Die SPÖ, Fussi und Strache

Vizekanzler Heinz Christian Strache klagte Rudi Fussi, der gerne als Politikberater bezeichnet wird, weil dieser ihn mit den Identitären in Verbindung bringt. Dabei geht es um eine Aufnahme, die Strache in einem Lokal in der Steiermark im Herbst 2015 zeigt.  Mit am Tisch saß Patrick Lenart, der sich in der „rechtsextremen“ Bewegung engagiert. Zwar grenzt sich die FPÖ von der IB ab, doch deren Einordnung erfolgt nicht nach wissenschaftlichen Kriterien, sondern gemäß einer Blase, die alle Einwanderungskritiker ablehnt. Wohlgemerkt geht es nicht um legale Zuwanderung, sondern um jene illegale, die besonders seit 2015 gefeuert wird und wenig mit dem Recht auf Asyl zu tun hat. Peinlich wurde es für Strafhe vor allem deshalb, weil er behauptete, das von Fussi verwendete Foto sei eine Fälschung, was es definitiv nicht ist. Doch es wird sofort heuchlerisch, wenn dann sein Rücktritt gefordert wird, denn Bundespräsident Alexander van der Bellen posierte mit  Martin Sellner von der IB und Vorgänger Heinz Fischer mit mutmaßlichen Mitgliedern des   nun verbotenen neonazistischen Kulturvereins  Objekt 21.

Fussi stand vor ein paar Monaten vor Gericht, weil die Justiz wegen seiner Drohungen gegen Anna J. ermittelte, die im SPÖ-Wahlkampf 2017 für Tal Silberstein dolmetschte. Mittlerweile ist das Verfahren mit einem Freispruch abgeschlossen, doch es bleibt ein schaler Beigeschmack, auch weil Fussi die junge Frau öffentlich bezichtigte, ein „Maulwurf“ der ÖVP gewesen zu sein. Da Silberstein aber dem Mossad zugerechnet wird (Medien in anderen Ländern sind da weniger diskret als „unsere“), gibt es mehrere Möglichkeiten, wie Interna publik wurden. Es sollte unsere Dienste interessieren, wenn der Mossad mitmischt, der wiederum nicht mehr auf SPÖ-Chef Christian Kern setzte. Man denke an jenes Dossier für Silberstein (mit Fussi im CC) in dem Kern alles andere als schmeichelhaft beschrieben, der damalige Verteidigungsminster Hans Peter Doskozil aber umso mehr gelobt wurde. Die heutige SPÖ mag zwar Straches Rücktritt fordern, hat aber selbst noch einiges aufzuklären bezüglich der Silberstein-Wahlkämpfe.

Die SPÖ auf Twitter

 

Das gilt auch für jenen 2006, in dem der spätere Kanzler Alfred Gusenbauer als „Sozialfighter“ verkauft wurde, der den Kauf von Eurofighter Typhoon (statt Lockheeds F-16 oder Saab Gripen) rückgängig machen sollte. Oben sieht man Justizsprecher Hannes Jarolim, der Strache zum Gehen auffordert, aber selbst u.a. im 1. Eurofighter-Ausschuss (wie auch der nunmehrige Volksanwalt Günther Kräuter) Darabos‘ Abschottung durch BMLV-Kabinettschef Stefan Kammerhofer deckte, statt dem Minister zur Seite zu stehen. Sehr seltsam sind auch heute Vorgänge in der SPÖ, deren  Chefin Pamela Rendi -Wagner sich rar macht, auch wenn sie inzwischen meint, dass sie ein bißchen Pippi  Langstrumpf sei („ich mach‘ mir die Welt widewidewie sie mir gefällt“). Doch in erster Linie tritt Bundesgeschäftsführer Thomas Drozda auf, der auch in Silberstein-Kampagnen involviert war. Hat sich Drozda je gefragt, ob Ex-Parteichef Alfred Gusenbauer vor dem 2. Eurofighter-Aisschuss gelogen hat, als er Darabos den schwarzen Peter zuschob, denn dann Peter Pilz nach Drehbuch anzeigte?

Die SPÖ auf Twitter

Vollends lächerlich werden Strache-Kritiker, wenn sie zugleich einen Agent Provocateur unterstützen und mit ihm kommunizieren, der vor der Wehrpflicht-Volksbefragung eine Fotomontage des pensionierten früheren Kommandanten der Kaserne in Strass Josef Paul Puntigam verschickte. Dies sollte ihn in der SPÖ diffamieren, indem Hans Jörg Schimanek Junior, ein verurteilter Neonazi zu ihm hinzugefügt wurde, aber auch mich, weil ich Kontakt zu Puntigam habe (und wie er die eigentliche Darabos-Linie vetrat). Der Agent Provocateur verleumdet mich seit Jahren, weil ich Druck auf Ex-Minister Norbert Darabos thematisiere (der den Silberstein-Wahlkampf 2006 ausbaden musste) und zeigt in einer Täter-Opfer-Umkehr mich wegen „Stalking“ an. Damit meint er, dass ich seine damalige Fotomontage auf Twitter poste, wo er mich auch stalkt und verleumdet. Übrigens werde ich von mehreren Personen aus dem Hinterhalt diffamiert, um von meinen Recherchen abzulenken und die Überbringerin der Botschaft madig zu machen…

PS: Doskozil war einmal für einen Dirty Campaigning-U-Ausschuss nach derm Wahl 2017. Auch Pilz wurde von der FPÖ geklagt, und zwar von Innenminister Herbert Kickl. Und natürlich interviewte Wolfgang Fellner Fussi zu Strache, und Strache vorher auch.

4 Kommentare zu „Die SPÖ, Fussi und Strache

  1. für mich einer der schlimmsten Sager von Fussi war letztens auf oe24 (mit Stadler)
    „Dem Opfer ist es egal ob es von einem Syrer oder Österreicher ermordet wird.“

    Liken

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