Wie die Sozialdemokratie untergeht

Es vergeht kein Tag, an dem SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner nicht in Frage gestellt wird. Wenn es einmal nicht durch Hans Peter Doskozil oder Georg Dornauer erfolgt, tragen Medien eben das Ihre dazu bei. Viele haben das Gefühl, auch als Parteimitglieder nur ohnmächtig zusehen zu können und keinen Einfluss auf den Gang der Dinge zu haben. Doch man kann aufzeigen, wie Personen zusammenwirken und wird feststellen, dass es sich um wenige handelt, deren Rolle und Vorgehen man gut erkennen kann. Es empfiehlt sich, Wissen zu Themen damit zu verbinden, das Agieren von Politikern zu beobachten und immer wieder Gespräche zu führen. Wie eins ins andere greift, sieht man bei der Angelobung von Doskozil als Landeshauptmann bei Bundespräsident Alexander van der Bellen. Diesem fiel, Detail am Rande, zum Burgenland die Windkraft und Masseneinwanderung 2015 ein (was er anders nannte); interessant ist aber, dass er mit dem Doskozil-Unterstützer Peter Pilz verbunden ist. Viele meinen, dass Van der Bellen im Grunde die Amtszeiten von Heinz Fischer fortsetzt, der bei Doskozils Wahl im Landtag dabei war. Auf Doskozils Facebook-Seite sieht man, wie peinlich genau vermieden wird, Norbert Darabos abzubilden, der 2004 Fischers ersten erfolgreichen Wahlkampf leitete. Er „musste“ aus der Landesregierung ausscheiden, weil er Doskozil im Weg war, der deswegen auch mit Pilz paktierte. Zu Recht sind viele wütend, wenn sie den Namen Pilz hören, sehen dann aber oft nicht mehr genau hin.

Wenn es für ihn eng wird, lenkt er ab, aktuell indem er ÖVP und SPÖ unterstellt, von  Islamisten unterwandert zu sein. Mit der ÖVP bringt er auch eine „Schwarze Stasi“ in Verbindung, sodass es dort bald ein Gedränge gibt. Wenigen fällt auf, dass es Krokodilstränen sind, wenn er die von Doskozil vorgebrachte Forderung nach „Sicherungshaft“ für alle die gefährlich werden könnten kritisiert. Denn wer hat für Doskozil den Konkurrenten Darabos bei der Staatsanwaltschaft Wien angezeigt und den Eurofighter-Vergleich als Vorwand benutzt? Welche Gesetze Doskozil und Pilz dabei unter anderem verletzten (die beide ihrem Eid zufolge Verfassung und Gesetze beachten müssen), kann man hier nachlesen (Doskozil schweigt dazu). Übrigens müssen Enthüllungen erst sacken und verändern das Verhalten der Menschen nicht von heute auf morgen. Sie sollen auch das Bewusstsein schärfen, wobei man in meinem Blog auch über die Schlagworte Netzwerke und Zusammenhänge verfolgen kann. Nicht nur Pilz macht politisches Kleingeld mit Skandalisieren, wie man bei der BVT-Affäre sehen kann, wo es nach einem Jahr keine Konsequenzen gibt, Innenminister Herbert Kickl sich eher noch gestärkt fühlt, was ihm Rückenwind für restriktive Asylpolitik verschafft.

Doskozil im Wahlkampf 2017

Beim Thema BVT zeigten sich auch die Grenzen für U-Ausschüsse, zumal hier viele aussagten, ohne dass ihr Name in den Medien genannt werden durfte. Allzu leicht werden Narrative etabliert, deren Gefolgsleute sich vorschnell für Experten halten, wie man es ach bei den Eurofightern beobachten kann. Wenn nun vor einer Militarisierung des Verfassungsschutzes gewarnt wird, weil Beamte vom Heeresnachrichtenamt wechseln, passt dies zur Angst vor einem autoritären FPÖ-Staat. Dabei wird aber ausgeblendet, dass polizeiliches und geheimdienstliches Arbeiten unterschiedlich sind und das BVT mit Tarnidentitäten und -Wohnungen eher leichtfertig umgegangen ist. Was wie anderes auf die Kappe von Peter Gridling ging, dessen Rücktritt nun gefordert wird. Berücksichtigt man diesen Aspekt, kann man sich vorstellen, dass der ehemalige Polizist Doskozil zwar skrupellos Gegner zur Seite schiebt, aber zugleich fremden Diensten auf den Leim gehen kann (und sich auch viel zu früh freut). Wenn Personen gepusht werden, hat das in der Regel auch damit zu tun; wer bekämpft wird, muss mit umfassendem Mitteleinsatz rechnen. Von Skandalisierung hat die Opposition sehr wenig, weil sie keine Alternativen aufzeigt, die sie sympathisch und wählbar machen, was zur Krise der SPÖ beiträgt.

