Coup Teil 25: Ein Silberstein-Coup?

Es ist bald vier Wochen her, dass das Ibiza-Video wie eine Bombe platzte und die türkisblaue Regierung zu Fall brachte. Auch wenn es nicht mehr so im Focus steht, ist klar, dass etwaige Hintermänner der Partei schaden werden, der sie nahestehen. Es ist neben Ermittlungen der Staatsanwaltschaft (u.a. gegen Strache) auch die Rede von wechselseitigen Klagen und davon,  dass es manchmal doch nur bei der Ankündigung blieb. Nun wird betont, dass die Fallensteller ausgesprochen dilettantisch vorgegangen sind und sicher auch in Ibiza Spuren hinterlassen haben. Was kolportierte Kosten betrifft, geht man von zuerst genannten 600.000 Euro nun herunter auf rund 30.000. Das wirft jedoch alles durcheinander, wo von um 7000 Euro pro Tag angeheuertem Escortgirl gesprochen wurde, das nach vielen Tagen der Recherche immer noch schemenhaft bleibt (und auch eine Studentin usw. sein könnte). Einiges ist weder als Video noch als Artikel noch abrufbar; das passiert, wenn man nach etwas sucht, das bei Wolfgang Fellners oe24 als (vermeintliche) Wahrheit hinausposaunt wurde. Fellner schloss sich der Plattform EU-Infothek an, deren Betreiber Gert Schmidt im Frühjahr 2019 die Detektei Omnia gründete, deren Geschäftsführer Thomas Benold von der SPÖ Korneuburg (wo es ein Signa-Projekt gibt) über eine Detektivlizenz verfügt. Man kann neue Aspekte auch dann finden, wenn man sich internationale Wahlkampagnen ansieht, deren Dimensionen jedes Mittel zu heiligen scheinen.

„Heute“ gehört zur „Kronen Zeitung“, nach der Heinz-Christian Strache im Video per „russischer Oligarchin“ gegriffen habe, so lautet das Narrativ. Inzwischen hat sich Rene Benko aber Anteile an der „Krone“ und dem „Kurier“ gesichert; das müssen wir wissen, wenn wir lesen, was Omnia-Mitarbeiter Martin Ulm „Heute“ erzählt hat: „An einem heißen Abend im August 2017 fuhren Heinz-Christian Strache und Johann Gudenus ihre Polit-Karrieren an die Wand“, heißt es zu Beginn. Im Clip des „Spiegel“ ist von „kurz vor der Nationalratswahl“ die Rede, was ebenfalls falsch ist. Der Wikipedia-Eintrag zur Ibiza-Affäre hält hingegen fest: „Die Aufnahmen entstanden in einer von Unbekannten eigens vom 22. bis 25. Juli 2017 angemieteten Villa auf der spanischen Insel Ibiza.“ Ich verwendete aufgrund von Berichten das Datum 24. Juli, User meinten aber, sie haben vom 20. Juli gelesen. In „Heute“ wird betont, dass Johann Gudenus mit ein bisschen googeln herausgefunden hätte, dass der weibliche Lockvogel keine „Oligarchennichte“ ist. „Bereits die mutmaßliche Kontaktherstellung zwischen der ‚Oligarchin‘ und Gudenus durch den Wiener Anwalt M. in dessen Kanzlei sei ‚extrem schlecht gemacht‘ gewesen: ‚Als Anwalt muss man sich eine Geschichte zurechtlegen, wie man zu der Frau gekommen ist. Für mich war klar: Wer sich für die Oligarchin eingesetzt hat, steckt in der Sache drin.'“, wird Ulm zitiert. M. dementierte am 23. Mai 2019 noch jede Verwicklung, um sie am nächsten Tag mit einem seltsamen Geständnis über seinen Anwalt Richard Soyer zuzugeben, der wie er selbst einmal in der Kanzlei Lansky tätig war.

Account @kurzschluss14 auf Twitter zum Kurz-Sturz

Juristisch betrachtet hat er „ein Tatsachengeständnis in Sachen Lauschattacke von Ibiza abgelegt und sich nach § 108 des StGB strafbar gemacht. Er hat seine Berufspflichten verletzt und seinen Anwaltsstatus missbraucht und ist ferner für den Schaden, den er bei HC Strache und Johann Gudenus verursacht hat, zivilrechtlich haftbar. Wie sich an der medialen und politischen Thematisierung des Komplotts gegen die beiden (Ex-)Politiker zeigt, ist Österreich eine leider nur wenig entwickelte Demokratie“. Detail am Rande: die zitierte Analyse stammt vom Anwalt Heinz-Dietmar Schimanko, dessen Geschwister Michaela und Heinz-Rüdiger vor kurzem „Addendum“  erklärten, wie Promis und Politiker heute in der Eden-Bar feiern und dass nur einmal ein Foto ungewollt nach außen drang – von Helmut Elsner beim Verletzen von Auflagen der Justiz. Martin Ulm meint nun, die Kameratechnik des Videos sei „miserabel“ und der „Sicherheitsberater“ Julian Thaler (der in Wirklichkeit Julian H. heißt) beging „einen großen Fehler“: „Der Mann mit der weißen Hose tritt nicht nur in dem Video auf, sondern ist auch dabei zu sehen, wie er die versteckten Kameras einrichtet. ‚Das ist ja besonders unklug‘, sagt Ulm. ‚Andernfalls hätte er behaupten können, er sei ebenfalls reingelegt worden.'“ Er weist auf ein Erbe des Kommunismus hin: „In Osteuropa habe man mit derartigen Operationen Erfahrung – auch wenn das ‚Kompromat‘ meist nicht veröffentlicht wird. Und: Seriöse Detektive in Österreich würden solches Material ohnehin niemals produzieren.“

Video der „Welt“

Es seien bei uns aber Grenzen überschritten worden: „Das haben viele Menschen noch nie gesehen – wie ein Politiker im Ruderleiberl offen redet. Da werden noch ganz andere Sachen kommen.“ Bei Ulms Arbeitgeber lesen wir nun: „EU-Infothek liegen Informationen vor, wonach der Lockvogel für verschiedene weitere Aktionen ähnlicher Art im Einsatz war, monatelang, bis Februar 2019 sogar in Wien! Auch Julian H. wurde kurz nach der ersten Veröffentlichung des Videos, Ende Mai 2019, in Wien gesehen.“ Strache und Gudenus werden bis zu einem gewissen Grad in Schutz genomen: „Es muss allen handelnden Personen, welche das Video ganz oder in Sequenzen gesehen haben, sofort die Regie hinter den gezeigten Bildern aufgefallen sein. Es muss auch jedem denkenden Journalisten der Zustand von Strache und Gudenus ins Auge gesprungen sein.“ Es werden auch berechtigte Fragen wie diese gestellt: „Welche politischen Kräfte in Wien wussten seit 2017 von dem Video, kannten es sogar und haben es auch auf Eis gelegt bzw. die handelnden Personen gebeten, es auf Eis zu legen? Welche politischen Kräfte haben in Zusammenarbeit mit der Wiener politischen Szene das Video in Deutschland – mit perfektem Timing – an die Medien gebracht?“ Zu einem Loblied auf unabhängige Justiz, die auch Entlastendes herausfinden müsse, passt auch: „Wer hat den Fragenkatalog für HC Strache und Gudenus zusammengestellt? Welche Substanzen haben die beiden im bekannten Haus in Ibiza vorgesetzt bekommen und auch vereinnahmt? Welche Substanzen haben dieses überbordende Balzverhalten der beiden Männer – trotz Anwesenheit einer Ehefrau – ausgelöst und auch über einen langen Zeitraum aufrecht gehalten? Wo wurde der Lockvogel gecastet? – Es gibt Hinweise, dass dieses Casting in einer Kanzlei in der Wiener Innenstadt stattgefunden hat.“

