Willy Wimmer: Trump welcome – G 21 Treffen in Hamburg

Während „unsere“ Medien seit Monaten so tun, als stehe der Rücktritt von US-Präsident Donald Trump unmittelbar bevor, bereitet man sich in Deutschland auf ein Treffen mit ihm vor. Dies gibt stets willig transatlantischen Politikern Gelegenheit, sich gegenüber dem Unbequemen aufzuplustern – wobei eine gewisse Unsicherheit, was einen erwartet, für Beobachter ja ganz amüsant sein kann. Das findet auch Willy Wimmer, der lange für die CDU im Bundestag saß:

Das wird was werden. Da kommt jemand als US-Präsident zum Treffen der Staats-und Regierungschefs aus dem sogenannten G-20 Format nach Hamburg und man weiss nicht, ob er mehr als das Weiße Haus in Washington repräsentiert. Nach eigenem Bekunden vom letzten Wochenende befindet er sich im Belagerungszustand seiner parteiübergreifenden innenpolitischen Gegner in seinem Heimatland. Hinzu kommt, daß er ein Land besucht, das in fast hündischer Abhängigkeit seinen Amtsvorgängern seit 1945 zu huldigen pflegte. Ihn, den jetzigen amerikanischen Präsidenten, kann nur die Gewißheit beschleichen, daß er es nicht schaffen dürfte, zu einem der deutschen Kirchentage eingeladen zu werden. Dabei macht es überhaupt keinen Unterschied, zu welcher der bekannten Kanonen-Segner-Konfessionen er sich bekennen könnte.

Wenn Trump nach Hamburg kommt….

Sowohl aus der evangelischen Kirchein Deutschland noch der Katholischen Bischofskonferenz dürfte ihn jemals eine Einladung wie seinen Amtsvorgänger Obama erreichen. Der watete in seiner gesamten Amtszeit in Blut, aber das störte und stört die Kirchenoberen nicht. Präsident Trump könnte Frieden und Ausgleich auf dem Globus bringen und da macht ihn über die Kirchen hinweg so verhaßt. Die Bilder, die Präsident Trump neben dem derzeitigen Oberhaupt der Katholischen Kirche im Vatikan bei seinem ersten Besuch nach Amtsantritt zeigten, sprachen doch Bände.

Obama sitzt als der Wiedergänger in Hamburg mit am Tisch
Hamburg steht in Deutschland sowohl für eine weltoffene Stadt wie für sehr spezielle Verbindungen zu den Vereinigten Staaten. Dieses jetzt für den 7./8. Juli angesetzte Treffen wird von einer besonderen Art sein. Dafür steht schon die Gastgeberin in der Person de deutschen Bundeskanzlerin. Wenn diese den US-Präsidenten Trump begrüßt, hat jeder Betrachter dieser Szene eine spezielle Vorstellung. Sie wird durch ihn gleichsam hindurchsehen und das für sie eigentliche Amerika der Obama, Clinton, Soros, Mc Cain und Comey begrüßen. Das öffentliche Bild, das seit dem aus Merkels Sicht verhängnisvollen Wahlsieg des US-Präsidenten Trump nicht nur bei ARD und ZDF gezeichnet wird, ist das eines Ursurpators. Dabei könnte man es eigentlich belassen. Aber es ist mehr. Das amerikanische Kriegs-Establishment beherrscht unverändert das mit den Vereinigten Staaten zunehmend zwangsverbündete Europa.

Das amerikanische Imperium ist, was den Nordatlantik anbelangt, zweigeteilt. Präsident Trump versucht, in Washington Fuß zu fassen und sowohl politisch als auch physisch zu überleben. Die Kampfgruppe Obama, Clinton, Soros und andere hält Europa weiter im Griff und damit die Aggressionsfront gegen Rußland. Die Ausgangslage ist besonders günstig, denn der seit mehr als zwanzig Jahren geplante Staatengürtel zwischen Riga und Odessa schnürt das westliche Europa von seinem Nachbarn an. Dieser Staatengürtel steht unter amerikanischer Kontrolle, nicht zuletzt über die NATO-Truppen an der Stadtgrenze von St. Petersburg und den Raketenabwehrgürtel.

