Donald Trump ist der neue US-Präsident

Der Zeitverschiebung wegen haben in Europa einige nicht auf das Ergebnis der US-Wahl gewartet, obwohl es sie sehr interessiert. Jene, die Fernsehberichterstattung verfolgen, sprechen von Wut, Enttäuschung, Entsetzen bei Journalistinnen und Journalisten, die doch objektiv sein sollten. Auf diese Weise – und in zahlreichen Social Media-Wortmeldungen – wird aber deutlich, wie massiv die Wahrnehmung der Bevölkerung beeinflusst wird, die in Trump einen „unberechenbaren Irren“ und in Clinton eine toughe Frau sehen sollen, die für Frauen- und Menschenrechte eintritt.

Anders als bei uns werden in den USA Umfragen bis zum letzten Tag vor der Wahl veröffentlicht; da stand es etwa 45 % für Trump zu 43 % für Clinton. Reuters brachte täglich neue Polls, bis es am 7. November 42 % Trump zu 37 % Clinton stand; da ging man dann lieber zum Gleichstand am 3. November zurück. Man sieht an Newstickern, wie angeblich freie Presse auch in Österreich mitfieberte: „Weg zur US-Präsidentschaft wird für Clinton schwer“ benannte das Bilderberger-Blatt „Standard“ seinen Ticker, aber wenn man anklickt, sieht man als Überschrift „Trump wird 45. Präsident der USA„. Ungläubig ist man auch bei der „Welt“ (der Springer-Konzern entstand in der Nachkriegszeit mit CIA-Hilfe), die auch schon ausgerechnet hat, dass die Wahl Trumps jede Deutsche, jeden Deutschen 34.662 Euro kosten soll.

Trump-Schlußkundgebung in Grand Rapids, Michigan

Auswandern wegen Trump“ und zwar nach Kanada erinnert an zahlreiche großspurige Ansagen von Intellektuellen, Künstlerinnen und Künstlern, als in Österreich 2000 die schwarzblaue Koalition gebildet wurde, und manche „drohen“ damit für den Fall, dass nicht Alexander Van der Bellen, sondern Norbert Hofer Bundespräsident wird. Seltsam übrigens, dass Van der Bellen und die Grünen Clinton und nicht die grüne Kandidatin Jill Stein unterstützten und sowohl Bellen als auch Clinton Benito Mussolinis Motto „gemeinsam stärker“ als Wahlkampfslogan verwenden. Während US-Medien nicht ignorieren konnten, dass Wikileaks immer wieder Mails von Clinton und ihrem Team veröffentlichte, war „unser“ Mainstream wesentlich „amerikanischer“ als Medien jenseits des Atlantiks.

Drehbuchgemäß gab es auch einen Protest von „Femen“ gegen Trump, also einer pseudofeministischen Gruppe, die man mit dem Begriff „Tarnorganisation“ oder „intelligence front“ gut beschreibt. Sieht man sich das Video von Trumps letztem Wahlkampfauftŕitt am 8. November um ein Uhr früh in Grand Rapids, Michigan an, fällt auf, dass auf Tamtam verzichtet wird. Hingegen wurde den Clinton-Fans am Abend des 7. November in Philadelphia (wo die Vereinigten Staaten einst gegründet wurden) mehrstündiges Programm mit Auftritten von Bruce Springsteen und Jon Bon Jovi geboten. Sieht man sich aber die reine Redezeit von Clinton und Trump an, sprach Letzterer doppelt so lange wie seine Kontrahentin, die zudem von den Obamas, von ihrer Tochter und ihrem Mann unterstützt wurde.

Trump war bei jenen Menschen, die vom Niedergang der US-Industrie betroffen sind und die wissen, dass NAFTA und andere Handelsabkommen zu Jobverlust führen. Es ist sicher nicht jenes „politisch korrekte“ Publikum, das die Clintons bewundert, doch es wohnt wahrscheinlich keiner reinen Inszenierung bei. Die Clinton-Fans in Philadelphia könnten genauso gut dem „Voices for Refugees“-Konzert letztes Jahr auf dem Wiener Heldenplatz lauschen, da sie von der gleichen unsichtbaren Hand gelenkt werden, indem man ihnen Stars präsentiert. Bezeichnender Weise traten die Obamas und die Clintons auf einer von Glaswänden umgebenen Bühne auf, scheinbar in Kontakt mit der Bevölkerung und doch unüberwindbar von ihr getrennt.

