Die Regierung, der Terror und die Identitären

In einer doppelten „False Flag“ werden Martin Sellner und die Bundesregierung mit dem Terror von Christchurch in Verbindung gebracht. Doppelt, weil zuerst die Spende des Terroristen an Sellner verwendet wird, um weltweit entsprechende Schlagzeilen zu produzieren, und danach Österreich zur „Weltzentrale des neuen Rechtsextremismus“
erklärt wird. Dazu gehört dann, dass die Opposition, die auch die Einberufung des Nationalen Sicherheitsrates forderte, im Parlament den Innenminister attackiert. Der Geheimdienstverbund Five Eyes (der Tarrants Reisen nach Europa wohl überwacht hat) ist etwa in Gestalt des Abgeordneten Peter Pilz immer mit dabei (die Five Eyes werden uns hier noch mehrmals begegnen). Im Manifest des Attentäters werden Bewegungen auf spezielle Weise ins Visier genommen, die sich „patriotisch“ nennen, denn er will Regierungen zu überzogenen Reaktionen provozieren, damit diese sich radikalisieren. Auf diese Weise nimmt man sie in Geiselhaft, was an die Rolle der RAF gegenüber der linken Szene erinnert, die man sich aus heutiger Perspektive genau ansehen sollte. Es lohnt sicher auch, eine Chronologie von Tarrants Reisen mit Berichten über Ermittlungen und Prozess gegen die Identitären 2018 abzugleichen und dabei die neue Regierungskonstellation zu berücksichtigen. Denn die Spende wurde wohl platziert, um die Identitären, vor allem aber die Bundesregierung zu erwischen.  Wie gut Medien das Geschäft der Desinformation verstehen, stellen sie gerade wieder unter Beweis; sie erschaffen Verschwörungstheorien, indem sie aus dem Zusammenhang reißen (hier zeigt Sellner krasse Beispiele aus oe24 und Krone).

Was Journalisten und Politiker als Ausdruck ihres unermüdlichen Kampfes gegen Rechts betrachten, zeigt nur, wie gut sie auf Triggerworte reagieren. Der Umgang mit Sellner offenbart, dass die Staatsanwaltschaft Graz die Identitären auch nach Freisprüchen noch am Schirm hat. Seine Kommunikation wird überwacht; wenn er auch nur ein Passwort ändert, kommt er in U-Haft, er kann nicht mehr in die USA einreisen, wo seine Verlobte lebt. Nun wird wieder einmal gerne über die Identitären, nicht mit ihnen geredet; weil Servus TV davon abweicht und Sellner interviewt, gibt es auf Twitter Empörung, aber auch Zustimmung. Dennoch meinen erschreckend viele, dass einmal auf diese Weise Dargestellte das Recht verwirkt haben sollen, dass man sie zu Vorwürfen befragt. Wenn wir darauf auch das Ebergassing-Beispiel anwenden, hätte dies für Caspar Einem gelten müssen, der ja als Linker bekannt ist: „Der Anschlag von Ebergassing war ein Sprengstoffanschlag, der am 11. April 1995 in einem unbewohnten Teil der Gemeinde Ebergassing in Niederösterreich verübt wurde. Die mutmaßlichen Täter Peter Konicek und Gregor Thaler versuchten, eine der zwei Hauptstromversorgungsleitungen für Wien durch die Sprengung des 380-kV-Hochspannungsmastes Nr. 383 in Ebergassing zu unterbrechen. Zwei der vier Sprengsätze explodierten jedoch auf Grund der hohen Induktionsspannung frühzeitig und töteten die beiden Attentäter, ohne jedoch den Strommast in größerem Umfang zu beschädigen. Die Tatsache, dass es sich bei den Attentätern um langjährige Aktivisten der linken Szene in Wien handelte, versuchte vor allem die FPÖ politisch auszuspielen.

Natascha Strobl

 

Freiheitliche Politiker stellten den Anschlagsversuch in Ebergassing als gleichwertig mit dem fremdenfeindlich motivierten Versenden von Briefbomben dar, das zu diesem Zeitpunkt bereits vier Menschen das Leben gekostet und während der vorhergegangenen Wochen die mediale Berichterstattung dominiert hatte. Um davon abzulenken versuchte die FPÖ den damaligen Innenminister Caspar Einem (SPÖ) in die Nähe der Ebergassing-Attentäter zu bringen, indem sie eine Spende an die links-autonome Zeitschrift TATblatt als insgeheime Unterstützung der Täter interpretierte.“ (Genau genommen starb niemand durch eine Briefbombe, aber vier Roma in Oberwart durch eine Sprengfalle). Um zu einer anderen Betrachtungsweise zu gelangen, habe ich den missglückten Anschlag von Ebergassing angeführt: wenn wir uns noch Social Media und Internet dazudenken, können wir uns vorstellen, welch einen Skandal man daraus machen konnte. Er war auch so gewaltig, da ich mich gut an die Abendausgabe der Kronen Zeitung erinnere, mit deren Schlagzeile alles begann. Ich las sie in einem Wiener Café, wo ich mit einem der heutigen EU-Kandidaten saß und beiden war klar, dass etwas passieren wird (wie genau dann auch im Parlament agiert wurde, war nicht exakt vorherzusagen). Immerhin bestand offenbar eine Verbindung zwischen den gescheiterten Attentätern und Innenminister Caspar Einem; übrigens wurde in jener Zeit Wolfgang Schüssel gerade Nachfolger von Erhard Busek; mit der Empörung über Einems Spende sollte die Regierung gesprengt werden; es gab dann auch vorgezogene Wahlen.

