Unglaubwürdig: Die SPÖ und die Konzerne

„Mensch oder Konzern?“ fragt die SPÖ auf einem Wahlplakat, zeigt aber eine Frau mit einem Paket von Amazon in der Hand. Aktuelle Daten zur Marktkapitalisierung weisen Amazon als drittwertvollsten Konzern der Welt aus (mit 794,53 Milliarden € Wert). Auf Platz 80 steht mit 85,83 Milliarden € Siemens, was auch Sonja Wehsely, der Partnerin von Spitzenkandidat Andreas Schieder den Job sichert. Weiter vorne ist die Airbus Group gereiht (Platz 73, 91,47 Milliarden €), die von SPÖ-Landeshauptmann Hans Peter Doskozil noch in seiner Zeit als Verteidigungsminister bekämpft wurde. Bei der Cui Bono-Frage musste man an Lockheed Martin (Platz 94, 75,73 Milliarden €) und natürlich Boeing (Platz 16, 198,72 Milliarden €) denken; hier gibt es durch die 737 Max-Pleite aber Einbußen. Bei Amazon und Co. geht es natürlich auch um die Frage von (Digital)Steuern, die sich endlos hinzuziehen scheint, weil es innerhalb der EU keine Einheitlichkeit gibt. Ist die SPÖ so blauäugig zu meinen, dass eh niemand das Logo auf dem Paket erkennt? Oder wurde es bewusst platziert, gewissermassen unauffällig-offensichtlich? Amazon ist nämlich auch dafür bekannt: „Amazon already has a $600-million contract with the CIA, and Oracle has gone to court to challenge a Defense Department winner-take-all solicitation that it says would favor Amazon.“

Man beachte auch, dass Präsident Donald Trump und Amazon-Boss Jeff Bezos verfeindet sind, dass aber auch nicht alle Demokraten Bezos-Fans sind. Es geht um den Umgang mit Menschen, was das Sujet im SPÖ-Wahlkampf einmal mehr als Fettnapf erscheinen lässt: „Bezos wird für die Arbeitsbedingungen bei seinem Flaggschiff Amazon oft kritisiert. In einigen Ländern sind die Arbeiter in den Logistik- und Verteilungszentren unterbezahlt oder werden daran gehindert, sich arbeitsrechtlich zu organisieren. Sobald die Mitarbeiter sich dafür einsetzen wollen, werden sie durch die lokale Geschäftsführung oder deren Vertragspartner gegängelt und mit einem ‚Maulkorb‘ belegt. In jüngster Zeit kam auch große Kritik von prominenter Seite. Bernie Sanders, Senator von Vermont, hat über die schlechten Bedingungen geklagt. Er hätte gehört, Mitarbeiter müssten – wegen der schlechten Bezahlung – auf Essensmarken und teilweise staatliche Sozialleistungen zurückgreifen. In den USA ist deshalb eine heftige Debatte entbrannt: Zahlt Jeff Bezos seinen Arbeitern zu wenig? Der Senator stellt sich offen gegen diese Art der ‚Unterdrückung‘. Als Reaktion forderte Bezos hingegen die Mitarbeiter auf, öffentlich zu bekennen, wie sie die Umstände am Arbeitsplatz ‚empfinden‘.“

SPÖ-Tweet

Gewerkschaftsfeindlichkeit kommt sicher gut an bei roter Klientel, oder? Es ist auch die Rede von Beschäftigten, die in Autos schlafen müssen, weil sie sich keine Wohnung leisten können (und das betrifft nicht nur Amazon). Da könnte die SPÖ einen Bogen zu den Gilets Jaunes in Frankreich spannen, deren soziale Proteste sie jedoch lieber ausblendet.  Die SPÖ braucht sich nicht zu wundern, wenn politische Mitbwerber sich über sie lustig machen, denn es hätte viele andere Möglichkeiten gegeben, „Mensch oder Konzern?“ optisch umzusetzen. Die abgebildete Frau hätte auch über den Markt schlendern können mit einem Einkaufskorb in der Hand und so lokale Wirtschaft „den Konzernen“ entgegensetzen. Die SPÖ scheint aber unverdrossen und unbeirrbar: „Unser mit einer extrem kämpferischen und inspirierenden Rede! Die gesamte Wiener SPÖ wird bis zum 26. Mai alles daran setzen ein gutes Ergebnis für die Sozialdemokratie zu erzielen. Es geht um die Menschen, nicht um die Konzerne.“ Das bedeutet, dass wir den „Kommunikationschef“ der Wiener SPÖ, Raphael Sternfeld bei der Arbeit sehen, der wesentlicher Akteur bei Doskozils Kampagne gegen Airbus war.

