Die Bundesregierung, Eurofighter und Airbus

Bisher ermittelte Staatsanwalt Michael Radasztics in Sachen Eurofighter und behandelte Anzeigen, die vom Abgeordneten Peter Pilz erstattet wurden oder mit dessen Wirken zu tun hatten. Weil Radasztics diesem bei einer Einvernahme wegen Pilz‘ Anzeige gegen Ex-Minister Norbert Darabos ein Amtsgeheimnis verraten haben soll, wird der Staatsanwalt von den Fällen abgezogen und die Staatsanwaltschaft Eisenstadt ermittelt gegen ihn. Das Rumpelpilzchen sieht ihn als Opfer eines Paktes zwischen der Bundesregierung und dem „bösen Rüstungskonzern“, wo man doch unmittelbar vor der Anklageerhebung gegen Airbus gestanden haben soll. Damit ist eine Anzeige des von Tal Silberstein gepushten Ex-Ministers Hans Peter Doskozil gemeint, an der auch Pilz mitwirkte. Nur wer noch daran glaubt, dass belästigte Frauen sich irgendwie selbst begrapscht haben, wird auf das Märchen von der einen Milliarde, die „wir“ uns dank Robin Hood Pilz zurückholen, noch hereinfallen. „Betrug“ und „arglistige Täuschung“ finden wir nämlich nicht bei Airbus, sondern bei den Handlangern einer verdeckten Strategie gegen die europäische Industrie, bei der es auch um Verteidigung geht.

Pilz kündigt nun eine Pressekonferenz „zu aktuellen Vorfällen in der StA Wien zu den Versuchen, Eurofighter-UA abzudrehen“ an und die ÖVP reagiert so: „Peter Pilz muss sofort seine dubiose Rolle bei den Ermittlungen wegen Geheimnisverrat erklären“: „Pilz braucht gar nicht zu versuchen, von seiner eigenen Involvierung in die Causa Eurofighter abzulenken, in dem er wieder einmal mit falschen Vorwürfen um sich wirft. Anstatt Pressekonferenzen zu geben, sollte sich Pilz lieber auf die Ausschussarbeit vorbereiten und sich sehr genau überlegen, wie er diese Wendung in der Causa Eurofighter erklärt! Schließlich tritt dieser hier mehr als fragwürdig in Erscheinung und könnte laut Medienberichten massiv in die unabhängige Arbeit der Justiz eingegriffen haben.“ Die ÖVP sagt weiters: „Das hätte schon damit begonnen, dass er Staatsanwalt Hans-Peter Kronawetter unterstellte, ein Komplize der organisierten Kriminalität zu sein. Und jetzt steht der Verdacht der illegalen Einflussnahme auf den ermittelnden Staatsanwalt Michael Radasztics im Raum. ‚Damit zeigt sich, dass Pilz die Grenzen zwischen Gesetzgebung, Exekutive und Gerichtsbarkeit völlig aus den Augen verloren hat‘ so (Andreas) Ottenschläger. Umso skandalöser sei nun die Aussage von Pilz, die Justiz würde nicht unabhängig arbeiten und die Causa Eurofighter absichtlich behindern. ‚Das überschreitet die Grenze hin zum Realitätsverlust und bedarf einer dringenden Erklärung‘, so der ÖVP-Fraktionsführer.

Ö1 auf Twitter

Fazit: „‚Es wird ein immer noch größeres Problem, dass sich Peter Pilz in seinen eigenen Rollenspielen verliert. Abgeordneter, Ankläger, Ermittler, Aufdecker und Verschwörungstheoretiker – das ist eine gefährliche Mischung aus Selbstüberschätzung und Kompetenzüberschreitung. Und diese geht nun so weit, dass Pilz wichtige Verfahren – bei denen es letztlich um enorm viel Geld für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler gehen kann – aktiv gefährdet. Damit muss jetzt Schluss sein!‘ Auch die Akten des Untersuchungsausschusses werfen weitere Fragen auf. ‚Der regelmäßige Kontakt von Peter Pilz mit dem Leiter der Taskforce Eurofighter ist dabei genauso zu hinterfragen wie seine Kontakte zur Staatsanwaltschaft‘, betont Ottenschläger.“ Beim U-Ausschuss 2017 schienen alle noch wie paralysiert, als Pilz Gusenbauer und andere deckte, aber das Bauernopfer Darabos auch im Namen des Ausschusses anzeigte. Es geht bei den EF auch schlicht um Souveränität, wie Airbus-Rüstungschef Dirk Hoke gerade in einem Interview zur Frage der Nachbeschaffung für die (europäischen) Tornado der Bundeswehr feststellt (Eurofighter von Airbus oder F-18 von Boeing?).  Bereits ehe sich bei uns Schwarzblau 2002 für den Typhoon statt für F-16 von Lockheed oder Gripen (von Saab und voll amerikanischer Elektronik) entschied, wurde er madig gemacht.