Wenn Pilz alle Muslime ins Visier nimmt, ist dies nicht nur empörend, wie Reaktionen von ATIB und Martha Bissmann zeigen. Man sieht auch, dass ihm jedes Mittel recht ist und er nicht differenziert, was darauf hinweist, dass auch seine Pseudo-Aufdeckereien nach einem Schwarz-Weiss-Muster gestrickt sind. Infos zum besseren Verständnis findet man überall, etwa wenn darüber berichtet wird, dass der Emir von Qatar zum Staatsbesuch nach Österreich mit mehreren Airbus-Jets anreist, jedoch auch über eine Boeing 747 verfügt. Denn der Hintergrund für den Kampf von Doskozil und Pilz gegen den europäischen Konzern ist die Konkurrenz mit den USA und die Tatsache, dass große Passagiermaschinen inzwischen von Airbus oder Boeing stammen. Was hatte Doskozil mit Pilz-Unterstützung schnell nochmal vor? Er wollte Airbus auf dem internationalen und amerikanischen Markt schaden, indem er das Unternehmen als betrügerisch hinstellt un verhindern, dass es weiter an Ausschreibungen teilnehmen kann (was vom EU-Recht her gar nicht geht). Wenn Pilz letzten Sommer meinte, man solle statt der Eurofighter doch F-16 von Lockheed einsetzen, die man in Israel kaufen könne, erinnert dies daran, dass die El Al seit Jahren ausschließlich Boeings einsetzt (früher auch Jets von Lockheed, wo heute nur mehr Militärflugzeuge hergestellt werden). Andere Gesellschaften verwenden Airbus- und Boeing-Jets, wie man etwa bei der Aeroflot sieht.

Voggenhuber auf Instagram

Wenn Akteure in Szene gesetzt werden, haben sie meist Funktionen, die dies legitimieren; manchmal werden Personen scheinbar aus dem Nichts zu Ikonen aufgebaut siehe Greta Thunberg, der fürs Klima streikende Schüler auch bei uns nacheifern. Doch wir haben es bei uns z.B. mit TV-Diskussionen der Sicherheitssprecher der Parteien zu tun, mit dem in dieser Rolle längstdienenden Peter Pilz. Dies führt zu aktuellen Umfragen, in denen seine Liste bei einem Prozent liegt; auch bei der EU-Wahl steht es um nichts besser. Hier fand kürzlich eine Diskussion zwar nicht im Fernsehen, aber per Livestream übertragen statt, bei der sich Pilz-Kandidat Johannes Voggenhuber und Werner Kogler von den Grünen nur wenig unterschieden haben. Es fragen sich aber einige, wenn Voggenhuber mit nostalgischen Erinnerungen an den EU-Grundrechtskonvent hinterm Ofen hervorlocken will. Und ob er und Kogler schon realisiert haben, dass EU-Recht immer wider ohne Folgen gebrochen wird, wenn das so sein soll; davon ist auch das Nichteinhalten der Konvergenzkriterien betroffen.

Warum trat Pilz überhaupt bei der Wahl 2017 an, wenn er danach keine Partei aufbaut und die Menschen nur Spielball waren, die im Wahlkampf für ihn rannten (siehe früher bei den Grünen)? Warum will er eine Wiedervereinigung mit den Grünen, wo er mit seiner Gegenkandidatur diesen sehr schadete und viele vor den Kopf gestoßen hat? Warum schließlich wird auf ein Antreten bei der EU-Wahl gesetzt, das wie aus der Zeit gefallen wirkt? Vergessen wir nicht, dass Pilz zuletzt den Misstrauensantrag gegen Kickl für die Opposition vorstellte, was bedeutet, dass ihm SPÖ und NEOS vertrauen, sich ihm anvertrauen. Wir können also von einem überparteilichen Wirken ausgehen, und damit sind wir beim Pakt, den Doskozil 2016 mit ihm abschloss (siehe Pilz-Buch „Heimat Österreich….“). Es war für die SPÖ das Jahr, in dem ihr Bewerber erstmals nicht in die Bundespräsidenten-Stichwahl kam, viele Rote dann für Van der Bellen warben und Werner Faymann von Christian Kern abgelöst wurde, den bald ein gewisser Tal Silberstein beriet.

