Facebook: Politiker gehen Fakeprofil auf den Leim

Gerade war Steffi Krisper von den NEOS noch im BVT-U-Ausschuss und empörte sich über die Zustände bei „unserem Geheimdienst“ und schon fliegt durch Zufall auf, dass sie mit einem gewaltverherrlichenden Fake-User auf Facebook befreundet ist. Wie sie sind bislang David Ellensohn und Uschi Lichtenegger von den Grünen und Christoph Riedl von der Diakonie und die Autorin Linda Wöss auf „Heinz Christian Waldhäusl“ hereingefallen (wobei ich diese sehe, weil ich mit ihnen befreundet bin). Man erkennt sofort die Kombination aus Heinz Christian Strache und Gottfried Waldhäusl, zumal der Account Anfang Oktober unter Gottfried Waldhäusl angemeldet und dann auf Heinz Christian Waldhäusl geändert wurde. Das Profilbild änderte sich mehrfach, bestand zeitweise aus Häme über Jörg Haiders Tod vor zehn Jahren aus einem VW Phaeton, dann aus einem zerstörten Auto und mehrmals aus dem „Falter“-Titel mit Innenminister Herbert Kickl („Wie gefährlich ist dieser Mann?“). Wer auch immer den Fake-Account angelegt hat, es ist eine Methode, zu der Geheimdienste ebenfalls greifen; davon abgesehen, dass sie auch manipulierte Leute vorschicken können. Wenn fünf Personen sofort reinfallen, so spricht dies Bände auch über unser politisches Personal und es sind nur deshalb nicht mehr, weil der Account noch neu ist.

Fake-Account

Nicht von ungefähr wird auch rund um den BVT-U-Ausschuss mächtig Stimmung gemacht, wobei sich gerade auch manche Politiker über alle erhaben fühlen, die tatsächlich Dienst dort tun, worüber der Ausschuss nun befinden soll. Das Fake-Profil ist nur ein Beispiel und mir auch nur deshalb aufgefallen, weil es mich attackierte, als ich hier bei oe24 postete. Ich wies auf meinen Artikel zur versuchten Befragung des Anwalts Gabriel Lansky hin, der die BVT-Affäre maßgeblich mit ausgelöst hatte, dann er nichts im U-Ausschuss sagen wollte. Weil ich bis vor wenigen Tagen mit abenteuerlicher Begründung (wegen eines ironischen Postings vom Jänner 2010!) gesperrt war, achtete ich weniger auf Facebook und sah mir nicht gleich an, wer da sofort gegen mich auftrat und behauptete, ein Link zum Thema Lansky-Befragung habe nichts zu tun mit einem oe24-Text genau dazu. Die Sperre im September erfolgte übrigens, als ich in einem Artikel beschrieb, wie auch Facebook dazu benutzt wird, mich zu verleumden und zu bespitzeln, weil manchen meine Artikel ganz und gar nicht gefallen, sie sich aber im Hintergrund halten können.

Angriff, gegen den ich mich wehrte (bei oe24)

Man beachte, dass über mich Gerüchte gestreut werden, was exakt dem Agieren „meiner“ Stalker entspricht, die übrigens bei Leichtgläubigen ebenso beliebt sind wie „Waldhäusl“ bei „Aufdeckerin“ Krisper. Gerade sprach ich über Bisheriges auch mit einer Beratungsstelle und erklärte, dass die meisten ungeheuer leicht auf etwas hereinfallen, gar nicht nachdenken, ehe sie Retweeten (wessen Tweets; wem geben sie damit Auftrieb?) oder antworten (wem? wem geben sie damit Auftrieb?). Und dann werde ich wegen der „Beschwerde“ eines Fake-Accounts für 30 Tage auf Facebook gesperrt; ich meldete das Fakeprofil ebenso wie gewaltverherrlichende Postings siehe Beispiel unten. Natürlich geschieht es mit Kalkül, den Haider-Unfallwagen rund um den Jahrestag des Todestags zu posten, nur dass es zu auffällig gewesen wäre, das Wrack zu nehmen. Soll ein intakter Phaeton anderen Politikern und Politikerinnen die Rute ins Fenster stellen; mit Zustimmung von David Ellensohn, Uschi Lichtenegger, Christoph Riedl, Steffi Krisper und Linda Wöss?

