Matthias Strolz verlässt das NEOS-Schiff

Es ist schwer nachvollziehbar, dass der angekündigte Abgang von NEOS-Chef Matthias Strolz bedauert wird, denn sein betontes Anders-Sein kann man nicht als Bereicherung empfinden. Eher schon war es Selbstzweck bzw. lässt seine Reden wie Werbebotschaften eines Gurus erscheinen. Auch bei seinem Pressestatement am 7. Mai 2018, das der ORF live übertragen hat (siehe Tvthek) hielt Strolz es nicht anders. Wir hörten Bekenntnisse wie „ich liebe Politik“, was Strolz immer schon wusste und auch der Titel eines Buches werden sollte. Na und, liebt sie dich zurück, würde ich da gerne fragen. Doch dann kommt schon, dass Strolz „positiv mit meiner Angstlust“ umgehen wollte, was wohl in erster Linie sein Problem ist und was? mit der Politik zu tun hat. Gehts um die Mühen der Ebene oder darum, dass so manch ein heikleres Thema Mut erfordert, man aber dann auch eine Art Lustgewinn hat, wenn man es riskiert? Dieser Altruismus ist aber bei den NEOS generell fehl am Platz, die sich nach transatlantischem Wind richten. Jedenfalls wusste Strolz schon vor der NEOS-Gründung im Herbst 2012, dass er in der Politik sein wird und sagt jetzt, dass „ungelebtes Leben vergiftet“, er also deswegen eine „neue politische Kraft der Mitte“ ins Leben rufen musste.

Ob Politik an sich beinahe ungelebtes Strolz-Leben gewesen wäre, interessiert relativ wenig, wenn es doch auf Inhalte ankommen sollte. Wenn man sich ansieht, was alles nicht vertreten wird oder wo andere Parteien doch mehr als konventionell unterwegs sind, könnte man Handlungsbedarf erkennen – aber nicht um Leben nicht ungelebt zu lassen oder irgendwas mit Angstlust zu machen. „Das mit in die Welt zu bringen war große Lust für mich“ meint Strolz zum angepassten Projekt NEOS (PESCO, Soros und „Vision einer Republik Europa“). Vielleicht ist es ja altmodisch und hat mit linker Prägung zu tun, Politik nicht als Accessoire des Hedonismus zu sehen, sondern als Aufgabe. Ich habe mir am Nationalfeiertag 2012 die Gründungsversammlung der NEOS angesehen und da eine Strolz-Rede erlebt, die nach Motivationstrainer klang und danach de facto endlos wiederholt wurde. Auch am 7. Mai gab es Versatzstücke daraus, von wegen, dass aus einer Idee rasch eine Bewegung geworden sei oder dass angeblich tausende Menschen in MIllionen Stunden ihrer Zeit zur Programmatik beitrugen. Den 26. Oktober zu belegen, ist kein Zufall gewesen, riefen die (NATO?-) NEOS doch später, als sie im Parlament waren, den 4. Juli zum „Unabhängigkeitstag“ aus – das ist aber der Feiertag der USA, was etwas über die Ausrichtung dieser Partei verrät.

Strolz-Erklärung 

 

Im Herbst 2012 ging es in der politischen Debatte um das Thema Bundesheer, und da hätte sich Strolz mit seinem Elan einbringen können, da vieles im Verteidigungsressort u.a. SPÖ-bedingt im Argen lag  – aber weit gefehlt, eine entstehende Bewegung kann sich ja nicht um Aktuelles bemühen. Und sie kann auch nicht mit den Ressourcen ihrer Leute etwas dort bewirken, wo es massive Mißstände gibt, nicht versuchen, noch ehe sie ins Parlament kommt, Einfluss zu nehmen. Das wäre beispielsweise im sozialen Bereich notwendig gewesen (und ist es nach wie vor), doch der hat die NEOS ohnehin nie interessiert. Deutlich entstand das Bild von „typischen“ NEOS-Leuten, wohlhabend, gebildet, ohne Sorgen und nach Kaffeehauspolitisiererei vollkommen davon überzeugt, dass sie alles ganz anders und viel besser machen. „Bester Oppositionspolitiker“ jetzt als Lob für Strolz kann man nur mit Medien als Höflingen erklären, die Rollen in „Des Kaisers neue Kleider“ einnehmen und die den Text für eine Scharade liefern, die das Volk täuschen soll. Aber man kann sich ja ganz nüchtern Strolz‘ Auftritt ansehen, bei dem er auch Worthülsen wie diese lieferte: Er ist für ein erfülltes Leben für alle, er will für das gute Leben in Österreich kämpfen (dann hätte er etwas tun müssen für andere), „Politik ist der Ort, wo wir uns ausmachen, wie wir leben wollen“, er ist für „Freiheitsliebe, Eigenverantwortung, Nachhaltigkeit“.

