Christian Kern schreibt zum Abschied einen Brief

Nachdem Christian Kern angekündigt hat, als SPÖ-Chef zurückzutreten, entschuldigt er sich per Brief an die Mitglieder und auf Facebook für das Chaos der letzten Tage. Man merkt gleich an den ersten Worten, wie sehr ihn getroffen hat, dass Behauptungen in die Welt gesetzt und medial kolportiert wurden, die ihn unter Zugzwang setzten: „In der Politik steht häufig Nebensächliches im Zentrum. Posten und Privilegien, Gerüchte, Intrigen und immer wieder die Frage, wer mit wem kann, oder eben nicht.“ Man sagt ihm nach, dass er versuchte, neue Leute zu fördern; andererseits wurden im Wahlkampf Personen beigezogen, die anderen politischen Lagern angehören. Am Ende konnte er dann kaum mehr jemandem trauen, weil Vertrauliches in verzerrter Form weitergegeben wurde. Kern beteuert in seinem Brief, dass es ihm stets um Inhalte und nicht im Posten gegangen sei: „Mein Antrieb für Politik war das nie. Ich habe Politik immer als Möglichkeit und Auftrag verstanden, zu gestalten. Gestalten im Einsatz für diejenigen, die selbst nicht die Möglichkeit dazu haben. Weil sie nicht über genug Einfluss oder Geld oder einfach nur Zeit verfügen. Für diese Menschen sollte die Politik meiner Meinung nach da sein. Um für sie das Leben einfacher und besser zu machen, um ihnen und ihren Kindern mehr Chancen und Möglichkeiten im Leben zu geben.“

Kern gibt sich demütig, was aber die Frage aufwirft, welche Chancen er nicht genützt hat: „Es war für mich eine riesige, unbeschreibliche Ehre und ein ganz besonderer Höhepunkt in meinem Leben, Vorsitzender dieser im besten Sinn einzigartigen Partei zu werden. An der Spitze dieser Bewegung zu stehen und diese große, stolze Partei von dieser besonderen Position aus mitzugestalten, wird bis zur letzten Sekunde in diesem Amt eine Herzensangelegenheit für mich sein.“ Kritiker meinen, dass er dann Selbstlob betreibt, indem er den pluralis majestatis verwendet; „In der Zeit an der Spitze unserer Partei und auch als Bundeskanzler Österreichs haben wir viele Fortschritte im Zeichen sozialdemokratischer Politik für unser Land gemacht.“ Kern führt dann Maßnahmen an, die in seine Zeit als Bundeskanzler fielen, von der Abschaffung des Pflegeregresses über Forschungsförderung bis zur Aktion 20.000 für ältere Arbeitnehmer. Für manche – auch in den Medien – klingt all dies sehr nach „Selbstlob“, doch warum sollte Kern keine Inhalte anführen? „All diese genannten Maßnahmen und viele weitere in meiner Amtszeit plus die kluge und umsichtige Politik meines Vorgängers Werner Faymann haben dazu geführt, dass Österreich deutlich besser durch die Finanzkrise gekommen ist als nahezu alle anderen europäischen Länder und heute so stark ist wie wohl noch nie zuvor“, schreibt Kern und bringt damit Anhänger des weggemobbten Faymann auf die Palme.

Kern auf Facebook

Bei weit mehr Menschen als diesem begrenzten Kreis ruft die nächste Passage Kopfschütteln hervor: „Bei der Nationalratswahl im Oktober 2017 hat die SPÖ entgegen des europäischen Trends 100.000 Stimmen dazu gewonnen. Das hat nicht für Platz eins gereicht. Aber es war ein vitales Zeichen für die Stärke unserer Bewegung – und für die Werte, die wir stolz vertreten.“ Denn tatsächlich war der SPÖ-Wahlkampf von Pannen geprägt, die viel mit dem Engagement des von Alfred Gusenbauer empfohlenen Beraters Tal Silberstein zu tun hatten. Leider war Kern, der sich gerne wegduckt, nie bereit, Ursachen, Hintergründe und Folgen dieses fatalen Fehlers aufzuarbeiten, was auch bedeutet hätte, sich die Konsequenzen des „Sozialfighter statt Eurofighter“-Wahlkampfes 2006 anzusehen. Nach fast einem Jahr gesteht Kern ein, dass ihm die Oppositionsrolle doch nicht auf den Leib geschrieben ist und kleidet dies bei einem Pressestatement in Worte, die andere beleidigen: Es sei „nicht sein Stil, mit dem Bihänder auf Leute hinzudreschen“, d.h. wie ein mittelalterlicher Schwertkämpfer zu agieren. In der „Runde der  Chefredakteure“ am 20. September auf ORF III bezeichnet ihn Christian Rainer vom „profil“ deswegen als eitel und selbstverliebt, denn mit solchen Formulierungen schafft er Distanz zu den Menschen, welche die Sozialdemokratie wählen sollen.

