Zu schön, um wahr zu sein? Die SPÖ bekommt eine Chefin

Am 25. September soll Pamela Rendi-Wagner zur ersten Frau an der Spitze der SPÖ designiert werden. Man hört von ihr selbst dazu noch sehr wenig, doch das war nicht anders, als Christian Kern 2016 Werner Faymann nachfolgte. Wenn über sie geredet wird, kommt meist Ex-Kanzleramtsminister Thomas Drozda zu Wort, der seit 20 Jahren mit ihr befreundet ist und dessen Kabinettschef ihr Ehemann Michael Rendi war. Medien hypen Rendi-Wagner auf ähnliche Weise, wie sie es bei Kern taten, und ordnen Skeptiker abschätzig dem „Gemeindebau“ zu. Angeblich war es im Parteipräsidium am 22. September nicht so eindeutig, sodass Rendi-Wagner nur favorisiert wurde, weil Kern den burgenländischen SPÖ-Chef Hans Peter Doskozil verhindern wollte. Zugleich heißt es, dass die 2. Nationalratspräsidentin Doris Bures entgültig absagte, weil ihr Medien unterstellten, sie habe Kerns Plöne geleakt (siehe oe24). Bleibt der Kärntner Landeshauptmann Peter Kaiser, der nach einem Wahlerfolg natürlich lieber das bleibt, was er ist; somit ist Rendi-Wagner nur „vierte Wahl“, wie manche bemerken.  

Doch sie wurde in gewisser Weise noch von Kern durchgesetzt, da sie seine Wunschkandidatin war und in der Bevölkerung etwas besser ankommt als bei SPÖ-Wählern. Sie ist erst am 7. März 2017 der SPÖ beigetreten, am Tag, ehe sie als Gesundheitsministerin angelobt wurde, was sie dann neun Monate lang blieb. Ihre Kür fiel noch in die Zeit, als Kern und die SPÖ vom israelischen Geheimdienstmann Tal Silberstein „beraten“ wurde, der ein Erbstück aus der Gusenbauer-Zeit darstellt. Bei der Alternative Hans Peter Doskozil ist durch das „Prinzessinnen-Dossier“ vom 9. Februar 2017 für Silberstein klar, dass er favorisiert wurde, zumal er dann ja auch ganz im Gusenbauer-Silberstein-Stil Airbus wegen der Eurofighter anzeigte. Wenn viel die Rede ist davon, dass Rendi-Wagner „zerstrittene Lager einen“ müsse, so meint man damit nicht, dunkle Seiten der jüngeren SPÖ-Vergangenheit aufzuarbeiten, etwa was die Rolle Gusenbauers betrifft. Sie wird jedenfalls so in den Himmel gehoben, wie es die Medien auch taten, als Kern 2016 Werner Faymann ersetzte. Für Christian Kern bleiben weit weniger freundliche Schlagzeilen, was ihn puncto Presse entgültig ernüchtert haben dürfte.

Fellners „Österreich“ am 23.9.2018

Dass er am Dienstagabend seinen Abgang in Aussicht stellte, hatte auch etwas mit der Bereitschaft der Medien zu tun, Gerüchte aus der SPÖ aufzugreifen und ihnen so erst Breitenwirkung zu verschaffen. „Am Dienstag meldeten sich in der Mittagszeit drei voneinander unabhängige Personen mit Innensicht oder – in zwei Fällen – mit Einblick in die SPÖ mit folgender Information: Christian Kern würde sicher – oder laut einer Quelle ziemlich sicher – als Parteichef abtreten, einer der drei Informanten konnte nur das entsprechende Gerücht berichten. Oliver Pink und ich kontaktierten beide zwei verschiedene Quellen in der SPÖ, die uns den bevorstehenden Rücktritt bestätigten. Christian Kern, Thomas Drodza und Pam Rendi-Wagner versuchte ich anzurufen. Ohne Erfolg. Drozda und Rendi-Wagner schickten SMS, dass sie gerade nicht telefonieren könnten. Wir gingen mit der Nachricht nach kurzer Debatte online. Ich würde jederzeit wieder so entscheiden“, schreibt Rainer Nowak in der „Presse“. Und dabei sei ein Fehler passiert, weil auch behauptet wurde, Kern wechsle zur Gazprom; dies mag deshalb im ersten Moment plausibel gewesen sein, weil der international vernetzte Gusenbauer sein Mentor ist. Und vielleicht auch, weil er 2016 bereits einen Vertag als Vorstandsvorsitzender bei RHI in der Tasche hatte (Martin Schlaffs Anteile betrugen rund 30%; Gusenbauer war im Aufsichtsrat), aber dann lieber Bundeskanzler wurde.