Er ist für Bildung nicht nur in den Schulen, auch bei Erwachsenen, die NEOS können in Allianzen denken und handeln, deswegen haben sie Irmgard Griss an Bord geholt, von 9 Millionen Menschen in Österreich  wird sich „eine Million hinter uns versammeln“; Strolz ist „nicht Passagier, sondern Pilot“ seines Lebens, „auf zur Freiheit und zum Glück!“  (und jetzt geht mal alle raus und verkauft Tupperware!). Die NEOS waren immer sehr sehr angepasst und machten Aktionen wie „Europa, wir lieben dich!“ (imitiert die SPÖ gerade: „Ein Europa zum Verlieben„), ließen sich vom berüchtigten Tal Silberstein im Wiener Wahlkampf 2015 beraten und verteidigen verbissen die Interessen von George Soros. Sie sollen uns den Blick dafür vernebeln, was Opposition sein kann, ja was Politik sein kann, da sie nur als Scheinalternative angeboten werden, die Unzufriedenheit kanalisiert. Mit seinen hyperaktiven Auftritten a la Duracell-Hase wirkte Strolz an der Oberfläche vielleicht „anders“ und „erfrischend“, ist auf den zweiten Blick aber so selbstbezogen, dass er sich einen Mut zuschreibt, den er niemals anhand heikler Themen bewiesen hat. Bei den letzten Rücktrittsreden war stets mehr Substanz in weniger Zeit zu finden, was erneut unterstreicht, dass Strolz nicht einmal in die Nähe der Selbstbeherrschung und Selbstdisziplin gelangt ist, die sich Werner Faymann, Reinhold Mitterlehner oder Eva Glawischnig auferlegen mussten. Eine Partei als Selbsterfahrungsgruppe, als Bühne für Guru-Gehabe?

Mehrfacher Strolz auf Instagram

Dass in der Politik etwas fehlt, merken selbst die Höflinge, wenn sie sie Kleidung des Kaisers in prächtigen Farben schildern: „’Für eine ohnehin schon schwache Opposition ist der Rücktritt von Matthias Strolz eine weitere substanzielle Schwächung‘, erklärt der Politologe Fritz Plasser. Denn Strolz, so der Experte zum KURIER, ‚war zuletzt der wohl stärkste oppositionelle Kommunikator. Er hat das gemacht, was eigentlich die SPÖ als stärkste Oppositionskraft hätte tun sollen.‘ OGM-Chef Wolfgang Bachmayer stößt in dasselbe Horn: ‚Die kleinen Neos hatten bisher mehr oppositionelle Wirkung als die fast fünfmal so große SPÖ.‘ Letztlich seien die Neos auch die einzige Oppositionskraft, die zuletzt eine erkennbare Strategie und personelle Ordnung aufzuweisen hatten – bis jetzt, denn mit dem Abgang von Strolzverlieren die Pinken eines ihrer zentralen Wahlmotive. Und die anderen? Die SPÖ, das haben die ersten Schritte in der Opposition gezeigt, tut sich laut Plasser in ihrer neuen Rolle ’noch sehr, sehr schwer‘. Dies betreffe auch und vor allem den Oppositionsführer Christian Kern, der zwischen Brachial-Opposition und Kanzlertauglichkeit pendelt.“ Dann sollte die SPÖ Kern austauschen, der ohnehin immer mehr Anklänge an Strolz zeigt, mit scheinbar starken, in Wahrheit aber nur peinlichen Sagern.

Bei Strolz fragt man sich, ob er unter einem Defizit an Aufmerksamkeit leidet, wenn er sich nicht einmal, sondern immer wieder in Game of Thrones-, Star Wars- und anderen Szenen montieren lässt und dies dann stolz auf Instagram postet. Mit „nicht schwanger“ reißt er jetzt Witze über das Nachfragen der Medien, warum er geht, und spricht von einer „Start Up-Phase“ der Partei, die für ihn sehr anstrengend war. Das mag ja sein, aber welche Vergleiche er bringt, ist wieder einmal bezeichnend. All die künstlichen Heldenbilder stehen in scharfem Kontrast dazu, wie die NEOS wirklich mit Skandalen umgehen, denn da steht Zudecken über allem, wenn es opportun ist (siehe z.B. Eurofighter). Aus den NEOS Ausgeschiedene sagen, dass die Partei im Grunde nur ein Marketingprojekt ist für bestimmte Interessen, bei denen sich auch fragt, von wem sie eigentlich kommen. Dazu gehört auch die Vermarktung des Produktes Matthias Strolz, das auffällt, wenn es z.B. in eine Sound of Music-Szene montiert wird und im Dirndl zu tanzen scheint. Ein geflügeltes Strolz-Wort handelt davon, dass man Kindern die Flügel heben müsse (von wegen „unser System enkelfit machen); er könnte es einfacher haben mit „Red Bull verleiht Flügel“.

