doppelpunkt in einer Timestamp-Angabe können eigentlich nur daher kommen, dass man diese Informationen händisch abgetippt hat, dann wäre das ein Flüchtigkeitsfehler. Oder aber es wurde absichtlich so veröffentlicht, um Verwirrung zu stiften (vergleiche die Dancing Israelis an 9/11).

    Hochinteressant ist bei der IP-Adresse, dass die ersten 3 Oktetts der VP-Seite und der in den Email-Infos gleich ist.

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    1. verstehe ich auch nicht, denn man sollte den header abbilden und den quelltext (wenn man den bodytext nicht zeigen will, dann halt einen teil des quelltextes)

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  2. Kern versucht im Interview die Kritik an Silberstein darauf zuzuspitzen, „dass er ein Jud‘ ist“. Nein, Silberstein ist ein durchtriebener Charakter, das hat NICHTS mit seinem Judentum zu tun. Wär ja gelacht, wenn Kern nicht versuchte, zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen!

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  3. Ich vermute mal, dass es sich bei den Mails ganz bewusst um Fake-Mails handelt, ein Vorläufer sozusagen, um den Basti einerseits aufs dünne Eis zu locken und anderseits fürn Spasti das kurze Erfolgserlebnis zu generieren, als erster die Unechtheit der Mails identifiziert, und entsprechend dementiert zu haben. Es handelt sich ja immerhin nur um Screenshots, worauf sich Altkanzler Kurz berufen kann.

    Durchaus möglich, dass es im Talon der Wahrheiten echte belastende Mails natürlich auch gibt, diese jedoch, um den best möglichen Effekt zu erzielen, naturgemäß erst kurz vor den im Herbst stattfindenden NR-Wahlen, der breiten (Wähler) Öffentlichkeit präsentiert werden sollen; wäre doch eine plausible Möglichkeit, oder.

    Es steht uns demnach ein wahrlich spannender Herbst bevor 🙂

    Wie auch immer

    MfG

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  4. System schlägt wieder zu. Die scheinen echt Angst vor kritischen Leuten zu haben.

    Klar das Silberstein hinter allem steckt. Der will bewusst alles auf die ÖVP lenken.

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    1. Man muss gar nicht für oder gegen Sellner sein, ich finde es in einem Rechtsstaat unwürdig, wie man ihn behandelt. Wer steckt dahinter, dass ein korrekter Mensch verfolgt wird. Die Neuseelandgeschichte wieder aufzukochen, ist rätselhaft. Was meinen, Sie Frau Bader?

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      1. Mir fällt als Erstes ein, dass ja Sellner dazu aufrief, Strache eine Vorzugsstimme zu geben, den man deswegen noch nicht losgeworden ist – also eine Retourkutsche dafür?

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      2. Die Causa Sellner wäre eigentlich die längste Zeit schon bereits ein Fall für den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte. Sellner ist seit geraumer Zeit in penetranter Weise, offensichtlich politischer Verfolgung ausgesetzt; einer staatlich verordneten Verfolgung aufgrund seiner mutmaßlich politisch unkorrekten Gesinnung.

        Artikel 14 – Verbot der Benachteiligung (BGBl III 1998/30)

        „Der Genuß der in dieser Konvention anerkannten Rechte und Freiheiten ist ohne Diskriminierung insbesondere wegen des Geschlechts, der Rasse, der Hautfarbe, der Sprache, der Religion, der politischen oder sonstigen Anschauung, der nationalen oder sozialen Herkunft, der Zugehörigkeit zu einer nationalen Minderheit, des Vermögens, der Geburt oder eines sonstigen Status zu gewährleisten.“

        Wie auch immer

        MfG

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    1. dass via eu-infothek nachgelegt wird, denke ich auch – aber gerade dort lenken sie von signa eher ab und hin zu haselsteiner (wobei alle mit gusenbauer vernetzt sind)

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    1. das klingt wie wenn es eine Variante Nr. 2 von Gert Schmidts „Geschäftsmodell Erpressung“ (höchst unglaubwürdig) wäre bzw. diese Story mit einer weiteren Person noch ausgeschmückt wird.

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  5. Zu Werner Rydl: Von Urheberrechten #StracheVideo kann nicht die Rede sein. Ein Drogendealer wird sich auch nicht auf das Recht der unverzüglichen Bezahlung bei Übergabe seiner gelieferten Ware berufen können.

    Die Aufnahmen sind auf offenkundig illegalem Wege zustande gekommen. Daher sind alle damit verbundenen Vereinbarungen rechtlicher Natur ungültig. Ein Recht auf Illegalität gibt es nicht.

    Die einzigen die nur irgendwie auf irgendwas ein Recht haben könnten, sind die Geschädigten der Causa, namentlich: Strache und Gudenus !

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Die Sache mit Werner Rydl hatten wir vor 3 Wochen schon einmal hier in den Kommentaren. Der Mainstream hat bloß wieder einmal etwas länger gebraucht …

      @fledgling01: Ob etwas „offenkundig“ ist, ist (bis auf eine Ausnahme) rechtlich irrelevant, solange es kein rechtskräftiges Urteil gibt. Und selbst dies wäre nicht notwendigerweise ein Beleg dafür, dass dann die ganze Wahrheit bekannt wäre.