Dabei konnte man ein Zusammenwirken von Gusenbauer-SPÖ, Pilz-Grünen und dem wie aus dem Nichts aufpoppenden Anti-Abfangjäger-Begehrer Rudi Fussi sehen. Von entscheidender Bedeutung ist, dass die SPÖ in Opposition im Wahlkampf von Stanley Greenberg und Tal Silberstein „beraten“ wurde (erstmals in Wien 2001). Silbersteins Wahlkampfdebut (mit Greenberg) war 1999 für Ehud Barak, General, Ministerpräsident (später auch Amtskollege von Darabos wie auch Ex-CIA-Chef Robert Gates) und erster Kommandant der zuerst Caesarea genannten Mossad-Liquidierungseinheit Kidon. Sieht man sich Baraks Aussagen über Haider und die Regierung an (Haider kam auch auf die Watchlist), erscheint logisch, dass man auf die größte Oppositionspartei SPÖ setzte. 2002 und 2006 (und dann 2017 mit Doskozil) agitierte Silberstein gegen die Eurofighter; Israel verfügt über die größte F-16-Flotte außerhalb der USA und 2018 schlug Pilz vor, dass Österreich doch dort welche kaufen sollte, um den EF zu ersetzen. Was mit den Jets in unserem Besitz passieren soll, deutete er allenfalls an, da man sie ja einfach stilllegen kann (und so einen Milliardenverlust und nicht -Gewinn macht). Im Jänner 2017 entdeckte ich Berichte aus Rumänien und Botswana, die Silberstein dem Mossad zuordnen; die SPÖ mauert bis heute und schweigt beharrlich dazu.

Airbus auf Twitter

Pilz diffamiert zwar die EF als „Schrottflieger“, war jedoch sehr zurückhaltend, als 2003 gebrauchte C-130 von der Royal Air Force erworben wurden, Transportflugzeuge von Lockheed Martin.  Nach der Wahl 2006 wurde gegen den Willen der ÖVP mit parlamentarischer Mehrheit ein Eurofighter-U-Ausschuss eingesetzt (mit Pilz als Vorsitzendem); der formale SPÖ-Wahlkampfleiter Norbert Darabos wurde Chefverhandler gegenüber Verteidigungsminister Günther Platter, was die Regierungsbildung anging (siehe Archiv von Airpower, 24.10.2006). Er sollte diesem nachfolgen mit der einzigen Aufgabe, vom Kaufvertrag zurückzutreten, wie Pilz in seinem politischen Tagebuch verriet, das ich hier für die Jahre 2006/7 analysierte. Darabos schien durchschaut zu haben, dass er zum Handlanger des amerikanischen und israelischen Geheimdienstes degradiert werden soll und weigerte sich; daraufhin wurde er unter Druck gesetzt, via Kabinettschef Stefan Kammerhofer (zuvor Klubsekretär bei Gusenbauer) abgeschottet und mit den heutigen technischen Möglichkeiten überwacht. Kammerhofer hielt u.a. BMLV-eigene Experten vom Minister fern, der somit nur selbst Material studieren und die Finanzprokuratur (korrekterweise) mit der Führung von Verhandlungen mit Eurofighter beauftragen konnte. Im Regierungsabkommen wurde nichts explizit zu den EF festgehalten, aber grundsätzlich „pacta sunt servanda“, Verträge sind einzuhalten.