Wie zu erwarten kamen nun Expertinnen wie Natascha Strobl (hier als „Berufsantifaschistin“ beschrieben) oder Julia Ebner ausgiebig in der Presse zu Wort. Strobl ist darauf stolz, ein Buch über Identitäre geschrieben zu haben, ohne mit ihnen zu reden (und spricht von der „Weltzentrale des neuen Rechtsextremismus“); Ebner ist gerade mal 27 und schon Fachfrau für alles Mögliche, unter anderem für Gemeinsamkeiten zwischen IS und IB, dies aus ihrer Zeit bei der Quilliam Foundation (2015-2017). Aber wie qualifiziert kann eine junge Akademikerin wirklich auf dem Gebiet der Extremismus- und Terrorismusforschung sein und das auch noch undercover? „Für ihr im September 2017 erschienenes Buch The Rage (deutsch: Wut) recherchierte sie einige Monate verdeckt sowohl unter Rechtsradikalen als auch in Gruppen fundamentalistischer Islamisten und kam zu dem Ergebnis zahlreicher Gemeinsamkeiten.“ (Wikipedia) Ebner kommt in einem Beitrag in der Wienerin mit der Frauenschiene: „Die Sicherheitsbehörden, und vor allem der Anti-Terrorismus-Bereich, sind sehr stark männerdominiert. Da war es als junge Frau ehrlich gesagt nicht immer leicht, sich durchzusetzen. Meine Übergeordneten bei Quilliam (Anti-Extremismusorganisation) waren alle männlich, fast alle davon waren außerdem ehemalige Islamisten – das war am Anfang schon ganz schön einschüchternd.“

Martin Sellner vs. Julia Ebner (28.3.2019)

Ich schrieb 2018: „Für den Mainstream ist sie eine wunderbare Zeugin gegen die Identitären, wie z.B. Werner Reisinger in der  Wiener Zeitung unter Beweis stellt. In der ‚Wienerin‘ führte sie weiter aus: ‚Mir fiel aber bald auf, dass einem gerade als Frau viele Türen offen stehen, die Männern eher verschlossen bleiben. Zum Beispiel hatte ich direkten Zugang zu Islamistinnen – sei es in Female-Only Chats auf Telegram oder bei persönlichen Gesprächen mit MitgliederInnen der islamistischen Organisation Hizb-ut-Tahrir, als ich an deren Event teilnahm und im segregierten Frauenbereich sitzen musste. Aber auch männliche Extremisten waren mir gegenüber erstaunlich offen, was vermutlich daran lag, dass ich weniger schnell verdächtigt wurde – eben weil junge Frauen nicht mit dem Bereich Terrorismusbekämpfung assoziiert werden.‘ So easy ist es allerdings nicht, ‚als junge Frau‘ einen Männerbereich aufzumischen, denn sie fällt zum Beispiel auf eine Kreation des britischen Auslandsgeheimdienstes (Hizb-ut-Tahrir) herein (wieder die Five Eyes).

Als Ted Cruz noch meinte, er habe eine Chance, US-Präsidentschaftskandidat der Republikaner zu werden, schrieb der frühere britische Diplomat Craig Murray: ‚It is therefore interesting that the Chairman of Ted Cruz’s presidential campaign is one Chad Sweet, who is also a Director of the Quilliam Foundation USA, established by its British counterpart. The Quilliam Foundation is a group led by people who claim to be former Islamic jihadists who have now reformed. It is the go-to organisation for the BBC and Murdoch’s Sky News whenever Islamic matters, and particularly terrorism, are aired on the media. It is presented, quite falsely, as a neutral and technocratic organisation.‘ Chad Sweet leitete einmal das Directorate of Operations der CIA (also wieder die Five Eyes). Weil die Gefahr nicht nur im Sicherheitsbereich groß ist, an der Nase herumgeführt zu werden, hat sich Murray Quilliam näher angesehen: ‚While it has provided a lifestyle of champagne and well-cut silk suits for its ‚ex-jihadist‘ directors, it has pandered to right wing Islamophobia in every statement it has ever made. It received millions of pounds of UK government funding, not very well accounted for, and employs ‚ex‘ members of MI6. I have it from a very good security source that funding comes from the CIA, and there is certainly an open stream of funding from far right American bodies.‘ Es scheint also, dass ein ‚islamophober‘ Narrativ geschaffen wurde, den man dann allen umhängte, die sich in irgendeiner Form kritisch äußerten, weil Differenzierung in der allgemeinen Aufregung untergeht.

Der Falter auf Twitter

Murray bemerkt weiters: ‚Quilliam were involved by the government as ‚experts‘ in drawing up the government’s Prevent strategy, which directly seeks to curtail expression of ‚radical‘ opinion in British universities and seeks to place a spy in every classroom. It has led, among scores of such incidents, to the arrest and detention of a Muslim student of security studies for reading a book on terrorism in Nottinghamshire University Library, and the police being sent to an eight year old Muslim child’s home because the teacher heard him use the word terrorism.‘ Ob Reisinger weiß, dass seine gelobte ‚Expertin‘ bei einer Organisation arbeitete, die nicht nur geheimdienstaffin ist, sondern auch von weit rechts stehenden US-Gruppen unterstützt wird? Wenn Islamhysterie geschaffen wird, kann man Verschärfungen für alle im Sicherheitsbereich durchsetzen; außerdem gibt es bei Quilliam auch Jihadisten-Bezug. Bezeichnender Weise wird den Identitären von der Justiz angelastet, dass sie gegen Islamisierung auftreten, die man ja da und dort tatsächlich feststellen kann, siehe etwa Debatte um den KiKa vor ein paar Monaten.“ Inzwischen kennen wir auch die angloamerikanische (Five Eyes) Integrity Initiative, die Personen unter dem Deckmantel diffamiert, dass sie „Putin-freundlich“ seien, was man ja auch der FPÖ vorwirft; die Vorgangsweise mit Think Tanks, Medien und Tweets ist sehr ähnlich.  Reisinger wird wie andere Medienleute von Agents Provocateurs gefüttert, was seine Expertise in Frage stellt, weil er dann ja gerade eben nichts durchschaut, das man vor ihm verbirgt.

In der Parlamentsdebatte kritisierte der Innenminister siehe unten übrigens, dass Pilz Informationen aus dem geheim tagenden Unterausschuss zum innenausschuss öffentlich machte. Kickl weist darauf hin, dass Tarrant für die neuseeländischen Behörden bis zu seinem Massenmord als unauffällig galt und sich Ende November/Anfang Dezember 2018 in Österreich aufhielt. Er habe in seinem „Manifest“, auch das in Geiselnahmeabsicht, Österreich als eines der Länder bezeichnet, in denen ein „Aufstand“ losgehen könne. Als Tarrant 2014 in Nordkorea war, nahmen an der Reisegruppe auch drei Österreicher teil. Was Sellner betrifft, so war den Behörden die Spende an ihn länger bekannt, da wegen seiner Einkünfte allgemein und eben nun auch strafrechtlich ermittelt werde. Das Narrativ von der Gleichsetzung IB und IS wird deswegen über junge Frauen gesponnen, weil bei älteren Männern nicht so ohne weiteres hingenommen würde, was sie als Expertise von sich geben. Außerdem sind sie ein Gegenmodell zu den jungen Männern, mit denen medial sowohl Islamisten als auch Rechte in Verbindung gebracht werden. Damit stehen diese Frauen unter einem Glassturz, weil Kritik als antifeministisch gebrandmarkt wird. Somit immunisiert man auch noch so abstruse Behauptungen, was wegen des Geheimdienst-Hintergrundes auch notwendig scheint.