„Österreich“ am 8. Mai 2018

In der Partei war man offenbar nicht vorbereitet: „Mit wem auch immer man am Tag der überraschenden Erklärung bei den Neos spricht: Alle beteuern, sie hätten erstens nichts vom Rücktritt gewusst, und es gäbe zweitens keine Intrigen oder Skandale, die den 44-jährigen Bergbauernsohn zur Demission gezwungen hätten. ‚Da war kein Schlüsselerlebnis, sondern viele Mosaiksteine, die die Überzeugung haben reifen lassen, dass der Zeitpunkt jetzt gekommen ist‘, sagt Neos-Generalsekretär Nikola Donig.“ Da Strolz immer vom Mainstream gehypt wurde, setzt sich dies auch im Abgang fort. Dazu gehört auch der Narrativ von einer „Opposition so schwach wie nie“ und das Rätseln, ob es nicht doch „Geheimnisse“ gibt, die Strolz bestreitet. Raum für Spekulation gibt es jedenfalls genug: „Den richtigen Grund für einen Polit-Rücktritt gibt es auch nicht. Wobei Matthias Strolz weder wie seine oben genannten Mai-Rücktritts-Vorgänger (Anm: 2016 bzw. 2017 und von mir auch erwähnt) von seinem Nachfolger über Monate gezielt abgesägt worden ist noch schwerwiegende gesundheitliche Probleme für den Rücktritt namhaft machen dürfte. Auch ein Mega-Finanzskandal und eine schwere Wahlniederlage wie vor dem Burgstaller-Rücktritt haben Strolz nicht aus dem Amt gedrängt.“ Wolfgang Fellners „Österreich“ ist nicht nur darum bemüht, das Bild von einem Rücktritt „aus Liebe“ zu zeichnen, Fellner legt auch auf Facebook nochmal nach.  Mainstreammedien haben nie Politiker und ihre Aufgabenbereiche fair und objektiv beschrieben, sondern sind stets einer Agenda gefolgt.

So wurden die einen hochgehoben und andere dauernd gebasht, je nachdem, wie sehr sie sich einspannen ließen oder von dem tatsächlich überzeugt waren, was man vertreten darf. Die NEOS wurden denn auch nie kritisch betrachtet, sondern man kauft ihnen die „Bewegung“ ab, die so groß nicht ist, dass sie ohne Zuwendungen von Gönner Hans Peter Haselsteiner (auch Alfred Gusenbauer freundschaftlich/geschäftlich verbunden) wahlkämpfen kann. Und „Allianzen“ mit anderen beschränken sich auf Ex-Oberstrichterin Irmgard Griss, die krasses Justizunrecht und dessen brutale Folgen für Zehntausende immer duldete und ermöglichte. Wenn jetzt Beate Meinl-Reisinger als Nachfolgerin von Strolz gehandelt wird, relativiert sich ihre angeblich so großartige Oppositionsarbeit in Wien dadurch, dass sie nur längst Fälliges zur Sprache bringt, zudem auf dem Soros-Trip ist und 2015 mit Tal Silberstein Wahlkampf machte, was die SPÖ eingefädelt haben könnte. Dennoch sieht es in Summe nach Erosionsprozessen der Opposition auf Bundesebene aus, die mit Angriffen der grünen Jugend auf Eva Glawischnig letztes Frühjahr begonnen haben; nach ihrem Rücktritt wich auch Mitterlehner ÖVP-Querelen; als dann Neuwahlen beschlossen wurden, kam Peter Pilz nicht auf den gewünschten Listenplatz und kandidierte gegen die Grünen, die aus dem Parlament flogen. Die SPÖ katapultierte sich selbst mit dem falschen Spitzenkandidaten und einem verhunzten Wahlkampf aus der Regierung und zeigt jeden Tag aufs Neue, dass Kern auch kein Oppositionsführer ist; die Liste Pilz hat ihren Parteichef zumindest als Abgeordneten vorerst verloren, und was wird aus den NEOS?