Eines der gelöschten Fellner-Videos

Auch da kann man nur zustimmen: „Wenn Ibiza-Gate restlos aufgeklärt wird, wird es kaum wieder derartige Aktionen gegen politische Personen, Firmen oder Organisationen geben. Sie alle müssen bedenken, dass derartig kriminelle Methoden in der heutigen, technisierten Zeit jeden treffen können.“ Wenn wir hier die „Inhalte des Videos“ in Ruhe durchlesen, fragt sich, was warum nicht gezeigt bzw. überhaupt nicht thematisiert wurde. Es geht um angebliche Gönner/Förderer der FPÖ, die dann alle dementierten, und um Haselsteiner, die Strabag, die „Krone“, Benko und die Novomatic usw. Wie kommt Strache dazu, davon zu sprechen, dass Benko die ÖVP und die FPÖ finanziere? Der bekannt klagsfreudige Rene Benko will gegen Strache vorgehen, ebenso die Novomatic. Warum erwähnt Strache die SPÖ nicht, wo doch Ex-Kanzler Alfred Gusenbauer eine wichtige Rolle bei der Signa spielt? Als Strache und Gudenus – übrigens zugleich mit Bundeskanzler Christian Kern und dessen Familie – im Sommer 2017 auf Ibiza waren, ankerte Benkos Yacht RoMa dort, er soll diese auch besucht haben. Capital.de porträtierte Benko einmal so: „Gerne zeigt Benko sich großzügig. Für Fahrten von einer Baleareninsel zur anderen bietet er Freunden seine 60-Meter-Yacht an, manche dürfen seinen Privatjet nutzen, andere im 38 Mio. Euro teuren Chalet N in Vorarlberg wohnen, dem edelsten Resort der Alpen. Firma und Freunde verschmelzen bei Benko zu einem Boys-Netzwerk, sagt einer seiner Vertrauten. Man kennt sich, man hilft sich – und macht Geschäfte miteinander, die nicht immer heutigen Compliance-Standards genügen.“

Rendi-Wagner am 12. Juni 2019 bei Fellner

Als er sich 2004 mit seinem ersten Kaufhaus fast übernommen hätte, war Gusenbauer der Retter in der Not: „Man habe das Projekt so ‚einbetten‘ können, dass es für den Landeshauptmann ‚akzeptabel‘ gewesen sei, erzählt Gusenbauer in seinem Wiener Altkanzlerbüro, auf dessen Schreibtisch ein Aschenbecher mit Bundesadler steht.“ Damals wurde Silberstein übrigens von den Sozialdemokraten in Ungarn engagiert, Detail am Rande. Gusenbauer half Benko auch beim Aufbau eines Netzwerkes, das Deutsche durchaus erstaunt; vielleicht konnte deswegen entgegen der sonstigen Signa-Unternehmenskultur von dort aus auch an SPÖ-Kampagnen mitgewirkt werden, rein privat, versteht sich. EU-Infothek scheint von Benko ab- und zu Haselsteiner hinlenken zu wollen, was freilich ein schwieriges Unterfangen ist, weil die Geschäftswege beider sich kreuzen. Man kann überhaupt sagen, dass es viele Verflechtungen zwischen Benko, Haselsteiner, Gusenbauer, Lansky, den Kerns und Schlaff gibt, immer mit internationaler Komponente. Es muss sowohl um die Rahmenbedingungen 2017 gehen, als die Falle gelegt wurde als auch darum, welchen Effekt der Einsatz des Materials jetzt hatte. Oben sehen wir, wie SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner Zuversicht mimt, weil es jetzt die von ihr geforderte „unabhängige Expertenregierung“ gibt und die Kanzlerin sich auch respektvoll und kommunikativ verhalte. Anscheinend ist Rendi-Wagner in der eigenen Wahrnehmung schon auf der Siegerstraße, wenn sie als Medizinerin vom freien Spiel der Kräfte im Parlament profitiert und z.B. Rauchverbot in der Gastronomie fordern kann. Im Wahlkampf 2017 mit „Berater“ Tal Silberstein setzte die SPÖ auf Christian Kern, sie und Hans Peter Doskozil, und jeder erhielt ein Etikett siehe unten.

Wahlplakat für Dreieckständer

Nicht nur damals mischte auch Rudi Fussi mit, der mit Aktivitäten gegen den Ankauf von Eurofighter Typhoon bekannt wurde und der bei Fellners oe24 einmal pro Woche Wuchtln und G’schichtln druckt. In der neuesten Folge sehen wir ihn ab Minute 31 auf Silberstein Bezug nehmen und erklären, wie dieser Themen „neutralisiert“, mit denen die SPÖ nichts zu gewinnen hat (als ob Silberstein die SPÖ auch heute „berät“). Fellner und Benko nehmen sich oft den gleichen Anwalt; außerdem feiert er gern in Benkos Park Hyatt Hotel im Goldenen Quartier in der Wiener Innenstadt und hat Verständnis für Benko in Sachen „Krone“. Als der SPÖ-Wahlkampf 2017 aus dem Ruder lief und verdeckt eingerichtete Facebook-Gruppen aufflogen, brachte oe24 „natürlich“ ein Interview mit Silberstein. Viele und unter ihnen auch Ex-Kanzler Sebastian Kurz halten es für plausibel, dass Silberstein mit der Ibiza-Falle zu tun hatte, lediglich seine Festnahme in Israel am 14. August 2017 (gefolgt von Hausarrest und Ausreiseverbot) den Einsatz des Materials noch 2017 verhinderte. Das plötzlich alle Aufmerksamkeit auf Kerns „Berater“ gerichtet war, wäre sein Name damals erst recht die allererste Assoziation gewesen. Wenn Strache und Gudenus auf eher plumpe Weise hineingelegt wurden, so ist dies nicht wirklich erstaunlich. Wir müssen uns nur ansehen, wer blindlings dem Wunder Greta hinterherläuft oder bei anderen Anlässen das glaubt, was er gerne glauben möchte. Es geht dabei um Schwächen und Bedürfnisse, die vielleicht nicht einmal bewusst sind; wer weiss, wie man auf die richtigen Knöpfe drückt, weckt Emotionen, die rationale Alarmsignale unterdrücken.