Wir wissen, dass Schlaff eine Feier in sehr kleinem Kreis für Gusenbauer ausrichtete, als dieser am 11. Jänner 2007 als Bundeskanzler angelobt wurde; andere hatten weniger Grund zur Freude, etwa der neue Verteidigungsminister Norbert Darabos, der den Gusenbauer-Silberstein-Wahlkampf gegen die Eurofighter ausbaden sollte. An der israelischen Firma von Eveline Steinberger-Kern ist u.a. Martin Schlaff beteiligt, auch Georg Muzicant und der Holzindustrielle Gerald Schweighofer, der sich als Gusenbauer-Freund von Silberstein beraten ließ. Diese Verbindungen zeigen, dass man sehr weit von der Sozialdemokratie als Arbeiterpartei entfernt ist, diese eher als Vehikel benutzt wird und sich schon einiges radikal ändern müsste, damit Rendi-Wagner nicht in dieses Muster passt. Es soll wie das Gazprom-Gerücht Fake News sein, dass es Druck wegen der Geschäftstätigkeit von Frau Kern gegeben haben soll. Manche sind irritiert, dass so wenig von Rendi-Wagner selbst zu hören ist, während Christian Kern ein Interview nach dem anderen gibt; doch der Wechsel von Faymann auf Kern verlief so, dass Ersterer nichts mehr sagte, weil er zurückgetreten war und Zweiterer erst dann Stellung nahm, als er designierter Parteivorsitzender war. Dies führte aber dazu, dass eine Menge in ihn projiziert wurde, während Faymann 2008 als amtierender Minister Gusenbauer ablöste.

„Österreich“ am 22.9.2018

Da Kern nach einem SPÖ-Präsidium am Samstag, nach dem nur er, nicht aber auch Rendi-Wagner ein Statement abgab, zu einer Konferenz nach Kanada reiste, hatte nicht nur „Österreich“ die obige Schlagzeile. Es zeigt, wie man mit dem Machtverlust sofort unten durch ist, auch wenn längere Interviews durchaus differenziert ausfallen. Am 23. September wurde „Der Preis der Macht“ von Lou Lorenz im Theater in der Josefstadt in Wien präsentiert (siehe Video), und von acht befragten Ex-Politikerinnen waren sechs gekommen. Sie sprachen anders als dies Männerrunden wohl tun würden das Umgehen mit Niederlagen und die Vereinbarkeit zwischen Beruf und Familie an. Waltraud Klasnic meinte, dass sie und ihre Angehörigen Seminare gebraucht hätten, um besser damit klarzukommen, dass auf die Ex-Landeshauptfrau plötzlich ganz anders reagiert wurde. Auch Männer kennen den Machtverlust, dass einen viele nicht mehr kennen wollen oder man weit weniger Einladungen bekommt, würden bei einer Buchpräsentation zum Thema Ex-Politiker dies aber kaum ansprechen. Weitgehend sagten die Anwesenden zwar das, was vorhersehbar war, doch es entwickelte sich ein Disput zwischen Benita Ferrero-Waldner und Heide Schmidt über die Bundespräsidentenwahl 2004, weil Schmidt die Kandidatin für schlechter geeignet als Heinz Fischer hielt. Dazu steht Schmidt zwar immer noch, doch es erinnert uns auch daran, dass jede Frau (mangels effektiver Frauenförderung durch Frauen) Männer und deren Netzwerke braucht.