Herbert Kickl zum Terroranschlag von Christchurch (28.3.2019)

Ein beliebter Kniff besteht darin, der IB zu unterstellen, dass sie ihre wahren Absichten verberge, etwa wenn sie dezidiert gewaltfrei ist. So könnte man jede Organisation mit politischen Zielen diskreditieren, gerade dann, wenn sie zu friedlichem Protest aufruft. Zum Reigen an Expertinnen gehören auch Politiker und vorzugsweise -innen, jedoch einzig mit dem Zweck, Stimmung gegen die Regierung zu machen. Man/frau kann ja auch recht gut alles hineinpacken, wenn selbst Innenminister Kickl (dessen Job das aber ist) auf Ermittlungen zu „Hannibal“, dem Deutschen André S., und seinen Chatnetzwerken eingeht, vom denen gerne Linien zu den Identitären und zu Bundesheerangehörigen gezogen werden, auch wenn es keine Anhaltspunkte gibt. Aufgeregte Wortmeldungen im Parlament werden in Presseaussendungen zusammengefasst; ich zitiere hier nur mal eine der SPÖ: „Die Verbindungen zwischen dem rechtsextremen Christchurch – Terrorist und den Identitären in Österreich zeigt für Jörg Leichtfried, stv. SPÖ-Klubvorsitzender, klar: ‚Wir haben ein massives Problem mit rechtsextremen Netzwerken – in Europa und auch in Österreich. Der Rechtsextremismus ist eine reale Gefahr für die nationale Sicherheit‘. Der Umgang der Regierung mit der Bedrohung von Rechts beweist: ‚Da ist etwas faul im Staat Österreich.‘

Leichtfried kritisiert, dass die Regierung und Innenminister Kickl bisher nur weggeschaut und nichts unternommen haben. Die SPÖ fordert volle Aufklärung über rechtsextreme Netzwerke und Gefahren.“-  „Im Gegensatz zur Regierung haben wir alle Mittel ergriffen, um für Aufklärung über die rechtsextremen Netzwerke und ihre Pläne zu sorgen. Wenn es Todeslisten und Vorbereitungen auf den Tag X gibt und unser Sicherheitsapparat von rechtsextremen Gefährdern unterwandert wird, ist es Zeit, dass der Rechtsstaat mit allen Mitteln zurückschlägt. Diese Bundesregierung wird daran gemessen werden. Ich hoffe, dass sie hier nicht scheitert.“ Wenn die SPÖ sich Sorgen macht um die nationale Sicherheit, sollte sie aufhören, mit Pilz zu kooperieren und ihre Verbindung zu Tal Silberstein aufarbeiten. Und sie muss Konsequenzen daraus ziehen, dass ihr Landeshauptmann Hans Peter Doskozil in Zusammenarbeit mit Pilz gegen Airbus und gegen Ex-Minister Norbert Darabos vorging, der Doskozil auch persönlich im Weg war. Weiß Leichtfried wirklich, was mit nationaler Sicherheit gemeint ist? Dass Staaten Sicherheitsbehörden und Geheimdienste einsetzen; beides wird schwierig (siehe z.B. Deutschland und Anis Amri), wenn man Pläne der Five Eyes nicht durchkreuzen soll. Damit sich etwas ändert, müsste die Opposition Innen- und Verteidigungsminister explizit unterstützen, was aber auch der Instrumentalisierung u.a. von Politikern und Journalisten ein Ende bereitete.

Herbert Kickl, 28.3.2019 @ Tarrant, Sellner, André S, Uniter

Unter Sellners Fans wird, wie man z.B. auf Youtube sofort sieht, viel über den Deep State gesprochen (der Begriff stammt aus der Türkei und kam über die USA zu uns) und dieser mit „links“ assoziiert. Tatsächlich wendet er sich gegen Eigenständigkeit und Souveränität und ist transatlantisch; die früher in den USA verwendete Bezeichnung war militärisch-industrieller Komplex, zu dem man auch die Geheimdienste rechnen muss. Der heutige Deep State zeigt sich dann, wenn formale Träger politischer Macht daran gehindert werden, diese auszuüben, was direktes Behindern sein kann, auflaufen Lassen, Sabotage und Geheimdienstoperationen. Bei uns geraten u.a. Politiker und Journalisten in Konflikt mit dem Deep State, wenn sie für das eigene Land arbeiten bzw. andere nicht genau dafür prügeln wollen. Wenn sich die Identitären als Patrioten bezeichnen, steht dies den „Kollateralschäden“ von Militärinterventionen und Regime Changes entgegen, also der seit 1979 zu beobachtenden Islamisierung und der Massenmigration. Friedensbewegte Linke, die mehr daran denken, was anderen angetan wird als dass sie Angst haben, dass diese dann zu uns kommen, sind auf ihre Weise ebenfalls „Patrioten“. Denn sie möchten selbst– und nicht fremdbestimmt leben und sind damit dem Deep State ebenfalls ein Dorn im Auge. Gefährlich werden beide Gruppen und alle anderen Menschen, wenn sie durchschauen, dass sie gegeneinander ausgespielt werden, indem sie sich immer z.B.in „rechts“ und „links“ spalten sollen.

Ein Beispiel für eine Deep State-Operation beschäftigt Gerichte und einen U-Ausschuss, jedoch bisher noch ganz im Sinn der „Erfinder“: es geht um den militärisch-industriellen Komplex der USA, wenn der mit Pilz verbündete Doskozil vor zwei Jahren Airbus anzeigte. Weit davon entfernt, „linksversifft“ einen SPÖ-Politiker zu schonen, ermittelt die Justiz gegen Ex-Minister Darabos, den Pilz anzeigte, was zu seinem Pakt mit Doskozil gehörte. Das erklärt sich nur aus Darabos‘ Verhältnis zum Deep State, dessen Handlanger er nicht sein wollte, was mit massivem Druck und entsprechenden Medienberichten beantwortet wird. Man kann es „patriotisch“ nennen zu verlangen, dass Minister ihr Amt wie in der Verfassung vorgesehen ausgeben könne, weil das eine Demokratie von einem Protektorat unterscheidet. Die Five Eyes sind auch gegen Trump s.u.: Paul Manafort war ein „Plant“ (Obamas) in seiner Kampagne, was uns auf jenes Ukraine-Lobbying hinweist, an dem mit Tony Podesta, Alfred Gusenbauer, und Romano Prodi Sozialdemokraten und Linke mitwirkten. Senator Rand Paul hat eben enthüllt, dass der von Obama ernannte Ex-CIA-Chef John Brennan das Fake-Steele-Dossier (wieder die Five Eyes, Steele war beim MI6) in die Untersuchungen gegen Trump einbrachte.