      Wenn tatsächlich am Ende der Kette (aus Sicht desjenigen, der die Spur zurückverfolgt) ein investigativer Journalist stehen sollte, dann könnte sich dieser womöglich tatsächlichm wie von RA Soyer in der nicht weniger skurrilen „Geständnis“-Pressemittelung vom 24.05.2019 erwähnt, darauf berufen, dass „ein verdeckter Kameraeinsatz im Enthüllungsjournalismus zur Aufdeckung von Missständen zulässig und durch die Meinungsfreiheit geschützt ist (EGMR vom 24.2.2015, Haldimann et al gg. Schweiz, 21830/09)“.

      Und Werner Rydl hätte dann von diesem höchst philanthropisch veranlagten Enthüllungsjournalisten, der womöglich lediglich sein Menschenrecht auf verdeckten Kameraeinsatz wahrgenommen hat, und dies noch dazu „für einen guten Zweck“, völlig legal die Urheberrechte erworben haben können. Aber wahrscheinlich ist alles noch viel verrückter …

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      1. ist es, er gibt ja vor, immer wieder deratiges material zu kaufen, dh wer erpressungsvideos etc produziert und honigfallen auslegt, ist im grunde nix anderes als zb ein freier journalist, der medien arbeiten anbietet

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      2. Ob etwas „offenkundig“ ist, ist (bis auf eine Ausnahme) rechtlich irrelevant, solange es kein rechtskräftiges Urteil gibt.

        Ob ein Handeln offenkundig Illegal ist, kann auch ohne rechtskräftigem Urteil, von jeder am Recht interessierten Person objektiviert werden. Dazu gibt es in einem Rechtsstaat verbindliche Rechtsnormen zB das StGB

        Zu Urteilen, ob wer sich gegebenenfalls einer Straftat schuldig gemacht hat, obliegt hingegen einzig den Gerichten.

        Drogen dealen ist „offenkundig“ Illegal;

        Das heimliche Aufzeichnen von nicht-öffenlich getätigten Unterhaltungen ist „offenkundig“ illegal.

        Diebstahl ist „offenkundig“ illegal

        Für alle oben aufgezählten offenkundig illegalen Handlungen sind vom Gesetzgeber bereits einschlägige Rechtsnormen erlassen worden.

        —–

        EGMR vom 24.2.2015, Haldimann et al gg. Schweiz, 21830/09

        Sie dürfen nicht Äpfel mit Birnen vergleichen: Im schweizer Fall ging es um echten investigativen Journalismus wo der Journalist lediglich die Realität abbildete, aufgrund vorangegangener Verdachtsmomente. Dementsprechend erkannte der EGMR bei heimlicher Aufnahmen ohne vorherige Zustimmung der Aufgenommenen auf Zulässigkeit, da die Aufnahmen im Zuge der Journalistischen Tätigkeit, die Verdachtsmomente, die vorher bereits evident gewesen sind, vollumfänglich bestätigt werden konnten.

        In der Causa Ibizagate hingegen wurden Realitäten, gleich einem Storyboard, konstruiert. Das hat mit investigativen Journalismus genau NULL zu tun.

        Wie auch immer

        MfG

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      3. @fledgling01: Mit Verlaub, aber Sie verwechseln hier selbst Äpfel mit Birnen, nämlich Gesetz und Judikatur. Das kodifizierte Strafrecht legt fest, dass eine bestimmte Handlung, sofern sie begangen wird, strafbar ist. Es definiert also: es ist illegal, etwas Bestimmtes zu tun, legt jedoch nicht fest, dass eine tatsächlich begangene Handlung einen strafrechtlichen Tatbestand erfüllt.

        Ob also im Falle einer tatsächlich begangenen Tat eine offenkundig illegale Handlung vorliegt, kann nur von einem Gericht festgestellt werden. Ein verschwundener Gegenstand bedeutet noch keinen Diebstahl und eine Leiche noch keinen Mord. Dies kann gerade nicht „von jeder am Recht interessierten Person objektiviert werden“. Deshalb gilt in einem Rechtsstaat selbst gegenüber Verdächtigen und schwer Belasteteten zunächst die Unschuldsvermutung.

        Wir wissen derzeit immer noch zu wenig über die Hintergründe, um mit Sicherheit feststellen zu können, welcher Tatbestand vorliegt und wie er rechtlich einzuordnen ist. Mehr wollte ich im Grunde nicht sagen. Der Sachverhalt der zitierten EGMR-Entscheidung ist mir bekannt. Was wir aber in Bezug auf Ibiza noch nicht wissen, ist, ob es noch weitere Zusammenhänge und eventuell noch auftauchende Beweismittel gibt, die von einem Gericht bzw. sogar dem EGMR so ausgelegt werden könnten, dass es eben doch keine illegale Tat war.

        Natürlich gehe ich auch davon aus, dass hier höchst kriminelle Dinge abgelaufen sind. Doch vieles, was kriminell ist, ist leider am Ende nicht immer illegal …

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      4. Mit Verlaub, aber Sie verwechseln hier selbst Äpfel mit Birnen, nämlich Gesetz und Judikatur.