Kritik auf Twitter

Andreas Schieder verbindet mit Parteichefin Pamela Rendi-Wagner, dass er auch bei den Bilderbergern zu Gast war, wo man wiederum u.a. Vertreter von Konzernen antreffen kann (ja, auch Jeff Bezos). Der letzte Wahlkampf 2017 wies übrigens etwas undurchsichtige Verbindungen zur Signa Holding auf, in der wir Ex-Parteichef Alfred Gusenbauer in Aufsichtsräten finden. Er ist ebenfalls begnadeter Lobbyist und hat von daher auch Verbindung zu Lockheed- und Boeing-Lobbyisten, was den Kampf der SPÖ gegen Airbus erklären mag. Wenn Siemens mit seiner Medizinsparte guter Geschäftspartner des rot regierten Wien ist (und dies einen Job für Frau Wehsely schuf), fragt sich, warum dann Airbus angefeindet werden muss. Beim Amazon-Bild stört nicht nur, dass es nicht um Greißler und Märkte geht, sondern auch, dass es eine Absage an Buchhandlungen ist, auch wenn dies vielleicht nicht gleich bewusst ist. „Menschen statt Konzerne“ klingt auch ein wenig nach SJ-Aktionismus, es gehört in die Kategorie des plötzlichen Klima-Engagements. das ja auch die Parteijugend gerade stolz einbringt. Inzwischen gibt es endlos kritische Statements zu Greta Thunberg und der „spontanen“ Fridays for Future-Bewegung, sodass viele wissen, dass es hier um handfeste Profitinteressen und nicht um einen nachhaltigen Lebensstil geht.

Amazon und die CIA

So gesehen passt der Klima- und Konzern-Einsatz der SPÖ und ihres „rebellischen“ Nachwuchses auch gut ins globale Geschehen. Ein weiteres Argument dafür, dass Amazon-Werbung doch kein Zufall sein kann, hat mit Bezos als Publizist zu tun, da ihm seit ein paar Jahren die Washington Post gehört. Bekanntlich schrieb Jamal Khashoggi bis zu seiner Ermordung für sie Kolumnen und es war die CIA, die seine Mörder überführte. Dies passte den Saudis ganz und gar nicht, die sich angeblich revanchierten, indem sie Bezos‘ Handy hackten, was nun zu einer pikanten Trennungsgeschichte beigetragen hat. Die SPÖ kann schlecht mit Rene Benko als Herausgeber werben, auch weil es deswegen heftigen Clinch bei der Kronen Zeitung gibt; alternativ würde sich Unternehmer und Medieninhaber Dietrich Mateschitz anbieten, der aber „zu räääächts“ steht. Wenn es Schieder und Co. um Amazon und die CIA ging, muss man auch an Cloud Computing denken. Auch deutsche Polizei nimmt Cloud-Dienste von Amazon in Anspruch; das Vido oben gehört zu einer Geschichte, die über miese Arbeitsbedingungen hinausgeht: „Most these stories are important and vital, but there’s one story that seems to have fallen through the cracks and has not been given the same kind of media attention. And that’s the close working relationship between Amazon, the Department of Defense, CIA, Immigration and Customs Enforcement, or as we know it, ICE, local law enforcement, and the secretive datamining firm Palantir.