Pilz und der feministische Verzicht

Im August 2016 gab Doskozil Pilz den streng geheimen Eurofighter-Vergleich, damit dieser ihn an Medien weiterleitet und Darabos ins Visier nimmt. Als Pilz 2006 der kaufmännische Teil des Kaufvertrags zugespielt wurde und er ihn mit der Presse teilte, erstattete Minister Günther Platter Anzeige, worauf Doskozil 2016 natürlich verzichtete. Zum Pakt gehörte, dass 2017 zuerst Airbus (unter Mitwirkung von Pilz) und dann Darabos (unter Mitwirkung von Doskozil und mit einem U-Ausschuss als Vorwand) anzeigte. Die SPÖ wehrte sich nie dagegen, dass Pilz einen Genossen hinausschießen soll, der in diesem Fall wirklich ein Bauernopfer ist und den Kopf für ganz andere hinhalten soll. Man beachte aber den Zeitablauf, denn Pilz zeigte Darabos am 22. Juni 2017 an und wurde am 25. Juni nicht auf den gewünschten Listenplatz gewählt. Eine großspurig eingebrachte Anzeige gegen einen Ex-Minister von einem vermeintlichen Aufdecker, dem der Bundeskongress dann Jugendsprecher Julian Schmid vorzieht, wäre mehr als nur leicht lächerlich gewesen. Die Rache von Pilz, der schließlich einer Agenda zu dienen hatte, war fürchterlich, zumal er auch tagelang von einem Interview zum nächsten gereicht wurde. Die geschockten Grünen klammerten sich daran, dass er keine Organisation in kurzer Zeit aufbauen konnte, als ob man nur so ins Parlament kommt.

Während er mit U-Ausschüssen und einem angeblichen Kampf gegen Korruption punktete und die Eurofighter als sein Thema Nr. 1 galten, wurde Doskozil im Burgenland flächendeckend plakatiert (waehrend Kern kaum vorkam) und ebenfalls mit Eurofighter, Sicherheit und Antikorruption verkauft (Silberstein sei Dank, der übrigens gegen die rumänische Korruptionsbekämpferin Laura Kövesi vorging). Wäre es sich nicht ausgegangen für Pilz, wäre er ohne Immunität dagestanden angesichts vieler, die offene Rechnungen mit ihm hatten. So aber schaffte er es anders als die Grünen, trat dann aber nach Vorwürfen sexueller Belästigung die Flucht nach vorne an. Medien waren wie immer freundlich, weil sie dies thematisierten, nicht aber darauf eingingen, dass er stets fremde Interessen vertrat und damit viel Schaden anrichtete. Er musste um jeden Preis wieder ins Parlament, doch zuerst wollte niemand weichen, nachdem die Ermittlungen gegen ihn eingestellt wurden. Zugleich schien er es immer als seine Aufgabe auch wegen Doskozil zu betrachten, den für die Eurofighter-Causen zuständigen Staatsanwalt zu bearbeiten, gegen den nun ermittelt wird.