        Ist denn das die Possibility ?! Sie kommen [mutmaßlich aus tiefer Unkenntnis] vom 100sten zum Tausendsten LOL Was hat mein obiges Posting mit angeblicher Verwechslung von Gesetz und Judikatur zu tun ?

        Sie scheinen darin sehr geübt zu sein, Ihren „offenkundigen“ Mangel an einschlägigem FachWissen, bequem Anderen als evident vorhanden überstülpen zu wollen. Oder wollen Sie mich bloß ausreichend zutexten ?

        Nur zu, wenn es das ist, was Ihnen Ihr Leben wenigstens einigermaßen erträglich erscheinen lässt. Dafür stell ich mich schon alleine aus psychotherapeutischen Gründen gerne zur Verfügung LOL

        Wie auch immer

        MfG

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  6. Ist die IP Adresse jetzt x.x.51.1 oder x.x.151.1

    x.x.151.x

    Wenn die IP Adresse heute resp. zwischenzeitig noch nicht anderwertig vergeben sind, dann scheint es sich um Orange ‚Anschlüsse‘ aus Puteaux (Paris), France Telecom, zu handeln.

    aputeaux-655-1-91-73.w92-151.abo.wanadoo.fr
    aputeaux-655-1-91-1.w92-151.abo.wanadoo.fr

    Damit wäre Orange mal klar.

    Die Routenverfolgung mit Hausmittlen endet bei der France Telekom

    francetelecom-ic-325004-ffm-b4.c.telia.net [62.115.155.29]

    ist das letzte das der traceroute sieht oder einen drauf

    et-4-1-6-0.pastr3.paris.opentransit.net (193.251.128.44)

    Hernach sehe ich mit Hausmitteln nichts mehr.

    Ist alles noch immer Orange und dürfte sich um ein abgesichertes Netzwerk handeln.
    https://wholesalesolutions.orange.com/network/

    Seltsam. Dann müsste die Kommunikation Paris – Frankfurt laufen.

    — x.x.51.x

    ds92-51-182-1.dedicated.hosteurope.de resp. 5.35.224.2

    Die Route lässt sich sauber verfolgen

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      1. Liebe Frau Bader. Danke.

        Puteaux bis Antony sind ca. 30km und die Niederlassung von Wanadoo (heute Orange) liegt in der Mitte. Die 151er sind Orange.

        https://ip-46.com/92.151.182.1

        Paris kommt mir ein wenig gewagt vor für den Standort der Server der ÖVP. selbst in der gehosteten Variante.

        92.51.182.1 (vermutl. Gateway/Router) resp. 37 ‚Rechner‘.

        sebastiankurz.at läuft auf lvps5-35-245-167.dedicated.hosteurope.de Die Route ist ident. und mündet in 5.35.245.167.

        Ob das irgendetwas über den selben Standort oder ’selbes‘ Netz aussagt…

        Rein theortisch könnten die Emails aus dem selben Rechenzentrum stammen. Was auch immer das dann heißen mag. Vermutlich nicht allzuviel.

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      2. Found 1 domain hosted on the same web server as
        sebastian-kurz.at (104.20.250.23)

        ———
        Found 2 domains hosted on the same web server as

        jvp-wien.at (81.19.159.10)
        jumpzonex.com

        ———-
        Found 2 domain hosted on the same web server as

        oevp.at (193.187.8.11)
        dieneuevolkspartei.at (193.187.8.11)

        ———–
        Found 1 domain hosted on the same web server as

        wien.oevp.at (46.163.78.32)

        ———–
        Found 1 domain hosted on the same web server as

        stvp.at (149.154.100.44)

        ————-
        *Found 263 domains hosted on the same web server as

        jvp.at (46.252.18.37)

        ————–
        Found 1 domain hosted on the same web server as

        tiroler-vp.at (193.58.164.21)

        —————
        Found 1 domain hosted on the same web server as

        ktnvp.at (134.119.233.2)

        —————
        *Found 88 domains hosted on the same web server as

        klagenfurter-volkspartei.at (88.198.193.7)

        ————-
        *Found 9 domains hosted on the same web server as

        oevp-burgenland.at (195.78.46.84)

        bandcontest.uhs.at, baustoe.jvp.or.at, oevp-burgenland.at, testweb.oedata.net,
        kulturzentrum-hof.at, nahwaerme.eu, ooe-oeaab.at, ooe-seniorenbund.at,
        welsertierheim.at

        —————–
        *Found 8 domains hosted on the same web server as

        jvp-burgenland.at (94.247.150.96)

        jvp-burgenland.at, karlheinzkopf.at, kobersdorf.oevp-burgenland.at,
        norbert-walter.at, bgld.seniorenbund.at, kobersdorf.oevp-burgenland.at,
        norbert-walter.at, oevp-burgenland.at

        ——————-

        Eine natürlich unvollständige Auswahl zu den Netzpräsenzen der ÖVP.