oe24 am 30.9. und 1.10.2017

Wir bekommen das Video nur selektiv zu sehen, aber wenn das repräsentativ ist, so will Strache mit SPÖ und ÖVP gleichziehen, die für die Medien keine Schmuddelkinder, sondern gut vernetzt sind. Er will also haben, was ihm zusteht, um einen SPÖ-Slogan von damals zu bemühen. Da er sich vom Mainstream ungerecht behandelt fühlt, sympathisiert er mit denen, die dieses Schicksal teilen, etwa Donald Trump oder Russland. Wenn wir auch noch bedenken, dass man(n) bei einer Frau weniger wachsam ist, haben wir auch schon eine wirksame Falle. Dass das Finale auf Ibiza und nicht in Wien stattfand, lässt sich leicht erklären, denn in Wien hatte Strache Securities, die misstrauisch geworden wären, ihm jedoch nicht in den Urlaub folgten. Die Art der Anbahnung, aber auch der Aufzeichnung bildet einen krassen Gegensatz zum Umfeld der SPÖ (dank Gusenbauer und Kern), denn da müssen wir an den Mossad und an die Unit 8200 des israelischen Militärgeheimdienstes Aman denken.Dem Mossad können wir u.a. Tal Silberstein zurechnen, während die Unit 8200 in der Start Up-, IT- und Smart Technologies-Szene bekannt ist. Vor kurzem lobte Christian Kern sie, weil der CEO der Firma Cylus, in die Blue Minds investiert, von der Unit 8200 stammt (mehr auch zu den Unternehmungen der Kerns in Coup Teil 24). In einer Auseinandersetzung mit Premierminister Benjamin Netanjahu um neue Gesetze sind ehemalige Direktoren der Unit 8200 federführend aktiv. Die Tech-Giganten des Silicon Valley betreiben auch wegen des Know Hows von Unit 8200-Leuten Outsourcing tausender Arbeitsplätze nach Israel.

oe24 im Herbst 2018

Israelische Firmen, die auf Erfahrungen vom Militärgeheimdienst aufbauen, treten längst in vielen Ländern inklusive USA auf und suchen Investoren. Die Zeiten scheinen vorbei, als man wie 2006 im Libanonkrieg noch (laut Edward Snowden) Unterstützung der NSA benötigte (um Stellungen der Hisbollah zu attackieren). Die Unit 8200 hat auch mit dem Mord an Jamal Khashoggi in der saudischen Botschaft in der Türkei zu tun: „Laut New York Times soll Saud al-Qahtani, der ehemals mächtige Berater von Kronprinz Mohammad bin Salman, solche externen Internet-Überwachungsspezialisten angeheuert haben. Das zumindest ist Inhalt eines Gerichtsverfahrens im Fall Jamal Khashoggi. Der Journalist soll mit Tools der berühmt-berüchtigten isralischen Internet-Überwachungsfirma NSO getrackt worden sein. Die NSO wurde von zwei Ex-‚Unit 8200‘-Leuten gegründet.“ Die Firmen der Kerns sind dort aktiv, wo es von Ex-Geheimdienstlern nur so wimmelt; es investieren u.a. Martin Schlaff, Hans Peter Haselsteiner, Alfred Gusenbauer, der Kurz-Unterstützer Georg Muzicant und der Holzindustrielle Gerald Schweighofer. Letzterer wurde zeitweilig von Tal Silberstein beraten, womit wir beim Thema Mossad sind, der natürlich auch selbst elektronisch überwacht. Es scheint aber irgendwie passend, dass Ibizagate aus Vortäuschen und Falle plus Aufnahmen besteht, also human intelligence und signals intelligence kombiniert bzw. (holprig) imitiert.

Titel des trend vor ein paar Monaten

Der erste Österreicher, der zumindest indirekt mit Silberstein zu tun hatte, war Martin Schlaff im Jahr 1999. Fellner behauptete, er habe Kern Silberstein empfohlen; bekanntlich wäre Kern 2016 fast Vorstandsvorsitzender von RHI geworden (jetzt RHI-Magnesita ohne Gusenbauer im Aufsichtsrat). Denn Schlaff unterstützte jenen Ehud Barak-Wahlkampf mit kolportierten 600.000 Dollar, die als (dann nicht zurückgezahltes) Darlehen gedacht waren, der Silbersteins Aufstieg als Berater ermöglichte. Der knappe deutschsprachige Wikipedia-Eintrag zu Stan Greenberg verrät: „1999 gründete er gemeinsam mit James Carville, Bob Shrums (GCS) und Tal Silberstein das PR-Unternehmen GCS Issue Management Ltd. in Israel. Ab 2001 beriet dieses Unternehmen die SPÖ. Die Gründung eines GCS-Büros in Wien mit Silberstein als Leiter wurde auf Grund der Niederlage der SPÖ bei der Nationalratswahl 2002 nicht weiter verfolgt.“ Über Greenbergs Ehefrau Rosa DeLauro, seit 1991 demokratische Kongressabgeordnete, erfahren wir viel mehr. Zum Wahlkampf 1999 wurde berichtet: „A break-in at the Washington offices of an American polling firm advising Ehud Barak, the leader of Israel’s opposition Labor Party, threatened to inject new venom into the election campaign today, but the candidates exercised restraint while awaiting results of an investigation by the United States authorities.“ Man wisse nicht genau, worum es den Einbrechern ging, heisst es, aber es besteht der starke Verdacht, dass es um die Wahlen in Israel am 17. Mai 1999 ging (genau 20 Jahre vor Ibizagate).

Aus dem Buch „Dispatches from the War Room“ von Stanley Greenberg

Man beachte diesen Artikel: „Obwohl sich die Spitze der Arbeitspartei mit Bewertungen zurückhält, wird die Affäre als ‚israelisches Watergate‘ gehandelt. David Bar-Ilan, Sprecher des israelischen Ministerpräsidenten, wies indessen Unterstellungen zurück, Benjamin Netanjahu oder seine Partei, der Likud, hätte mit den Vorfällen zu tun: ‚Die ganze Sache stinkt nach einem schmutzigen Trick, der uns verdächtig machen soll.'“ Am Sieg zweifelten Baraks Berater jedenfalls nicht: „So confident was James Carville of Ehud Barak’s victory in Israel’s elections that the American political consultant flew home to his Virginia farm three days before Israelis cast their ballots. The only thing that surprised Carville and his partners, Stanley Greenberg and Robert Shrum — who have been credited with engineering Barak’s landslide win over Benjamin Netanyahu in the race for prime minister — was the margin of victory. ‚We need to remind ourselves that we were supposed to lose this election,‘ Greenberg, President Clinton’s former pollster, said at a news conference here on Thursday. The political strategists brought American-style politicking to Israel, reshaped Barak’s image, hammered home a simple message — ‚It’s about change, stupid’— and quickly gained celebrity status. Their winning formula, which transformed Barak from an underdog to prime minister-elect with an overwhelming victory, included stressing not only security but the economy, and avoiding personal attack ads on Netanyahu.“