Die Five Eyes (auch gegen Trump)

Es wurde aber auch im Justizministerium wie eine heiße Kartoffel herumgereicht und man warf es einander zu, als ob das die Glaubwürdigkeit steigern könnte. Besser kann man Deep State wohl kaum illustrieren als mit CIA und Co. gegen den Bewerber und dann den gewählten Präsidenten. Welche Skrupel sollten diese Leute gegenüber einer österreichischen Regierung oder anderen Politikern hier haben? Was Ebner, Strobl und andere Experten und -innen betrifft, fügen sich ein in die über André S., Franco A. und den Militärischen Abschirmdienst gesponnenen Narrative. Neben Begriffspaaren wie Christchurch und Sellner oder Terror und Sellner werden auch Eigenschaften und Verhaltensweisen beschrieben, die ein negatives Bild von ihm kreieren bzw. verfestigen sollen. Das hat niemals etwas mit rechts oder links zu tun, weil auch Linke, z.B. manche Politiker,  auf diese Weise in die Ecke gestellt werden, bis auch Nachbarn sie nicht wiedererkennen (Laut Kurier wurde Tarrant durch die Identitären radikalisiert). „Patrioten“, egal ob Linke oder Rechte, werden auch über Provocateure verleumdet, die wiederum gut mit Medien vernetzt sind. Man befasst sich bewusst auch mit Wiederbetätigung, sieht diese überall, hat manchmal durchaus Recht; so wird aber der Kontext dafür geschaffen, das Bekenntnis zum eigenen Land zu marginalisieren. Es geht dabei weder um Kitsch noch um irgendeine Art von Pathos, sondern dass Minister regieren und nicht ein Deep State. Lässt man einmal die Triggerworte empörter Tweets mit vielen Hashtags hinter sich, verschwimmen die Konturen des doch so sicher Rechtsextremen. Damit lassen sich Forderungen aufstellen etwa das BVT betreffend, dessen Extremismusreferat von Regierungsgegnern zur heldenhaften Bastion hochstilisiert wird.

Rechts ja, das sagen u.a. die Identitären ja selbst – aber extrem? Reaktionär kann man sie ebenfalls nennen, weil sie Unumkehrbares rückgängig machen wollen – wer würde andere daran hindern, diesbezüglich selbst klüger zu werden? Sobald nicht mehr „extrem“ dazugesagt wird, delegitimieren Empörte aber sich selbst, und dann bricht auch zusammen, was man sich gegenüber Kickl zurechtgelegt hat. Weit weniger bekümmert manche, dass ein IS-Terrorist im Gemeindebau in Wien verhaftet wurde, der Security war und auch Komplizen hatte; Züge in Deutschland waren seine Ziele. Da aber geht es auch darum, dass frühere Linke gegen Krieg waren, während heutige ihn mit-ermöglichen, indem sie geradezu wollen, dass Menschen fliehen müssen. Es heißt, dass Tarrant neben Sellner nur eine australische Gruppe mit einer Spende bedacht hat, und das sieht für einige Medien schon fast wie Komplizenschaft aus. Als sein furchtbares Video von der Tat noch im Netz war, analysierten es auch Personen, denen auffiel, dass er seine Waffe immer wieder senkte. Dies wirke wie bei einem für Häuserkampf ausgebildeten Soldaten, der instinktiv aufpasse, keinen Kameraden zu treffen. Aber Cui Bono? Geht es um ein Verbot privaten Waffenbesitzes oder/und um Internetzensur? Manche bringen ins Spiel, dass Tarrant 2016 in Israel war und unter den Getöteten und Verletzten auch Angehörige der kleinen palästinensischen Gemeinde in Neuseeland sind. Jedenfalls kann man, wenn man will, einiges aus der Spende an Sellner und dem Umstand machen, dass Türkisblau gerade in Österreich regiert.

Martin Sellner bei Servus TV

Heute folgt ein Unterausschuss zum Innenausschuss, den sich der US-Agent Peter Pilz sicher nicht entgehen lassen wird und am Montag dann der Nationale Sicherheitsrat. Kickl wird u.a. vorgeworfen, dass er Islamistischen Terror gefährlicher finde als Rechtsextremismus bzw. was so bezeichnet wird. Doch er kann seine Einschätzung nur basierend auf Expertise des BVT treffen, wo man sicher zwischen „blöd reden“ und Anschlagsvorbereitungen unterscheiden kann. Übrigens gilt das auch für Deutschland, wo ebenfalls eine Terrorzelle ausgehoben wurde, während bis dato keine Waffenlager Rechtsextremer gefunden wurden. Apropos Deutschland: Hätte es ohne den Verfassungsschutz jemals einen NSU-Komplex gegeben? Und warum wurde Neonazi-Propagandamaterial von US-Truppen ins Land gebracht, wenn nicht, um immer ein entsprechendes Problem zu haben? Schließlich bieten sich auch mit Reichsbürgern und Co. dankbare Objekte an, siehe z.B. der Grazer Prozess gegen Staatsverweigerer wegen Hochverrat, die kaum Ahnung von grundlegenden Strukturen des Staates hatten. „Der Christchurch-Terrorist verwendete in seinem Manifest mehrere Sätze, die auch von den Identitären benutzt werden“ – so geht es medial weiter, denn der „Neuseeland-Killer“ nannte sich „Kebab Remover“ und Sellner mag bekanntlich kein Döner (es gab „eine Zeit lang Shirts der Identitären auf denen der Spruch  ‚Remove Kebab‘ abgedruckt wurde“).

PS: Es wird seit Langem alles versucht, mich wegen Recherche abseits des Mainstream mundtot zu machen, sodass ich eure Unterstützung benötige (alexandra (at) ceiberweiber.at, auf Twitter cw_alexandra, auf Facebook und natürlich telefonisch unter 06508623555). Auch meine Texte aufgreifen, sie verbreiten, dazu Fragen stellen ist hilfreich, ebenso natürlich konkrete Hilfe, weil ich auf diese Weise u.a. meine Wohnung verloren habe. Dringend würde ich auch einen neuen Laptop benötigen. Auch finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. DAnKE!