In seinem Brief definiert Kern Opposition dann aber positiv als  „enorm wichtige Aufgabe“: „Die Regierung zu kontrollieren, Kritik an schlechter Politik zu üben und Gegenvorschläge zu präsentieren – all das zählt zum Lebensnerv einer Demokratie. Und mit dem Plan A verfügt die SPÖ über einen reichlichen Fundus an Ideen, der Österreich auch aus der Opposition heraus deutlich besser machen kann.“ Das erste Jahr in Opposition sei das schwierigiste gewesen, behauptet er, als ob in der SPÖ niemand mehr eine schwache Erinnerung an die Jahre 2000 bis 2006 hätte. Was die Partei betrifft, betrachtet Kern deren Verjüngung und Öffnung sowie den Beschluss eines Grundsatzprogramms als Erfolg. „Pünktlich nach Fertigstellung des Integrationspapiers und vor dem Parteitag war es für meine Familie und mich nun aber an der Zeit, eine Entscheidung zu treffen. Obwohl meine politische Leidenschaft ungebrochen ist, festigte sich in mir der Eindruck, dass es womöglich andere in der SPÖ gibt, die ebenso gut Opposition können wie ich. Denn es ist meine tiefe Überzeugung, dass jeder dort stehen und arbeiten soll, wo er dem großen Ganzen und unserem Land am besten dienen kann. Und dieser Ort ist für mich heute, davon bin ich überzeugt, Europa“, leitet Kern zur Erklärung dazu über, warum er EU-Spitzenkandidat werden will.

„People over Profit“ – ÖGB-Protest in Salzburg

„Die Auseinandersetzung zwischen den Kräften, die für ein soziales und weltoffenes Europa stehen und jenen, die es zerstören wollen, spitzt sich nahezu täglich zu. Die Orbans, Salvinis und Straches sind dabei, Feuer an das Haus Europa zu legen. Die Schreckensvision, dass dieser neue Nationalismus zum Zerfall Europas führt, ist leider real. Ich halte es für ganz entscheidend, diese Auseinandersetzung aufzunehmen und alles dafür zu tun, dass das europäische Haus intakt und lebendig bleibt. Um dieses Ziel zu erreichen, habe ich mich entschlossen, bei den Europawahlen zu kandidieren“, schreibt Kern, der sich damit für einen Knochenjob entscheidet, der ihn die meiste Zeit fern von Wien in Brüssel und Straßburg weilen lässt. Dabei wird er auch Unterstützung des ÖGB brauchen, der eigentlich einen heißen Herbst vor allem wegen des 12 Stunden-Tages veranstalten wollte, aber von Kerns Rückzug eiskalt erwischt wurde. Es funktionierte auch nicht, dass Kern mit seinem Zug nach Europa dem informellen EU-Rat in Salzburg im Rahmen der österreichischen Ratspräsidentschaft die Show stehlen konnte. So aber interpretierten ohnehin nur manche sein Manöver, das weniger mit Strategie als vielmehr mit Panik zu tun hatte, da seine Position untergraben wurde. Bei den Chefredakteuren hieß es, dass mit Streichorgien am Parteitag zu rechnen gewesen wäre; ein bißchen erinnert dies daran, wie das „Team Haltung“ bei Faymanns Rede am Wiener Landesparteitag im April 2016 demonstrativ den Saal verlassen hatte.

