Barack Obamas diplomatische Posse

Die scheidende Obama-Administration tut alles, um Präsident Donald Trumps Start am 20. Jänner 2017 zu erschweren. So werden russische Gebäudekomplexe in den USA konfisziert und 35 Diplomaten ausgewiesen, die großteils dem Militärgeheimdienst GRU und dem Inlandgeheimdienst FSB zugerechnet werden. Man wirft ihnen vor, mit nicht bewiesenen Hacks vor der Präsidentenwahl in Verbindung zu stehen und macht zugleich deutlich, dass russische Spionage in den USA bislang anscheinend geduldet wurde. Die russische Botschaft in London reagierte mit einem mehr als 20.000 Mal geteilten Tweet zum Verhalten einer hilflosen Administration, deren Ende auch US-Bürger herbeisehnen, illustriert mit einer lahmen Ente.

22 Tage vor Trumps Amtsantritt verlautbarte das Weiße Haus ein „Statement by the President on Actions in Response to Russian Malicious Cyber Activity and Harassment“, was schon im Titel so klingt, als wären wir jetzt bei „Game of Thrones“ oder „Malificent“. Der frühere britische Botschafter in Usbekistan Craig Murray, der jetzt für WikiLeaks arbeitet, hat den Informanten der Enthüllungsplattform selbst getroffen und deutet an, dass dieser als Teil des Apparats Zugang zum Mailverkehr der US-Demokraten hatte. Auch Experten wie John McAfee und Kim Dotcom bestätigen, dass Hacks anders aussehen und man sie zu 100% ausschließen kann. Die US-Regierung konfisziert jetzt auch russischen Besitz wie eine Ferienanlage für Diplomaten im Bundesstaat Maryland.

lameduckRussische Botschaft in London auf Twitter

Regisseur Oliver Stone, der zuletzt einen Film über Edward Snowden in die Kinos brachte, sich kritisch mit dem Putsch in der Ukraine auseinandersetzte und ein Buch über die CIA schrieb, postet auf Facebook mit zahlreichen Artikelempfehlungen: „As 2016 draws to a close, we find ourselves a deeply unsettled nation. We’re unable to draw the lines of our national interest. Is it jobs and economy, is it national security, or is it now in our interest to ensure global security — in other words, act as the world’s policemen? As the ‚failing‘ (to quote Trump) New York Times degenerates into a Washington Post organization with its stagnant Cold War vision of a 1950s world where the Russians are to blame for most everything — Hillary’s loss, most of the aggression and disorder in the world, the desire to destabilize Europe, etc. — the Times has added the issue of ‘fake news’ to reassert its problematic role as the dominant voice for the Washington establishment.

Certainly this is true in the case of Russia’s ‘hacking’ the 2016 election and putting into office its Manchurian Candidate in Donald Trump. Apparently the CIA (via various unnamed intelligence officials), and the FBI, NSA, Director of National Intelligence James Clapper (who notoriously lied to Congress in the Snowden affair), President Obama, the DNC, Hillary Clinton, and Congress agree that Russia, and Mr. Putin predominantly, is responsible. Certainly the psychotic, war-loving Senator John McCain is right up there alongside these patriots, calling President Putin a ‚thug, bully and a murderer and anybody else who describes him as anything else is lying.‘ He actually said this — the man whose sound judgment chose Sarah Palin as his VP nominee in ’08. And the Times followed by printing the story in its full glory on page one, clearly agreeing with McCain’s point of view. I don’t remember Presidents Eisenhower, Nixon, or Reagan, in the darkest days of the 1950s/80s, ever singling out a Russian President like this.

The invective was aimed at the Soviet regime, but never were Khrushchev or Brezhnev the target of this bile. I guess this is a new form of American diplomacy. If a black youth in our inner cities were killed or a Pakistani wedding party were murdered by our drones, would President Obama be singled out as a murderer, bully, thug? Such personalization is a sign of sickness in our thinking and way beneath what should be our standards.“ Auf CIA-Lügen unter anderem zum Drohnenkrieg geht auch das in diesen Text eingebundene Video von Fusion ein. In Russland war zunächst von einer entsprechenden Antwort und von Paranoia in der scheidenden US-Administration die Rede; Putin selbst will jedoch niemanden ausweisen, um sich nicht auf Obamas Niveau zu begeben. Im offiziellen Statement des Kreml heisst es einleitend: „We regard the recent unfriendly steps taken by the outgoing US administration as provocative and aimed at further weakening the Russia-US relationship. This runs contrary to the fundamental interests of both the Russian and American people. Considering the global security responsibilities of Russia and the United States, this is also damaging to international relations as a whole.“