33 Kommentare zu „Die Regierung, der Terror und die Identitären

  1. Geniale Analyse und alles auf den Punkt gebracht.
    Ja cui bono? Und sicher kein Zufall dass die EU den Artikel 13 jetzt wurde dieser ja unbenannt abgesegnet hat und alles getan wird um die Zensur zu erleichtern.
    Das alles führt dazu dass man kritische und unbeliebte Gruppen und Menschen die sich nicht einspannen lassen, leichter mundtot und verbieten kann.
    Das mit der Spende an Sellner ist sicher kein Zufall.
    Hier bemüht man das altbewährte Prinzip Teile und Herrsche also links gegen rechts.
    Wobei man eigentlich scheitert an den Begriffen links und rechts. Jeder definiert das anders.

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  2. Selbst wären die Identitären was man ihnen vorwirft zu sein, dann machte ich mir noch keine Sorgen.

    Der österreichische Weg war eigentlich durch eine sich laufend im Widerstand übende Beamtenschaft, der defakto Entmachtung der Regierung und insbesondere des Bundeskanzlers den Einzug des Geists längst vergangen geglaubter Tage zu verhindern. Politik in Österreich dreht sich um die Belange von Verwaltung und das ist gut so.

    Ein demokratisch Diskurs mit dem Ziel, dass nichts weitergeht zu betreiben macht wenig Sinn. Da ist besser man geht auf Urlaub und lässt die emulierte Parteien’demokratie‘ weiterlaufen. Demokratie hat in Österreich noch nie jemanden interessiert und Gesellschaftspolitik noch weniger. Diese Felder muss der Mensch auf unserem Staatsgebiet selbst abdecken.

    In dem Sinne Menschen die aufsalutieren bei uns nicht zukunftsfähig und wenn solche zukunftsfähig sind, dann ist egal welche Richtung Oberhand gewinnt. Dann haben sowieso alle verloren. Diese immanente Gefahr schwebt eben über Österreich im Rahmen der E.U. genauer gesagt im Rahmen des Hofierens von EUbedients – die der E.U. hörigen Zeitgenossen. Die sind zwar nicht der Geist dessen Rückkehr es zu verhindern gibt, aber jene die deppert dabei zuschauen, wenn es dann doch mal passiert.

    In dem Sinne hat selbst Sebastian Kurz nicht ganz unrecht mit Bezug auf eine IB aus der Perspektive einer Regierung sagt, ‚Das geht zu weit‘. Aber das gilt für alle anderen genauso.

    Ich persönlich habe es mit den Konservativen auch nicht. IB ist schon eine etwas konservative Vereinigung. Der traditionelle (Stock)Konservative wie im Lehrbuch zu finden, den gibt es im Westen schon Jahrzehnte nicht mehr.

    Die IB hat sich vor Jahren bei ihrem Auftritt ein wenig pompös und tendenziös in Szene gesetzt. Der Höcke hat ein ähnlich gelagertes Problem und gar nicht zu unrecht. Ich kann zuerst wie er einen auf Göbbels machen und mich in Deutschland hernach beschweren, dass eine Verbindung mit der unrühmlichen Vergangenheit hergestellt wird.

    Ich sehe beim Martin Sellner nicht den Punkt aus so einer Perspektive. Am Internet ist Menschen den Eindruck zu vermitteln man sei ihr Hawara durchaus seit Anbeginn gelebte Praxis im Rahmen der Vermarktung die selbst Zuckerberg bemühen muss. Die Zuwanderung ins Web, als ein Instrument in dessen Rahmen Kommerzialisierung aus Sicht der Investoren begann Sinn zu machen, war seit Anbeginn von ‚marxistisch‘ anmutendem Publikum und das wiederum geht zurück auf drei Einflussfaktoren

    a) digitale Güter sind maximal verbreitet und das Web der Testmarkt (am Ende für die Anwendung von Ideen)
    a1) es hat keiner gewusst wie man Software bspw. vermarktet. Die Shelve Products waren auch nicht der große Hammer
    b) eine Technologie trägt den Geist der Entwickler in sich und für den Anwender gilt Nietsches Abgrund
    b1) Für den Anwender ist die Sache gefährlicher. Der Arbeitet in einer Anwendung und was das Netzt nicht speichert, speichert sein Hirn und er entwickelt sich in Richtung ‚Maschine‘.
    b2) Der Programmierer verwendet eine Implementierungstechnologie deren Ziel es ist den Computer in eine Maschine zu verwandeln. Dieses Abfärben wird in die zu erstellende Anwendung umgelenkt und das Abfärben passiert viel langsamer, sodass wenn nicht rund um die Uhr programmiert er nie zur ‚Maschine‘ wird.
    c) die Investoren und Eliten vorübergehend akzeptierte Ventilfunktion, denn die Linken und andere verwirrte Geister hatten in den 90ern einfach Sendepause und konnten sich in der Gesellschaft nicht mehr artikulieren.

    Heavy Metal und Glem Metal in weiter Folge waren eher linkslastige tendenziell liberale Antworten (Kalifornien) auf die ihre Schwäche erkennende Musikindustrie in den U.S. als die Briten übersetzen. Sunset Blvd. war an sich der Anfang vom Ende dieser Entwicklung.

    Bei uns war eher die Abkehr von nachfrageorientierter Umverteilungspolitik in Richtung der quasi neoliberalen. In dem Umfeld wurde ganz bewusst linkes und sozialistisches Gedankengut im Rahmen der Gesellschaft unterbunden und das Defizit wurde im Internet kompensiert. Österreich war nicht das einzige Land auf der Welt.

    Selbst die antikapitalistischen Verschwörungstheorien waren schon damals präsent und war noch liberal konservativer Kaufmann auszumachen

    Die IB war Teil der aufkeimenden Diskussion rund um ein Europa der Regionen. Wenn der Staat Österreich in der E.U. aufgeht, wie konserviert man den Österreicher resp. das damit Verbundene Werteportfolio. Das ist mal die IB aus dieser Perspektive.

    Deutschantionale Kräfte haben in gewisser Weise eine ähnlich gelagerte Agenda. Der Zuwanderer ist ein Sonderfall der hinzukommt.

    Ich habe kein Problem mit den Zuwandernden. Ich habe ein Problem mit dem was hinter dem Afro-Europäer steckt, nämlich auch durchaus die Interessen der hier Ankommenden im Auge behaltend. Die sind das Kanonenfutter im Arbeitskampf dazu verdammt im Rahmen der Niedriglohnkultur im Servicesektor ausrangierte nicht mehr entwicklungsfähige Kombinationen aus Werkzeugen und Aktivitäten bei sinkendem Lohn zu bedienen. Dahinter ist keine Vision.