Um die Zeit, als Darabos wusste, dass er nicht wie gewünscht Innen-, sondern Verteidigungsminister werden sollte (Ex-Kanzler Wolfgang Schüssel nannte es „gegen seinen Willen“ siehe 2. U-Ausschuss, 20.6. 2017), sprach Alfred Gusenbauer erstmals mit dem Zivilrechtler Helmut Koziol (Jahreswende 2006/7). Dieser soll ihm von seinem Anwalt, Freund und späteren Geschäftspartner Leo Specht empfohlen worden sein (Specht gründete im Oktober 2008 eine Firma für Gusenbauer, die diese nach seinem Ausscheiden aus dem Kanzleramt im Dezember übernahm). Eine andere Möglichkeit ist die Wissenschaftlerin Sonja Puntscher Riekmann, die mit Koziol im Jänner 2007 referierte und dann mit ihm ein Buch publizierte. Sie kümmerte sich ab 1989 um den damals formalen Chef der Grünen Johannes Voggenhuber, wobei die Erstellung eines Parteiprogramms als Köder verwendet wurde. Wer sich beim Auftritt Voggenhubers als Pilzscher EU-Spitzenkandidat in der ZiB 2 am 4.2. 2019 wunderte, dass er sich als Autor des Programms der Grünen bezeichnete (und auch sonst eher bizarr wirkte) findet hier eine Erklärung. Weil ich die Rollen von Pilz und Puntscher Riekmann durchschaute, war ich für die Grünen nicht mehr tragbar, mir erschien aber viele Jahre danach nicht besonders mysteriös, dass so viele (mich eingeschlossen) nicht mit Darabos reden durften. Er war wohl zu clever, als das man ein Agentin auf ihn ansetzen hätte können und nicht zur „freiwilLigen Kooperation“ bereit; für mich sah die Situation im BMLV gerade wegen meiner Erfahrungen nach einer verdeckten Aktion fremder Dienste aus.

Pilz auf Twitter

Wie die ÖVP das Wirken von Pilz heute beschreibt, war es immer schon und man konnte das auch im 1. U-Auschuss erkennen, wo er Darabos als Auskunftsperson heruntermachte und deckte, dass Kammerhofer ihn „beaufsichtigte“ (gegen den Protest der ÖVP-Abgeordneten Maria Fekter). Die Finanzprokuratur musste die Interessen der Republik, d.h. auch der Landesverteidigung berücksichtigen und hätte daher auf Preisnachlass verhandelt, zumal der Typhoon ein neues Produkt auf dem Markt war (Erstauslieferung 2006). Der Theoretiker Koziol, der angeblich in einer renommierten Wirtschaftskanzlei praktische Erfahrungen gesammelt hatte (bloss dass niemand Gusenbauers Behauptungen im U-Ausschuss am 20.6.2017 verifizieren konnte), sollte beim Vertragsausstieg ohne Rücksicht auf Verluste „beraten“. Die ebenfalls Silberstein-affinen NEOS stellten es 2017 und danach so dar, als habe Darabos, von dem Personen und Informationen konsequent ferngehalten wurden, 2007 einen kühnen Alleingang unter Ausschaltung von Regierung und Parlament gewagt. Nur Wolfgang Peschorn von der Finanzprokuratur sei dem noch im Wege gestanden, doch als Koziol am 24.5.2007 einen handschriftlichen Vergleichsentwurf formulierte, war er nicht mehr dabei.