        Bei der Netzpräsenz „sebatian-kurz.at“ komme ich allerdings mit 3 von einander unabhängigen Hausmittelchen (inkl. Konsole) beim Domain-LookUp auf die IP-Adresse „104.20.250.23“

        Wie auch immer

        MfG

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      3. ubuntu-studio@ubuntu-studio:~$ host neuevolkspartei.wien

        neuevolkspartei.wien has address 92.51.182.37

        neuevolkspartei.wien mail is handled by 10 mx00.udag.de. 62.146.106.39
        neuevolkspartei.wien mail is handled by 20 mx01.udag.de. 62.146.106.40

        92.51.182.0 – 92.51.182.255
        Class C Network

        remarks: INFRA-AW
        netname: DE-HE-CLUSTERIP-NET
        descr: Hosteurope GmbH
        country: DE

        62.146.106.0 – 62.146.106.255
        Class C Network

        netname: UNITED-DOMAINS-NET-DE
        descr: united-domains AG
        descr: 82319 Starnberg
        country: DE

        Wie auch immer

        MfG

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      4. Danke, es gibt übrigens „die wahrheit über sebastian kurz“ (wieder)

        https://www.facebook.com/Die-Wahrheit-%C3%BCber-Sebastian-Kurz-1838210626206447/?ref=br_tf&epa=SEARCH_BOX

        samt schweigen von @raphstar (raphael sternfeld) dazu

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    1. Danke, finde ich ja nett – auch wenn Herr Schmidt in vielem nicht einer Meinung ist mit mir…

      …so kommen aber auch mehr Leute hierher 😉

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      1. Herr Schmidt ist mit seiner Plattform für mich nicht abschließend beurteilbar, hat aber Punkte gutgemacht…trotzdem kann auch der redlichste Mensch hinters Licht geführt oder gesteuert werden; es scheint, als wäre man dort jedenfalls etwas vorsichtiger geworden, was Dinge betrifft, die von extern (und vielleicht „unbekannt“) zugespielt werden.

        Die ÖVP rückt jedenfalls ins Rampenlicht; soweit ich gesehen habe, geht es ua. um 2 IP-Adressen, die bis auf die Endung „1“ bzw. „37“ ident sind.
        Meistens ist Endung „1“ das Gateway, „37“ wäre dann zB ein Server oder Client (PC eines berechtigten Users), jedenfalls liegen sie im selben Subnetz.

        Man darf gespannt sein!
        Danke an Alexandra, dass Sie sich so in das Thema verbissen haben – genau das fehlt nämlich, wenn man sich die erbärmliche, alles-sagende Nicht-Reaktion jener heimsichen Medien ansieht, die sonst wegen einem Liederbüchl bis ins tausendste Glied nachbohren und detailliertest Netzwerke aufdröseln, bis zum Hamster der Nichte eines Schwagers eines Funktionärs…zum Speiben ist das!

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      2. PS: ja, das ist mir auch aufgefallen, dass er sich nun zurückhält – und fellner hat es auch nicht eilig, ihn zu interviewen
        ….
        wem er nahesteht, werden wir nich sehen – ich dürfte aber mit meinen vermutungen richtig liegen…

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  7. Wollte mich mal bei Ihnen bedanken für Ihre grandiose Recherche-Arbeit! Dass Sie es ohne professionelle Redaktion überhaupt schaffen, so viele Namen und Verbindungen zu sortieren und dabei so sachlich wie möglich bleiben, ohne in Verschwörungstheorien abzugleiten, ist etwas, das man heutzutage sehr selten findet. Bravo!

    Bei der Gelegenheit noch eine Frage: Wissen Sie, ob Ihre Recherchen der FPÖ aktuell bekannt sind? Sieht man sich letztere Interviews mit den Spitzenkandidaten an, gewinnt man den Eindruck, als würden selbst diese einen Großteil der Informationen der EU-Infothek geschluckt haben und für bare Münze nehmen.

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    1. Ich möchte mich diesem Lob anschließen. Was Sie leisten, Frau Bader, ist großartig. Ich habe Ihren Beitrag an Georg Vetter weitergeleitet, der ihn nicht kannte.

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      1. Vielen Dank! Ich empfehle Vetter auch gerne, schon weil es Bestätigung ist, wenn er als Jurist juristische Details so sieht wie ich.

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    2. Danek sehr ! Die Namen und Verbindungen kann ich zur Not auch sozusagen bei mir selbst nachschlagen – das Meiste weiss ich aber eh auswendig 🙂

      Der FPÖ schicke ich meine Texte immer via Twitter; ich poste auch bei Kickl auf Facebook. An sich kenne mich schon manche Blaue, aber wieweit sei sich mit dch mehr in die Tiefe gehenden Artikeln befassen, kann ich nicht sagen.

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    3. übrigens ein schmankerl: die welt bezieht sich hier auf „gerüchteblogger“ (wusste gar nicht, dass es sowas gibt 😉 gerald kitzmüller:

      https://www.welt.de/politik/ausland/article194062525/Oesterreich-Der-alte-Schlag-kann-Kurz-gefaehrlich-werden.html

      ich hab mal mit einer „welt“-redakteurin gesprochen und sie auf viele auch internationale quellen aufmerksam gemacht (wahlkampfberatung a la silberstein) – aber dazu erschien dann nie etwas…

      kitzmüller postete hasserfüllt auf twitter, dass man die regierung mit gewalt loswerden msüse – nunja, so kam es dann auch…

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  8. Das Meiste hat unsere liebe Frau Bader
    ja schon ausgearbeitet, aber zu Erinnerung
    vlt. doch interessant???