    Heute gibt es noch nicht viele Aktivitäten die in das Umfeld reinfallen, außer der der legendären Reinigungskraft. Richtig ist, dass das Auslagern die Güte der Verwendung von Werkzeugen im Rahmen der Mitarbeit (also im Büro) fördert, da die nicht entwicklungsfähigen Kombination ausgeschieden werden (Deutschland).

    Gleichbleibende Kaufkraft von Löhnen gibt es nur für entwicklungsfähige Arbeiten. Solche Aktivitäten werden
    1) automatisiert
    2) verteilt auf andere Mitarbeiter
    3) fallen gelassen

    Das Spiel halt man nicht durch auf ewig. Der Mitarbeiter sagt irgendwann, ‚Ich bekomme immer mehr Scheißhock die nichts bringt aufs Auge gedrückt‘.

    Was passiert mit jenen die man noch braucht. Graserlzupfen in der Gemeinde, Erntehilfe? Ohne neue Produkte im Wirtschaftsraum zu erfinden und zu produzieren … wird jeder Job in dem Stadium landen.

    Mitarbeit sagt, dass das stärkste Werkzeug in Kombination mit dem Gebrauch durch den Menschen schwächer sein muss als die Maschine. Arbeiten kann man beliebig, dafür muss man aber netto aber auch dementsprechend verdienen.

    Die Mitarbeit wurde vor gut 40 Jahren aus der Produktion ins Büro verlagert, da dort ein Gerät steht, der PC, das gemeinhin als das stärkste Werkzeug kann angesehen werden. Die Maschinen wurden so schnell (Automatisierung schritt voran), sodass die Begrenzung der Arbeit über die Systematik sinnlos wurde. Die wanderte ins Büro und heute in den Servicesektor.

    Ist die Verlagerung der Aktivitäten Ausdruck von Spezialisierung, dann handelt es sich um eine Art Organisation von Umwegproduktion (IT Berater bspw…) und ansonsten müssten die dort Verweilenden eine Rechnung schreiben und die frei werdende Arbeit selbst zu höheren Löhnen gruppieren.

    Aber zumal jede neo-klassischen Linie auch eine klassische ist und Fall der reinen Distribution (es wird nichts mehr investiert und damit reproduziert) beide ‚zusammenfallen‘ …

    Jobs dort zu schaffen heißt aus bestehenden Haushaltseinkommen gedanklich Spareinlagen abzuziehen. Wir sind nicht mehr in den 80ern sondern ziehen heute schon die Lehrlingsentschädigung aus dem Haushaltseinkommen ab.

    Die Umverteilung ist ein Mechanismus im Umfeld der Klassik (anbieterseitig getriebenen Linien) ein Instrument die Reproduktion der Linien zu steuern. In unserem Fall Automatisierung first, dann Werkzeug auf Selbstständige verteilen in der Hoffnung dass wie vor 200 Jahre die Innovation aus dem Handwerk kommt. Auf jeden Fall wird dem der solch einen Job macht das Bildungsbudget entzogen. D.h. auf seinen Lohn verteilt die Umverteilung keine potentielle Spareinlage hin. Das muss dann das Sozialsystem…

    Es macht gar keinen Unterschied mehr ob ein Zuwanderer in 20 Jahren mitarbeitet. Solange nicht unternehmerisch begabte Typen und hochqualifizierte kommen und selbst dann besteht die Gefahr, dass einer kommt und sagt, ‚Liebe Freunde, schaut die anderen haben die eure besseren Jobs‘. Bei jedem Jobswechsel verdienst entweder mehr oder weniger. Bei konstant bleibendem Product Mix konstant weniger.

    Das birgt wiederum die Gefahr, dass einerseits die Linien permanent kollabieren oder die Ausbeutung um sich greift. Wenn die Oberputze in Gestalt eines Geschäftsführers eines Reinigungsunternehmens mit hunderten solcher Mitarbeitern im Ferrari eintrickst muss man den eigentlich fragen, ‚Wie verstaust du deine vielen Spezialreiniger welche du gekonnt anwendest und die dein Einkommen rechtfertigt in dem kleinen Kofferraum’… usw. Die Reinigungskraft bekommt auch kein Werkzeug die werden vom Management beigestellt.

    Ausbeutung. Ist in der IT im Büro auch nicht anders. Die Strategie war über die Leistungsfähigkeit der IT Systeme die Arbeit im Rahmen der Mitarbeit im Büro zu begrenzen.

    Die kleinen Einkommen wurden dazu verwendet menschliche Arbeit der Produktion abzubilden.

    Im IT Betrieb gibt es das Phänomen auch. Wenn die Anzahl der Supportanfragen zu hoch wird, dann kommst dir vor wie eine Reinigungskraft. Du wischt in zahllosen Überstunden den Dreck anderer ‚vom Schirm‘.

    In den U.S. läuft diese Entwicklung schon lang und die Jungs sind schöpferischer doch wesentlich aktiver, ich will gar nicht sagen begabter. In 80ern und 90ern kam die Innovation (das Neue) aus dem ‚marxistisch‘ geprägten Umfeld. Die Industrie hat sich immer ein paar kreative Kommunisten für die Entwicklung neuer Produkte gehalten… damit begann oben genannte Wanderung.

    Es bleiben einfach Konsumschulden stehen und desto mehr je höher das Preisniveau. Ein Mensch vom Land ist ein Marktplatz gewohnt. Braucht man nur beim Hofer/Aldi schauen. Jedes Gemüse wird 10mal umgedreht und die ganze Palette. Aus ökonom. Perspektive ist das Verhalten nachfrageorientiert (Marktplatz). Nachrageorientierter Verbrauch ist teurer. Wien. Wien ist ein Sonderfall, die Jungs zu teuer wurden und nicht das Modell der nachfrageorientierten Linie lange haben bemüht. Siehe Oberputze im Ferrari. Lass die Linie klassisch und rede jedem ein das Angebot für ihn passe perfekt steigert die Gewinne. Das erfordert mehr Einkommen von Geld das dann wieder für anbieterseitg bereitgestellte Güter muss ausgegeben werden von den wir nur bei höherem Einkommen profitieren, da das weniger verbraucht Werkzeug zur erwarteten Qualität weiterverbreitet und damit billiger ist (Flotter Laptop um 500 EUR statt 1200 im Jahr zuvor).

    Weiter verbreiteter Verbrauch wird ’schlechter‘ über die Jahre. Deswegen führt man auch die nachfrageorientierten Industrielinie ein. Woher kommt das Geld resp. die Einkommensanteil – aus der Umverteilung. Die kann nicht auf das Einkommen hin verteilen. Sozialtransfers resp. Food Stamps sind die Konsequenz.