Rumänischer Bericht

Für die SPÖ war 2017 auch kein besonders gutes Jahr, wurde ihr doch das Engagement von Silberstein zum Verhängnis, da berichtet wurde, wie sehr er Einfluss nahm, alle manipulierte und die Parteispitze kaperte. Man hätte doch Berichte aus Rumänien ernst nehmen sollen oder einen Artikel über den Wahlkampf in Botswana 2014, in dem Silberstein als Mossad-Agent und seine Beraterfirma als Front bezeichnet wird. Tatsächlich pushte Silberstein eher Doskozil als Kern, der sich nicht martialisch präsentieren lassen wollte und vielleicht auch vor manchem instinktiv zurückscheute. Mit Doskozil gelang Silberstein dann nach 2002 und 2006 der dritte Wahlkampf gegen die Eurofighter, nur dass es diesmal kein so zentrales Thema war. Dafür konnte Pilz mit ihm eine Anzeige gegen Airbus realisieren, was mit Darabos nicht möglich war und aus anderen Gründen auch nicht mit Gerald Klug (siehe Pilz-Buch). Da die SPÖ den ersten Platz verloren hatte, den sie 2006 mit Darabos als (leider Silberstein ausgesetztem) Wahlkampfmanager wiedereroberte, standen die Zeichen auf Türkisblau und Oppositionsrolle. Hätte Kern Darabos für den Wahlkampf engagiert, wäre es vermutlich anders gelaufen, doch dann wäre ihm die (immer mehr umgepolte) Partei ja zu Dank verpflichtet.

Kern behagte die Oppositionsbank nicht so recht, er wurde auch immer wieder von Doskozil unterlaufen, der dafür zum Nachfolger von Landeshauptmann Hans Niessl erkoren wurde, was zuvor Darabos‘ Rolle war. Viele meinen, Kern habe seinen Abgang im Herbst 2018 ungeschickt über die Bühne gebracht, doch er hatte ein Überraschungsmoment auf seiner Seite und konnte Pamela Rendi-Wagner zu seiner Nachfolgerin designieren. Dies rettete die SPÖ vorerst vor Silbersteins Doskozil auf Bundesebene, doch es wird weiter an Rendi-Wagners Sessel gesägt. Zudem gehören Personen in ihrem Umfeld, die loyal sein sollten, zu denen, mit denen Silberstein kooperierte. Gerne wird ein andauerndes Match zwischen Alfred Gusenbauer und Wolfgang Schüssel im Hintergrund vermutet, was sicher auch mitspielt. Doch Darabos wurde nicht ohne Grund ausgeschaltet, da er 2007 den „Sozialfighter statt Eurofighter“-Wahlkampf ausbaden sollte, aber fremden Diensten und Interessen nicht dienen wollte. Nicht er ist dann für einen für Österreich und EADS/Airbus nachteiligen Vergleich verantwortlich, sondern die Personen, die gegen seinen Willen handelten und sich dann an ihm abputzten. Dass er nicht freiwillig aus der Politik ausscheidet, sieht man im Video unten und in der Aufzeichnung des Landtags am 28.2. 2919 ab 1:32:32).

Doskozil gegen Darabos

In der US-Diskussion wird der Begriff des Deep State schon lange verwendet, der ursprünglich als „derin devlet“ einen Staat im Staate nach Ende des Osmanischen Reichs in der Türkei bezeichnet. Man hat es damit zu tun, wenn vorbei an legitimierten Strukturen regiert und Einfluss ausgeübt wird, es geht immer auch um Geheimdienste und den Einfluss großer Konzerne, Kriege usw. Die Serie „Deep State“ wird daher so beschrieben, dass ein Agent wider Willen eine weltweite Verschwörung der Konzerne aufdeckt. Deep State wird auch bei uns gerne verwendet, was sensibilisieren kann, aber meist zu vage ist. Ein Buch will Abhilfe schaffen, das offenbar ausschliesslich männliche Autoren hat. Damit sind wir bei einem Aspekt der Ausführungen über den Zusammenhang zwischen wenigen Männernamen, nämlich der Rolle, die Frauen in der Regel zukommt. Rendi-Wagner war in jene Männerstrukturen nie eingebunden, deren Chefin sie jetzt sein soll und kommt auch nicht von den SPÖ-Frauen, die meist alles klaglos hinnehmen. Sie kritisieren zu Recht Frauenministerin Juliane Bogner-Strauss, die sich mehr Frauen in der Politik wünscht, selbst aber Zurückhaltung übt (nicht nur beim Thema Sicherungshaft).