Clinton-Schlußkundgebung in Philadelphia

„Herzlichkeit“ und „Volksnähe“ werden wie auf Kommando gezeigt, als Clinton winkt und lachend in die Menge zeigt, wo vielleicht jemand ein witziges Schild hochhält. Allerdings findet man diese Geste bei ihr immer nach (kurzen) Reden vor Publikum, sodass es einstudiert wirkt. Clinton-Fans laufen einer Illusion nach, glauben an eine politische Traumwelt, die es in der Form nicht gibt. Michelle und Barack Obama waren bemüht, Trump als unberechenbar und als Sexisten darzustellen, warben damit aber für eine Kandidatin, deren Wahlkampf unter anderem von den Saudis bezahlt wird. Dass die Clinton Foundation weniger der Charity dient (wie zum Beispiel die Menschen in Haiti aus bitterer Erfahrung wissen), sondern der Einflußnahme und Bereicherung, wird natürlich auch von Anhängerinnen und Anhängern ausgeblendet, denn alles ist besser als „dieser irre Trump“.

Tatsächlich tut Propaganda ihre Wirkung, da viele zwar begreifen, dass Clinton keine Heilige ist, also dem Mainstream nicht abnehmen, in welch positivem Licht er sie zeichnet. Zugleich glauben sie aber den Desinformanten jedes Wort, das sie über Trump verlieren, weil sie nicht begreifen, dass psychologisch wirkende Bilder von Personen erschaffen werden. Wer gepusht wird, den / die stattet man mit guten Eigenschaften aus, wer gebasht wird, soll in jeder Hinsicht ein schlechter Mensch sein. Auf diese Weise wird über die angebliche Eignung von Politikerinnen und Politikern für Ämter vorentschieden, damit an der Leine geführtes Volk die „richtige“ Wahl trifft. Wie können Medien, die z.B. über den Irak, über Libyen, über Syrien, über Russland und die Ukraine lügen, über Clinton lügen, ausnahmsweise einmal die Wahrheit sagen, wenn es um Trump geht?

Ohne jedes Hintergrundwissen müsste man angesichts der Clinton-Inszenierung denken, dass Politik so sein sollte: Frauen gelangen bis ganz nach oben, wenn sie nach ihrer Leistung beurteilt werden; wer ihnen dies abspricht, ist ein böser Sexist, mit dem moderne Männer wie Barack Obama nichts am Hut haben. Doch die Auftritte in Philadelphia sind von A bis Z Lüge – Lüge auch, wenn Obama Respekt und Umgang auf Augenhöhe preist, aber in Interviews offen für die Anwendung von Gewalt in internationalen Beziehungen eintritt, was eine Verletzung der Charta der Vereinten Nationen darstellt. Da man internationale Beziehungen immer mit Menschen, also z.B. Regierungsmitgliedern pflegt, bedeutet dies Überwachung, Drohungen und Druck für jene, die sich nicht fügen wollen.

occupydOccupy Democrats auf Facebook

Trump trat an mit „Americanism, not Globalism“ und thematisiert in seinen Commercials die verdeckte Einflußnahme u.a. von George Soros, einem der Clinton-Geldgeber, der Kampagnenleiter John Podesta auch „berät“ (und er gehört Podestas Think-Tank Center for American Progress an). Wer Mainstream-Lügen vom „unberechenbaren Irren“ aufsitzt, ist natürlich außerstande, sein Programm zu verstehen, das auf eine Stärkung der amerikanischen Wirtschaft und gute Beziehungen zum Rest der Welt abzielt. Außerdem kann man so auch nicht erkennen, dass immer jene gebasht werden, die den eigenen Staat und damit die Bevölkerung in den Mittelpunkt stellen, statt auf den Zug in Richtung Auflösen von Staaten mit dem Ziel eines „World Government“, das alle versklavt aufzuspringen.