    Es ist nicht der Herbert Kickl der den ankommenden Menschen Böses will usw… Die FPÖ sieht Entwicklung eher aus einer klassischen Perspektive. Die IB in .de entkommt dem klassisch ob der Autolinien getriebenen Wirtschaft auch nicht. Linke (linkslinks) machen es sich eher leicht und sagen, ‚

    Egal. Wo die Reise hingeht kann sich jeder ausmalen. Und ob der Martin Sellner auf eine Entwicklung die man den Kampf der Kulturen kann nennen oder die selbe Entwicklung sich ökonomisch getrieben manifestiert, es landen immer irgendwelche Leute in dem Pool und immer mehr die man gegeneinander aufhetzen kann. Es hilft auch nicht die IB zu verbieten. Die Entwicklung zeichnet sich ab.

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  3. Tarrant nennt übrigens explizit den Beginn seiner Radikalisierung: das war als er durch Frankreich reiste und er meinte dass selbst im kleinsten Dorf die „Invasoren“ bereits in der Überzahl sind und die Geschichte mit Ebba Akerlund (selbst deren Grab wurde noch geschändet)


    The second event was the 2017 French General election. The candidates
    were an obvious sign of our times: a globalist, capitalist, egalitarian, an
    ex-investment banker was no national beliefs other than the pursuit of
    profit versus a milquetoast,feckless, civic nationalist, an uncontroversial
    figure who’s most brave and inspired idea resolved to the possible
    deportation of illegal immigrants“


    That difference was Ebba Akerlund.
    Young, innocent and dead Ebba.
    Ebba was walking to meet her mother after school, when she was
    murdered by an Islamic attacker, driving a stolen vehicle through the
    shopping promenade on which she was walking. Ebba was partially deaf,
    unable to hear the attacker coming“

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  4. Wenn die SPÖ sich Sorgen macht um die nationale Sicherheit, sollte sie aufhören, mit Pilz zu kooperieren und ihre Verbindung zu Tal Silberstein aufarbeiten.

    Nah bumm, die Wadschn sitzt oba 🙂 Und obendrein noch wahr !!!

    Wie auch immer

    MfG

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  5. Was Sellner betrifft, so war den Behörden die Spende an ihn länger bekannt, da wegen seiner Einkünfte allgemein und eben nun auch strafrechtlich ermittelt werde.

    Die 1.500 Euro „Spende“ an Sellner muss den Behörden zumindest seit April 2018 namentlich bekannt gewesen sein. Da wurden bereits alle Konten gesperrt, alle IT- bzw KommunikationsGeräte usw. beschlagnahmt, alle Unterlagen gesichert.

    Das scheint für mich übrigens, zu 99,99% auch der eigentliche Grund der Hausdurchsuchung im April 2018 gewesen zu sein; auch wenn der AnlassGrund von den Behörden in Richtung Öffentlichkeit ganz anders kommuniziert worden ist.

    Mit Blick auf die Tatsache, dass mindestens seit der Hausdurchsuchung April 2018, mit hoher Wahrscheinlichkeit [99,99%], sämtliche Internet / mail-aktivitäten und sämtliche ein und ausgehenden Telefonate, sprich: Kommunikationskanäle mit Bezug zu Martin Sellner, lückenlos überwacht worden sind, ist die kürzlich von der Staatsanwaltschaft Graz wiederholt angeordnete Hausdurchsuchung bei Martin Sellner, sowohl aus juristischer als auch aus rechsstaatlicher, und nicht zuletzt natürlich aus moralischer Sicht, überhaupt nicht nachvollziehbar und daher mMn „sittenwidrig und illegal“

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Vollkommen richtig sehe ich auch so. Laut Sellner kann der Staatsanwalt ihn nicht leiden und versucht nun alles nach den Freisprüchen ihn wieder anklagen zu können. Klingt plausibel. Auch wenn man bedenkt dass seine Geräte, nach dem Freispruch wie sonst üblich, nicht zurück gegeben wurden.

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      1. Ich bin über ein paar Videos gestolpert, die klar machen, dass konservative Standpunkte als rechtsextrem gebrandmarkt werden, hier z. B. wenn eine junge Identitäre sagt, dass sie gerne mal viele Kinder hätte:

        Oder da Sellner zu WDR-Doku mit „Erklärnazi“:

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    1. „Die Verbindung zum Umfeld des einstigen Mitinvestors Beny Steinmetz dürfte nach wie vor bestehen. Recherchen lassen vermuten, dass der 2017 wegen des Verdachts der Geldwäsche vorübergehend in Gewahrsam genommene Steinmetz über Geschäftspartner in Wien weiter in Beziehung zur Signa steht.“

      „Die Strukturen der Signa-Gruppe wirken vollkommen unübersichtlich. René Benko steht mitnichten weiterhin an deren Spitze, er verfügt über keine Geschäftsführungsfunktionen und trägt dadurch keinerlei Haftungen.“

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  6. „Der Christchurch-Terrorist verwendete in seinem Manifest mehrere Sätze, die auch von den Identitären benutzt werden“ –

    so geht es medial weiter, denn der „Neuseeland-Killer“ nannte sich „Kebab Remover“ und Sellner mag bekanntlich kein Döner (es gab „eine Zeit lang Shirts der Identitären auf denen der Spruch ‚Remove Kebab‘ abgedruckt wurde“)

    Sag ich doch: Auf das Manifest sollte die ganze Aufmerksamkeit fokusiert werden, denn im Geschriebenen liegt mMn der Schlüssel versteckt, mit dem man unweigerlich in den Genuss der Erleuchtung gelangt ,um zu guter letzt, die eigentichen Produzenten der Niederschrift, hinterm Vorhang heraus an die Front nach vorne zu holen.

    Soviel steht jetzt schon fest: Man hat sich, im Vergleich zum Brevik-Manifest, welches stellenweise sehr wirr geschrieben war, sehr viel Mühe gegeben, mit dem neu aufbereiteten ins Rennen geschickten sogenannten Tarrant-Manifest, unter mutmaßlicher Beteiligung von mindestens eines Linguisten und eines Soziologen, so ziemlich alle Worte und Wortfolgen, welche als Basiswortschatz bewertet worden sind, um überhaupt Kritik an der Einwanderungspolitik verbal oder schriftlich üben zu können, wurden fein säuberlich in das Manifest eingepflegt.