Kritik auf Twitter

It appears that the intertwined relationship ominously involves the intersection of mass surveillance and military contracts. At Wired’s 25th anniversary celebration last week, Jeff Bezos defended Amazon’s contracting with the Department of Defense, being very clear that he won’t be intimidated like other Silicon Valley tech companies whose employees are protesting their company’s involvement in the advancement of war and their role in increased mass surveillance.“ Bei Palantir sollte es „klick“ machen, denn bei diesem auch mit Geld von der CIA gegründeten Konzern heuerte Ex-Bundesgeschäftsführerin Laura Rudas an. Ihr Partner Markus Wagner gründete mit Eveleine Steinberger-Kern und Niko Pelinka das Innovation Club Network, um österreichische Firmen mit dem Silicon Valley zu verbinden. Gegen Ende des Wahlkampfes 2017 kam Palantir-CEO Alexander Karp nach Wien, um mit Christian Kern zu diskutieren, der wenige Wochen später das Kanzleramt verlassen musste. Karp ist inzwischen im Aufsichtsrat von Springer, was wieder einen CIA-Konnex darstellt. Als Andreas Schieders Vater Peter Funktionär der Sozialistsichen Jugendinternationale IUSY war, flog deren CIA-Finanzierung auf; auch der Sohn, Josef Cap, Alfred Gusenbauer oder Julia Herr waren danach in der IUSY aktiv.

SPÖ auf Twitter

Leider konnte Doskozil nicht beim Wahlkampfauftakt dabei sein, da er im Burgenland seinen ausgebooteten Konkurrenten Norbert Darabos entsorgen musste. Sonst hätte er sicher einen Weg gefunden, einen Hubschrauberkauf der Polizei beim bösen Konzern Airbus zu geißeln, den er „verrückt“ findet. Ob General Dynamics, mit der Ex-CIA-Agentin Phebe Novakovic an der Spitze, seit einem teuren Panzerkauf 2017 sein Lieblingskonzern ist? Oder doch Boeing, wo man ja durch den Erfolg des A320neo so sehr unter Druck war, dass man bei der Boeing 737 Max derart fatale Fehler machte? Im Konzern Signa, wo Genosse Gusenbauer eine wichtige Rolle spielt, wurde jedenfalls zur Wahl 2017 ein Dossier erstellt, dass Doskozil schmeichelhaft darstellte, Kern hingegen abqualifizierte. Letzterer konnte dann nicht einmal mehr SPÖ-Spitzenkandidat bei der EU-Wahl werden, wo sich offenbar niemand Besserer als Schieder aufdrängte. Was ebenso Bände über die Situation in der SPÖ spricht wie Slogans und Sager, die absolut unglaubwürdig sind.

PS: Das Problem sind Hedgefonds, die in Deutschland 2004 von Rot-Grün zugelassen wurden und Staaten und Unternehmen plündern

PPS: Peter Haisenko flog früher für die Lufthansa und schreibt zu Boeing u.a.: Mittlerweile kommen mehr und mehr Berichte ans Tageslicht, die auf weitere Konzeptfehler hinweisen. …Schon bei der alten B 747-200 aus den 1970-er Jahren wurde der Begriff ‚ramification‘ geprägt, also ‚Verästelung‘. Das bedeutet, dass sich ein scheinbar unwesentlicher kleiner Fehler an ganz anderen Stellen auswirken und größte Probleme im Gesamtsystem verursachen kann. Auf die modernen Flugzeuge übertragen heißt das, dass jede auch noch so kleine Software-Änderung Auswirkungen an ganz andern Enden haben kann, die auf den ersten Blick als unlogisch oder gar unmöglich eingestuft werden könnten. So ist jetzt bekannt geworden, dass der zentrale Fluglagencomputer ‚ADIRU‘ mit dem MCAS nicht wirklich harmoniert. Das wiederum könnte daran liegen, dass Boeing für die 737-MAX auf die ADIRU der B 787 (‚Dreamliner‘ – den ich schon als Albtraumflieger bezeichnet habe) zurückgegriffen hat, eben weil die schon das Zulassungsverfahren durchlaufen hatte und nicht ein teures neues benötigte. Auch ein Fehlsignal aus der ADIRU kann das MCAS veranlassen, gnadenlos sein tödliches Eingreifen zu starten, obwohl es dafür keinen realen Anlass gibt. Angesichts dessen muss man sich schon fragen, wie ein solches Flugzeug überhaupt eine Zulassung erhalten konnte. Da liegt wohl der eigentliche Skandal. Nämlich darin, dass die FAA, die amerikanische Zulassungsbehörde, größte Teile der Zulassung von Boeing selbst hat vornehmen lassen und unsere europäische EASA das einfach abgenickt hat. Russland war da von Anfang an kritischer.“ Bekanntlich hielten sich die Piloten beider abgestürzter 737 Max an die Anweisungen. Haisenko meint, dass Boeing ein komplett neues Flugzeug bauen werde müssen, wie es noch 2006 auch geplant war, und dass die US-Regierung den größten Exporteur nicht pleitegehen lassen werde.