„Was in den vergangenen Tagen konkret passiert ist, war sicher nicht akzeptabel. Mir selbst wäre ein geordneter Übergang natürlich viel lieber gewesen. Gleichwohl das Geschehene nicht nur in meinem Einflussbereich zu suchen ist, übernehme ich als Parteichef selbstverständlich die Verantwortung dafür. Und möchte an dieser Stelle alle davon Betroffenen um Entschuldigung bitten“; mehr scheint nicht schiefgelaufen zu sein aus Kerns Sicht, obwohl die SPÖ zunächst überhaupt erst in die Oppositionsrolle gelangen musste. Und er bis Dienstag noch davon ausging, dass er beim nun verschobenen, für den 6. Oktober geplanten Bundesparteitag als Vorsitzender wiedergewählt wird. Abschließend meint Kern: „Ich darf euch versichern, dass ich nun mit ganzer Energie und größter Leidenschaft dafür kämpfen werde, dass die SPÖ bei der kommenden Europawahl Erster und die Sozialdemokratie in Europa gestärkt wird. Und ich bin mir sicher, dass meine Nachfolgerin oder mein Nachfolger mit der gleichen Leidenschaft und Entschlossenheit für den Erfolg und die Stärke der SPÖ in Österreich arbeiten wird. Unsere sozialdemokratische Bewegung hat eine große Vergangenheit – und eine große Zukunft.“ Seine Wunschnachfolgerin Pamela Rendi-Wagner, die der Partei erst im März 2017 beitrat, als sie Gesundheitsministerin (bis Dezember letzten Jahres) wurde, hat nun die Zustimmung der Partei.

Diskussion über die Situation der SPÖ

Die Quereinsteigerin, deren Gatte Michael Kabinettschef bei Kanzleramtsminister Thomas Drozda (und vorher österreichischer Botschafter in Israel) war, wird als Erstes jenen Wahlkampf organisieren müssen, in dem Kern reüssieren will. Bzw. braucht sie die richtigen Leute, die ohne „Rat“ vom Geheimdienst-Mann Tal SIlberstein beweisen, dass die SPÖ kampagnefähig ist. Typisch Kern ist, dass er sich nur dafür entschuldigt, wie chaotisch die Partei in den letzten Tagen wirkte und nicht erkennt, dass er selbst viel zu ihrem Niedergang beigetragen hat. Vom Mitmischen der Medien profitierte er, als es darum ging, Werner Faymann aus dem Amt zu entfernen; so gesehen kann man verstehen, dass Angehörige des Faymann-Lagers ihm jetzt nachtreten. Doch das bringt nichts, außer dass tieferliegende Ursachen von Konflikten und Beschädigung der SPÖ weiter im Hick-Hack untergehen. In der Runde der Chefredakteure auf ORF III verteidigte Rainer Nowak („Presse“) das Veröffentlichen von Gerüchten gegenüber Esther Mitterstieler („News“), während auch Christian Rainer („profil“) eine Art Berichtspflicht sah. Da war dann von Check-Doppelcheck-Recheck die Rede, um dem einen Anschein von Seriosität zu verleihen, dass Kern angeblich zurücktreten und zur Gazprom gehen soll. Weit mehr als „zwei von drei sagten uns“ hat man aufzuweisen, wenn man Erfahrungen mit der Abschottung von Ex-Verteidigungsminister Norbert Darabos beschreibt, der den Silberstein-Wahlkampf 2006 auszubaden hatte.

Doch da wurde nicht berichtet, weil das ja bedeutet hätte, zum Wohl auch Österreichs einzugreifen, wenn ein Minister unter Druck gesetzt wird, sondern die Medien deckten dies mittels Legendenbildung. Man tat so, als sei ein ehemaliger Zivildiener eben heeresfern, sodass man sich nicht wundern sollte, wenn der aus den ÖBB stammende Kabinettschef Kammerhofer selbst dem Generalstabschef den Zugang zum Befehlshaber des Bundesheers verweigert. Doch Sinn macht es nur, wenn man an die Involvierung von Geheimdiensten denkt; aber diese Ebene bedient sich eben auch der Presse, um ihre Agenda zu setzen. Kern musste nun entsetzt feststellen, dass nichts, was er mit ohnehin nur wenigen anderen im Vertrauen bespricht, so lange vertraulich bleibt, bis er selbst es publik macht. Doch er ist noch nicht soweit, sich zu fragen, welches Umfeld er denn hatte und was dies doch mit Altlasten aus der Zeit von Gusenbauer und Faymann zu tun haben kann. Nun wurde zwar Kerns Favoritin als Nachfolgerin designiert, doch sie ist ebenfalls Quereinsteigerin, war nur wenige Monate als Ministerin tätig und zwangsläufig ebenfalls mit dem fatalen Silberstein-Wahlkampf verbunden, verkörpert also keine Rückbesinnung der SPÖ auf ihre eigenen Kräfte. Und wenn Rendi-Wagner wie der einstige Kern-Verbündete Gerhard Zeiler Bilderberg-Treffen besucht, ist sie ganz sicher am „richtigen“ Ort, wenn es um Werte der Sozialdemokratie geht.