PS: Wie hier beschrieben werde ich seit Jahren wegen kritischer (wahrheitsgemässer!!!!) Berichte attackiert;  nun suchen die Kater Baghira und Gandalf und ich DRINGEND ein neues Quartier, bevorzugt in Wien oder Wien-Umgebung. So kann ich die von euch geschätzte Arbeit auch viel effizienter und mit euch gemeinsam fortsetzen, denn nachdem ich meine Wohnung in Wien verloren habe, bin ich auf dem Land gelandet. Wer etwas für mich hat oder weiss hilft mir damit sehr. Auf den Wunsch vieler treuer Leserinnen und Leser hin ist finanzielle Unterstützung jederzeit willkommen: Alexandra Bader, Erste Bank BLZ 20111, BIC GIBAATWWXXX, IBAN AT592011100032875894. Ihr erreicht mich unter 06508623555, alexandra(at)ceiberweiber.at und ich bin auf Facebook und Twitter (cw_alexandra)

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13 Gedanken zu “Matthias Strolz verlässt das NEOS-Schiff

  1. Ich bin mir ziemlich sicher, dass der Strolz nicht wirklich freiwillig gegangen ist. Da hat der Alpensoros Haselsteiner bestimmt ein Wörtchen mitzureden….ist natürlich nur Spekulation!

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  2. Für mich waren die NEOS immer nur eine Alibi-Partei um Heimatlose Wählerstimmen zu kanalisieren. In Österreich hat es ja mittlerweile Tradition Pseudo-Parteien zu gründen, damit die Bürger nicht auf Idee kommen die Sache selbst in die Hand zu nehmen.

    Ob die Neos dann wirklich die Flügen gehoben haben waage ich auch zu bezweifeln. Ich sehe das eher als am Boden entlang fliegen – unter dem Radar – aber auf keinen Fall abgehoben. Als dann beim zweiten Antreten auf Bundesebene klar wurde, dass sich keine Regierungsbeteiligung ausging war wohl jeden Sonneklar, dass dieses Projekt 20 Jahre brauchen würde um abzuheben. Es wäre ähnlich gekommen wir mit den Grünen: 20 Jahre Opposition ohne jemals groß zu werden.

    Manche Erinnern sich vielleicht: das BZÖ kam beim zweiten Antreten auf über 10 Prozent.

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    1. Dass das bei den Grünen genau so beabsichtigt war, hab ich ja von innen mitbekommen – da wurden genau die Leute rausgeekelt, die aus den Grünen etwas von Gewicht machen hätten können.

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      1. Hallo,

        genau so hab ich das auch wahrgenommen. Allerdings erst als der ESM von den Grünen mitgetragen wurde (2/3 Mehrheit) Irgendwann hab ich dann gelesen, dass VDB sich dafür eingesetzt hat. Pilz, Glawi und VDB sind für mich die trojanischen Pferde der Grünen.

        Jetzt wird die gleiche Show nochmals abgezogen. Die Frage ist nur wie man das in die Köpfe der Menschen bringt. Beim Standard wurde ich die letzten 6 Monate etliche male gelöscht und gesperrt. Über 5 verschiedene Benutzerprofile wurden schlussendlich geblockt. Deshalb scheidet das Standard-Forum als Verbreitungsweg schon mal aus….

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  3. Ich fand interessant, dass Strolz in den letzten Wochen für seinem Rücktritt sich plötzlich für Frauenrechte auch im Islam bzw Menschenrechte ausgesprochen hat. Armin Wolf sprach ihn diesbezüglich im Zib Interview an und meinte, dass es dabei auch parteiinterne Kritik gegeben hat. Stolz meinte dazu, das sei sein Abschiedsgeschenk gewesen 😜 – interessant finde ich.

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  4. Aber Hallo – die Initiative arbeitet höchst professionell,die bieten Argumentstrainer an Unterstützung beim Mobilisieren—-Organisieren von lokalen Demos usw usf…

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  5. Linksliberale Position sind nicht durchzuhalten.

    Die Soros Open Society mit …

    Die Position, ‚Unsere‘ Institutionen (jene der Demokratie also den Kommis oder den Sozis) sind alle nicht perfekt und es gibt Menschen die marginalisiert werden, mag schon stimmen. Ich stimme denen noch vollkommen zu, dass sämtliche auf Ideologie basierenden Institutionen von Perfektion nur träumen, aber fest an die eigene Unfehlbarkeit glauben. SPÖ ist das Paradebeispiel.

    Jetzt gesellen sich andere Institutionen hinzu die glauben besser zu wissen als die auf Ideologien basierten was für den Einzelnen besser ist.