    Ibiza: Ein geostrategischer Coup
    —————————————————
    Ibiza: Ein Coup gegen eine Moskau-freundliche und EU-kritische Regierungspartei.

    Eine fortlaufend aktualisierte Übersicht und Analyse der geostrategischen und geheimdienstlichen Hintergründe der Ibiza-Affäre.

    Hinweis: Für alle Beteiligten und Genannten gilt die Unschuldsvermutung.

    »Insgesamt ist diese Aktion somit als veritabler Coup gegen eine Moskau-freundliche und EU-kritische Regierungspartei einzustufen, sowie als Warnung an andere Regierungen. Dieser Aspekt wird von jenen Medien, die daran beteiligt waren, allerdings kaum beleuchtet werden.«…………

    Die »Integrity Initiative« versuchte bereits in mehreren Ländern, Russland-freundliche Politiker und Spitzenbeamte zu verhindern oder zu Fall zu bringen. Für die Schweiz ist als Zieldatum übrigens der Oktober 2019 angeben: das Datum der Eidgenössischen Wahlen…….

    Ob der Rücktritt der übrigen FPÖ-Minister und der Sturz von Kanzler und ECFR-Mitglied Kurz geplant war, ist fraglich. Allerdings wird Präsident Van der Bellen nun einen passenden Nachfolger ernennen können. Immerhin wurde damit auch die Putin-nahe Außen­ministerin Kneissl entfernt, die zuvor – sehr zum Ärger deutscher Medien wie Spiegel und BILD – nicht zurücktreten wollte…………

    https://swprs.org/ibiza-zusammenfassung/

    Gefunden habe ich den obigen Artikel hier

    Ibiza-Gate – Geheimdienste und Jan Böhmermann
    ———————————————————————————

    (….) Die tatsächlichen Verbindungen zwischen mordenden Nazis und der NATO interessieren das Propaganda-Zentrum aber nicht.

    Wenn Nazis im thüringischen Themar für die NATO-Ostfront rekrutiert werden, schweigt das angebliche künstlerische Gewissen. Bei den G20-Protesten in Hamburg trug das Zentrum übrigens zur Eskalation bei. (….)

    http://blauerbote.com/2019/06/01/ibiza-gate-geheimdienste-und-jan-boehmermann/

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  9. …aus Coup Teil 14 im 1. Absatz: geniale Worte Frau Bader! Um das geht es jetzt, man darf gespannt sein 😎

    …denn zugleich wird ein Narrativ geschaffen, das Ibizagate scheinbar aufklärt und ohne Hintermänner auskommt. Man fädelt dies natürlich nicht via Mainstream ein, sondern über die bis dato kaum bekannte Seite EU-Infothek…

    Die MSM haben auch relativ rasch damit begonnen, auf diese Quelle zu verweisen 😉

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  10. Mich widert es langsam an, dass jetzt alle Parteien einen auf „Klimaschutz“ machen. Erstens ist die Erderwärmung von Menschen nicht beeinflussbar und zweitens werden die Maßnahmen, die angeblich „Klimaschutz“ dienen zu schleichender Enteignung und Verarmung der Bevölkerung führen.

    Die Grünen in Hessen haben kürzlich der Rodung des Reinhardswalds zugestimmt. Das ist der größte zusammenhängende Wald Deutschlands. 1 Mio Quadratkilometer und um die 1000 Jahre alte, recht dicke Bäume gibt es dort.
    Warum? Um Windräder aufzustellen, die 240 Meter hoch und 140 Meter breit sind und 20 Meter tiefes Fundament benötigen.
    Angeblich um den Planeten zu retten wird der älteste, größte Wald Deutschlands gerodet. Die Grünen sind eine Schande. Sie geben vor die Umwelt zu schützen und tun in Wahrheit das genaue Gegenteil.

    Ich unterstütze gewiss keine Parteien, egal welche, die einer falschen Ideologie anhängen und aus vermeintlichen Klimaschutzgründen das Volk verarmen.
    Das Pariser Klimaabkommen sieht die Abschaffung von Kohlekraftwerken, Ölheizungen, Gasheizungen(!), Verbrennungsmotoren usw vor.

    Das heißt, wer in Zukunft ein Haus mit Gasheizung baut wird irgendwann Pech haben. Theoretisch produziert ja ein Kaminofen, der mit Holz beheizt wird auch Emissionen. Wenn sie den auch noch verbieten hat der grüne Irrsinn die Welt in die Steinzeit zurückkatapultiert.

    Und zum Schluss werden sie draufkommen, dass CO² überhaupt keinen Einfluss auf das Klima gehabt hat und werden die Politiker verteufeln, denen sie vertraut und geglaubt haben.