Fake-Profil und Phaeton

Riedl machte kürzlich Schlagzeilen, weil er sich mit dem Asylamt matcht; im Herbst 2015, als ich gerade meine Wohnung wegen zu kritischer Berichterstattung über SPÖ und Verteidigungsministerium verlor, ging er bei Diskussionen mit eher naiven Vorstellungen hausieren. Er wünschte sich nämlich, dass die Bevölkerung der Diakonie „schlüsselfertige“ Wohnungen und Häuser für „Schutzsuchende“ zur Verfügung stelle. Bei so viel Mitmenschlichkeit könnte einem warm ums Herz werden, gäbe es für Einheimische mehr als ein paar #MeToo-Tweets. Offenbar passt in Riedls Weltbild, was sein falscher Facebook-Freund postet und auch andere Verfechter einer „Willkommenskultur“ haben damit keine Probleme. Als Orientierungsmarke wird ja auch eine der letzten „Falter“-Nummern beworben, die mit dem gemeinesamen Feind Herbert Kickl abrechnet. Wenn man sich Debatten zum „Falter“ auf Twitter ansieht, wird auch deutlich, welch ein Gruppendruck in der angeblich so frei denkenden aufgeklärten „Blase“ besteht. Wer ein bisschen abweicht, riskiert anders als Fakes oder Provocateure von fast allen geschnitten zu werden.

Die Freunde des falschen Users

Fakeprofile eignen sich besonders gut dazu, echte User zu belästigen, da auf gleichem Level doch eine gewisse Rechenschaft notwendig wäre. Um dies zu erkennen, brauchen viele aber „Autoritäten“, die sie anleiten, um dies nicht mehr zu ignorieren. So reagierten die Freunde des Falschen nicht, als ich sie soweit möglich via Twitter darauf hinwies, weil ich ja durch den Raster falle, da meine Posts nicht zu 1000% vorhergesagt werden können.  Da Fakes anscheinend erschaffen werden, um die FPÖ zu diskreditieren, sollte man dort Gegenmaßnahmen ergreifen, reagiert aber auch noch nicht darauf. Wahrscheinlich schwärmen Fake-Trolle aus, um all jene zu attackieren, die sich eigenständig eben z.B. zur BVT-Affäre äußern. Man kann davon ausgehen, dass die Einrichtung von Fake-Accounts auch dort im BVT gedeckt wird, wo man die Zustände tatsächlich ändern muss, egal wie der Innenminister gerade heißt.

Fake-Profil und Autowrack

Der Fake-User postete zuerst den Phaeton und dann jemanden mit Guy Fawkes-Maske vor einem zerstörten Auto; es handelt es sich um jenes, das dem Identitären Martin Sellner gehörte und abgefackelt wurde. Wie wird Facebook damit umgehen auch unter der Perspektive, dass es sich um einen Fake-Account handelt, gegen den sich echte User anscheinend nicht wehren dürfen? Und werden „Aufdeckerin“ Krisper und andere in Zukunft bei ihren Social Media-Aktivitäten vorsichtiger sein, sich vielleicht gegen jede Gewaltverherrlichung und jedes Mobbing wenden, egal gegen wen es sich richtet? Während „Waldhäusls“ Freunde schweigen, interagieren viele auf Twitter und Facebook mit Provokateuren, die bei ihnen nur auf die richtigen Knöpfe drücken müssen, weil es um Emotionen und nicht um den Verstand geht. Dabei sollte das Internet der Raum sein, indem wir Gedanken und Informationen direkt austauschen können.

Fake-Account und „Falter“

Es mutet höchst paradox an, dass der Innenminister verdeckt bekämpft wird, was ja der Verfassungsschutz nicht nur bei seinem obersten Chef unterbinden sollte. Stattdessen erfahren wir aber, wer mit wem auf einen Kaffee geht, dass WhatsApp trotz Sicherheitsrisiko verwendet wird, man(n) sexistische und rassistische, auch neonazistische Bilder verschickt, Rehbraten mit „Bambi Meat“ übersetzt wird und in einem Konvolut von Korruption, Mobbing und Sexaffären die Rede ist. Tatsächlich stößt man beim BVT bislang auf taube Ohren, wenn man verdecktes Vorgehen auch mit Rückendeckung von manchen in der Sicherheitsbehörde beschreibt. Wobei Medien einerseits Quellen im Amt haben, die Infos rausgeben, die vertraulich sind, die Presse aber andererseits auch kein Problem mit Fakes und Provokateuren hat, deren Behauptungen man gerne für bare Münze nimmt.  Und wer erinnert sich noch an Tal Silbersteins Fake-Facebook-Gruppen im letzten Wahlkampf?

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5 Gedanken zu “Facebook: Politiker gehen Fakeprofil auf den Leim

  1. Politiker gehen Fakeprofil auf den Leim

    Vielleicht sind auch die FB-Accounts der angeblich auf den Leim gegangenen Politiker FakeProfile. Wurde das schon überprüft: Handelt es sich tatsächlich um von Facebook als echt verifizierte Accounts bei den besagten Politikern ?

    Wie auch immer

    MfG

    P.S.: Ich kenne da wem, fernab von Medien und Journalismus, [Name scheint bekannt], die fiel auch schon mal, Länge mal Breite, auf ein offensichtliches FakeProfil rein; und zwar im Dezember 2017, auf ein FakeProfil von Dr.in Karin Kneissl auf Twitter 😉

    MfG

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