Denn als Schmidt und weitere Abgeordnete 1993 die FPÖ verließen und das Liberale Forum gründeten, soll Fischer dies als Nationalratspräsident tatkräftig unterstützt haben. Per Anfrage wollte es die FPÖ ganz genau wissen und erhielt von Fischer eine geharnischte Antwort, auch was die unterstellte persönliche Beziehung zu Schmidt betraf. Dies bleibt aber an Schmidt weit mehr haften als an Fischer, obwohl sie mit dem LIF immerhin sechs Jahre im Nationalrat war. Man weiss nicht, wie sich die damalige Außenministerin Ferrero-Waldner als Oberbefehlshaberin des Bundesheers verhalten hätte; Fischer war jedenfalls gleichgültig, dass sein Parteigenosse und Befehlshaber Darabos unter Druck stand. Bei der Buchvorstellung meinte Ferrero-Waldner, die seit Jahren in Spanien lebt und dort in Aufsichtsräten sitzt, dass sie von Wolfgang Schüssel 1995 erstmals gefragt wurde, ob sie Außenministerin sein will; als Diplomatin wäre das ein Quereinstieg gewesen, den sie sich nicht zutraute, sodass sie zunächst Staatssekretärin wurde. Brigitte Ederer war Staatssekretärin, Wiener Finanzstadträtin, bei Siemens und ÖBB-Aufsichtsratsvorsitzende und meint, dass sich Männer immer alles zutrauen. während sie bei 50 % der Frauen, mit denen sie Bewerbungsgespräche führte, Zögern und Unsicherheit erlebte.

„Kleine Zeitung“ von der Buchpräsentation

Die Entscheidung ihrer Partei für Rendi-Wagner begrüßt sie natürlich; doch z.B. bei den ÖBB unterstützte sie das, was Männer wollen bzw. kam ihr sicher auch zugute, die Partnerin von Hannes Swoboda zu sein, früher auch Stadtrat und dann lange im EU-Parlament. Als sie dem Aufsichtsrat vorstand, brachten der damalige Verteidigungsminister Doskozil und ÖBB-Chef Kern Ex-Kabinettschef Kammerhofer als Abteilungsleiter unter, der Darabos abschottete und auch gegen andere, u.a. gegen mich vorging, aber offenbar von allen gedeckt wird. Zwar mag es aufbauend sein, dass alle drei Oppositionsparteien (formal) Chefinnen haben, doch bei gemeinsamer Durchsetzung von Anliegen fällt fast nur die „Töchterhymne“ ein, über die denn auch Maria Rauch-Kallat sprach. Das LIF wollte sie schon Mitte der 90er Jahre, Rauch-Kallat und die FPÖ-Ministerin Ursula Haubner 2005, doch es war erst 2011 soweit, als Rauch-Kallat nur mehr wenige Tage im Parlament war. Ulrike Lunacek kam zur grünen Wahlfeier vor einem Jahr durch den Hintereingang, weil sie sonst losgeheult hätte; sie machte die Erfahrung, dass einige meinten, in den Grünen sei es für Männer sehr schwer.

Dem ist aber entgegenzuhalten, dass etwa Peter Pilz eine Einzelkämpferrolle auch mit haarsträubenden und schädigenden Behauptungen ausfüllen konnte, was bei einer Frau niemals durchgegangen wäre (übrigens kritisiert ihn gerade Rauch-Kallat aus Erfahrung scharf). Und dennoch kandidierte er erfolgreich gegen die Grünen und hat eine Liste, deren Obfrau Maria Stern ihn in jeder Hinsicht verteidigt, auch wenn es um #MeToo geht. Auch Rendi-Wagner ist auf den Wunsch eines Mannes hin in der Obfrau-Position, denn Kern sagt in einem Interview, dass ihm immer klar war, dass eines Tages eine Frau ihm nachfolgen soll. Dass es Frauensolidarität unabhängig von Parteien gibt, stellte Rauch-Kallat dar, die Frauen auch coacht und eben bei einem Workshop mit 12 Frauen war. Manches passiere nur Frauen, die miteinander über ihre Erfahrungen reden und einander so den Rücken stärken auch als Gegengewicht zu Männernetzwerken. Geändert hat sich zumindest, dass es bald selbstverständlich sein wird, wenn Politikerinnen Kinder bekommen; dies zeigt sich bei Landwirtschaftsministerin Elisabeth Köstinger, deren Mann in Karenz geht; die neue NEOS-Chefin Beate Meinl-Reisinger wird im April ihr drittes Kind zur Welt bringen.