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    1. „Theoretisch produziert ja ein Kaminofen, der mit Holz beheizt wird auch Emissionen“

      Der sogenannte Hausbrand ist selbstverständlich ein Dorn im Auge der Klimapsychopathen, weswegen es auch sicher mindestens zu Versuchen kommen wird, Kaminöfen zu verbieten.
      Im Wr. Kleingartengesetz ist es jetzt schon verboten (keine festen Brennstoffe), und der ehemals obligatorische Notkamin wurde für Wiener Neubauten abgeschafft.

      Das Ganze nimmt doch jetzt erst richtig Fahrt auf; gestern kurz bei Maischberger reingestolpert, da trat ein „Wissenschaftsjournalist“ an, ganz im Sinne der Hysteriker (eigtl. „Gläubigen“), der war sooo gescheit und perfekt auf den Auftritt vorbereitet; es war eine einzige Gehirnwäschepartie, und die Moderatorin strahlte ständig übers ganze Gesicht, wenn der Clown etwas sagte; sie war richtiggehend stolz, und die gehirngewaschene, total verblödete Jugend im Studio klatschte ihm beständig Beifall, es war wie in einer Abendshow, nicht wie in einer „Diskussionssendung“.
      Der schwedische Thunfisch mit dem Down-Syndrom (ist eigtl. ein armer Mensch) repräsentiert eine neue „Raketenstufe“, die im „Klimakrieg“ (also Gläubige versus selbstständig Denkende) gezündet wurde.

      Warm anziehen, wir stehen trotzdem erst am Anfang des Irrsinns, nämlich der Deindustriualisierung der alten Welt, dem letzten Schritt zum „shithole“, dem Abstieg von der ersten über die zweite in die nun neue 3. Welt.

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      1. Gut, dass ich nicht mehr fernsehe. Diese Abend-Talkshows wie Maischberger, Maybrit Illner, Anne Will, Dunja Hayali usw wirken in der Regel wie eingespielte Sketche.
        Da werden 3 Befürworter des Klimawandels versus einen Zweifler eingeladen. Der wird natürlich als blöd hingestellt und im Endeffekt ist es Manipulation der Zuseher.

        Bei Markus Lanz sitzen Leute wie Stoiber oder Bosbach wie vor einem Tribunal, Lanz mit seinen Nierenschüssen unterbricht ständig wenn einer mal Gefahr läuft live auf Sendung die Wahrheit zu sagen.

        Wenn man weiß, dass nur etwa 6% der weltweiten CO²-Emissionen menschengemacht sind und der Rest von Land und Meer, also der Natur, dann braucht man gar nicht weiter nachzudenken. Es erübrigt sich von selbst. Die Logik gebietet einem die Einsicht, dass es unmöglich ist, dass der Mensch durch 6% der weltweiten CO²-Emissionen Einfluss auf die Temperaturen auf der Erde hätte.

        CO² für sich selbst gesehen kommt, gut aufpassen, zu 0,04% in der Erdatmosphäre vor und hat einen geringen Einfluss auf die Temperaturen auf der Erde, noch weniger als Wasserdampf, das Temperaturen besser transportieren und speichern kann, erdatmosphärisch gesehen.

        Wer CO2 minimieren will gleicht einem Esel, der nie Biologie-Unterricht hatte. Denn wie sogar ich mich noch erinnern kann, haben wir in Biologie gelernt, dass CO² Bestandteil der Photosynthese ist und es daher ohne CO² KEIN Pflanzenwachstum auf der Erde geben kann.

        Ohne Pflanzenwachstum keine Wälder, ohne Wälder schlechtere Luft und schlechteres Klima. Das sind einfache Grundsätze, mich kann kein einziger der sogenannten Wissenschaftler vom Gegenteil überzeugen.

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      2. @dhmg1
        Talkshows meide ich mittlerweile wie die Pest, es ist längst unerträglich geworden; wenn ich den Lanz nur sehe, dann…egal.
        Habe mich beruflich sehr intensiv mit CO2 auseinandergesetzt, und da gingen schon ein paar Lichter (wieder) auf.
        Wenn ich heutzutage lese, dass CO2 giftig wäre, dann kann ich nicht einmal mehr lachen.
        Auch der Mensch ist – wie die Pflanzen, ohne CO2 nicht lebensfähig (O2-CO2-Kreislauf!)…wenn man zB hyperventiliert, also zuviel O2 im Blut hat, dann atmet man in ein Plastiksackerl, um den CO2-Gehalt wieder zu erhöhen, andernfalls man kollabiert.
        Es gibt eine Reihe von Pflanzen, die gedeihen bei erhöhtem CO2-Gehalt umso besser und generieren mehr Biomasse (und somit Ertrag)!
        Der Grund, warum heutzutage in der Pflanzenzucht (ziemlich heimlich) CO2 eingesetzt wird (Begasung im Glashaus) ist jener, dass die betreffenden Pflanzen (versch. Gemüse oder auch Tabak zB) zu einer Zeit entstanden sind, als in der Erdatmossphäre der CO2-Gehalt wesentlich höher war als heute, ein Vielfaches davon; da die Pflanzen dies „genetisch gespeichert“ haben, wachsen diese unter den Entstehungsbedingungen besser als unter heutigen Bedingungen.
        Zu diesem Zweck wird der Gehalt auf zB 1200 ppm künstlich erhöht, gegenüber 400 ppm heute (~0,04%), das passiert alles eher im Hintergrund, da es der Agenda zuwiderläuft.
        Und wenn die Theorie der Photosynthese stimmt, dann heißt das nichts anderes, als dass man ehemaliges CO2 in Form von Biomasse ISST – ein Salat war also zum guten Teil davor ein Luftbestandteil, nämlich Kohlendioxid!
        Wir essen also täglich ehemaliges Luft-CO2, welches durch die Pflanzen als Biomasse eingelagert wurde.
        Nun sagen Sie das einmal einem Klimatrottel, der meint, CO2 wäre giftig!?!
        Noch zur Info – der CO2-Gehalt in einem Büro, v.a. in Großraumbüros, erreicht schnell einmal Werte > 1000 ppm – ist schon jemals ein Mensch im Büro daran zugrunde gegangen…?
        Natürlich nicht, weil CO2 nicht giftig ist; wie immer macht (Paracelsus) die Dosis das Gift; auch ein zuviel an Sauerstoff – dem zentralen Element hiesigen Lebens – kann tödlich sein.
        Ist Sauerstoff nun giftig?
        Ebensowenig wie CO2, außer, die Dosis würde zu hoch – das gilt aber für alles (wie zB für Kochsalz, ich würde zB nicht empfehlen, 3-4 Esslöffel davon zu sich zu nehmen, denn dann stirbt man auch).