Zugleich bemängelt sie Rendi-Wagners Inkonsequenz, wenn diese zuerst sexistische Aussagen des neuen Tiroler SPÖ-Chefs Georg Dornauer ablehnt, deswegen dem Parteitag fernbleibt, zu dem sie dann doch anreist. Ansonsten aber hätte sie Doskozil das Feld überlassen, der ohnehin auch an ihren zaghaft artikulierten Standpunkten herummäkelt und sie unterläuft. Es gibt das „immer dieselben Namen“-Feeling auch unter Frauen, und hier wird ebenfalls Terrain abgesteckt, damit lieber untereinander Solidarität beschworen (und kaum praktiziert) wird, statt nach außen zu gehen und neue Bereiche zu erobern. Ein Effekt ist weit geringeres taktisches und strategisches Wissen oder das Verwechseln des Einsatzes von Befindlichkeiten mit erfolgversprechender Strategie. Man/frau denke etwa an Maria Sterns „zutiefst feministischen Akt“, zugunsten von Pilz auf ein Mandat zu verzichten. Sie sah sich nicht an was er so alles treibt und blendete aus, wie er Martha Bissmann mobbte. Fremdbestimmung statt Selbstbestimmung ist aber ohnehin der bleibende Eindruck, wenn es um Frauen bei Liste Jetzt/Pilz geht. Es zeigt sich generell immer wieder, dass irgendeine unsichtbare patriarchale Macht es erst erlauben muss, damit angeblich so feministische Politikerin einer anderen Frau beistehen oder sich für etwas Neues interessieren. Frauen haben auch Weichzeichner-Qualitäten, etwa wenn nun erstmals über die Freundin von Doskozil berichtet wird („Hans Peter Doskozil ist frisch verliebt“ siehe oe24.at oder „Doskozil mit Eltern, aber ohne Liebe bei VdB“ in Heute). Bei seinem Auftreten und der Art und Weise, wie er Landeshauptmann wurde, hat er Ablenkung und Vermenschlichung auch bitter nötig.

 PS: Auf Gusenbauer bin ich an anderer Stelle oft eingegangen, man muss bei ihm auch n Haselsteiner denken, der einst Mandatar des mit Fischers Hilfe gegründeten Liberalen Forums war. Heute sponsert er die NEOS, die 2015 mit Silberstein in Wien wahlkämpften und von denen 2017 manche im SPÖ-Wahlkampf mitmischten (und die auch die Eurofighter ablehnen). Gerade ist ein „letzter Aufruf“ an die Sozialdemokratie des Richters und SOS Mitmensch-Vorstandes Oliver Scheiber erschienen, den man an seinen Taten messen muss. Er ist Teil eines Systems von Raub („Arisierung“ u.a. von Immobilien und Vermögen), Verarmung und Traumatisierung von Menschen, die er und andere Richter kriminellen Anwälten ausliefern. Er gibt sich mitmenschlich, aber Refugees welcome entspricht dem, dass er in der NS-Zeit wohl dem Winterhilfswerk gespendet haette.

PS: Es wird seit Langem alles versucht, mich wegen Recherche abseits des Mainstream mundtot zu machen, sodass ich eure Unterstützung benötige (alexandra(at)ceiberweiber.at, auf Twitter cw_alexandra, auf Facebook und natürlich telefonisch unter 06508623555). Auch meine Texte aufgreifen, sie verbreiten, dazu Fragen stellen ist hilfreich, ebenso natürlich konkrete Hilfe, weil ich auf diese Weise u.a. meine Wohnung verloren habe. Dringend würde ich auch einen neuen Laptop benötigen. Auch finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. DAnKE!

 

 

3 Kommentare zu „Wie die Sozialdemokratie untergeht

  1. Die SPÖ hat in der Vergangenheit sich im rechten Moment selbst zu demontieren einige Erfolge vorzuweisen.

    Die österr. Wirtschaft (die globale) hat eine lange Geschichte der Transformation hinter sich die durch den niedrigen EURO selbst hier zu Linien führt die einfach klassischer werden sich in Richtung anbieterseitige Dominanz schieben.

    Zuerst wird aus der Perspektive der höhere Preisindikator gerechtfertigt (Kreisky, Nachfragepolitik, ungebraucht Werkzeuge verrotten im Keller) und eine eher nachfrageorientierte Industrielinie aufgesetzt. Wenn man den Preisindikator absenkt verhält sich die Linie klassischer. Das zieht Konsequenzen nach sich.

    Eine klassische Linie ist nicht mit der Dampfmaschine (Industrie 1.0) verbunden. Die reproduziert über den Trick auf höherem technologischem Niveau selbst.