PPPS: Es wird seit Langem alles versucht, mich wegen Recherche abseits des Mainstream mundtot zu machen, sodass ich eure Unterstützung benötige (alexandra(at)ceiberweiber.at, auf Twitter cw_alexandra, auf Facebook und natürlich telefonisch unter 06508623555). Auch meine Texte aufgreifen, sie verbreiten, dazu Fragen stellen ist hilfreich, ebenso natürlich konkrete Hilfe, weil ich auf diese Weise u.a. meine Wohnung verloren habe. Dringend würde ich auch einen neuen Laptop benötigen. Auch finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. DAnKE!

21 Kommentare zu „Unglaubwürdig: Die SPÖ und die Konzerne

  1. Mensch oder Konzerne. Ich lache mich schief ausgerechnet die heutige SPÖ traut sich so etwas zu plakatieren.
    Na wenn man anschaut welche super Versorgungsposten alle unfähigen ParteigenossInnen bekommen haben. Da ist die SPÖ aber mit vielen Konzernen verbandelt.
    Aber traurig gibt sicher genug Leute die auf solche Sprüche reinfallen.

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  2. Die FPÖ, finde ich, ist aber genauso stark unterwegs, wenn nicht sogar stärker.

    Auf die Frage, was die FPÖ bei der diesjährigen EU-Wahl zu erreichen gedenkt, antwortete deren Spitzenkandidat, Harald Vilimsky, dem OE24 Reporter:

    Wir wollen stärker werden; wir wollen größer werden; wir wollen „schlagkräftiger“ werden, und wir wollen aus diesem positiven EU kritischen „Reservoir“ [sic] eine größtmögliche Gruppe zusammenstellen, und damit auch Druck auf die künftigen Entscheidungen machen, dass nicht mehr jemand wie J. C. Junker der Unionschef, sondern jemand, der diese Union auch wirklich würdevoll vertreten kann

    Bei so viel Inhalt tut man sich beim Entscheiden, „ob ja“ oder „lieber doch nicht“, relativ leicht 😀

    —–

    Und für welche Themenbereiche möchten sich die NEOS bei der EU-Wahl bzw. im Europaparlament stark machen ?

    Claudia Camon sagt:

    „Uns ist es wichtig, besonders für die nächste Generation einen grundlegenden starken „radikalen“ Weg nach vorne auch einzuschlagen. Das ist auch der Grund, warum wir uns so klar für die „Vereinigten Staaten von Europa“ aussprechen, weil wir glauben, dass das auch die richtige Grundlage ist, um auch die vielen wichtigen anderen Themen der Zukunft, überhaupt mal erfolgreich und entschlossen angehen zu können“

    Ich hoffe, dass die NEOS das mit dem „radikal“ schnell wieder fallen lassen, da ansonsten Herr Kurz ein Verbot prüfen könnte 🙂

    Eines weiß ich jedoch schon heute ganz gewiss: Der Wahlsonntag wird für mich wieder mal ein Sonntag, wo ich mich mal wieder so richtig ausschlafen werde und darauf freue ich mich schon heute 😀

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    MfG

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      1. Alexander Geljewitsch Dugin ist allerdings eine extrem schräge und umstrittene Persönlichkeit, womit der Besuch von Britttany Pettibone bei Dugin für sich selbst gesehen, sehr wohl legitimiert, kritisch hinterfragt zu und von allen Seiten her beleuchtet zu werden.

        https://de.wikipedia.org/wiki/Alexander_Geljewitsch_Dugin

        Darüber hinaus jedoch einen Zusammenhang zwischen dem Christchurch Attentat und der Identitären Bewegung herstellen bzw kreieren zu wollen, halte ich ehrlich gesagt, für mehr als bloß unseriös. Investigativer Journalismus geht anders – und ob !!!!

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        MfG

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    1. Very interestin and revealing as well: Strache wie er leibt und lebt oder: Wie Strache die FPÖ versenkt.

      Jetzt ist es raus: Strache outet sich in aller Öffentlichkeit als „Schaf“ im Wolfsfell. Die Wähler werden sich sehr gut überlegen müssen, ob eine Partei überhaupt noch wählbar ist, welche sich gegen die „Verteidiger der Europäischen Identität“ stellt und verbal schießt, indem Strache die Identitären, also die Europäische Identität, ganz offen und mit bomp und krach, mit aller Vehemenz verbal zum Teufel jagt.