        Man kapriziert sich auf ein Molekül, welches herrlich besteuerbar ist, und vernachlässigt in der Hysterie darüber Maßnahmen, welche tatsächlich der Umwelt zugute kämen; das ist die Tragik an der Sache, diese sogenannten Umweltschützer agieren auch noch kontraproduktiv.
        Es geht nämlich gar nicht um die Umwelt, sondern nur um die Steuerung der Menschen – es handelt sich also um eine rein psychologische Operation, nicht um eine umweltschützende!

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      3. Wenn man da wirklich diskutiert – statt Skandale, aber die echten aufzudecken -, dann ist es wie bei refugees welcome eine Glaubensfrage, an der Freundschaften zerbrechen usw.

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      4. @Alexandra
        Ja, soetwas wie „klimaneutral“ gibt es de facto nicht; Klima bezeichnet die Gesamtheit der meteorologischen Vorgange im System „Biosphäre“, bestehend aus Interdependenzen (Abhängigkeiten)….Stichwort „Kreislauf“.
        Das „Wetter“ sind energetische Zustände, und als Teil des Systems (und aus dem System geboren, was alles irdisch Existierende betrifft) ist nichts neutral, sondern stets in der einen oder anderen Form ein Energiezustand, eingebettet in die Biosphäre.
        Entnehme ich dem System zB „Windenergie“ und wandle diese in elektrischen Strom um, so habe ich den Zustand geändert und die dem Wind „entzogene“ kinetische Energie umgewandelt; beim Verbrauch dieses Stromes entsteht Wärme, die wieder in die Atmosphäre abgegeben wird…neutral ist nichts daran und kann es gar nicht sein (was aber nicht gleichbedeutend mit „schädlich“ ist).
        So gesehen wäre einzig ein völliger Verzicht auf jeglichen Ressourcenverbrauch neutral, was aber mit der Existenz von Leben auf dem Planeten nonaa unvereinbar wäre.

        Während weiterhin über Unsinn wie den CO2-Gehalt diskutiert wird, zerstört zB die Agro-Industrie seelenruhig über chemische Dünger und „Pflanzenschutzmittel“ (=Gift) das Medium, also den Boden (und das Grundwasser), und somit die Lebensgrundlage der gesamten Menschheit.
        Doch das juckt niemanden, zumindest nicht die nun freitags schulschwänzende Smartphone-Hysterie-Generation.
        Die Maßnahmen zur Gesundung unseres Planeten (ja, der ist in der Tat erkrankt) wären ganz andere, als heute propagiert werden – das ist die große Tragik der Angelegenheit.

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      5. Gerade als ehemalige Grüne würde ich mich da ja fast hineinvertiefen – aber die wollten mich nicht mehr, weil ich auf viel zu vieles draufgekommen bin. Aber als gefeuerte Grüne muss es nicht unbedingt sein – es gibt Wichtigeres, das wovon dadurch auch ablenkt wird. Selbst wenn ich mich in der „Pampa“ fern von Wien zu Tode langweile, lasee ich das Klima-Thema aus…

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  11. @dhmg1
    > Die Logik gebietet … die Einsicht, dass es
    > unmöglich ist, dass der Mensch durch 6% der
    > weltweiten CO²-Emissionen Einfluss auf die
    > Temperaturen auf der Erde hätte.