Während Clinton hinter jeder Ecke Wladimir Putin sitzen sieht und offen mit Krieg gegen Russland droht, weiss man inzwischen, wer Wikileaks Informationen zuspielte. Es war kein russischer Cyberangriff, sondern eine Aktion von Militärs und Geheimdienstlern, die diesen Krieg nicht wollen. Clinton als Kandidatin der Globalisten ist zudem keineswegs die starke, unabhängige Frau, als die sie uns präsentiert wird, sondern hätte mit Ermittlungen und Impeachment rechnen müssen. Mit anderen Worten wurde auf den „Coup“, Clinton installieren zu wollen, mit einem „Counter-Coup“ reagiert. Dies war US-Alternativmedien zu entnehmen, fand jedoch bei uns keinen Widerhall im Mainstream.

Aus österreichischer und europäischer Sicht muss man jetzt erwarten, dass diese Teile des „Deep State“ jedwede Einschüchterung derjenigen hier unterbinden, die bislang genau deshalb bedroht und schikaniert wurden, weil sie z.B. „Österreich statt Globalismus“ sagten, weil sie wie in der Verfassung vorgesehen ihre Meinung frei äußern und öffentliche Ämter unabhängig ausüben wollten. Zumindest aber kann man sich jetzt darüber amüsieren, wie „antiamerikanisch“ die Presse plötzlich geworden ist, die ja kritischen Menschen immer so einen Vorwurf machte. Und auch manche Facebook-Userinnen und -User, die gerne gegen „Antiamerikanismus“ auftraten, bekommen jetzt Retourkutschen. Das sind aber genau die Personen, die auch in puncto heimische Politik in einer irrealen Blase leben…

11 Gedanken zu “Donald Trump ist der neue US-Präsident

  1. Alexandra, ich bin mal wieder beeindruckt und bedanke mich für diese Arbeit.

    Vielleicht gibt es doch mehr Hirnwähler als „Vaginal“-Wähler.

    Mit dieser Wahl wird sich eine „deutsche“ !!!! Regierung vielleicht einmal ein paar Gedanken machen müssen, ob sie gut beraten ist, sich einfach ein anderes Volk zu wählen.
    Trump ist eine Unbekannte, die positive und negative Überraschungen bereit halten kann. Die Clinton war eine sichere Bank für den absoluten Niedergang.

    Wenn die „Vaginalen“, also die großen Kindergartentussies sich Hilly als Frauenrechtlerin schön reden, dann hat die „Frauenbefreiung“ eine zeitlang zu echter Befreiung und Teilhabe geführt, aber die Töchter und Enkeltöchter verspielen es wieder, weil sie zu wenig dafür einsetzen mussten.

    Einer H.C. gehen die Frauenrechte am … vorbei. Eine wie sie nimmt sich, was sie will, auch wenn dafür über die Klinge springen muss, wer im Weg ist. Aber mit Hühnern gibt sie sich nur ab, wenn sie deren Eier braucht, um sie in die Pfanne zu hauen.

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  2. Mir hat gefallen wie Sarah Palin (auch so eine „Unperson“) mit einfachen Worten gesagt hat, die USA sollten aufhören, sich in anderer Länder Politik einzumischen. Und Trump meinte, daß er die Infrastruktur des Landes erneuern wolle und damit viele Arbeitsplätze. Das ist ja voll „Autobahn“ ……..🙂

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    1. Im Zentrum März 2016

      Hoch Interessant, wie falsch und voll daneben diese „hochkarätigen“ Diskussionsteilnehmer [Propagandisten] im März 16 bei Ingrid Turnherr betreffend der Kandidatur von Trump gelegen sind. Und jetzt im Nachhinein wird einem hoffentlich bewusst, wie stupide und unprofessionell das monatelange Bashing gegen Trump von Seiten des „Establishment“ gewesen ist.

      mfg, Otto Just

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      1. Ich habe den Film noch nicht angeschaut, scheint mir aber mal wieder am Wesentlichen vorbeizugehen, nähmlich, daß der Welt die wahrscheinlich kriminellste Frau Amerikas als Präsidentin – Gott sei Dank! – erspart geblieben ist!

        In welcher zwangsebührenfinanzierten Sendung, oder Sendung der ‚Staats‘-Medien schlechthin hört man etwas über die extrem kriminelle Vergangenheit von Hillary Clinton und ihrem ‚Ehe’mann Bill?