Die GCS-Webseite (nun offline) aus dem Webarchiv

Auch Greenberg wurde zitiert: “By addressing the security issue effectively, by opening up the possibility of socioeconomic change and taking a very clear position on the role of civic equality, we freed people to vote for peace.” Immerhin war General Ehud Barak erster Kommandant der Mossad-Liquidierungseinheit Kidon, die zuerst Caesarea hieß: „In dieser Funktion koordinierte er von Israel aus zahlreiche Attentate, bei denen zwei der drei überlebenden Attentäter von München sowie zahlreiche – teilweise vermeintliche – Hintermänner getötet wurden.“ Übrigens wurden Greenberg und Carville von Medien gefragt, ob sie Barak auf Wunsch von Bill Clinton halfen, für den sie 1992 erstmals einen „war room“ einrichteten, was sie verneinten. Als Barak 1999 über Netanjahu siegte, griffen die USA mit Unterstützung u.a. von Deutschland die Bundesrepublik Jugoslawien an; auch Gerhard Schröder wurde im Wahlkampf von Greenberg und Co. beraten. Auch Netanjahu hatte Hilfe aus den USA, nämlich in Gestalt von Arthur Finkelstein, der 2017 ebenfalls von der SPÖ engagiert wurde. Im Februar 2008 schrieb die „Presse“ unter dem Titel „Herr Greenberg, bitte kommen!“: „Vor einigen Wochen war der amerikanische Politik-Berater Stanley Greenberg wieder einmal auf Arbeitsbesuch bei der SPÖ. Es ist wohl kein Zufall, dass es schon bald danach den Versuch eines Befreiungsschlags der schwer in Bedrängnis geratenen Partei gab.“

Wahl 2013 (Hg. Thomas Hofer, Barbara Toth)

Es ging da um Bundeskanzler Gusenbauer, dessen Tarockpartner Reinhold Mitterlehner vor wenigen Wochen ein Buch mit Barbara Toth vom „Falter“ veröffentlichte, in dem er mit Sebastian Kurz abrechnet. In „Wahl 2013“ siehe oben ist davon die Rede, dass Silberstein im Jahr 2010 mehrmals in Österreich war; auch Greenberg ließ sich anschauen, führte doch die Wiener SPÖ einen Wahlkampf, in dem man die Gesamtpartei auf Pro-Berufsheer-Kurs brachte (cui bono?). 2015 wurde vor der nächsten Wiener Wahl berichtet, dass Silberstein die NEOS berate: „Wie sie in Kontakt mit diesem international arbeitenden Kampagnenprofi gekommen sind, geben die Neos nicht preis. Zwei Gespräche hat es bereits gegeben, ein weiteres steht nächste Woche an. Unter anderem berät Silberstein die Wiener Partei bei der Konzeption und Auswertung von Marktforschung. ‚Er hat einen sehr interessanten, sehr anderen Blick.'“ Und es gab Geheimniskrämerei: „Ein offizieller strategischer Berater sei er jedoch nicht, betont sie. Dafür spricht auch seine Entlohnung, nämlich: null. ‚Er macht das gratis‘, versichert die Wiener Neos-Chefin (= Beate Meinl-Reisinger). Was beachtlich ist, wenn man nämlich bedenkt, wie viel Silberstein sonst eigentlich nimmt. In Branchenkreisen ist da schon einmal von sechsstelligen Euro-Beträgen die Rede, wenn sein Name fällt.“ Erstmals wurden Greenberg und Silberstein bei der Wiener Wahl im März 2001 für die SPÖ tätig; zuvor war diese im Dezember 2000 ohne Hilfe aus dem Ausland im Burgenland (mit Norbert Darabos) erfolgreich. Es folgten dann (offiziell) die Wahlen im Bund 2002, 2006 und 2017. Bei der Wahl 1999 war die SPÖ zwar stimmenstärkste Partei, nach ihr kam jedoch die FPÖ, die dann im Februar 2000 eine Koalition mit der ÖVP bildete, was Ehud Barak große Sorge bereitete.

Empörung über Kurz in der „Bild“

Am 17. Mai 1999 siegte also Ehud Barak (später Verteidigungsminister zeitgleich mit Norbert Darabos) über Benjamin Netanjahu auch dank Tal Silberstein, und am 17. Mai 2019 wurde der Sturz jener österreichischen Regierung eingeleitet, die er 2017 nicht verhindern konnte. Sehen wir uns nochmal in Stichworten Silberstein-Verbindungen an:

Martin Schlaff und Silberstein: finanzierte 1999 Barak-Wahlkampf mit; Geschäftspartner u.a. der Kerns; Gusenbauer lange durch ihn im RHI-Aufsichtsrat.

Gabriel Lansky und Silberstein: Peter Puller, der Silberstein seit dem NEOS-Wahlkampf 2015 kennt und 2017 für ihn verdeckt Facebook-Gruppe einrichtete, ist Geschäftspartner und Freund Silbersteins. Lansky hat eine Niederlassung in Skopje; Puller mischte beim Referendum über Nordmazedonien mit. Lobbyingveranstaltungen z.B. für Aserbaidschan finden im Park Hyatt oder im Steirereck am Pogusch unweit von Pullers Wohnsitz statt.

Rene Benko und Silberstein: Signa-Sprecher Robert L. ist seit dem Wahlkampf 2002 mit Silberstein befreundet; wenn Silberstein in Wien ist, übernachtet er im Park Hyatt. L. beteiligte sich am Silberstein-Wahlkampf 2017; Ibizagate-Anwalt Ramin M.ist beim Goldenen Quartier geschäftlich aktiv (siehe Coup Teil 16).

Alfred Gusenbauer und Silberstein: Erster gemeinsamer Wahlkampf 2002, damals auch erste Mossad-Gerüchte, Gusenbauer machte später mit Silberstein (und Beny Steinmetz, den er mit Benko zusammenbrachte) auch Geschäfte. Gusenbauer ist Haselsteiner, Lansky, Benko, Schlaff und den Kerns verbunden.

Zoltan Aczel und Silberstein: Das stellt auch die Verbindung zur Strabag und zu Haselsteiner her, denn dem ungarischen Freund Silbersteins und NEOS-Förderer Aczel wurde das Material 2017 angeboten. In die Falle Involvierte(r) soll(en) früher Aufträge von der Strabag bzw. von Gabriel Lansky (in der Alijew-Affäre) übernommen haben..