Tweet von Sonja Kato

Wie das Liberale Forum und Heide Schmidt werden auch die NEOS von Hans Peter Haselsteiner unterstützt, der wiederum mit Gusenbauer geschäftlich verbunden ist. Außerdem wurden sie im Wahlkampf 2015 von Tal Silberstein „beraten“, was wie bei der SPÖ 2017 mit Fokusgruppen begann und dann immer mehr wurde; anders als die meisten anderen kam Meinl-Reisinger mit Silberstein klar. Sonja Kato, die auf Twitter Rendi-Wagner gratuliert, tritt als Moderatorin bei SPÖ-Veranstaltungen auf siehe etwa burgenländischer Landesparteitag. Vor der Wehrpflicht-Volksbefragung war sie bei einer Pressekonferenz des Androsch-Personenkomitees „Unser Heer“, um im Namen ihrer „kleinen Buben“ an ein Nein zum „Zwangsdienst“ zu appellieren. Gatte Andreas Mailath-Pokorny ist Präsident des BSA, bei dem Rendi-Wagner seit 2012 Mitglied ist; er deckte den Umgang mit Darabos, der auch bei BSA-Veranstaltungen abgeschottet wurde; vor der Volksbefragung fand beim BSA eine Diskussion mit Kammerhofer, nicht aber mit Darabos statt. Wir sehen also, dass immer wieder Machenschaften im Hintergrund durchscheinen und Frauen so oder so über Männer Karriere machen; dabei verfügt die SPÖ ja über eine eigene große Frauenorganisation.

Im „Hohen Haus“ im ORF am 23. September ist Frauenvorsitzende Gabriele Heinisch-Hosek zu Gast, die betont, dass alle Bundesländer hinter Rendi-Wagner stehen, es aber legitim sei, dies untereinander zu besprechen. Es sei in den letzten Tagen viel herumtelefoniert worden; dass sie selbst großen Anteil an Rendis Kür habe, will sie nicht sagen, es aber auch nicht dementieren. Dass die neue Chefin eine Quereinsteigerin ist, sieht Heinisch-Hosek als Zeichen der Öffnung, denn man müsse „die Breite einer Bewegung auch darstellen“ (aber gleich an der Spitze?). Sie begrüßt es daher, dass die Partei bereit sei, neue Wege zu gehen, wie auch im einstimmigen Votum im Präsidium zum Ausdruck kommt. Heinisch-Hosek widerspricht aber nicht, dass Wien erst im letzten Moment zustimmte und dass es Kern auch um die Verhinderung Doskozils ging. Rendi-Wagner soll schnell Klubobfrau werden, Kern daher in dieser Funktion ablösen, der inzwischen klarstellte, dass er auch als „einfacher Abgeordneter“ nach Brüssel zu gehen bereit ist. Rendi-Wagner steht Kurz nicht in der Übernahme einer Partei gegenüber, sondern weil sie Sozialpolitikerin sei, er hingegen ein kühler Typ; sie habe „ein offenes Herz für die Menschen“ und „ein offenes und gutes Gefühl für das, was die Menschen brauchen“. Heinisch-Hosek bestreitet, dass Rendi-Wagner nicht wahlkampferfahren sei, weil sie letzten Sommer eine Vielzahl unterschiedlicher Veranstaltungen besucht habe. Kein Thema ist, dass sie 2018 wie der Kern-Förderer Gerhard Zeiler am Treffen der Bilderberg-Gruppe teilgenommen hat, was elitär und nicht sozialdemokratisch ist (Zeiler war auch 2017 dabei, detto Rene Benko von Signa).

Interview mit dem „Falter“

Manche meinen, Rendi-Wagner solle Ex-Minister Drozda in die Parteizentrale holen. In der Aufarbeitung des Geschehen bremst Kern (siehe Interview oben), während Anton Pelinka, dessen Neffe Niko mit Eveline Steinberger-Kern geschäftlich verbunden ist, bsöartige Intrigen kritisiert. Kern geht auch „lässig“ über schlechte Beratung hinweg, die immerhin dazu beitrug, dass die SPÖ das Kanzleramt verloren hat. Und er ist „Österreich“ auch nicht gram, weil vor einem Jahr das Dossier von Ex-Gusenbauer-Sprecher L. (jetzt Sprecher von Rene Benkos Signa mit Gusenbauer im Aufsichtsrat und Haselsteiner-Beteiligung) für Silberstein publik wurde. Wolfgang Fellner, der Unmengen an Inseratengeldern lukriert, schreibt nun Rendi-Wagner in die Höhe, wie er es bei Kern getan hat: „Wer hätte das je gedacht, dass ausgerechnet die zarte, sym­pathische und sehr intelligente Pamela Rendi-Wagner als neue SPÖ-Chefin in die Fußstapfen von Bruno Kreisky treten würde? Wie Kreisky Ende der 60er-Jahre, soll Rendi jetzt, 50 Jahre später, den völlig verfahrenen roten Karren aus dem Sumpf ziehen und die alte, verrostete Kutsche SPÖ vor dem Untergang retten.“ Und er trägt noch dicker auf: „Vermutlich ist Pamela die einzige Chance der SPÖ, den Superkanzler Kurz bei Wahlen zu entthronen – indem man dem brutalen Politprofi eine moderne, liebens- und wählenswerte Frau gegenüberstellt.“ Außerdem wird ihr empfohlen, doch ihren Freund Thomas Drozda, der ja schließlich am Silberstein-Wahlkampf mitwirkte, in die Löwelstraße zu holen, denn: „Allein hat Rendi keine Chance – ihr droht die Entzauberung im Oppositions-Tagesgeschäft, ein nervender Flügelkampf in der Macho-SPÖ, die fehlende ­Power einer gelähmten Partei.“