PS: Neue Recherchen zeigen, wie eng Gusenbauer geschäftlich mit Silberstein, aber auch mit Beny Steinmetz verbunden ist.

PPS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer Berichte attackiert; nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra).

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30 Gedanken zu “Christian Kern schreibt zum Abschied einen Brief

  1. Liebe Freundinnen und Freunde!

    In der Politik steht häufig Nebensächliches im Zentrum. Posten und Privilegien, Gerüchte, Intrigen und immer wieder die Frage, wer mit wem kann, oder eben nicht.

    Die Wahrheit, wenn mann / frau so will und die Realität / Wirklichkeit verifizierte obiges Tag für Tag.

    Und jetzt wirds spannend, aufgepasst !!!

    Mein Antrieb für Politik war das nie.

    Der von mir in fett hervorgehobene Satz ist in Wahrheit nur als Einleitung für das Folgende zu begreifen, nämlich:

    Ich habe Politik immer als Möglichkeit und Auftrag verstanden, zu gestalten. Gestalten im Einsatz für diejenigen, die selbst nicht die Möglichkeit dazu haben. Weil sie nicht über genug Einfluss oder Geld oder einfach nur Zeit verfügen.

    Mit anderen Worten: Das exakte Gegenteil wurde von Kern und seinen Kumpanen ungeniert gelebt. Typisch SPÖ und das bereits ununterbrochen durchgehend seit 100 Jahren.

    Au-we au-we au-we Sozialdemokraten ade

    Wie auch immer

    MfG

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  2. Das Positive an Kern war, dass er die antragslose Arbeitnehmerveranlagung initiiert hat. Ich warte aber heuer noch auf den Brief. Ansonsten – Bilderberg ist nie gut. Platz 1 bei der EU-Wahl ist für die SPÖ unrealistisch.
    Wenn sich die Person ändert, nicht aber die Inhalte, ist die Änderung sinnlos.

    Kern hätte sich nicht auf Soros einlassen dürfen. Nicht nach links abdriften dürfen und die bürgerliche Mitte einfach ignorieren. Dort wäre mehr zu holen gewesen stimmenmäßig als die paar Grünen-Wähler.

    Kern wäre sicher in der Wirtschaft gut aufgehoben. Dass er um Freundlichkeit bemüht ist, ist in der Wirtschaft ja gefragt. Auch Netzwerke herzustellen ist in der Wirtschaft nicht hinderlich.
    Als Politiker ist er meiner Meinung nach nicht nur durch Zurückhaltung, sondern auch durch linksradikale, grüne Inhalte gescheitert. Rendi-Wagner kann ich mir auch nicht vorstellen, dass die es besser macht. Wenn sie inhaltlich nichts verändert, kommt das Gleiche noch einmal heraus.

    Und ich verstehe, ehrlich gesagt, Kerns Schlussfolgerung nicht, dass gerade er jetzt bei der EU-Wahl antreten müsse. Will er ein zweites Mal scheitern, diesmal auf aussichtsloserem Terrain als im Inland?
    Wenn der Flüchtlingswahnsinn so weitergeht, wird bei der EU-Wahl eine drastische Antwort folgen. Wie sollen sich die Leute denn sonst wehren, wenn nicht durch die Wahl rechter Parteien?

    Es hat mit europäischen Werten NICHTS zu tun, wenn afrikanische Wirtschaftsmigranten nach Europa geholt werden.
    Europa->Europäer. Afrika->Afrikaner. Diese Logik ist zu simpel, um nicht verstanden werden zu können.

    Niemand aus rechten Parteien hat je einer Hilfe vor Ort, in Kriegsgebieten und auch in afrikanischen Entwicklungsländern widersprochen. Ich wüsste nicht wer.
    Was verstehen linksgerichtete Politiker nicht, wenn die europäischen Außengrenzen zu schützen, bedeutet dass man auch keinerlei Bootsflüchtlinge auf europäisches Festland lassen kann?
    Da könnte ja jeder kommen. Wenn die, sobald sie in Europa sind, untertauchen und kriminell werden, ist NIEMANDEM geholfen. Nur damit ein paar weltfremde Grüne ruhiger schlafen können, braucht man noch lange keine Wirtschaftsmigranten in europäische Sozialsysteme importieren.
    Schon wieder so ein Aufsatz.