Darabos‘ Ministerwille war schriftlich erfolgt und wurde nie widerrufen, doch Kammerhofer setzte sich darüber hinweg und informierte Peschorn mündlich am Telefon, dass er die Verhandlungen nicht mehr leitete. Dies ist typisch Kammerhofer, der immer wieder hinter dem Rücken von Darabos illegale Befehle erteilte. Er schien den Auftrag gehabt zu haben, sich mit Peschorn (Essen gehen,..) anzufreunden, damit dieser nach seiner Ausschaltung nicht versucht, bei Darabos nachzuhaken. Mit Koziol als Verhandlungsleiter („für die Republik“) gab es 15 statt 18 Jets, Tranche 1 teilweise gebraucht ohne Nachtsicht- und Selbstschutzsystem und mit einer scheinbaren Ersparnis von 370 Millionen Euro. Doch es bedeutete, die Jets lange vor dem Ende ihrer Lebensdauer stilllegen zu müssen, brachte Eurofighter geringere Einnahmen und schlechte Nachrede, die dann in der Anzeige von Doskozil 2017 gipfelte. Am 24.5.2007 empfingen Gusenbauer und Bundespräsident Heinz Fischer (Oberbefehlshaber des Bundesheeres) übrigens Bill Clinton bei einer AIDS-Gala in Wien; was am gleichen Tag im SPÖ-eigenen Gartenhotel Altmannsdorf geschah, schien der Parteichef aber nicht zu wissen. Clintons rechte Hand John Podesta gründete in den 1980er Jahren die Lobbyingfirma Podesta Group mit seinem Bruder Tony, vor allem um für Lockheed zu werben. Im Skandal um Lobbying für die Ukraine wurde in den USA auch gegen dieses Unternehmen ermittelt; auch Gusenbauer war involviert und die US-Kanzlei Skadden mit einem Dossier über Julia Timoschenko. Doskozil beaufragte auch Skadden (vertritt u.a. General Electric, den Hersteller der Triebwerke der F-16) bei seiner Anzeige gegen Airbus, da es darum ging, dem europäischen Konzern auf dem US-Markt zu schaden. Ausserdem wirkte an Doskozils Agieren der Wirtschaftsanwalt Mark Tuttinger mit, den Pilz heuer engagierte, um ihn gegen Innenminister Herbert Kickl zu vertreten. Auch Greenberg hat Verbindung zu Podesta, noch vom Clinton-Wahlkampf 1992 her; Silberstein beriet in Rumänien den (früheren) Staatspräsidenten Traian Basecsu, der für CIA-Geheimgefängnisse, das (von Darabos abgelehnte) Missile Defense System (Aegis von Lockheed) und F-16 statt Typhoon war.

 

Pilz auf Twitter 

Wenn Pilz in den Selbstmitleids-Modus übergeht, weil ihn (siehe auch Tweet weiter oben) die Staatsanwaltschaft Eisenstadt einvernehmen lässt, sei erwähnt, dass auch ich in ihrem Auftrag von der Polizei befragt wurde. Es ging dabei um Verleumdungen eines  Pilz-Komplizen, der mich seit Jahren wegen meiner Recherchen zu BMLV und Darabos stalkt und diffamiert, nun aber in Täter Opfer-Umkehr mich wegen „Stalking“ angezeigt hat. Ich gab dem ermittelnden Beamten Beispiele für das Agieren des Agent Provocateur und fasste für das LVT handschriftlich zusammen, was mir an Beobachtungen puncto BMLV/Darabos bekannt ist, wer mir erzählte, dass er nie mit Darabos reden durfte, welchen Hintergrund dies hat usw. Die Achse Geheimnisverrat – Pilz – Medien sehen wir immer wieder gerade auch bei den Eurofightern. So gelangte 2006 der kaufmännische Teil des Kaufvertrags an „News“ und dann berichteten andere ebenfalls (damals gab es Kurt Kuch noch, der mit Doskozil befreundet war); Verteidigungsminister Platter erstattete Anzeige. 2016 landete der militärische Verschlussakt Eurofighter-Vergleich ebenfalls auf diese Weise bei „News“, nur dass Doskozil keine Anzeige erstattete. Dies war eine Ouvertüre zum 2. U-Ausschuss, der dann im März 2017 eingesetzt wurde. Ein Highlight war das „plötzliche“ Auffinden der einzigen Kopie des Koziol-Entwurfs, rein zufällig in einem Schrank, den Darabos-Abschotter Kammerhofer einst verwendete (Kammerhofer wurde für seinen Verrat an Österreich via Doskozil und Kern mit einem ÖBB-Abteilungsleiterjob belohnt, als Doskozil Minister wurde). Man kann auch sagen, dass das Papier, aus dem Darabos ein Strick gedreht werden sollte, über das BMLV dem Ausschuss zugespielt wurde. Das wurde exakt so getimt, dass Darabos bereits (am 1.6.2017) befragt war und auch nicht nochmals geladen wurde; dafür aber am 31.5. für den 2.6. nachmittags Meinhard Lukas (heute auch von den Grünen unterstützter Rektor der Linzer Kepler-Universität).