Johannes Vetter und Silberstein: Der NEOS-Mann, der 2018 zu seiner Partei zurückkehrte, war bei Kern im Kanzleramt tätig und sprang als Wahlkampfmanager ein, nachdem Stefan Sengl am 27. Juli 2017 alles hingeschmissen hatte. Ihm wurde das Material ebenfalls angeboten, er lehnte ab und berichtete weder Kern noch Bundesgeschäftsführer Niedermühlbichler, heisst es. Fünf Tage nach Silbersteins Verhaftung wurde er porträtiert siehe unten; man bildete ihn in der Kleeblattgasse beim Goldenen Quartier ab, wo das Nagelstudio von Katia Wagner, Ex-Lansky-Konzipient Ramin M. oder der ASN Beauty Compagny liegt (siehe Teil 16).

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Die Presse am 19.8.2017

Die SPÖ und Silberstein (2017): Offiziell wurde Silberstein im Oktober 2016 wieder engagiert, von Wahlkampf war da weit und breit noch keine Spur. Sebastian Kurz wurde observiert und der damalige Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil ging gemeinsam mit dem Abgeordneten Peter Pilz daran, das Wahlversprechen Gusenbauers von 2006 „Sozialfighter statt Eurofighter“ umzusetzen. Im Jänner 2017 gab es erste öffentliche Kritik am Engagement Silbersteins, auf die Kern pikiert reagierte. Der spätere Wahlkampfmanager Stefan Sengl klagte mit Anwalt Michael Pilz unzensuriert.at wegen eines Disputs auf Twitter über Silberstein. Kern wird mit einem Plan A, als Pizzabote und als Frank Underwood-Verschnitt („House of Cards“) in Szene gesetzt; später erfuhr man, was alles nicht realisiert wurde und wie Personen manipuliert wurden, die als Team an einem Strang ziehen sollten. In der Wahlkampf-Schlußphase versprach die SPÖ Aufklärung und Offenlegung, doch Interims-Bundesgeschäftsführer Christoph Matznetter, der Silberstein zweimal getroffen haben soll, gehört selbst in die Gusenbauer– und Lansky-Ecke (siehe auch hier). In der unerwarteten Defensive wurde dann behauptet, die ÖVP habe einen Silberstein-Mitarbeiter bestechen wollen usw. Zu den nach wie vor offenen Fragen von damals kommen noch jene, die sich aus Ibizagate ergeben. Zur Erinnerung der Zeitablauf: Falle mit Monaten Vorlaufzeit schnappt zwischen 22. und 25. Juli 2017 zu; Silberstein am 14. August verhaftet, muss ab dann erstmal unter dem Radar fliegen.

naundspoel

Posting der SPÖ Langenzersdorf, gesichert

Wurde 2017 auf laienhafte Weise versucht, das Material einzusetzen (getarnt mit Geldforderungen), war der Ablauf 2019 absolut professionell und punktgenau inklusive Andeutungen auch schon mehrere Wochen davor. Die Video-Erstellung schien auf „plausible deniability“ zu setzen und wurde ausgelagert; das Material wäre aber auf eine DaraWeise in Umlauf gebracht worden, welche die Frage nach den Urhebern zweitrangig werden ließe (siehe 2019). Jetzt ausgewählte, aber damals durch gezielte Fragen vorbereitete Sequenzen sorgen nun für Ermittlungen gegen Strache wegen des Verdachts der Untreue – exakt das Gleiche wurde 2017 gegen Ex-Minister Darabos in Gang gesetzt durch Desinformationen puncto Eurofighter, welche die Rolle von Gusenbauer und seinen Netzwerken, die nicht nur nach Israel, sondern auch in die USA reichen, verschleiern sollten. Auch das Engagement von Lansky und Gusenbauer für Kasachstan liegt auf einer Linie zumindest mit den Clintons und den Podestas.

SPÖ und Silberstein (2019): Es wird berichtet, dass Tal Silberstein Klage erhebt gegen alle, die ihn mit Ibizagate in Verbindung bringen wollen – er dementiert und damit sollte man sich zufriedengeben (der SPÖ Parlamentsklub unterstellt auch gleich Antisemitismus). Dass erinnert daran, dass Anwalt Ramin M. über seinen Anwalt ausrichten lässt, dass er beteiligt ist, es ein zivilgesellschaftliches Projekt sei und es keine weitere Stellungnahme dazu gäbe. Seit 2018 beauftragt die SPÖ wieder Paul Pöchhacker, der an früheren Wahlkämpfen mitwirkte (und da als Silberstein-Verbindungsmann galt), obwohl/weil er Kern 2017 Schwierigkeiten bereitete. Als Karl Nehammer von der ÖVP Klubobfrau Rendi-Wagner im Parlament darauf ansprach, wich sie seinem Blick aus; auf Aussendungen der Türkisen wird nicht reagiert.

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oe24 am 14. Juni 2019

In Oberösterreich verdrängte Georg Brockmeyer, der ebenfalls mit Silberstein kooperierte, pötzlich Landesgeschäftsführerin Bettina Stadlbauer, die als Abgordnete 2007 Darabos im Landesverteidigungsausschuss folgte. Medien machen Stefan Sengl zum Leiter auch den Wahlkampfes von Heinz Fischer 2004, schrieben Josef Kalina jenen 2006 zu und tun so, als habe Christian Deutsch den Werner Faymanns 2013 geleitet. Damit verschwindet aus der Wahrnehmung, was auch der Mainstream Darabos positiv nachsagen musste, und es bleibt das Verschleiern seiner Situation u.a. als Verteidigungsminister. Aktuell wird auch so getan, als bilde Deutsch einen Gegensatz zu Sengl, doch auch bei ihm finden wir einen Silberstein-Bezug, wenn wir uns seine Vita ansehen. Er schaffte den Wiedereinzug in den Wiener Landtag nach jenem Wahlkampf 2001, in dem Silberstein erstmals (samt Greenberg) engagiert wurde. Als er von 2008 bis 2014 Landesparteisekretär war, gab es zwei Wahlkämpfe auf Bundesebene. Und  2010 zuerst die Wiederwahl von Heinz Fischer (schaute Silberstein „sporadisch“ u.a. bei Stefan Sengl vorbei?) und dann die Wiener Wahl, bei der Greenberg mitmischte und die Gesamtpartei überraschend (und gegen den Willen von Darabos) auf Berufsheer-Kurs gebracht wurde. Deutschs Partnerin Anja Richter arbeitete im Sportministerium und sollte mitbekommen haben, dass Darabos ab 2009 mehr oder weniger dorthin abgeschoben wurde, er selbst aber nur einen Tag pro Woche im Haus des Sports verbringen wollte.