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    1. wenn man ihn heute gehört hat auf oe24 wird klar, dass es nicht nur um Wählerfang von sehr weit links geht..
      er denkt tatsächlich so ..
      sie wollen die europäischen Grenzen nicht schliessen
      Frontex wird nicht ausgeweitet, auch nicht mit Kurz

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      1. Glaub ich eh, dass er tatsächlich so denkt. Das ist halt sein Weltbild.

        Naja, wenn Kurz das Migrationsthema vernachlässigen würde, würde Strache im Hintergrund nur darauf warten, um bei der EU-Wahl, quasi ein Heimspiel für die FPÖ, Stimmen abzustauben.

        Ich habe das Gefühl, dass man EU-intern auf Zeit spielt. Man wartet bis nach der EU-Wahl und bis dahin geschieht nichts. War ja nach der österreichischen Nationalratswahl auch so. Später wurden die unpopulären Brocken präsentiert, vorher die populären Themen angepriesen. Wie eben Migration.

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      2. Die hohlen Phrasen Kerns, wie „wenn jemand einen Zauberstab hat, hören sie nicht auf den“ werden mir nicht abgehen, weil es hohle Phrasen sind.
        Die können in Zukunft die ausländischen Journalisten übersetzen, wahrscheinlich mit großer Mühe mit den vielen Fremdwörtern die nicht in jede Sprache passen werden.

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    2. Wie weit links Kern eigentlich war, zeigt m.M.n. deutlich, dass er vor Ende der rot-schwarzen Regierung den Antrag stellte, den Blasphemieparagrafen abzuschaffen.
      Was auch die SPD in Deutschland machen wollte und was logischerweise keine Mehrheit fand. Dort Schulz, hier Kern, beide Soros-affin.

      Schulz, ebenfalls gescheitert, wollte ja als EU-Politiker, Parlamentspräsident war er ja, alle Kreuze in öffentlichen Räumen entfernen.
      Ehe er im Wahlkampf zur deutschen Bundestagswahl gar mit mehreren anderen SPD-Politikern in eine katholische Adventmesse ging. Welch ein Kontrast und scheinbarer Gesinnungs-/Meinungsschwenk. Politiker tun alles, um Stimmen zu erhalten.

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  3. Eh nicht, habe ich auch nicht gesagt. Im Gegenteil, die SPÖ macht die gleichen Fehler wie die SPD, hat die gleichen „Symptome“ in ihrem Niedergang, nur halt ohne Abspaltung in PDS, Linke usw.
    Die größte Schwäche beider Parteien ist ihre Ideologielastigkeit. Z.bsp Frauen auf wichtigen Posten, nicht weil sie fachlich geeignet sind oder Erfahrung haben, sondern weil sie Frauen sind.
    Fremde wie Inländer zu behandeln ist der gleiche Fehler, ebenfalls ideologischen Ursprungs. Dann die 68er-Themen, wie Scheidungsrecht, Abtreibungen und die ganzen Geschichten. Irgendwann reicht’s den Österreichern. Heute hat Rechts eine 2/3-Mehrheit in Österreich. Wegen der SPÖ.
    Sicher hat es mit der eigenen Lebensgeschichte zu tun, der Umgebung, dem sozialen Milieu, welche politische Gesinnung man hat. Trotzdem hat der Wähler Recht, wenn er dem ideologischen Müll eine Absage erteilt.

    Wie „schlecht“ die Neuerungen von schwarz-blau wirklich sind, bleibt abzuwarten. Sollte die SP Zuwächse erhalten, wären das wohl lauter Protestwähler, nicht solche die von Inhalten überzeugt wurden. Aber bis heute geben weder Umfragen, noch umgesetzte politische Inhalte Grund zur Annahme, dass dies jemals so sein wird.
    Ich würde sagen, mit RW geht es für die SPÖ weiter bergab. Nicht aus Bosheit sage ich das, sondern weil das meine seriöse Einschätzung ist.