      Eines lernen wir: Dem Strache geht es offensichtlich nur darum, sicherzustellen, mit allen Mitteln direkt am mit Steuergeld gefüllten Futtertrog kleben zu dürfen; das Schicksal der Wählerschaft, welche ihm diesen Komfort überhaupt ermöglichte, scheint IST dem Strache auf seinem Feldwegzug dabei völlig egal. Traurig aber trotzdem wahr 😦

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      MfG

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      1. tja man erkennt eine grosse Bitterkeit aus seinem Gesicht und natürlich Angst.
        Es ist ganz sicher eine Version von Verrat.
        Einerseits muss Strache sich distanzieren, damit man ihn den geläuterten abkauft, andererseits bleiben für viele Wähler die Frage: was ist mit Migranten, mit Abgrenzung zur EU, mit Asyl..viele Fragen bei denen die Identitären für viele machmal näher bei der Bevölkerung sind als die Identitären.
        Wenn es stimmt dass Sellner für Gewaltlosigkeit ist und nichts gegen Juden hat, dann ist er genau am richtigen Weg, auch wenns den ganzen EU Bonzen und unseren Politikern nicht passt.

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      2. Das Martin Sellner am richtigen >Weg ist, dürfte sowieso Allen klar sein. Vielmehr geht es darum, dass Kurz sehr geschickt just in time (vor den EU-Wahlen noch) Herrn Straches öffentliche Distanzierung von den Identitären provozierte, mit dem folgenden Kalkül:

        Wenn sich Herr Strache von den Identitären distanziert, und genau das hat Strache nun unüberhörbar getan, distanziert er sich nicht nur automatisch auch von der Verantwortung, die Europäische Identität mit allen demokratisch legitimen Mitteln länger verdeidigen zu wollen, sondern, last but noch least, distanziert sich Strache unwiderruflich von seiner, auch dem Martin Sellner wohl geneigten, Wählerschaft.

        Das macht immerhin ca 2 Drittel der FPÖ-Wähler aus, die die FPÖ wählten, weil sie der Ansicht waren, dass Strache sich aufrichtig, und das nicht zuletzt aufgrund seiner Zuwanderungs kritischen Haltung, sich gegen die zunehmende Überfremdung stemmen wird.

        Die Illusion, „Österreich zuerst“ und „ein Europa der Vaterländer“, bis hin zur Verteidigung der Europäischen Identität, hat somit die Strache-FPÖ mit Straches quasi angeborenen Wendehalschatakteristikum, wie eine Seifenblase platzen lassen.

        Keine Sorge: Es gibt ein Leben nach den Tod der Strache-FPÖ

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        MfG

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      3. Ein Wendehals bzw Chameleon mMn der übelsten Sorte. Pfui Teibel ! Plötzlich, für mein Empfinden – mehr als zu spät, plädiert Strache, dass auch für Martin Sellner die Unschuldsvermutung zu gelten hat – in einem Rechtsstaat !

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        MfG

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  3. Konzerne werden oft noch unter dem Aspekt von Beschaffungsmärkten gesehen. Was heute Konzern genannt wird sind oft spezialisierte Marktplätze, damit isoliertem Product Mix und solche Märkte bilden ein eigenes Geld aus.IT Konzerne verwalten Patente und können diese Handeln. In kriegsführenden Staaten macht das durchaus Sinn.

    Wem die unterschiedlichen Gelder verdächtig vorkommen. Heute läuft Geld das in nachfrageorientierte Linien insbesondere Industrielinien laufen soll in der Umverteilung mit. Gedanklich wird das Geld mit der Gießkanne ausgeschüttet und hernach über Steuern und Abgaben … Genauso wie der Handwerker früher einfach Werkzeuge kaufte und sich nicht wirklich Gedanken machen musste warum grad er diese in Empfang nehmen kann, wundert sich heute auch keiner …

    In der Demokratie kann ein Staat nur unbemerkt über Steuern enteignen und die Herausgabe von im Eigentum verwahrten Gütern fordern. Würde der Staat das Militär schicken, den Häuslebauer aus dem Haus zerren und die Familie auf der Straße kniend vor laufender Kamera erschießen, dann wären das zwar menschlicher als Hartz IV aber die Leute dagegen. Wenn jedoch Steuern promotet werden klatschen beinahe alle. Ein Marktplatz versucht klarerweise die Geldmenge konstant zu halten (Steueroasen).