        Ich finde, der Wahnsinn hat mittlerweile Ausmaße angenommen, die kaum noch zu beschreiben sind, oder wie ist es zu erklären, daß ein Volk oder ja sogar die ganzen sogenannten ‚Demokraten‘ der Welt sich vor Gram und Scham verzehren, weil nicht eine Superkriminelle zu Präsidentin der Vereinigten Staaten von Amerika gewählt wurde?
        Sind wir mittlerweile alle so blind, so dermaßen umerzogen, daß es uns gar nicht mehr auffällt, dass jedes Wort, das aus dem Mund dieser Schlangenbr[a]ut kommt, eine Lüge ist? Nur ’schöne‘ und wohlgewählte und eingeübte Worte, die verschleiern, welche Abgründe sich in den wahren Absichten dahinter verbergen.

        Schon viele, die die Verbrechen der Clintons veröffentlichen wollten und belegen konnten, wurden von den Serienkillern erledigt.

        Wofür also noch Filme von einem schreienden Trump, wenn ganz andere himmelschreiende Sünden nach Gerechtigkeit rufen?

        Nix für ungut.
        S.

        PS:
        Vielen Dank an Andrea Bader für den Artikel und die ganzen weiterführenden Links!
        Ja, auch die Clinton Stiftung ist ein Thema für sich… man hat das Gefühl, daß das, was man sieht, erst die Spitze des Eisberges ist … man muß sich diese Monstrositäten der Verbrechen, von denen die der Clinton Stiftung ja nur ein Teil sind, immer wieder vor Augen führen, damit man sich nicht wieder von den offiziellen Bildern einlullen lässt. Aber durch das Wegsehen und Schweigen macht man sich mit schuldig an den Verbrechen und Morden an jenen, die die Wahrheit ans Licht bringen wollten oder aus anderen Gründen Opfer wurden.

        Deswegen bin ich der Meinung: Jeder, der um H. Clinton ‚trauert‘, trauert um eine Kriminelle, die auch noch ihren vom Kokainmissbrauch gezeichneten kriminellen Mann wieder in ‚Amt und Würden‘ bringen wollte – und outet sich dadurch selber als Befürworter von Unrecht und Verbrechen der schlimmsten Art. Irgendwann zählt auch die Aussagen: Wir haben doch nichts gewußt! nicht mehr!!!

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      2. du sprichst das richtige an, die leute wollen nicht begreifen, wobei es viele eh schon gecheckt haben, die reagieren dann auf facebook auf andere, die zb von „fehlender frauensolidarität“ sprechen; dafür wird natürlich auch einiges in den medien vorgegeben, wie man hier sieht http://www.slate.com/blogs/xx_factor/2016/11/09/white_women_sold_out_the_sisterhood_and_the_world_by_voting_for_trump.html?wpsrc=sh_all_mob_fb_top

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  3. Viel Vergnügen!

    Es lohnt sich zweimal anzuhören. Einfach alles fantastisch auf den Punkt gebracht. Eigentlich Kabarett vom Feinsten. Dabei wird unseren Qualitätsmedien und Qualitätspolitiker*Innen – ausnahmsweise mal gendersensibel geschrieben – ein blankgeputzter Spiegel vorgehalten.

    6.Trump gewinnt die US-Wahl – wie rudert die deutsche Presse und Politik zurück? Gar nicht.
    http://www.nachdenkseiten.de/?p=35754#more-35754

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  4. Pardon, daß ich Dir einen falschen Namen gegeben habe, Alexandra!🙂 ‚Tschuldigung!

    Wie es schon einer der russischen Oligarchen sagte: Es ist unmöglich an der Macht zu bleiben, wenn man nicht die Medien unter seine Kontrolle gebracht hat. All diese Artikel, wie auch der über die ‚fehlene Frauensolidarität‘ entstammen daher nicht dem Wunsch sachlich zu informieren, sondern sind nichts anderes als der widerliche verlängerte Arm der Macht, der die Aufgabe hat, den Leuten das Hirn zu waschen um ihre Stimme an die ‚Richtigen‘ abzugeben.

    Echte Frauensolidarität ist etwas anderes. Da müsste man sich schon solidarisch mit den Frauen stellen, die von Hillary vergewaltigt, gemobbt, bedroht oder ermordet wurden. Statt dessen lobt die ach so ‚demokratische‘ Menge ihren Henker.

    „I don’t understand, how any women in this country can vote for a woman, who does this to other people
    Kathleen Willey

    VG

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