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      1. Aha. Ich sehe trotzdem einen engen Zshg zwischen der SPD und der SPÖ, von den Problemen her.
        Ja sicher, die VP holt via Arbeitsmigration Ausländer ins Land und die SP via ungezügeltem Zuzug Asylanten herein. Ist beides auf Dauer schlecht, wie man sich denken kann.
        Das kleinere Übel könnte Arbeitsmigration sein, aber nur wenn sie sich in Grenzen hielte und die nicht nachher ins Sozialsystem fallen. Was es, wie man weiß nicht spielt. Wobei mit Rot-Weiß-Rot-Card hat man nur eine Aufenthaltserlaubnis für die Dauer der Arbeit, habe ich einmal in den Medien vernommen.

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  4. Kern historisch betrachtet wirklich eine Nullnummer.
    Herr Strache kann sich bei ihm und seinen Fraktionen bedanken. Ohne den Putsch an Faymann und seine blasse und schwache Erscheinung wäre es gar nicht so weit gekommen. Kern ist aus der Werbung, Kommunikationswissenschaften, der Brief spiegelt das deutlich wieder. So ein Politikverständnis wird ihm auf europäischer Ebene auch nichts bringen.

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    1. Genau. Kern liefert Werbefloskeln, Überschriften, die keinem Wahrheitstest standhalten würden. Ein sympathisches Werbegesicht ist auch seine Nachfolgerin, aber wenn’s um Inhalte geht fallen sie alle um.
      Und solange es Menschen gibt, die genauer hinschauen, werden die es nicht schaffen, die Wähler zu täuschen.

      Heute Abend ist mal wieder im Zentrum die SPÖ mit „Ist die SPÖ noch zu retten?“. Die üblichen Gäste, Julia Herr und was weiß ich wer noch. Die Runde der Ahnungslosen, die über keinerlei Selbst- oder Parteikritik verfügen – das wird für die, die zusehen eine peinliche Angelegenheit.

      Tenor wird wohl sein, Kern habe alles richtig gemacht, aber die bösen Rechten würden auf Angst setzen und Leute manipulieren, blabla. Wenn’s nur so wäre wie die meinen!

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  5. Falsch –> Die Schreckensvision, dass dieser neue Nationalismus zum Zerfall Europas führt, ist leider real.

    Richtig = In der gesamten Geschichte waren es immer Nationalisten, welche für einen stabilen Zusammenhalt der Völker sorgten. Insofern sind es Nationalisten, welche d ie Notwendigkeit einer stabilen Europäischen Gemeinschaft zu würdigen wissen.

    Ein Zerfall der Europäischen Union droht ausschließlich, bei Nichtbeachtung der Menschenrechte, indem den Europäisch angestammten Völkern, mittels ungezügeltem Zuzug von außerkontinentalen Menschen, der eh schon knappe bemessene Lebensraum streitig gemacht würde.

    Eigenständige Nationen bleiben wichtig und notwendig, um am ende des Tages ein auf diesem Planeten einmaliges Eldorado an Kulturstaaten nachhaltig vereint (EU) zu wissen.

    Wie auch immer

    MfG

    Gefällt 2 Personen

    1. Ich frage mich, wann die Dämme brechen und eine neue Welle an dritter Welt-Flüchtlingen anrollt. Allesamt Männer im besten Alter, keine Kriegsversehrte natürlich.

      Mit Trumps Strafzollen gegen China steht auch wieder die Gefahr einer neuen Finanzkrise im Raum. Bis zu 25% Zölle sind schon ein hoher Wert.
      In China gibt es eine Riesen-Finanzblase an Fremdwährungskrediten und Immobilieninvestments. Fielen die Kredite um, wären die Immobilien nichts mehr wert oder so ähnlich. Die nächste Finanzkrise wäre im Unterschied zur letzten mit globalen Auswirkungen. Habe mir dazu heute Dirk Müller in einem Video angehört, dauert 56 Minuten..

      https://www.youtube.com/channel/UCpvNsu17XsZFH3a_6tl_YyQ

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      1. Ich frage mich, wann die Dämme brechen und eine neue Welle an dritter Welt-Flüchtlingen anrollt. Allesamt Männer im besten Alter, keine Kriegsversehrte natürlich.

        Sie haben vielleicht Wünsche !!! Warum sind Sie gegen Österreich ?
        Ziemlich linkisch, oder !!!

        Wie auch immer

        MfG

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      2. Ich bin nicht gegen Österreich oder linkisch und es ist auch nicht mein Wunsch, dass die nächste Migrantenwelle kommt.
        Ich bin aber sicher, dass sie in welchem Ausmaß auch immer kommen wird. Eben wegen dem UN-Migrationspakt, der ein verfassungsmäßig unzulässiger Eingriff in die Republik Österreich darstellt. Da bin ich absolut dagegen.