Auch in anderen Ländern, die im Visier von Obama und Co. stehen, nimmt man diese Art Sanktionen nicht sonderlich ernst. Auf Twitter kommen schon mal Reaktionen, in denen Obama als „bockiges Kind“ bezeichnet wird und einige User hoffen, dass sich Putin nicht provozieren lassen wird. Tatsächlich wünscht er Obama einen „guten Rutsch“ ins neue Jahr und freut sich auf die Zusammenarbeit mit Trump: „Die heimkehrenden russischen Diplomaten werden ihre Neujahrsferien im Kreise der Familie zu Hause verbringen. Wir werden den amerikanischen Diplomaten keine Probleme schaffen. Wir werden niemanden ausweisen. Wir werden deren Familien und Kindern nicht verbieten, während der Neujahrstage die gewohnten Erholungsorte zu nutzen. Mehr noch: Ich lade alle Kinder der in Russland akkreditierten amerikanischen Diplomaten zum Neujahrs- und Weihnachtsfest in den Kreml ein. Schade, dass die Administration von Präsident Barack Obama auf diese Weise ihre Arbeit beendet. Dennoch wünsche ich ihm und seiner Familie einen guten Rutsch ins Neue Jahr. Meine besten Wünsche dem designierten Präsidenten Donald Trump und dem ganzen amerikanischen Volk!“

An den Tweets des „President of Russia“ kann man sehen, dass Putin Wichtigeres zu tun hat als sich über Obama zu ärgern; er besucht das archäologische Museum in Moskau und trifft sich mit der Crew des Films „Viking“, der eben in Russland angelaufen ist und die Entstehung des Landes beschreibt. Selbst der Mainstream erkennt, dass diese Sanktionen in erster Linie gegen Trump und weniger gegen Putin gerichtet sind, wie Michel Chossudovsky bei Global Research bemerkt: “ Obama’s decision not only endangers ongoing diplomatic relations between Washington and Moscow, which are at an all time low, it also contributes to smearing the president-elect and quite deliberately undermining the transition process, namely the accession of Donald Trump to the White House. Insanity prevails. Ultimately, the objective of this unsavoury decision by the  outgoing president is to foreclose a shift in US foreign policy by president-elect Donald Trump, i.e. with a view to ’normalizing‘ US-Russia relations.“

Und auch der kanadische Professor stellt klar, was es mit den Leaks (nicht Hacks) auf sich hat: „With regard to the hacking of the Democratic National Committee (DNC) allegedly ordered by president Putin, lest we forget, the leaked emails revealed that the DNC was busy undermining Bernie Sanders’ candidacy during the primaries through various corrupt and fraudulent practices including smear campaigns directed against Bernie. Russia had nothing to with this process. It was INSIDE the Democratic Party. The main actor was not Moscow, it was the D.N.C. (including meddling by Hillary Clinton and the DNC chair Debbie Wasserman Schultz). The underlying objective was to discredit Sanders with a view to upholding Clinton (who has a criminal record with the FBI).“

russembEinladung an Kinder in den Kreml

Der Geheimdienstexperte Robert Parry weist darauf hin, dass die „New York TImes“ in einen Bericht von FBI und Department of Homeland Security mehr hineininterpretiert, als tatsächlich drinnensteht. In einem anderen Artikel bezieht sich Parry auf Craig Murray, der meinte, es könne unterschiedliche Quellen für die DNC-Leaks und die Mails von Clinton-Kampagnenleiter John Podesta gegeben haben: einen Insider der Demokraten in einem Fall, im anderen aber jemand aus dem US-Geheimdienstapparat. Mit der Fake News-Debatte soll übrigens davon abgelenkt werden, welchen Inhalt geleaktes Material hat; dabei spielt auch das Council on Foreign Relations als Obama-Einflüsterer eine Rolle. Aus Russland gibt es übrigens ein bißchen Lob für Außenminister John Kerry, der zwar kein Freund ist, sich aber immerhin (als einziges MItglied der Obama-Administration) professionell verhalten hat.