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Kern im Jänner 2017 zu SIlberstein befragt

Das hätte der Relation der Sportagenden zu jenen der Landesverteidigung entsprochen, doch Geheimdienst-Handlanger wie Kabinettschef Stefan Kammerhofer sollten im BMLV ungehindert illegale fremde Befehle ausführen. Es ist vielsagend, wenn Deutsch, der Rendi-Wagner (angeblich) retten soll, so vorgestellt wird: „Die SPÖ hat mit Christian Deutsch einen neuen Wahlkampfleiter auserkoren. Er war maßgeblich am Sturz von zwei SPÖ-Parteichefs beteiligt.“ Wenn man bedenkt, dass Silberstein (im Einklang mit einem Dossier von Robert L. für ihn vom 9. Februar 2017, das u.a. Rudi Fussi im CC bekam) Doskozil und weniger Kern pushte, ahnt man, was auf Rendi-Wagner noch zukommen wird. Als das Papier nicht nur in Redaktionen kursierte, sondern auch auszugsweise zitiert und zugleich das Ausmaß israelischer Beteiligung am Wahlkampf bekannt wurde, ging Signa-Sprecher Robert L. mit Klagsdrohungen gegen die Nennung seines vollen Namens vor. Es dürfte äußerst spannend werden, wenn Silberstein tatsächlich klagt und dann auch erklären muss, welcher Rolle er wirklich in Wahlkämpfen spielte – und waurm Darabos seit jenem 2006 unter Druck ist und aus der Politik entfernt wurde. Ein (Mit-) Auslöser des kontrollierten Ibiza-Leaks jetzt sind nämlich Änderungen bei den Eurofighter-Ermittlungen. Nicht nur Rendi-Wagner scheint die Lage falsch einzuschätzen, auch Maria Stern, die als Pilzsche Parteiobfrau fungiert und sich gerade so richtig „mächtig“ fühlt, auch von wegen „wir haben eine Bundeskanzlerin„.

Gudrun Pilz teilt @politicalbeauty auf Twitter

PS: Man beachte das „Match“, das sich seit vielen Jahren abspielt: 1999 wird die SPÖ mit Viktor Klima Erster; vorher gewinnt Ehud Barak die Wahl in Israel. 2000 wird aber Wolfgang Schüssel von der ÖVP mit Hilfe der FPÖ Bundeskanzler. 2002 fällt die Entscheidung für Eurofighter Typhoon statt Saab Gripen oder F-16 von Lockheed, welche die US-Regierung angeboten hat. Die FPÖ erlebt ihr „Knittelfeld“ und bei Neuwahlen gewinnt die ÖVP überlegen, SPÖ-Chef Alfred Gusenbauer mit Berater Silberstein verliert. Weil er Wahlen gewinnen kann, wird im März 2003 Darabos aus dem Burgenland in die Löwelstrasse geholt, er muss aber spätestens bei der Wahl 2006 Greenberg und Silberstein den Vortritt lassen und soll dann Wahlversprechen ausbaden. Es steht 1 : 1 Gusenbauer gegen Schüssel, 2008 muss Gusenbauer aber Faymann weichen, der 2013 die Wahlen gewinnt, aber 2016 von Kern gestürzt wird. (2 : 1 für Gusenbauer). 2016 kreuzt Silberstein wieder auf, ein Alarmsignal für die ÖVP, in der Kurz 2017 Reinhold Mitterlehner ablöst. Bei den vorverlegten Wahlen gewinnt die ÖVP, die mit der FPÖ koaliert. Gusenbauer : Schüssel steht 2 : 2. Kern ist 2018 politische Geschichte. Am 17. Mai 2019, genau 20 Jahre nach Tal Silbersteins ersten Wahlkampfsieg, detoniert die Ibiza-Bombe. Die Regierung wird gestürzt, es steht vorerst 3 : 2 für Gusenbauer (und Hintermänner).

34 Kommentare zu „Coup Teil 25: Ein Silberstein-Coup?

  1. Unit 8200 des Mossad, da war ja mal was: Die Zionistin und Frau von Richard Gutjahr, Einat Wilf, wurde dort zur Geheimdienstoffizierin ausgebildet. Richard Gutjahr ist jener, der bei zwei kurz hintereinander stattfindenden mutmaßlichen* Terroranschlägen „zufällig“ vor Ort war und mitgefilmt hat.

    Nizza war am 14.7.2016. München am 22.7.2016.

    Auch seine Tochter Thamina Stoll war in München „zufällig“ vor Ort und hat Filmaufnahmen vom Balkon ihrer Oma gemacht.

    *Mutmaßliche Terroranschlägen deswegen, weil der blütenweiße LKW in Nizza nichtmal einen Blutstropfen oben hatte, nachdem er angeblich 100e Leute überfahren haben soll. Deswegen hat man ihm vermutlich auch die ganze Front abmontiert, damit das mit dem fehlenden Blut nicht so auffällt. In München konnte sich der „Täter“ nicht entscheiden, ob er Links- oder Rechtshänder ist, das Streitgespräch auf dem leeren Parkdeck wirkt wie aus einer Reality Soap auf RTL, usw…

    Auch interessant: Der Freimaurer-Krawattengriff von Kern am oe24-Titelcover.

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    1. @ TiredJoe

      Ja der Gutjahr, was für ein „Früchtchen“. Den und seine Geschichten aus 1001 Nacht, haben einige Aufmerksame bereits profund zerlegt. Irgendwie ist der Baron Münchhausen seitdem von der Bildfläche verschwunden. Was für ein Verlust für die Qualitätspresse!?

      MfG Michael!

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  2. @

    (…) Auch interessant: Der Freimaurer-Krawattengriff von Kern am oe24-Titelcover. (…)

    Seltsame Handzeichen

    Täglich sehen wir in Zeitungen und Zeitschriften Bilder von Männer und Frauen aus Politik, Wirtschaft und wichtigen Institutionen, die meistens merkwürdige „Handzeichen“ zeigen.

    Doch die wenigsten Zeitungsleser denken darüber nach, denn diese Bilder sagen ihnen nichts; den Logenbrüdern und anderen Eingeweihten sagen sie sehr viel.

    Wer lässt sich normalerwiese so fotografieren?

    http://www.wfg-gk.de/verschwoerung40.html

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    1. missinterpretation – normale gesten die nur auffallen, wenn auf vorrat geschossene fotos verwendet werden, um etwas zu illustrieren – zb auch wenn jemand aufs handy schaut oder telefoniert

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      1. Also,
        „Missinterpretationen“ ist eine pauschale Abwertung, die jenen dient, welche die „Griffe“ anwenden. Ich habe eine ausführliche FM-Bibliothek und könnte ausreichend Material zur Verfügung stellen, welches eindeutig die verschiedenen Griffe/Gestiken beschreibt; es ist aber auch im Netz zu finden, und zwar als screenshots von authentischen FM-Büchern.
        Selbstverständlich kann eine solche Gestik, ein solcher Griff auch einmal Zufall sein, oder eine ungewollte Abbildung durch ein Medium, aber doch nicht immer, doch nicht in 100 % !?
        Schon zB bei der Betrachtung von Bildern Napoleons sind div. Griffe EINDEUTIG zu identifizieren, und das ist nur ein Beispiel von unzähligen Historischen.