    Ja, aber wenn „Logik“ von Voraussetzungen ausgeht, die „falsch“ sein könnten, vielleicht weil wir komplexe Prozesse nicht durchgehend zu verstehen, abzubilden und zu simulieren im Stande sind (beispielsweise wenn man unterschlägt, dass der berühmte Schmetterlingsflügelschlag im Waldviertel Wirbelstürme im Pazifik auslösen kann), ist blöderweise _jeder_ daraus folgende Schluss „richtig“ – das Verhältnis von sechs zu vierundneunzig mag Milchmädchen-Rechnungen genügen, beantwortet aber nicht die Frage nach einem möglichen kumulativen Einfluss von CO2-Emissionen, siehe
    „Wie stehen menschengemachte CO2-Emissionen im Verhältnis zu natürlichen CO2-Emissionen?“
    https://skepticalscience.com/arg_Menschliche-CO2-Emissionen-winzig-im-Vergleich-zu-natuerlichen-CO2-Emissionen.htm

    Wer sich ein wenig auskennt mit Differentialrechnungen, insbesondere mit deren scheinbar vernachlässigbaren Anfangsbedingungen, wird den Ausführungen von Graham Wayne schon einiges abgewinnen können.

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    1. schade…

      dass sich alexandra mit dem thema co2-hexenjagd nicht beschäftigen will, das wären spannende artikel bin ich überzeugt…
      be-stimmt wurden die grünen nicht zufällig zuerst gegen atomkraft und gleich anschliessend gegen wasserkraft ge-framed…
      man denke nur an den au-hirsch nenning und den orf damals…

      welche dienste da wohl daran interresse hatten kreisky loszuwerden und österreichs neutrale position zu schwächen?

      und jetzt nach dem heiligen al gore, dem ja bekanntlich auch der verdiente wahlsieg geraubt wurde…
      wirft sich klimagretl in die medienschlacht…

      und so wie unter george bush mit seiner powell-point präsentation über die massenvernichtungswaffen ist es dann schliesslich ein junges mädchen, das uns die brutkastenlüge verkauft…

      für leute, die ahnung von physik haben, liegt auf der hand, dass mit der theorie etwas nicht stimmt.

      während flugzeuginduzierte wolken angeblich fast keinen oder vielleicht sogar heilenden einfluss zugeschrieben bekommen…
      sollen heizen, autofahren und kochen immer mehr besteuert werden…

      ned nikolov hat die bessere theorie, die bringt aber leider keinen profit.

      zuerst gesehen bei farsight3:

      https://mobile.twitter.com/NikolovScience

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      1. Ich hab keine „Luxusprobleme“, sondern werde wegen dem, was ich weiss, zu Tode gehetzt. Gerne würde ich mich in Sicherheit und geschützt mit so etwas befassen, aber ich werde niemals mehr Sicherheit und Schutz erleben..

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    2. Das ist egal. CO² ist CO², die wollen ja sämtliche CO²-Produzenten eliminieren. Die dummen Grünen in Deutschland gehen sogar soweit, zu fordern, dass es keine Geburten mehr geben soll, weil Babys ja auch ausatmen würden und Kohlendioxid produzieren.
      In Schulbüchern stand bis vor wenigen Jahren noch drin, dass CO² zu 0,04% in der Atmosphäre vorkommt und wenig Einfluss auf die Entstehung von Temperaturen auf der Erde hat.

      Hauptverursacher der Wärme auf der Erde ist die Sonne und ihr jahreszeitbedingter Einstrahlwinkel. Niemand der CO²-Jünger erwähnt, dass es Sonnenstürme/-eruptionen und höhere Sonnenaktivität gibt seit Jahren, also dass die Sonne heißer wird. Die schieben alles auf Kohlendioxid, obwohl das eine so geringe Rolle spielt.

      Es muss doch alleine schon stutzig machen, dass mit dem CO²-Thema Milliarden verdient werden und Menschen langsam kalt enteignet werden in Zukunft. Merkt denn niemand wie abhängig wir gemacht werden sollen, wenn Verbrennungsmotoren, Öl- und Gasheizungen sowie irgendwann sogar Kaminöfen abgeschafft werden sollen?

      Das heißt, Ottonormalverbraucher der heute einen wirtschaftlichen Diesel fährt und eine ebenso wirtschaftliche Gasheizung besitzt, soll sich ein sündteures E-Auto und eine Elektroheizung kaufen. Ist der Strom weg, ist er verloren.
      Diesel und Benzin kann man lagern und ist in gewissem Maß unabhängig, Holz ebenfalls.

      Es geht um die Verarmung normaler Menschen im Rahmen der Schaffung einer neuen Weltordnung. Hier bedient man sich des CO²-Themas. Aaron Russo, amerikanischer Filmproduzent hat CO² als Hoax bezeichnet und die Rothschilds als korrupt und hat auch den RFID-Chip als Mittel zur globalen Versklavung der Menschen angekündigt. Wenig später musste er sterben.

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      1. reden wir über armut! demnächst übersiedle ich auf die strassen von wien, weil mir meine wohnung in wien von verbrechern geraubt wurde, von verbrechern, für die eine frau vogelfrei ist, wenn sie dort schreibt, wo andere schweigen. eine frau. die mit ihrem namen einsteht und getötet wird. töten ist es auch mundtot machen, alle bücher rauben (das ist schon längst geschehen), die stadt rauben, die sie zum leben braucht. ich werde vor euren augen getötet. und armut ist ein faktor dabei. es sind verbrecherkreise, die sich auch der SPÖ bedienen, die mich töten.

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