Da die Ausgewiesenen meist auch ihre Familien mit in die USA genommen haben und oft schon seit Jahren dort leben, müssen nicht 35, sondern 96 Personen das Land verlassen. Sucht man auf Twitter nach Postings zum Stichwort „diplomats“, wird deutlich, dass auch Userinnen und User, die alles andere als Putin-Fans sind, seiner gelassenen Reaktion Respekt zollen. Eine Userin postet eine Karikatur, auf der Putin und Obama vor einem Schachbrett sitzen, Obama aber annimmt, es werde Bingo gespielt. Und selbst die „Washington Post“ muss anerkennend bemerken: „In a rare break from the diplomatic tradition of reciprocal punishment, Russian President Vladi­mir Putin said Friday he would not deport U.S. diplomats in a tit-for-tat response to U.S. hacking sanctions, as Russia looks to cultivate relations with the incoming administration of President-elect Donald Trump.

‚We won’t create problems for American diplomats,‘ Putin said in a statement released by his press service Friday afternoon, adding that Russia retained the right to punish U.S. diplomats in the future. He said he would ‚plan further steps for restoring the Russian-American relationship based on the policies enacted by the administration of President Donald Trump‘.“ Freilich nimmt man in der Berichterstattung nach wie vor Obamas Seite ein: “ The measures were suggested one day after President Obama announced he would expel 35 Russian ‚intelligence operatives‘ from the United States and order the closure of Russian-owned facilities on Maryland’s Eastern Shore and on Long Island in New York believed to have been used for intelligence purposes.“ Dass sich unter diplomatischem Personal eben auch „intelligence operatives“ befinden, ist allgemein üblich, was aber Ferienresorts für Diplomaten nicht zu Spionagezentren macht, von denen aus Hackerangriffe ausgeführt werden.

stillatworkRussisches Außenministerium auf Twitter

WikiLeaks erklärt zu den diplomatischen Verwicklungen, dass die USA damit das Wiener Abkommen über diplomatische Beziehungen von 1967 verletzen und schlägt vor, dass sich Leute mit genug Nahrung bis zum 20. Jänner in den erwähnten Gebäudekomplexen verschanzen sollen. Auf Twitter werden aber auch Fake News wie jene verbreitet, dass Russland die Anglo-Amerikanische Schule in Moskau schließen lässt. Und man wird zu Fake News Medien wie CNN verlinkt, das ganz der vorgegebenen Linie folgt: „White House announces retaliation against Russia: Sanctions, ejecting diplomats“. Vergeltung wofür? Etwa dafür, dass das US-Department of Homeland Security versuchte, die Wahl im Bundesstaat Georgia zu hacken? Ganz anders „Business Insider„, wo darauf verwiesen wird, dass Obama Russland vorwirft, die USA „unterminieren“ und einen „nationalen  Notstand“ kreieren zu wollen – also genau jenen Vorwand zu schaffen, mit dem er im Weißen Haus bleiben könnte.

GIbt man das Stichwort „Diplomaten“ ein, findet man z.B. einen Tweet der deutschen öffentlich-rechtlichen (ARD-) Kriegshetzerin Golineh Atai „‚keine Ausweisung von US-Diplomaten‘ (Interfax). Putin heute Good Cop, Lavrov Bad Cop. Putin-Milde am Jahresende ist ja bekannt…“, der Thomas Mayer vom Bilderberger-Blatt „Standard“ gefällt. Die ARD-Tagesschau erwähnte übrigens Putins Reaktion, ließ aber weg, dass er die Kinder amerikanischer Diplomaten in den Kreml eingeladen hat. Hingegen lobt  Brexiteer Nigel Farage von der UKIP Putins Verhalten: „Pleased to see a mature response from Putin. A @realDonaldTrump presidency can’t come soon enough.“ Senator John McCain, den man mit ukrainischen Putschisten ebenso posieren sieht wie mit IS-Terroristen will ein Hearing über Cyber-Bedrohungen aus dem Ausland. Dies ist nicht zu unterschätzen, hat doch auch Hillary Clinton im Wahlkampf immer wieder behauptet, es gäbe russische Hacker-Angriffe, die eine Reaktion der NATO erfordern. Seit dem letzten NATO-Gipfel im Juli in Warschau gelten tatsächliche Cyber-Attacken als Bündnisfall nach Artikel 5 des Washingtoner Vertrags (Beistandspflicht).