Er beriet damals Eurofighter und sollte Koziols Handschrift erkennen und das Meeting bestätigen, an dem auch Darabos und Aloysius Rauen (von Eurofighter) teilnahmen. Pilz behauptete, es habe sich um einen rechtsgültigen Vertrag gehandelt und zeigte Darabos wegen Untreue wegen der Unterschiede zum Vergleich vom 24.6.2007 an. Dass ihn dessen Zustandekommen überrumpelt haben dürfte, wenn er in seinem Tagebuch einmal die Wahrheit sagte, muss Pilz mit seinem „case officer“ ausmachen. Tatsächlich muss es ja um den Unterschied zwischen Kaufvertrag und Vergleich gehen und darum, wer dafür wirklich verantwortlich ist. Dabei ist es zielführend, sich nicht nur Wahlkämpfe und deren Berater in Erinnerung zu rufen oder daran zu denken, dass nicht einmal der Generalstabschef direkten Zugang zum Minister hatte. Denn es tauchen auch immer wieder Bezüge zur US-Rüstungsindustrie auf, was gerade bei Doskozil (laut Pilz ein sehr guter Minister, dem er auch für seinen Einsatz gegen Darabos dankte) evident ist. So kaufte er Panzer zu stolzen, manche sagen, weit überhöhten Preisen bei General Dynamics, bis 1993 Hersteller der F-16. Und er gab dem 2015 gegründeten Unternehmen Ace Aeronautics des Ex-Lockheed-Managers Darrell Kindley gewissermaßen Starthilfe, indem er es mit einem Update der Black Hawk beauftragte. Der Hersteller Sikorsky gehört seit 2015 Lockheed, sodass man dabei so tat, als gäbe es einen Konflikt mit dem Minister, der ja zuvor den Konkurrenten Airbus angezeigt hatte.

Florian Klenk auf Twitter

Wenn Florian Klenk mit Pilz auf Twitter mitleidet, hängt dies damit zusammen, dass der Falter immer die Agenda von Gusenbauer und Pilz hinsichtlich der EF unterstützte. Wir erinnern uns daran, dass Pilz in den frühen Morgenstunden des 4.11.2017 von Klenk erfuhr, dass es Zeugen für sein übergriffiges Verhalten einer jungen Frau gegenüber gibt. Daraufhin trat er die Flucht nach vorne an, trat scheinbar reuig zurück und stellte sich quasi selbst zum Abgeordnetengehalt an. Ihm taten jedoch sein skrupelloser Umgang mit anderen, seine Drohungen und Desinformationen noch nie leid und er änderte sein Verhalten auch nicht. Scheinbar kritische Kommentare in der Presse suggerieren, dass es bei ihm um ein „aber er ist doch ein so guter Aufdecker“ gehe, dabei gibt es kein Aber. auch jetzt folgt man seiner Darstellung der Vorgänge in der Justiz, u.a. Nina Weissensteiner im Standard, die z.B. am 15.6.2007 ganz in seinem Sinn über den 1.U-Ausschuss berichtete, indem sie Fekters Einwände und Kammerhofers Verhalten oder Pilz‘ Umgang mit Darabos nicht erwähnte. Ausweinen darf sich Pilz bei Ida Metzger vom Kurier, die willig seine Drohungen gegen Darabos (am 31.5.2017 vor dessen Aussage im U-Ausschuss und im Februar 2018) transportierte. Bei Klenk muss man auch an die Golan-Affäre zum ein Video vom Herbst 2012 denken, als österreichische UN-Soldaten eine Schießerei aufnahmen, der syrische Geheimpolizisten zum Opfer fielen. Klenks Informant zielte auf Darabos ab, dem damals in typischer Kammerhofer-Manier ein Bericht des Generalstabschefs vorenthalten wurde.

Eine der Merkwürdigkeiten beim 2. U-Ausschuss war übrigens, dass Darabos einen Anwalt als „Vertrauensperson“ mithatte, der einmal Kanzleipartner des Pilz-Freundes Alfred Noll war und Geschäftspartner von Stefan Sengl ist, der damals den Silberstein-Wahlkampf leitete. Michael Pilz (nicht verwandt mit Peter P.?) kämpfte im Herbst 2015 für einen Abgang  von Bundeskanzler Werner Faymann und vertrat im Herbst 2017 Eveline Steinberger-Kern gegen „Österreich“ und zuvor Sengl in einer Auseinandersetzung wegen Silberstein gegen  unzensuriert.at. Michael P. war einmal Konzipient bei Gabriel Lansky, einem Lobbyingpartner Gusenbauers, der von Pilz im BVT-Ausschuss indirekt verteidigt wurde. Gusenbauers Vertrauensperson am 20.6.2017 war der Anwalt Heinrich Vana, dessen Kanzleipartner Thomas Höhne Rudi Fussi 2003 bei einer absurden Anzeige gegen die Regierung wegen der EF half (ein „Luftgebilde“ laut Staatsanwaltschaft siehe Pressespiegel vom 27.10.2003). Vana und Höhne finden wir zur Wehrpflicht-Volksbefragung bei einer Plattform von Zivildienern gegen die WP. Peter Pilz gab also heute eine PK um 13:30, blieb aber dem 3. EF-U-Ausschuss fern, der ab 14 Uhr eine Auskunftsperson befragte.