Ex-FBI-Chef Comey vor dem US-Senat

Die innenpolitische Zwangsveränderungen der westeuropäischen Staaten über die gesteuerte Migration entsprechen den Vorstellungen der „Kampfgruppe Obama“ und nicht dem, was Präsident Trump zuletzt noch beim Gipfeltreffen der G7 in Taormina den anderen Staats-und Regierungschefs mit auf den Weg gegeben hatte. Europa wird in einem „Top-down-Verfahren“ auf die politischen Bedürfnisse der Soros dieser Welt umgebaut. Darauf setzt die deutsche Bundeskanzlerin im Verein mit der „Kampfgruppe Obama“. Diese Kampfgruppe sitzt imaginär in Hamburg mit am Tisch. G21 ist die Hamburger Wirklichkeit.

Ex-FBI-Chef Comey hat bei seiner Kongreßvernehmung die Katze aus dem Sack gelassen

Untersuchungsausschüsse sind auch im deutschen politischen System an der Tagesordnung. Der Reinigungscharakter für das politische System gerät in Vergessenheit, wenn eine Große Koalition das Land im Griff hat. Diesmal ist es in Amerika aber etwas sehr spezielles, weil der neugewählte Präsident gegen das gesamte politische System zu stehen scheint und steht. Die wollen ihm alle an den Kragen und da ist es fast wohltuend, mit dem neuen Generalstaatsanwalt Jeff Sessions einen „Fuchs der Füchse“ zu Selbstverteidigung und Schutz für seinen Präsidenten antreten zu sehen. Jeder europäische Betrachter der Untersuchungs- und Ausschußberatungen dürfte sich in der Abfolge skandalisierender
Presseberichte verlieren. Dennoch ist der Aufklärungscharme der Kongreßsitzungen ungewöhnlich hoch. Das hat sich vor allem in der Aussage des Ex-FBI-Chefs Comey gezeigt.

Das bekam der amerikanische „deep state“ plötzlich ein Gesicht und es machte deutlich, worum es eigentlich geht. Es geht diesem „deep state“ darum, die Russen und Rußland da zu sehen, wo sie am Ende der Sowjetunion hingelangt waren. Der ehemalige deutsche Bundeskanzler Dr. Helmut Kohl war stets entsetzt, wenn er nach der deutschen Wiedervereinigung den Kongreß und das politische Amerika besuchte. Er beklagte sich über die Washingtoner Feststellung, nach der der „Kalte Krieg“ beendet sei und man diesen als USA gewonnen habe. So könne niemand mit einem großen Volk, den Russen nämlich, umgehen. Comey hat es in seiner Vernehmung deutlich gemacht. Nach seiner Aussage ist „Rußland“ wieder da und genau diesen Zustand will man seitens derjenigen, die von der Konfrontation leben, unter allen Umständen verhindern. Man muß schon die live-Übertragungen aus Washington sehen, um sich eine Vorstellung davon zu machen, was der Welt in Hamburg blühen dürfte. Des Messers Schneide ist nichts dagegen.
Vielen Dank, lieber Herr Wimmer, für diesen Kommentar!

PS: Während U-Ausschüsse in den USA im Fernsehen übertragen werden, muss man z.B. beim gerade stattfindenden 2. Eurofighter-U-Ausschuss in Österreich auf das offizielle Protokoll auf der Webseite des Parlaments warten. Zuvor stehen nur Liveticker bzw. Tweets von Parlamentsjournalisten zur Verfügung, die natürlich immer wieder voneinander abweichen. Dies führt zur absurden Situation, dass die Bevölkerung eher über die Aussage von Comey in den fernen USA im Bilde ist als darüber, was Ex-Regierungsmitglieder bei ihrer Zeugenbefragung sagten. Transparenz wie in den USA würde bedeuten, dass man auch hierzulande die Spuren des „deep state“ viel leichter feststellen kann.