Auf der Webseite von T-Mobile lesen wir: „Zudem hatte Obama Sanktionen gegen die russischen Geheimdienste GRU und FSB sowie gegen mehrere Personen und Unternehmen erlassen. Außerdem sollen zwei russische Niederlassungen in New York und Maryland geschlossen werden, die nach Darstellung Obamas ebenfalls zu Geheimdienstzwecken genutzt wurden. Der Präsident deutete auch erneut an, es könne einen verdeckten Gegenangriff geben. Obama rechtfertigte die Maßnahmen als ’notwendige Antwort‘ auf Versuche, den Interessen der USA zu schaden. ‚Alle Amerikaner sollten von den Aktionen Russlands alarmiert sein.‘ Die Cyberangriffe könnten nur von höchsten Ebenen in der russischen Regierung angeordnet worden sein, erklärte er.“ Auf Twitter schreibt der Mobilfunkbetreiber zum Artikel noch, dass Putin „Vergeltung“ übe.

„Why do they hate me in Haiti?“ Song von June Shellene

Der US-Think Tank Heritage Foundation (nicht gerade CIA-fern) postet ein Video auf Twitter, das dazu auffordert, Putin mit Stärke zu begegnen: „Vladimir Putin respects two things: strength and consistency In the last eight years, President Obama has shown neither.“ Während sich viele über Putins clevere Reaktion amüsieren, verlinkt der Karikaturist Marian Kamensky mit der Bemerkung „Obama schmeisst Russenhacker raus“ zum „Tagesspiegel“ mit dieser Headline: „USA bestrafen Russland für angebliche Hackerangriffe“. Ein User bringt es aber auf den Punkt: „Putin was so good at hacking that he gave Hillary the popular vote and Trump the electoral. That man is magical.“ Bereits im Mai dieses Jahres behauptete übrigens Ex-CIA-Vizechef Michael Morell, Putin habe Trump als Agent rekruiert, ohne dass dieser das überhaupt begriffen hat: „In the intelligence business, we would say that Mr. Putin had recruited Mr. Trump as an unwitting agent of the Russian Federation.“

Dann wüsste ich aber doch mal ganz gerne, wieviele „unwitting agents“ die CIA zum Beispiel in Österreich hat, wenn es darum geht, Politik und Wahlen zu beeinflussen, also in den Parteien, in den Medien, in der sogenannten Zivilgesellschaft, in der Verwaltung usw. Denn ein teils von der CIA (!) ausgebildeter ehemaliger österreichischer Agent (Heeresnachrichtenamt) sagte mir mal, dass sich viele sehr leicht mit Schmeicheleien über den Tisch ziehen lassen und gar nicht merken, wem sie dienen. Wenn Trumps Leute, also etwa sein nationaler Sicherheitsberater General Michael Flynn (Ex-DIA-Chef) Näheres wissen wollen, wie z.B. Masseneinwanderung nach Europa zur Destabilisierung in EU-Staaten verdeckt durchgesetzt wird, kann er dies über meinen Blog nachvollziehen. Schließlich meinte Morell ja auch, dass Trump keine Erfahrung mit nationaler Sicherheit habe und für diese sogar eine Bedrohung darstellt:L  „Donald J. Trump is not only unqualified for the job, but he may well pose a threat to our national security.“ Clinton wurde von Morell natürlich in höchsten Tönen gelobt unter anderem wegen der angeblichen Tötung von Osama Bin Laden in ihrer Amtszeit im Außenministerium im Jahr 2011 (eine „false flag„, so Intelligence-Insider Steve Pieczenik).

Trumps erste aktuelle Reaktion hatte übrigens durchaus Ähnlichkeiten mit jener Putins, denn er meinte, dass das Leben weitergeht und es wichtiges zu tun gibt. Nachdem Putin die Kinder der Diplomaten einlud und darauf verzichtete, die Eltern des Landes zu verweisen, twitterte Trump: „Great move on delay (by V. Putin) – I always knew he was very smart!“ Wie eine Analyse im „Rolling Stone“ zeigt, bekommen einige Journalisten im Mainstream kalte Füße und befürchten, vom Weißen Haus jetzt genauso reingelegt zu werden wie 2003 mit der Geschichte von Massenvernichtungswaffen im Irak. Bei der Pentagon-CIA-Presse im deutschsprachigen Raum ist diese Entwicklung noch nicht angekommen, wie man etwa bei der „FAZ“ sehen kann, die den Titel ihres Artikels von „Nach Hackerangriffen: Putin entscheidet sich gegen die Ausweisung von US-Diplomaten“ auf „Trump lobt Putin für Verzicht ‚Habe immer gewusst, dass er sehr klug ist'“ geändert hat.