    Im Normalfall ist das egal. Es entsteht eine klassisch anmutendere (oder frühe Neoklassik) Linie. In dem Fall rächen sich Fehler im Rahmen der Organisation von Umwegproduktion. Diese ‚Fehler‘ können sich aber in 2 Richtungen rächen. Hohe Verluste vs. hohe Gewinne. :).

    Nachrageorientiert heißt entlang der Definition, wer den Preisindikator bildet hält das Geld (Wer zahlt schafft an gilt wen überhaupt nur in nachfrageorientierten Linien), das Geld hält was wir heute gemeinhin den Verbraucher nenne oder der Güterempfänger in B2C. Der Marktplatz (freie Markt) wäre die Mischung aus B2B und B2C.

    In einem Kreditgeldsystem nennt man die Gold- und Silbermünzen vom Marktplatz Konsum(enten)schulden. San Francisco. (Kreditkarte)

    Dem deutschen Michel braucht keiner erzählen, dass er zuerst das Konto überziehen muss damit ihm oder ihr einen Lohn kann zahlen. Dann singen die Jungs und Girls ‚Heil dir im Siegeskranz‘ (preußische Volkshmyne). So einfach kommt man aus der anbieterseitigen Sicht nicht weg.

    Wenn die Zinsen für Kontoüberziehung sinken, dann kann der Einzelne auf Produkte aus nachfrageorientierten Linien eher zugreifen oder wenn die potentielle Spareinlage steigt (höhere Kaufkraft des Lohne). An sich handelt es sich bei uns dabei um Güter für die Reproduktion (auch im Umfeld von neu – eher Investition – gelungene Fehlinvestition) im Rahmen der Gesellschaft. (das muss man sich selbst zahlen). Im Umfeld der Mitarbeit heißt das oft genannte Gut Bildung.

    Der Aufstocker ist nichts anders als die vergemeinschaftete Variante dieses besonderen Konsumkredits der bis zu einer von Beamten festgelegten Höhe wird ausbezahlt. So ich mich düstere erinnere handelt es um das ehem. Bildungsgeld für die Hausfrau die bei geringem Lohn diesen Einkommensanteil nimmt und Güter aus einer nachfrageorientierten Linie zieht – frühe 90er. (Sofern ich mich an die Diskussionen erinnere).

    Die Neoklassische Linie im Kommunismus wäre dann Realität wenn alle von 0 aufstocken.

    Bildung heißt sich im Gebrauch von Werkzeugen/Gütern zu übern und entlang der klassischen Definition der Industrielinie sind sich zum Zwecke der Produktion und Reproduktion am Betriebsgelände versperrt.

    Bsp: Lehrwerkstatt in der der Voest macht die Aschenbecher für das eigenen Betriebsgelände. Früher hat der Industrieanlagenbau auch noch die produktionsrelevanten Maschinen bereitgestellt.

    Youtube mit Videoschnittwerkzeug ist die nachfrageorientierte Variante eine Produkts das für die Reproduktion einer klassischen Linie (Fernsehen) in einem nachfrageorientierten Umfeld wird bereitgestellt. Ein Jugendlicher bekommt auch in den U.S. auch nicht so freizügig Konsumkredit ohne Kredithistorie.

    Sozialisten und Konservative unterscheiden zwischen Werkzeug und Verbrauch (Marx – Gebrauchswert) und definieren, dass nur das ein Werkzeug sein kann was eines Unternehmens auf einem Betriebsgelände wird verwahrt. Die Steigerung davon, aber besser in den Bestehenden. Alles andere ist der sog. ‚Pfusch’/Nachbarschaftshilfe sobald arbeitsteilige Bewirtschaftung ins Spiel kommt.

    Liberale kennen nur Güter, bewerten deren Übergabe und denen ist egal wo jemand was damit tut.

    Ein klassische Linie liefert steigende Mengen vertrauter Qualität und eine nachfrageorientierte (genauso im neo-liberalen Umfeld) aus der Sicht des Einzelnen passgenauere Produkte (Küche vom Tischler für den Altbau, der vor 40 Jahren noch keiner war).

    In Mitteleuropa fahren wir anbieterseitige Linien (Unternehmen hält an sich mal den Kredit für den Lohn oder der Konsumkredit fließt in gelungene Fehlinvestion (sinnvoller Verbrauch sprich die Bereitstellung von Wohnraum).die sich heute stark an der Nachfrage orientieren.