Eine Bewährungsprobe ist auch die EU-Wahl mit Kern als Spitzenkandidat: „Es wäre zu wünschen, dass die ‚Newcomerin‘ Rendi-Wagner das Duell mit den Machos und Apparatschiks der Innenpolitik gewinnt. Dass endlich eine ‚Quereinsteigerin‘ ohne Partei-Ochsentour erfolgreich ist. Dass unsere Politik ein modernes, sympathisches, vor allem auch weibliches Gesicht erhält. Das wäre schön wie ein Märchen – Pamela als rote Cinderella. Nur – ganz ehrlich: Gibt es wirklich noch Märchen in der Politik? Oder ist Politik bei uns nicht eher eine Horrorstory ­geworden?“ Abseits von solchem Schmalz müsste sie die SPÖ von Männerseilschaften a la Gusenbauer-Schlaff-Silberstein-Haselsteiner lösen, um als „rote Pam gegen Polit-Machos“ zu reüssieren. Silberstein-erfahrene ehemalige SPÖ-Berater matchen sich gerade auf Twitter, denn wenn der eine desaströse Beratung kritisiert, wendet der andere ein, dass dieser ja selbst Fehler gemacht habe. Dies gilt auch für den Kern-Biografen Robert Misik, der das Thema auf die Falschen hören in seinem wöchentlichen „Standard“-Videoblog anspricht. Wie so viele neigte Kern dazu, lieber jenen zu vertrauen, die ihm nach dem Mund redeten als denen, die Situationen möglichst objektiv sehen. Und er konnte nicht damit umgehen, dass einige seine Position gezielt untergraben haben. So „modern, beruflich erfolgreich, eloquent“ Rendi-Wagner auch sein mag, damit muss sie ebenfalls klarkommen. Die „spät erweckte Sozialdemokratin“ wird u.a. abgebildet, wie sie mit ihrem Mann den Life Ball besucht (dies hat sie mit Steinberger-Kern und Alfred Gusenbauer gemeinsam).

PS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra).

2 Kommentare zu „Zu schön, um wahr zu sein? Die SPÖ bekommt eine Chefin

  1. Zu schön, um wahr zu sein? Die SPÖ bekommt eine Chefin

    Warum „bekommt“ ? Die SPÖ wurde bereits von einer Chefin geführt und zwar schon längst, oder haben nur Sie, Frau Bader, Kerns Evelinchen nicht akzeptiert als oberste Chefin der SPÖ ???

    Wie auch immer

    MfG

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  2. Lasst uns Kuchen essen – die Sintflut ist da! Die SPÖ stellt die soziale Frage schon lange nicht mehr, …

    Beim Versuch den gordischen Knoten in der mitteleuropäischen Innenpolitik zu zerschlagen, holte sich selbst Alexander der Große einen Tennisarm. Den könnte die Frau Rendi Wagner noch behandeln, aber den Knoten zu zerschlagen … Ob es dafür reicht?

    a) sie habe „ein offenes Herz für die Menschen“
    b) und „ein offenes und gutes Gefühl für das, was die Menschen brauchen“

    Diese Aussagen sind Schwachsinn. Insbesondere mit Bezug auf die Unfähigkeit Christian Kerns sich nicht vorzustellen zu können was Menschen brauchen.