        Oder die verschiedenen Handschlags-Griffe – Lehrling, Geselle und Meister – diese sind absolut unzweideutig nachweisbar.

        Als aktuelle Beispiele führe ich hier jene von Kurz und Trump, Kurz und Rouhani oder Trump und Erdogan an – mit jeweils einwandfreiem Meistergriff. (ich habe diese jpegs vorliegen, sie stammen aus Tageszeitungen)….dass allesamt Zufall sind, ist statistisch unmöglich.

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    1. ist aus der sicht der FPÖ ein guter schachzug – auch weil die wiener liste fast paritätisch ist und es zum beschluss des papamonats gemeinsam u.a. mit der SPÖ passt:

      https://www.ots.at/presseaussendung/OTS_20190614_OTS0207/fpoe-wien-praesentiert-kandidatenliste-fuer-die-nationalratswahl

      wirft einige vorstellungen über den haufen….

      und unpolitisch war frau strache nie

      https://derstandard.at/2000104901416/Man-kann-ueber-die-FPOe-spotten-aber-nicht-ueber-Philippa

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      1. Diese Philippa Strache war ja vorher bei OE24 Journalistin. Insofern wird sie sicher nicht ungebildet sein. Mir gefällt freizügige Kleidung bei öffentlichen Personen nicht, weil sie ablenken soll und sie wird an den Inhalten gemessen werden, wie alle anderen auch.

        Ich warte übrigens noch auf die „Maria statt Scharia“-Plakate^^. Die sind noch nirgends zu sehen. Diese Reime haben mir gut gefallen^^.
        „Heimatliebe statt Marokkanerdiebe“, „Pummerin statt Muezzin“ usw. Stammte glaub ich alles noch aus Haiders Zeiten, da hat es sich aber auch Kickl ausgedacht.

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  3. ich denke man sollte sich schön langsam die Kräfte hinter der ÖVP /CDU-CSU ansehen…
    es ist kein Zufall dass die FPÖ und die SPÖ in kurzer Zeit so pulverisiert werden, daselbe in DE.
    Die ehemals sozialen Parteien gehen den KLIMA ASYL WAHNSINN Weg, die FPÖ wird nazifiziert
    übrig bleibt die Unternehmerpartei.

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    1. @
      raindancer68

      Österreich sollte die Augen
      offen halten, damit nicht
      auch ein deutscher Vizeminister
      die Geschickte des Landes mitbestimmt. 🙂 🙂

      20.07.2018
      Usbekistans deutscher Vizeminister

      Ein Mitarbeiter der deutschen Ministerialbürokratie wird Kabinettsmitglied in Usbekistan. Dies berichten mehrere Medien übereinstimmend aus der usbekischen Hauptstadt Taschkent.

      Demnach ist der deutsche Beamte zum Vizeminister für Innovation der Republik Usbekistans ernannt worden. Seine Entsendung entspricht der Strategie der Bundesregierung, sich stärkeren Einfluss in Zentralasien zu sichern.

      Berlin hat seine diesbezüglichen Bemühungen nach dem Amtsantritt von Präsident Shavkat Mirziyoyev, dessen Regime Beobachter als autoritär kritisieren, intensiviert.

      Hintergrund ist, dass in Usbekistan der Einfluss Russlands und Chinas wächst, während derjenige der westlichen Mächte schrumpft – nicht zuletzt auf ökonomischem Gebiet.

      In Beijing etwa konnte Mirziyoyev zuletzt Verträge im Wert von 20 Milliarden US-Dollar unterzeichnen – im Rahmen des OBOR-Projekts („One Belt One Road“, „Neue Seidenstraße“). Militärpolitisch verlieren die westlichen Staaten gegenwärtig ebenfalls an Einfluss – vor allem zugunsten Russlands.

      https://www.german-foreign-policy.com/news/detail/7676/

      Das ist jetzt leider nicht der vollständige Text, aber es reicht auch
      so.

      Es scheint so, dass die Länder, die sich neutral
      oder gar freundschaftlich zu Russland bekennen,
      nieder gemacht werden.

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      1. sehr lesenswert ist alles, was der frühere britische botschafter in der ukraine craig murray schreibt (er setzt sich auch für assange ein) :

        https://www.craigmurray.org.uk/

        dazu auch neu:

        https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/06/a-swedish-court-injects-some-sense

        und wie der mainstream israelische einflussnahme auf die britische politik totschweigt:

        https://www.craigmurray.org.uk/archives/2019/06/the-incredible-disappearance-of-shai-masot/

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  4. Diese Artikel sind schon einige Tage alt, wurden sie hier schon gepostet od. verlinkt ?

    11. Juni 2019
    Ibiza-Gate: Ramin Mirfakhrai – das geheimnisvolle Mastermind

    http://www.eu-infothek.com/ramin-mirfakhrai-das-geheimnisvolle-mastermind/

    12. Juni 2019

    Ibiza-Gate: „Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ (Zitat Heinz von Foerster)

    (….) Wer hat Julian Hessenthaler mit Bargeld, auch wenn es kleinere Summen waren, versorgt, zumal dieser zum Zeitpunkt 2017 ja laut Recherchen von EU-Infothek sich immer wieder kleine Beträge von 1.000 bis 2.000 Euro ausgeborgt hat? (….)

    Ibiza-Gate: „Die Wahrheit ist die Erfindung eines Lügners“ (Zitat Heinz von Foerster)

    Ja wer wohl?
    Alle Wege führen nach….

    Gefällt 1 Person

  5. Mal ein anderes Thema…

    In unseren D-Medien wird Trumps Mauer ja ständig kritisiert, obwohl sie Bill Clintons Mauer ist. Dann gibt es auch noch eine 9 Meter hohe Mauer, die hier bei uns nie erwähnt wird.

    Schaut an was in den USA passiert.

    OFFENE GRENZEN & ILLEGALE EINWANDERUNG:

    (…) Wie kommt es, dass der POTUS nicht einmal die Grenzen dieses Landes kontrollieren kann?!?! (..)

    Hier ist, warum … kurz und bündig. Aber bitte beachten Sie, dass es viele Gründe gibt, warum Demokraten und Republikaner offene Grenzen wollen. Was folgt, sind die beiden Hauptgründe.

    In erster Linie ist es wichtig zu verstehen, dass die USA der militärische Arm der Neuen Weltordnung sind .