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      3. @dhmg Klar sind Sie gegen Österreich. Ihr Kommentar im Strang „Tal Silberstein und die Alphamänner“ ist der Beweis dafür. Jeder und Jede, welche gegen Österreich sind, wettern unisono gegen Eurofighter, und sind in Wahrheit gegen Österreich.

        Mit den Achtzehn Eurofightern, so wie diese ursprünglich von Herrn Dr. Wolfgang Schüssel bestellt worden sind, würde Österreich, was die Verteidigung des Luftraumes betrifft, zu den sichersten Ländern der Welt zählen.

        Und lassen Sie bitte das Jammern wegen der läppischen Geldfrage, oder wollen Sie im Ernst behaupten, dass 2 Milliarden zuviel sein können, wenn es darum geht, d ie Sicherheit der ÖsterreicherInnen sichergestellt zu wissen?

        Na? Ich höre Sie nicht ! Sie sind ja ganz still auf einmal lol

        Nochwas bevor Sie Luft geschnappt haben: 18 Eurofighter deshalb, um in jedem Bundesland exakt 2 dieser Eurofighter stationiert zu wissen, um im Ernstfall, jeden Punkt der Österreichischen Lüftraumgrenze in angemessener Zeit verteidigen zu können.

        Sie, dhmg1, scheinen bereits so dermaßen gegen d ie Interessen Österreichs zu kämpfen, dass es Ihnen natürlich unmöglich ist, Zusammenhänge angemessen sortiert auf die Reihe zu bekommen.

        Wie auch immer

        MfG

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      4. Selten so einen Unsinn gelesen, wie von dir Fledgling. Du bist ja fast schon ein Regierungs-Bot, nachdem was du da von dir gibst.

        Du wirst ja nicht ernsthaft glauben, dass das neutrale Österreich die teuersten Militärjets der Welt benötigen würde?!

        So parteipolitisch wie du, denkt wahrscheinlich nur noch der VP-Klubobmann, sonst niemand. Wobei ich dem das nicht unterstellen will, der ist sicher vernünftiger.

        Gegen die Interessen Österreichs kämpfen, wie kommst DU nur auf so einen Blödsinn? Das ist so unplausibel, Fleischling, dass man nur den Kopf schütteln kann.
        Was würde es helfen, wenn ich die sündteuren Eurofighter befürworten würde? Das macht sie auch nicht billiger und den Spielraum im Budget auch nicht größer, der wegen der EF-Anschaffung ohne Not verkleinert wurde.

        Warum schafft sich Österreich dann nicht auch modernere Panzer an? Man weiß nie, wann ein Krieg kommt. Warum nicht die teuersten der Welt, so wie bei den Eurofightern? Wahrscheinlich weil es noch Menschen gibt in leitenden Funktionen, die vernünftig, wirtschaftlich denken und nicht einen Mercedes kaufen, wenn ein guter, gebrauchter Opel für den Zweck schon reicht.

        Und was würde es bringen, wenn ich behaupten würde so wie du, dass der UN-Migrationspakt früher oder später keine neue Migrantenwelle mit sich brächte?
        Das wäre Galgenhumor, Zweckoptimismus und entspricht nicht meinem hohen Wahrheitsanspruch.

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      5. Selten so einen Unsinn gelesen, wie von dir Fledgling. Du bist ja fast schon ein Regierungs-Bot, nachdem was du da von dir gibst.

        Erwischt 😦 Ihnen kann, glaube ich, Niemand wirklich was vormachen;
        Apropos Regierungs-bot: Hauptsächlich oder Nebenbei, was meinen Sie ?

        „Warum schafft sich Österreich dann nicht auch modernere Panzer an?“

        weil man Panzer nur für einen Angriffskrieg gebrauchen kann, fragens doch den Adolf Hitler; nebenbei bemerkt hätte der vom Größenwahn begleitete mutmaßlich schwule Adolf Hittler dazumal, um in Russland was zu reißen, wenn überhaupt, was wesentlich gelenkigeres Gebraucht (maximal 5 Tonnen pro Panzer) Aber dem von Größenwahn umzingelten mutmaßlich schwulen Adolf Hitler konnte ja kaum einer groß genug sein, oder !!!

        back to business –>

        –> für den Verteidigungsfall ist der Panzer nichtmal die letzte Wahl, sondern bei Vernunft garkeine Wahl.