Jetzt auf Facebook

Dieser Ankündigung auf Facebook folgte bislang kein Video, auch Medien bringen keine Mitschnitte der PK, bei der Pilz von Daniela Holzinger unterstützt wurde, die 2017 noch für die SPÖ im U-Ausschuss saß, aber da schon seinem Narrativ Glauben schenkte, auch wenn es gegen den Noch-Parteikollegen Darabos ging. Staatsanwalt Kronawetter zeigte Pilz übrigens einmal wegen übler Nachrede an; als er nicht mehr immun war, sollte am 6.6.2018 eine Verhandlung stattfinden, doch er erkrankte, um Tags darauf gesund und munter eine PK mit Maria Stern zu geben, die in einem“zutiefst feministischen Akt“ zu seinem Vorteil nicht ins Parlament nachrückte. Sie macht wie Holzinger eine eher unglückliche Figur, was auch Bände über Pilz spricht. Sein Abtauchen jetzt erscheint u.a. der ÖVP durchaus verdächtig: „Dem ermittelnden Staatsanwalt muss eine 10 Jahre dauernde Ermittlung entzogen werden, weil es vermutlich massive Eingriffe in die unabhängige Arbeit der Justiz gegeben hat. Ich habe heute in aller Deutlichkeit festgehalten, was ich mir nach diesem Skandal von Peter Pilz erwarte: Er muss sich zu seiner Verwicklung in die Ermittlungen wegen Amtsmissbrauch und Verletzung von Amtsgeheimnissen erklären.“

Den Ausschuss zu schwänzen ist da fast schon ein Schuldeingeständnis:  „Dass er heute nicht einmal im Ausschuss anwesend war ist vielsagend und ein Schlag ins Gesicht des Parlaments. Es ist höchste Zeit, die Vernebelungstaktik von Pilz endlich zu beenden.“ Er hat jedoch ein wenig Rückhalt bei der SPÖ: „’Besorgniserregend‘ und ‚aufklärungsbedürftig‘ ist für SPÖ-Abgeordneten Rudolf Plessl, SPÖ-Fraktionsführer im Eurofighter-Untersuchungsausschuss, der Abzug des zuständigen leitenden Staatsanwalts vom Eurofighter-Strafverfahren. Der Staatsanwalt war jahrelang mit der Causa beschäftigt und vor wenigen Monaten auch Auskunftsperson im Untersuchungsausschuss –’und er hat nicht den Eindruck gemacht, dass er davon zurücktreten will‘, so Plessl. Die SPÖ wird jedenfalls versuchen, mittels parlamentarischer Anfragen Licht in die Sache zu bringen. Eine entsprechende Anfrage Plessls und von SPÖ-Justizsprecher Jarolim ist in Vorbereitung.“ Jarolim (einst Kanzleipartner von Leo Specht im Übrigen) sah und hörte nichts, als Fekter im U-Ausschuss 2007 klar wurde, dass Darabos unter massivem Druck stehen muss und sie auch der Frage nachging, ob Kammerhofer vom Abwehramt sicherheitsberprüft wurde (nein, siehe 13.6.2007, Befragung von Abwehramtschef Erich Deutsch). Wird die SPÖ nun auch Kammerhofer, Gusenbauer, Silberstein, Pilz und andere in den Ausschuss laden lassen? Für sie bricht ja auch eine Welt zusammen, wenn sich Lügen in Luft auflösen und der Wahrheit zum Durchbruch verholfen wird. Dann müssen in der Löwelstrasse, aber auch in Eisenstadt (immerhin hat Doskozil auch sonst kein Geschick bei Klagen) einige Köpfe rollen…

5 Kommentare zu „Die Bundesregierung, Eurofighter und Airbus

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