    Christian Kern hat sich eben nicht angemaßt, was der SPÖ zum Teil gar nicht zu unrecht gerne unterstellt wird. Die SPÖ war seit der Gründung ’neol-iberal‘ , in dem im Sinne als dass alle anderen niederzuhalten schon immer höchstes Gebot war. Schauen wir mal wer ‚die Anderen sind‘ …

    watch?v=5lZGhh41W9k

    … alle miteinander,

    Frau Heinisch-Hosek redet wirres Zeug. Daran ist nichts neu. Liebe Frau Heinisch-Hosek, packen sie ihre Bubies ein und erst recht auch jene die mit zwei ‚o‘ geschrieben werden. Die haben in der Öffentlichkeit nichts verloren. Doppelt hält besser.

    Die Zeit haben sich geändert. Heute spielt eine andere Musik.

    watch?v=rRkc08_dR-0

    Politik, egal welcher Couleur, präsentiert als politisierte Weiblichkeit und nicht nur als solche, garstig und doch präzise formuliert, irgendwelche dahergelaufenen ‚Systemschlapfen‘ deren einzige Stange welche es zu halten gilt der Stil des Besens ist, auf dem sie sich in die Lüfte schwingen, anstatt mal ordentlich hinter der eigenen Türe durchzufegen.

    Frau Heinisch-Hosek hat wie bei einem Staffellauf über 60m diesen der PAM übergeben. Wirkt jetzt nicht zwingend sportlich.

    — off topic —
    HEX bleibt HEX und in Zeiten der Digitalisierung wird sich an der Sache nichts ändern. Wer jetzt nicht weiß warum man bei PAM gerne an einen roten Hut denkt, tja, der muss mal aus den 90ern des 20ten Jahrhunderts raus.

    — wieder on —

    Noch mehr Leute die noch mehr Stangen vor den Käfigen machen, aber was der Mensch im Käfig macht schreibt die SPÖ dann keinem vor (mit Bezugnahme auf salbungsvolle Worte im Zentrum). Der Spießrutenlauf durchs Labyrinth bleibt keinem erspart. Na Gott sei dank, da freuen wir uns aber. In dem Punkt unterscheidet sich zumindest Österreich heute noch von Deutschland.

    Egal welche Partei einen angehenden neuen Politstar präsentiert spricht von, ‚Klassen Burschen‘, ‚Feinen Menschen‘ und Kompetenz und Erfahrung.

    Zumeist sind besagte Kandidaten jedoch oberklassig, sich zu fein und obendrein zu alt um zuständig zu sein. Im sich zuständig zu erklären sind ‚wir‘ (also sie) Kaiser schon immer gewesen. Sie wissen alle miteinander was ‚alle‘ brauchen resp. die Menschen im Land.

    Aber just gegen die amtierende Sozialministerin will die SPÖ in Ermangelung irgendwelcher Erfahrung in der Opposition die Frau Rendi Wagner aufstellen.

    Die Idee ist nicht blöd, allein lahmt der Gaul unterm Sattel schon in Ungarn und die amtierende Ministerin steht notgedrungen mit beiden Beinen fest am Boden. Der Allerwerteste ist bereits auf gleicher Höhe und just jene wäre es auf welche der gekonnte Schuss des Meisterschützen sie samt Gaul hin könnte befördern.

    Bei näherer Betrachtung klingt die Idee gleich gar nicht mehr so genial, wie sie im ersten Moment anmutet.

    Unsereins schlägt ja nicht auf Darniederliegende ein, sondern schwingt gekonnt den Bihänder gegen den Gerüsteten am Schlachtross und das auch nur im offen Felde.

    Die Damen welche in der österr. Politik sich rumtummeln sind just jene die mit der Einführung der Hartz Äquivalente in Österreich in Verbindung zu bringen sind.

    Woran leidet die SPÖ Oberösterreich unter Gerstorfer?

    Immer fleißig sein, damit der Käfig schön goldplatiert bleibt. Was hätten Politiker sonst den lieben langen Tag noch zu tun?

    Seit Dallinger hat in Österreich kein Sozialpolitiker weiter als in die Kaiserzeit zurückgedacht, beinahe zukunftsorientiert könnte man sagen.

    Egal was sich Dallinger dachte und umsetzte, es war zumindest in die Zukunft gerichtet.

    Egal. watch?v=MhawZj8xUM8. Egal ob man blaue Haarpracht schwingt oder vegan speist – A Rebel @ Heart – darauf kommt es an!

    Liken

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