    Aber. There is no perfect world.

    Wenn der Preisindikator zu stark bezogen auf die wahrgenommene Verbrauchtheit des Gutes abgesenkt wird, dann werden Perlen vor die Säue geworfen. Der Menschen zeiht Güter aus dem Pool entlang seiner eigenen Erwartung an deren Gestalt von Verbrauchtheit (Busserl vom Marx) über alle die seinen in dessen Portfolio.

    In der Politik im Rahmen der Wahl handelt es dabei um die Wechselwähler denn, große Eulenweisheit,

    A boom driven by moaner leads to a bust first and drives you straight into recession. *)

    Es macht einen Unterschied ob ein Boom von fordernden (nachfragenden) (Neu)Kunden getrieben wird oder von sudernden die mit den Gütern aus anderen Linien unzufrieden sind.

    Die Grünen und die letzte Präsidentschaftswahl. Nichtwähler überzeugen zu wählen ist eigentlich Investition. Durch den Zulauf der Unzufriedenen/’ewigen Suderanten‘ geht die Menge rauf, die Kapazitäten werden ausgeweitet und die kaufen am Ende nicht mehr. Wenn jemand vom Fernsehen weggeht und kurz zu Netflix, dann verabschieden sich die Leute auch gerne.

    *) Wenn du Güter an ‚alle‘ verteilst wächst die Zahl der Unzufriedenen und die nehmen wenn sie gehen mind 2 andere mit. Housing Bubble in den U.S. und Booms in Börsen werden über das Hochhalten der Stimmung einfach sistiert. Auf dem Weg wird versucht die Rezession zu verhindern.

    Genauso wie Uber, Airbnb laufen heute viele Plattformen die eigentlich entflechten.

    Als die Klassik noch ursprünglich klassisch war wurde Mitarbeit von Arbeit getrennt. Der Prozess ist auch bezüglich der manuellen länger am Laufen.

    Positiv formuliert waren die Arbeitslosen jene die nur mitarbeiten und verbrauchen. Für die hat man keine passende Arbeit gefunden und die waren in einer anderen Linie oder damals in der Manufaktur (heute Handwerk) besser aufgehoben.

    Damals waren das die gut ausgebildeten Handwerker die man von den Maschinen wollte im Sinne der Güterbereitstellung fernhalten.Heute nennt man diese Leute Egineers, Researcher welche in Research & Development arbeiten (bis zur Technikumsreife eines Produkts- und Produktionsprozesses, in der Softwareentwicklung lange die Off-Shores im Osten und Russland). Angewandte Forschung. Aus der Sicht eines IKEA ist eine Küche vom Tischlereibetrieb ein Prototyp der in einem Technikum bereitgestellt wird. Der Facharbeiter wäre das Bindeglied im Übergang zu arbeitslastigen Tätigkeit im Rahmen der Mitarbeit.

    Wir dürfen nicht vergessen. Die Industrielinie wurde über alle Bereiche der Wirtschaft ausgerollt. Was vor 40 Jahr noch Wirtschaft war hat wenn überhaupt im nachfrageorienten Umfeld überlebt (B2B, Handwerk, IT usw.).

    Über die letzten Jahrzehnte wurde die Arbeit aus den existierenden Linien rausgetragen, die Kaufkraft der Löhne für die Mitarbeit wurde abgesenkt und die Arbeit ist aus der Linie verschwunden (Bore Out).

    Es kann durchwegs passieren, dass Überstunden im hohem Maße in der Normalarbeitszeit anfallen. Deswegen kann man auch nicht mehr sagen, dass mehr Überstunden das Einstellen von mehr Mitarbeitern rechtfertigt. Der Mitarbeiter in der Industrielinie darf nicht arbeiten. Wenn mal die Überstunden bei sinkendem Anteil an menschlicher Arbeit sich als solche manifestieren produzieren die Mitarbeiter im Rahmen des Gebrauchs von veralteten Werkzeugen

    usw…

    Der selbstständige klassischen Arbeiter aka. Selbstständige hat diese aufgegriffen und verdient heute einfach. Selbstständige sind die einzigen die Arbeiten können soviel sie wollen und so mancher in der Phase des Übergangs vor 40 Jahre sogar mehr als 24 Stunden am Tag. Dann frägt sich der Berater oder einen guten Freund, ‚Wo war meine Leistung?‘. Das war dann schon eher in der Endphase.