    Starbucks fällt halt schon eher unter watch?v=9cQgQIMlwWw. Die nachfrageorientierten Linien werden immer mehr und die ‚Konzerne‘ reiben halt an was geht am Ende und halten sich nicht an, ‚Der Gewinn muss zwar maximiert werden, aber immer zugunsten der Menge‘. Das treibt des Trend hin zu individuellem Konsumkredit (aka. bspw. Kontoüberziehung bei uns). Man darf auch Starbucks nicht vergleichen mit einem Kaffeehaus in dem sich die Hausfrauen mit Torte am Nachmittag haben getroffen und den Lohn des hartarbeitenden Gatten mit lachendem Gesicht haben verprasst. watch?v=TjZRYc2GJ24.

    Nachfrageorientiert heißt stark Cash Flow getrieben. Das wird uns bei Unternehmensgründungen wieder eher in die traditionelle klassische deutsche Sicht mit einer Unterscheidung zwischen Selbstständigen (sei es mit mit ausgeprägtem Betrieb im Rahmen einer EPU) und der Unternehmer ist jener auf dessem Betriebsgelände auch Maschine wird verwahrt und damit ist der mit der kleineren Kaffeemaschine … Der Verbrauch aus einer anbieterseitig getriebenen Linie wird wenn die Linie ohne Einhaltung von Standards wird losgelassen eher als qualitativ ’schlechter‘ empfunden und damit nehmen die sich an der Nachfrage orientierenden Linien zu, aber eben reproduziert auf technologisch höherem Niveau (daraus resultiert das Wirtnsterben bspw.). watch?v=lAnPGArfqdg So ändern sich die Zeiten ….

    Die Verbindung zur Realwirtschaft ist nur der Device, ähnlich dem Arzneischrankerl aus Sicht einer exklusiv anbieterseitig getriebenen Pharma Industrie, militärische Güter. Militärische Güter sind zwar Güter aus der Realwirtschaft, aber der Product Mix ist isoliert.

    Mit der Hilfe von Konsum(enten)geld kann die optimale Gütermenge nicht bestimmt werden. Einfach erklärt. Konsum(enten)geld wird zur Befriedigung von Bedürfnissen verwendet und die stehen immer in Verbindung mit dem ewigen Bestreben Gewinn und Mengen im Rahmen der Konsum(enten)gesellschaft zu maximieren, während hingegen auf einem Marktplatz einfach jene Gütgermenge ermittelt wird die in der nächsten Periode zu übergeben ist egal wer kommt.

    Woher kommt das ‚eine‘ Geld im Wirtschaftsraum. Marktplätze handelten vor Jahrhunderten (ähnlich Supermärkten heute) ähnliche Güter. Auf dem Weg haben sich die Preisindikatoren angeglichen. Märkte versuchen ihre Geldmenge konstant zu halten

    Globale IT Konzerne unterliegen einer Beschränkung. An sich dürften sie allein global bedarfsgerecht Güter bereitstellen. Tun sie auch. Man denke an das Free (as in Beer) Model und Android Studio.

    Amazon hatte vor gut 10 Jahren eine Blade die 12 bis 20 Doller (mehr nicht) kostete und die einfach aus dem Rack gezogen und weggeworfen wurde und ein neues reingesteckt, denn das war billiger als nur Ansatzweise nach einem Fehler zu suchen. Das spannendere Business für Amazon sind eben die Hosting Services und über den Weg kommen die isolierten digitalen Güter ins Spiel und bei Facebook im Vergleich ist es mit bedarfsgerechter Deckung von globalen Bedarfen soweit nicht her.