    Und Tschüss. Beide.

    Das Grundübel ist der auf die Deckung reduzierte Lohn aka. Industrielohn. Damit kann man nur entnehmen was bereits im Regal steht.

    Alles was mit ‚Neu‘ in Verbindung steht übernimmt dann Soros & Friends oder andere NGOs?

    Der Mitarbeiter arbeitet allein mit der brummenden Maschine mit.

    Jetzt kommt die Wahrnehmung der Amerikaner die eher dem Marktplatz anhängig sind. Wo keine Maschine steht dort wird gearbeitet.

    Dort wird eben nicht gearbeitet, sondern nur mit der abwesenden Maschine gemeinsam. Daraus folgt jetzt der Trugschluss, dass wenn nur mehr Ressourcen zur Verfügung stünden der Fleiß der Mitarbeiter sich als Lohn von Arbeit sich würde manifestieren.

    Die Sicht stimmt in einer industrialisierten Gesellschaft im Kontext der Konsum(enten)gesellschaft nicht. Jetzt bleibt denen nichts anderes übrig als für andere zu bestimmen was sie in ihr Regal stellen.

    Am Ende bleibt die Institution im Sinne der Herstellung ihrer Vollkommenheit wegzureißen und die Verfügbarkeit des Einkommens für den Einzelnen freist gestaltbar zu halten. Das stellt außer der etwas kühnen Idee einer vollkommenen Privatrechtsgesellschaft eigentlich nur der Minimalstaat sicher, welcher sie klarerweise nicht um andere Institution kümmern darf.

    Mit einer Claudia Gammon die sich jeden Tag aufs neue bemüht ernst genommen zu werden und einer Beate Meinl-Reisinger die solche hehre Ziele schon lange nicht mehr verfolgt wird nicht viel rauskommen. Reformieren täten Sozialdemokraten auch.

    Wir brauchen nicht noch ein Partei die über andere Wege Institutionen zu reformieren mitdiskutiert. Den Herrn Häupl kennt man 50km gegen den Wind an, dass er ein ‚alter Papiergeldsozi‘ ist. Da braucht keiner mehr die Verwendung der Mittel zu kritisieren.

    Der Herr Häupl wird gedacht haben, die Wiener mit ihrem goldenen Herzen werden sich für die zulaufenden Menschen schon den Arsch aufreißen. Man soll nicht von sich selbst auf andere schließen – gut das war jetzt geheuchelt, aber ich wollte auch ein einziges Mal etwas Nettes über ihn sagen. Nach ja. Eher gilt in Wien, wir probieren mal das bei jedem anderen und wenn der Mohr seine Schuldigkeit getan hat… Schleich dich. Genau das ist vermutlich auch dem Matthias Strolz passiert.

    Seitdem der versammelten Weiblichkeit in der Politik das goldene Herz in die Hose fiel glauben die sie hätten … in .de genauso.

    Schauen wir mal, was alles wieder nicht dabei herauskommt. Neues bestimmt nicht.

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  6. Herr Klubobmann Matthias Strolz, konnte im Anliegen Verfassungsklage gegen den Beitritt Österreichs zur EU- Militärunion PESCO nicht dienen, denn die Neos unterstützen PESCO, weil sie glauben, dass eine Demokratie wehrhaft sein muss in einer Welt von „Fleischfressern“.
    Meine Frage an Herr Strolz: Wer für die Neos die „Fleischfresser“ sind gegen die wir uns verteidigen müssen, wird er hoffentlich noch beantworten. Ein wenig Zeit bleibt ja noch.

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  7. Es gab bzw gibt mit dem Team Stronach, NEOS in Österreich bzw auch die 5 Sterne-Bewegung in Italien Parteien, die dem Anschein nach nur dazu gegründet wurden, um Scheinopposition zu betreiben und vor allem Wählerstimmen zu binden, d.h. diese unbrauchbar zu machen.
    Allesamt aufgezählten schwächen im Endeffekt das politisch rechte Lager, soviel kann man sagen.
    In Italien ist die Regierungsbildung gescheitert, in Österreich hat sich erst das Team Stronach nach und nach aufgelöst und jetzt könnte NEOS den gleichen Weg gehen.

    Von den Inhalten her ist NEOS in etwa das, was die FDP in Deutschland ist, eine Wirtschaftspartei. Ich will niemandem sagen, was er wählen sollte, es sei aber verraten, dass eine Wählerstimme für die vorhin aufgezählten Parteien sinnlos ist, außer als Proteststimme. Denn regieren werden die wohl nie, sondern fungieren als Platzhalter im Parlament.

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