        Ein neutrales Land wie Österreich, darf im übrigen nur für den Verteidigungsfall gerüstet sein. Der derzeitige Panzerbestand dient daher ausschließlich für naturbedingten Katastropheneinnsätze.

        wie auch immer

        MfG

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      6. panzer braucht man nicht dafür, hubschrauber etc

        Ich war selbst schon einmal Zaungast, als ein KettenPanzer, nach längerem Regen, einen, im Schlamm stecken gebliebenen Lastwagen, (Laster hatte auf der Wiese geparkt,) wieder zurück auf die Straße gezogen hat. Für den Panzer war das ein Kinderspiel, sobald die Seile fachgerecht montiert waren. Wir mussten allerdings als Zuschauer einen Sicherheitsabstand von 50 Metern einhalten, aus Sicherheitsgründen für Leib und Leben, weil auch Stahlseile mal reissen könnten und diese Peitschkrafte wären tötlich.

        wie auch immer

        MfG

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      7. Nein, Fledgling. Denn Israel bspw hat, ich glaube in den 70er Jahren wars ca 1000 gebrauchte Panzer eingekauft um sich gegen eindringende Feinde zu wehren. Die kamen ebenfalls mit ca 500 Stück besseren Panzern auf die Golanhöhen. Aber da sie nicht so weit nach oben zielen konnten, wurden sie dort langsam geschrottet.
        Ich weiß jetzt nicht mehr gegen wen es damals ging, aber die Dokumentation habe ich im Fernsehen vor ein paar Wochen erst gesehen.

        Wenn ein Land mit Panzern angegriffen wird, ist es logisch sich mit Panzern zu verteidigen. Für „unsere“ Eurofighter gibt es ja kaum Bewaffnung, bei der Light-Variante, für die sich Österreich damals entschieden hat. Noch dazu ohne Nachtflugmöglichkeit, Infrarotradar und irgendwas noch.

        Hubschrauber? Die haben ein Maschinengewehr, aber Bomben abwerfen kannst du mit denen vergessen bzw bestellt Österreich keine Raketen dazu – so wie immer.
        Also wie ein Mercedes ohne Öl und Sprit^^.

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    2. Und das soll Kurz unterschrieben haben? Gut, Papier ist geduldig. Würde er diese Inhalte umsetzen, würde bald die FPÖ die Absolute erreichen, denk ich mir.

      Ist ja verrückt, Medien die gegen Migranten berichten finanziell zu bestrafen. Also ich lasse mir meine Meinungsfreiheit nicht nehmen, das ist fix.
      Die Wahrheit zu sagen muss erlaubt sein. Für mich als Christen ist das sogar geboten. Als Christ darf man gar nicht die Unwahrheit sagen und da halte ich mich strikt dran.
      Wenn die Wirtschaftsmigranten Wirtschaftsmigranten sind, dann ist das so. Und wenn die Medien lügen oder ein falsches Bild zeichnen, ist das auch so. Niemand soll ein schlechtes Gewissen bekommen, wenn er in der Migrationsdebatte die Wahrheit sagt.
      Fürs Lügen kommt man in die Hölle, für die Wahrheit nicht.

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  6. Also, ob es jetzt um Sterbehilfe, Migrantenschwemme, Meinungszensur, NWO-Agenda, RFID-Chip, Kryptowährungen, Zulassung und Duldung von Migrantenkriminalität, Kriegslügen, Spaltung der Gesellschaft, Klimaschwindel oder Ausländerbevorzugung geht, immer sind linke Politiker oder deren Wähler als Verantwortliche am Werk. Für mich als Christ schlicht unwählbar.

    Ich frage mich, wer soll die sonst noch wählen? Überhaupt, wo sie mit Kern dermaßen nach links gerückt sind und er sogar seine Nachfolgerin selbst bestimmt und damit jeden inhaltlichen Kurswechsel verhindert hat.
    Arbeiter wählen eh die FPÖ, weil sie von Ausländern genug haben. Was soll ich da noch sagen? Bei Kern erwartete ich als neutraler Beobachter noch Positives. Bei seiner Nachfolgerin erwarte ich den Niedergang der SPÖ. Schade um deren potenziellen Interessenträger, die werden von einem Oppositions-Schmusekurs nicht viel haben. Vom Selbstzweck und der Rolle des Frauseins von Politikern oder Vorständen habe ich eh schon geschrieben.

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