    (…) Siehe: EU befiehlt Österreich, Deutschland, Dänemark, Schweden und Norwegen, die Grenzkontrollen einzustellen. (…)

    (…) Wenn dies keine illegale Invasion von Außerirdischen ist, was ist es dann? (…)

    (…) Beachten Sie alle „kampfbereiten“ jungen Männer in dieser illegalen außerirdischen Karawane, die bereits die US-mexikanische Grenze überquert hat. (…)

    (…) Ein Massenexodus wie dieser findet nicht einfach statt. Diese massiven Karawanen werden von Kulturmarxisten wie dem internationalen Verbrecher George Soros gebaut und finanziert. (…)

    (…) Wie viele dieser illegalen Invasionen wird das amerikanische Volk noch zulassen? (…)

    http://themillenniumreport.com/2019/05/open-borders-illegal-immigration-a-highly-organized-communist-plot-to-destroy-usa/

    Gefunden habe ich diesen Artikel hier
    http://stateofthenation2012.com/?p=123351

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  6. Gestern standen die „Grünen“ wieder (alles andere ist ohnehin Ausnahme) im Fokus des ORF. Dieser „Hollywood & Langley-Verteiler“, den die „glücklichen“ Ösis noch freiwillig bezahlen (im Gegensatz zu DE) wird, wie unlängst ein tiefschwarzer Sender in Bayern, die „Grünen“ an die Macht „berichten“.

    Vor weit über 100 Jahren sagte bereits John Swindon (Chief Editorial Writer bei der NYT)
    „So etwas wie eine unabhängige Presse gibt es in Amerika nicht, ……..Ihr seid alle Sklaven. Ihr wisst es und ich weiß es.“
    http://katehon.com/de/article/john-swintons-luegenpresse-die-wahre-geschichte-eines-zitats

    Über solche Vorzeige-Grüne wird in DE (kaum anders wohl in AT) natürlich nicht berichtet:
    https://www.mmnews.de/politik/125600-roth-hofreiter-auf-frischem-flug-ertappt

    Da lob ich mir aber euren „grünen“ BuPräsi der 40 Senioren eingeladen hat
    https://www.mdr.de/nachrichten/osteuropa/politik/slowakei-zuzana-caputova-vereidigung-100.html
    während „sie“ – ein fulminantes Meisterwerk von Edward Bernay (R.I.P) – feierlich empfängt
    https://www.bundespraesident.at/aktuelles/detail/news/alexander-van-der-bellen-trifft-greta-thunberg/
    Oh welch ein Schreck, jetzt habe ich etwas durcheinandergebracht!

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    1. kann ich nur kopieren, dann wäre es unter meinem namen – am besten, sie kopieren den inhalt und posten es bei teil 23 und ich lösche das andere posting dann.. okay?

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  7. danke sehr für den fundierten text, diese analyse ist umfassend und sehr gut gelungen !!
    über die wahren hintermänner des ibizaskandals werden wir -wie es lösterreichische gewohnheit ist- frühestens nach der nr-wahl im september erfahren…

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      1. „Unabhängige Medien sind in einer liberalen Demokratie kein Instrument des Machterwerbs und Machterhalts einer Partei oder mächtiger Interessensgruppen, kein Instrument zur Manipulation der Leserinnen und Leser.“

        100 %ige Zustimmung. Eine „so sollte es sein“ Beschreibung.

        Wennn man sich jedoch den objektiv feststellbaren Ist-Zustand der Österreichischen Mainstream Medienlandschaft zu Gemüte führt, fällt unweigerlich auf, dass diese Medien, welche sich so gerne als „unabhängig“ generieren, genau DAS kennzeichnet, was sie in der OTS-Aussendung: Klarstellung“ österreichischer Medien nach „Ibiza-Affäre“ so vehement von sich zu weisen versuchten:

        a) zT gleichgeschaltete Instrumente des Machterwerbs und Machterhalts einer (Linken) Partei und oder mächtiger Interessensgruppen;

        b) zT gleichgeschaltete Instrumente zur Manipulation der Leserinnen und Leser

        Wie auch immer

        MfG

        Gefällt 1 Person

      2. @alexandra bader, genau! dieses selbstverliebte chefredakteursgefasel, wenn es gegen die fpoe geht, wenn ein roter einer tageszeitung mit inseratenentzug droht, falls die einen der spoe nicht genehmen artikel nicht aus den blatt nehmen, da schweigen die herren und damen chefredakteure! einfach zum kotzen dieses doppelmoral….und ad ibiza, keine einzige öst. zeitung hat eigenständig recherchiert, die haben alle nur abgeschrieben und copy and paste sowie apa meldungen benutzt, dass die sich nicht schämen, sowas als jourmalismus zu verkaufen….zum speiben

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      3. nicht „der“ SPÖ; es geht immer um den deep state und um geheimdienste – wewr nicht mitspielen will, ist immer vogelfrei egal in welcher partei

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  8. Apropos Silberstein. Kerns Frau Eveline Steinberger meint, Kurz selbst hätte das Ibiza-Video beauftragen lassen:

    https://www.oe24.at/oesterreich/politik/Wittert-Kern-Frau-Kurz-hinter-Ibiza-Strache-Video/384855679

    Langsam würde mich wirklich interessieren, wer die Auftraggeber des Ibiza-Videos waren. War ja gut, dass dieser Anwalt Mirfakhrai und Julian H. als direkt Beteiligte geoutet wurden, aber wer hat sie beauftragt? Da muss es ein Netzwerk geben.

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      1. Hier ein Artikel im Satire-Stil

        Die Hitlerisierung von Jeremy Corbyn (unter anderem)
        ————————————————————————————-
        Jedes Mal, wenn man denkt, die von der Korporatokratie verursachte Antisemitismus-Hysterie könnte unmöglich absurder werden, schaffen sie es irgendwie, sich selbst zu übertreffen.

        https://consentfactory.org/2019/06/13/the-hitlerization-of-jeremy-corbyn-among-others/

        Oder hier die Übersetzung

        Die Hitlerisierung von Jeremy Corbyn (und anderen)
        von C.J.Hopkins

        (…) Nur zu, versucht mal, das Ganze unter einen Hut zu bekommen… oder egal, versucht es nicht. Nehmt einfach eure Medikamente, die man euch verschrieben hat, dreht ARD, ZDF oder einen anderen Medienkanal voll auf und meldet mich bei der Internetpolizei, weil ich gefährliche „extremistische“ Inhalte veröffentlicht habe. In eurem Herzen wisst ihr, dass ich es vermutlich verdient habe. (…)

        https://www.theblogcat.de/uebersetzungen/die-hitlerisierung-von-jeremy-corbyn-13-06-2019/

        Auch lesenswert, es geht um unsere
        „Wahrheits“ – Medien….. weltweit. Das
        fett Gedruckte sind Links.

        Herstellungs Wahrheit
        ———————————–
        Wenn Sie zu den Millionen Menschen gehören, die trotz zahlreicher gegenteiliger Beweise immer noch glauben, dass es so etwas wie „die Wahrheit“ gibt, möchten Sie diesen Aufsatz vielleicht nicht lesen. Im Ernst, es kann äußerst ärgerlich sein, wenn Sie feststellen, dass es keine „Wahrheit“ gibt… oder vielmehr, dass das, was wir alle von Kindheit an als „Wahrheit“ betrachten, nur das Produkt einer Technologie der Macht ist.

        https://consentfactory.org/2018/12/03/manufacturing-truth/

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