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3 Gedanken zu “Willy Wimmer: Trump welcome – G 21 Treffen in Hamburg

  1. Tja, den ersten US-Präsidenten den ich bewusst wahrnahm, dass war Ford.

    Damals aber interessierten mich die Fernsehübertragungen der Deutschen Bundestagsdebatten noch weit mehr. Ich war wohl der einzige Grundschüler der sich sowas ansah…..
    Zu der Zeit hatten wir nur 2 Sender, Schweiz und Deutsch-1.
    Also Bundestagsdebatten, denn damals war der herausragendste Redner noch Franz Josef der 1. und letzte. ….(((-:
    In den Debatten wurde noch ausgeteilt, gabs noch Rhetoriker die zulangten.
    Mich faszinierte das, heute kann ich es nur noch …..vermissen.

    Tja, seit Ford über Nixon usw. also es gab wohl nie einen US-Präsidenten der von der Presse derart Skandalisiert wurde. Nicht nur hierzulande, auch in den USA.

    Besieht man sich die Einzelspenden von Pressevertretern für den US-Wahlkampf, so fällt auf das von den Presseleuten für Killary ….385`000 Dollar gespendet wurden, an Donald Trump jedoch bloss 14`000 Dollar.

    Also, wir wissen es seit langem, unsere Presseleute sind zu über 90% Links und outen sich auch selber so.
    Sie haben sich dem Kampf gegen Trump verpflichtet und zeigen damit, dass sie ihren eigentlichen Aufgaben nicht mehr gerecht werden, …ich meine das kritische Hinterfragen, recherchieren von Fakten usw.
    Sie sind Diener der Staatlichen Politik, lauter kleine „Hesslings“.

    Ich habe mir die Übersetzung von Comeys Aussage durchgelesen.
    Für mich ein klarer Freispruch für Trump.
    Doch was berichtete unsere Presse dazu……… wir wissen es alle……

    Nun, seit Russland sich unter Putin erholt, und das wird ihn einst zu einem Jahrhundert Präsidenten werden lassen, ……irgendwann in 100 Jahren, frage ich mich warum uns das nicht freut ?
    Russland und Putin sind keine lupenreine Demokratie, Brüssel ist das ebenso wenig.

    Also warum empfangen wir Russland heute nicht in unser Mitte ?

    Den Grund findet man wohl darin, dass es für den Westen und damit auch die USA einfach sehr sehr angenehm war, der einzige grosse Gorilla zu sein.
    In Russland konnte man tun was man wollte, durch Korruption alles erreicht werden.

    Dieses darniederliegende Riesenreich war für die vollständige Ausplünderung vorgesehen.
    Nur gerade die sich vor Ort befindenden mafiösen Banden verhinderten den ganz grossen Raub, denn sie waren keineswegs zartbesaitete Geschäftspartner, sie wollten auch was abhaben.

    Putin hat das beendet. Nicht fein und mit Endlosdiskussionen, sondern hart und effektiv.
    Chodorkowsky war für mich folglich kein Opfer, sondern eine Erziehungsmassnahme…….

    Heute reibst sich der Westen die Augen und trauert den verpassten Gelegenheiten nach, glaubte man doch das Russland nun für immer darniederliegen würde.

    Aber die Russen haben den ersten Panzer mit 14.5 oder 15cm Kanone. Rheinmetall schaffte es nicht, eine solche für den Nachfolger des Leopard zu konstruieren.
    Bei der Kerntechnik sind sie mit an der Spitze, ja haben den ersten Flüssigsalz-Reaktor im Kommerziellen Testbetrieb am Netz.

    Und vergessen wir nicht, dass Land ist riesig, hat Bodenschätze jeder Art und somit eine Zukunft von der andere Träumen.
    Warum machen wir die nicht zu unseren Freunden ?

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    1. Nationalratssitzungen werden bei uns auch übertragen, der Punkt sind U-Ausschüsse und ungefilterte Information. Denn es gibt zwar Protokolle, aber erst 2 bis 3 Wochen nach einer Zeugenaussage; und da hat man von der Zeitverzögerung abgesehen natürlich keinen Eindruck von Atmosphäre und Mimik usw.

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  2. Leider geht das nicht, weil da etliche dagegen sind:
    – die weltweite Finanzmafia
    – der militärisch-industrielle Komplex
    – einzelne Spekulanten und Blutsauger (Soros und Konsorten)
    Wenn man Freunde wie die USA hat, braucht man keine Feinde mehr

    Früher war manches besser (Franz Josef Strauss, Helmut Schmidt etc.)

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