schnittstelleRussia Today auf Twitter

Bei Version 1 könnte man sich ja fragen, ob Russland Ziel amerikanischer Hackerangriffe wurde, während Version 2 auf Trump abzielt, wie auch die Einleitung unterstreicht: „Wladimir Putin lehnt überraschend Gegensanktionen gegen die Vereinigten Staaten ab. Einen wichtigen Amerikaner macht er damit besonders glücklich.“ In Propagandaorganen wurde natürlich nie thematisiert, dass Clinton Russland mit Krieg drohte bzw. eine No Fly-Zone in Syrien durchsetzen wollte (diese ist Gegenstand einer Resolution, die im November 2016 den US-Kongress passierte ). Stattdessen schuf man von Trump ein holzschnittartiges negatives Bild, in das auch die Vermutung passt, dass Trump Putins Reaktion „besonders glücklich“ mache. Tatsächlich ist Putin Schachspieler und kann nichts anders tun, als Obama auf eine Weise Wind aus den Segeln zu nehmen, dass dieser von weiteren Versuchen absieht, mit Martial Law wegen Russland weiterzuregieren. „Wie Putin Obama auflaufen lässt“ nennt es N-TV und gibt damit demjenigen die Schuld, gegen den sich Obamas Aktion richtete.

Dem „Standard“ gefällt wie dem Rest des Mainstream gar nicht, dass Trump Geheimdiensten nicht vertraut, die gegen ihn arbeite(te)n: „Der designierte Präsident Trump sah zunächst davon ab, die Maßnahmen der amtierenden Regierung zu bewerten. Er kündigte an, sich in der kommenden Woche mit Vertretern der Geheimdienste zu treffen und von ihnen ‚über die Fakten in dieser Situation unterrichten‘ zu lassen. Trump betonte, Amerika müsse nun nach vorne schauen: ‚Es ist an der Zeit für unser Land, sich größeren und besseren Dingen zu widmen.‘ Der um bessere Beziehungen zu Russland bemühte Republikaner hat bisher starke Zweifel an den geheimdienstlichen Erkenntnissen geäußert. Die Einschätzung, dass sie teilweise darauf abzielten, ihm zum Wahlsieg zu verhelfen, nannte er ‚lächerlich‘. Man sollte die Sache auf sich beruhen lassen, sagte der Republikaner am Mittwoch auf die Frage eines Journalisten. Er denke, so Trump, dass Computer unser Leben sehr – verkompliziert hätten.“

Wie Propaganda-Organe zusammenarbeiten, sieht man auch an der Zusammenfassung eines „New York Times“-Artikels über russische Hacker im „Standard“ unter dem Titel „Zwang oder Erpressung: Wie Russland seine Hacker rekrutiert“. Beim gerade abgehaltenen Chaos Communication Congress gilt nicht nur die „Russen haben die Wahlen gehackt“-Story als absurd, ein Referent stellt auch Meinungsunterdrückung beim „Spiegel“ wissenschaftlich exakt dar. Als WikiLeaks im Herbst 2010 US-Botschaftsdepeschen veröffentlichte, stürzten sich die angeblich so unabhängigen „österreichischen“ Medien auf jene, in denen Regierungsmitglieder kritisiert werden. Besonders ein Cable hatte es ihnen angetan, das der CIA-Stationschef und interimistische Botschafter verfasst hatte; sie machten sich durchgängig den CIA-Standpunkt gegenüber die damaligen Minister Norbert Darabos ( Verteidigung) und Michael Spindelegger (Außen) zu eigen. Das bedeutet, dass jedwede „Berichterstattung“ ebenfalls fremden Interessen dient, da Politiker stets so dargestellt werden, wie es der Große Bruder will und nur Recherche abseits des Mainstream in die Lage versetzen kann, hinter die Kulissen zu blicken. Dass man in der NATO (der Trump zu Recht skeptisch gegenübersteht) nicht zimperlich ist, sieht man am Mord an russischen Diplomaten ebenso wie an offensichtlichem Druck auf den französischen Präsidenten Hollande.

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