    Heute vereinigen sich die Arbeiter bspw. in Gemeinschaftspraxen und Reproduzieren was einst das Krankenhaus in der Gemeinde war usw… Auf dem Weg zum Beratungshaus (in Krankenhaus einweisen, an andere verweisen, …)

    Egal. Die Externen machen die Investitonsprojekte (bspw. Berater) und Manager koordinieren diese.

    Damit war das Thema Reproduktion lange eher ein Tabu und Arbeit auch. 2008 hat sich das Thema endgültig zurückgemeldet. watch?v=OsO9wGRf5hI Der Trend hält heute noch an.

    In China liefe an sich dasselbe Spiel, aber bei 12 bis 16 Stunden pro Tag wird investiert und reproduziert wie Sau. In China wird nicht die selbe Art von Tätigkeiten in den Überstunden gemacht, die sitzen nicht 8 Stunden länger in Besprechung wie die Politiker in Deutschland und es kommt nichts raus.

    Ein BGE System aus der Sicht von Reinhold Mitterlehner wird über den Fonds für die Grundlagenforschung finanziert. (Re)produktion im Rahmen der Gesellschaft im Sinne einer Investition oder zumindest klugen Fehlinvestition (ist an sich sinnstiftender resp. befruchtender Verbrauch). Produktion und Reproduktion (zum Teil) in der Gesellschaft. Damit das Industriemodell mit seiner Logik kann weiter machen und die Mitarbeit bestehen bleibt, müssen neue Rohstoffe die schnell in großer Menge bei der Güterübergabe her die es erlauben die Substituierenden einzuschließen.

    Der Unterschied liegt in der Güterauswahl im Rahmen von Bedarfsdeckung. Dort gilt, ‚Wenn du dir nicht sicher bist, wandere am alten Weg‘.

    Pensionisten/Rentner die heute aus dem Mitarbeitsprozess ausscheiden sind in einer Jobwelt aufgewachsen die bemüht war Arbeit aus der Linie zu entfernen. Mitarbeit in dem Sinne meiner an Sicht nach die nächsten 40 Jahren ein NoGo.

    Der Österreicher ist die Arbeit eher gewohnt. Es stellt sich die Frage ob die Wahrnehmung von Arbeit als solche im Sinne von Reproduktion im Umfeld neu oder der Gesellschaft nicht die klügere Alternative ist als in .de das ewige Promoten von “Green Industries‘ und die Befriedigung von Bedürfnissen entlang ewiger Mengen und Gewinnmaximierung.

    Der Mitarbeiter arbeitet in einer nachfrageorientierten Systematik eher direkt und indirekt sowieso über den Individuellen Konsumkredit. Wenn man Häusel baut zahlt es sich aus wenn man sich was man kann selbst macht. Man kann nicht in dem Sinne ‚aufstocken‘, außer zwei Menschen die in einen Haushalt ziehen verwenden die Spareinlage aus dem ersten Einkommen und die ganze aus dem zweiten.

    Wenn die SPÖ resp. eigentlich die deutsche Sozialdemokratie nicht zum Arbeiter zurückkehrt, dann sehe ich schwarz oder blau.

    Egal. Ein Ständchen für die Damen in der Parteiführung watch?v=MxNcIxuBMn4. Die Pamela Rendi-Wagner ist die höfischer anmutende Variante der Andrea Nahles. Die Geschichte die sie erzählen ist ähnlich. Bei der Nahles hat man ein wenig die ‚Machtpolitikerin‘ ins kommunizierte Bild der abtretenden Frau Merkel geschuldet aufgenommen.

    Liken

  2. Frage:
    warum will die SPÖ als selbsternannte „Israel-Partei“ so viele Araber und Moslems (sogenannte „Flüchtlinge“) wie nur möglich nach Österreich holen ?

    Braucht Israel einfach nur mehr Platz für ihre eigenen Leute und will alle Araber in Ihrem Gebiet loswerden und schickt diese deshalb nach Europa ?

    Hat die SPÖ ihre eigenen Widersprüche noch immer nicht erkannt ?

    Liken

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.