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    1. Ergänzung: Mit der Zeit wird eben mehr über Komplementäre (Produkte) gearbeitet ala Tankstelle transformiert sich in einen Supermarkt, Torte im Kaffehaus, …

      Gutscheine bspw. wären ähnlich den Beiträgen zu einer Versicherung Teil der Inflationierung der Geldmenge in Märkten oder die Finanzierung des Wohnraums (Wohnbaugeld)…

      Im Fall vom Gutschein wird Konsum(enten)geld realisiert über Währung (EURO) in ein Marktgeld transformiert und dann entscheidet sich ob Menschen diese Gelder untereinander tauschen. Auf dem Wege entscheidet sich ob eine Linie aus Sicht des Güterempfängers eher nachfrageorientiert oder anbieterseitig agiert. Wenn jemand nur bei einem Güterbereitsteller kauft (aus dessen Marktplatz oder Linie Güter in Empfang nimmt) da er Geld für diesen Markt in Händen hält ist die Güte der Entscheidung auch andere als in einem freien Markt mit freiem Marktgeld.

      Die ORF resp. GEZ Gebühr wären eine Versicherung gegen Informationsmangel. Also ist dieser zu beseitigen und nicht einer anbieterseitigen Präsentation von Daten der Vorzug zu geben. Journalismus vs. Journaille oder Boulevard dessen Informationen noch am Ticker der Presseagenturen welche sind und hernach diese Daten einfach bunt aufbereitet dem Nachfragenden präsentiert werden.

      Es ist eben nicht so, dass das Ausmaß an gesch(ä|effelter Kohle über die Güte des Unternehmers auch nur irgendetwas aussagt, sondern die Ausweitung der Qualität des Güterangebots maßgeblich ist.

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  4. Korrektur: „Identitären für viele machmal näher bei der Bevölkerung sind als die Identitären.“ als die Politiker ..ist natürlich gemeint.
    Es fehlt eine „Bearbeiten“ Funktion im Blog 🙂

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  5. Strache ist mit den Identitären in einem klassischen Doublebind. Da kommt er, ohne Schaden zu nehmen, nicht heraus. Persönlich heißt er wahrscheinlich, wie viele Österreicher/innen, einige Ansichten diese Vereinigung gut. Er kann es sich aber nicht leisten dies zu sagen, weil ihn sonst die linke Meute „erschießt“. Geht er in Deckung, für die er sich entschieden hat, sagen die Identitären, er sei ein Verräter. Ja, Herr Strache, manchmal ist das Leben richtig gemein.

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    1. er hätte von Anfang an sagen können was relevant ist nämlich dass untersucht wird, ob es ausser der Spende noch andere Verbindungen gibt wenn ja …Verbindung.
      Die Androhung die Identitären aufzulösen kam von Kurz und er hat ohne mit der Wimper zu zucken bejaht. Das ist ein klarer Verrat.
      Noch dazu wo ich mich jetzt schon frage, wofür steht die FPÖ genau bzgl Asylpolitik.
      Wir bekommen genauso viele Anträge wie vor 2015, es geht weiter und es werden mehr.
      Es gibt keinerlei Kritik an der EU, Schutz der Aussengrenzen?
      Nichts hat sich wirklich geändert.

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    2. Strache hat sich selbst in die Situation gebracht, in der er sich gegenwärtig befindet. Dabe wär alles so einfach gewesen.

      Strache hätte nur sagen müssen:

      Martin Sellner hat für mich, wie in einem Rechtsstaat üblich, solange als Unschuldig zu gelten, solange er selbst von den Gerichten als unschuldig gehalten wird. Wir sollten daher als Verfechter des Rechtstaates, den Freispruch eines Martin Sellners vom Straflandesgerichtes Graz und dessen Bestätigung im Jänner 2019 vom Oberlandesgericht, gerade als Bundesregierung sehr Ernst nehmen und uns vor allem von jeglicher Vorverurteilung distanzieren“

      Damit wäre da Kurz dagestanden wie einer, der gegen jede Form der Rechtstaatlichkeit ankämpft; aber dazu ist Herr Strache nicht intelligent genug.

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      MfG

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  6. ich lach mich schief, die Rendi sagt in ihrer Rede zum Schluss : Glück auf.
    Das war doch der Spruch der Bergarbeiter, kleine schmutzige Männer die vor lauter Arbeit mit 50 spätestens verstorben sind.
    Merkt die eigentlich gar nicht mehr wie lächerlich sie ist?

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  7. Mensch statt Konzern ist das Konzept von Schieder ..haha…ja genau, darum sind sie auch Beamte und nicht Arbeiter und Angestellte.
    Gott das ist schwer zu ertragen-

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