    Alle Phrasen, Wortfolgen bis hin zu den Schlussfolgerungen, welche sich bereits für den einschlägigen Gedankenaustausch etabliert haben, in der, vor allem virtuellen, Community, finden sich in der Neuauflage des Manifests, im völlig vertrauten Tonfall gehalten, zwecks Wiedererkennungeffekt, wieder.

    Da verwundert es daher kaum, dass das Machwerk selbst, bereits mit der Überschrift „The great replacement“ betitelt worden ist.

    Soll das wirklich bloßer Zufall sein ???

    Wie auch immer

    MfG

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    1. Apropos Kebap Remover: Tarrant schreibt auf Seite 5 unter anderem: More recently I have been working part time as a kebab removalist; will heißen, dass er für einen Kebapladen Kebaps ausgeführt / ausgetragen hat. Kann sich natürlich auch innerhalb eines Restaurant abgespielt haben

      Anderes Beispiel: The removalist is moving my luggage out of the Leo’s apartment. Da gehts eindeutig um den Kofferträger.

      https://en.oxforddictionaries.com/definition/removalist

      usw.

      Daher sollten wir stets bestrebt sein, den O-Ton zu studieren (primär Literatur) das Original und nicht das, was Dritte unbewusst, das Ego lässt grüßen, in eine Sache hineininterpretieren (sekundär Literatur)

      Wie auch immer

      MfG

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      1. Danke für den spontan eingetretenen Sinneswandel LOL

        Im Manifest soll angeblich zB von Invasion die Schreibe sein. In Wahrheit fand zu keinem Zeitpunkt der jüngeren Geschichte ein Ereignis mit Bezug auf Moslems statt, was man nur irgentwie mit der Bezeichnung „Invasion“ hätte erklären können.

        Daran lässt sich ablesen, dass die Wortwahl des Tarrant-Manifests sich bewusst pingelig nach Jener richtet, welche aus hauptsächlich rechts-konservativen Netzweken eh schon hinreichend bekannt und zum Teil sogar als falsch erkannt worden sind.

        Wie auch immer

        MfG

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  7. Manchmal geschehen auch Wunder 🙂

    derstandard.at schreibt:

    „Wie die Liste Jetzt und die Neos will auch die SPÖ Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP) im Untersuchungsausschuss zur Verfassungsschutz-Affäre befragen. – derstandard.at/2000100490573/SPOe-Sobotka-soll-Beamte-fuer-Wahlkampf-eingespannt-haben“

    Dank Ihrer intensiven Aufklärungsarbeit, ich glaub, Sie haben mindesten 40 mal darauf hingewiesen, scheint es nun endlich bis in die Schreibstuben des Mainstreams durchgedrungen zu sein, dass es sich beim BVT nicht um einen Geheimdienst, sondern um das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismus-Prevention handelt.

    Da besteht berechtigte Hoffnung, dass dem Mainstream irgendwann dann doch dämmert, warum und in welcher Absicht man Herrn Norbert Darabos 2017 mittels Anzeige wegen des Vertachts der Untreue just in time also noch vor dem Abgang von Herrn Nissel, verleumden und zum Nutzen Dritter, aus dem (politischen ) Weg hat räumen lassen 🙂

    Wie auch immer

    MfG

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    1. neu dazu; https://alexandrabader.wordpress.com/2019/03/30/benkos-schatten-gusenbauer-und-das-kapital/

      „Rein zufällig engagierte Doskozil die Kanzlei und die Lobbyfirma, die bei Gusenbauer in der Ukraine an Bord war, und das alles soll nichts zu bedeuten haben?“

      Skadden vertritt übrigens auch Benko: „Skadden is representing SIGNA Holding GmbH in its $3.5 billion offer for Hudson Bay Company’s German business.“ (i.e. Galeria Kaufhof Gmbh). Signa wurde auch von der Kanzlei Clifford Chance beraten, die bei den Eurofightern eine Rolle spielt.

      Beim Ukraine-Lobbying fanden wir nicht nur Skadden, sondern auch FTI Consulting, was mit der Kampagne von Hillary Clinton und mit Barack Obama, aber auch Doskozils Anzeige gegen Airbus verbindet.

      Während aber ein Vergleichsentwurf formuliert wurde, empfing er selbst gerade Bill Clinton in Schönbrunn, der sich 2000 als erster US-Präsident auf Airbus eingeschossen hatte. Die dann mit Benkos Geldgeber Sberbank verbundenen Podestas waren auch der direkte Kanal zu Clinton, vom praktischen Lobbying für die Airbus-Konkurrenten Lockheed und Boeing ganz abgesehen: „In 2012 the company (Joule) claimed it had raised $110 million to date. That meant the Kremlin-backed $35 million investment given to Joule after Podesta’s board appointment represented over 30 percent of Joule’s outside financing. There’s also this inconvenient fact: In 2016, Russia’s largest bank, Sberbank, where Joule board member Reuben Vardanyan formerly served as head of its investment banking division, had a $170,000 lobbying contract with the Podesta Group — which is owned by John Podesta’s brother, Tony Podesta.

      In short, Clinton’s top campaign chief and a senior counselor to Obama sat on Joule’s board alongside top Russian officials as Putin’s Kremlin-backed investment fund funneled $35 million into Joule. No one looking at the Podesta fact pattern can claim to care about rooting out Russian collusion and not rigorously investigate the tangle of relationships.“

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      1. Damit hat da Pilz eindeutig den Boden des Rechtmäßigen verlassen und weit übers Ziel hinausgeschossen, wobei die unten, in Quotation angefürte Ausrede, mit welcher Pilz seine, eigentlich nach dem Strafrecht schreiende, Entgleisung zu rechtfertigen versucht, weit mehr als bloß hinkt.

        Auszug aus derstandard.at :

        Er bezeichnete Kickl zudem als „Innenminister der Rechtsextremen, Identitären und Neonazis“ und bezog sich dabei auf ein Treffen der „Verteidiger Europas“ im Oktober 2016 in Linz, bei dem Kickl als Generalsekretär der FPÖ die Anwesenden als „Gleichgesinnte“ begrüßt und auf den „Kampf und Widerstand“ eingeschworen habe. – derstandard.at/2000100574075/Prozess-Kickl-Pilz-Pilz-nennt-Kickl-Innenminister-der-Neonazis.

        Hoch lebe die Immunität, sie lebe hoch, hoch, hoch !!! 😉

        Wie auch immer

        MfG

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  8. sellner macht hier presseschau, da kann ich ihm nur zustimmen (wurscht was ich von seinen positionen halte) – es wird gelogen, was das zeug hält:

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