10 Jahre Wikileaks

Mit einer Pressekonferenz in Berlin, zu der Julian Assange aus der ecuadorianischen Botschaft in London live zugeschaltet wurde, feiert Wikileaks sein zehnjähriges Bestehen. Zu von manchen erwarteten neuen Enthüllungen Hillary Clinton betreffend ist es (noch?) nicht gekommen. Dafür gab es auch eine Stellungnahme der Vereinten Nationen zur Verfolgung von Assange durch die USA, die in ihm einen Terroristen sehen und die Wikileaks des Cyberterrorismus bezichtigen. Doch hat Wikileaks wirklich etwas verändert, und wem nützen die Enthüllungen?

Man kann die Presseunterlagen im Netz ansehen, bei denen auffällt, dass „Cablegate“ mit dem Release von US-Botschaftsdokumenten heruntergespielt wird. Am Ende der Darstellung werden Fragen mit Nein beantwortet etwa Schaden für Personen durch Enthüllungen betreffend, jedoch eines bejaht: dass die Plattform Hillary Clinton und den Democratic National Congress ins Visier nimmt. Sucht man nach Verbindungen zwischen George Soros und Julian Assange, sieht man, dass Assange das Thema Soros-Einfluss generell herunterspielt: „It is common) in the US to allege George Soros is behind everything. To be fair, the only vaguely conspiratorial things that George Soros has been behind is some of the ‚Colour Revolutions‘ in Eastern Europe about five or six years ago that I know about.“

Dann aber wissen einigermaßen politisch Interessierte weitaus mehr als Assange, zumal sich Wikileaks nie mit Soros befasst hat. wenngleich in geleakten Clinton-Mails auch Bezug zu Soros zu finden ist. Da Wikileaks eine Plattform ist, die mit „10 years – 10 million documents“ wirbt, wird zwar gecheckt, was veröffentlicht wird, doch in der Masse an Files werden sich viele verirren. Sie werden dadurch nicht aufgeklärter, sondern haben das Gefühl, dass sie niemandem mehr trauen können. Zudem ist Wikileaks Partnerschaften mit (transatlantischen) Medien eingegangen, auf die man auch bei der Pressekonferenz stolz verwiesen hat. „Weak digital curation undermines impact“ schrieb Wikileaks auf Twitter zu den Soros betreffenden DC Leaks. Es ist vielleicht unbeabsichtigt ironisch, dass Sarah Harrison von Wikileaks, die auch bei der Pressekonferenz sprach, den Willy Brandt-Preis für politischen Mut erhielt. Denn Brandt wurde einst von der CIA unterstützt, wie man etwa der Doku „Germany Made in USA“ entnehmen kann.

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Harrison nahm z.B. am „taz.lab“ zum Thema „I love EU – Solidarität ist machbar“ zur EP-Wahl 2014 teil (die, wie wir inzwischen wissen, von Soros über zahlreiche Förderungen beeinflusst wurde). Die auf Edward Snowden basierenden Enthüllungen über die NSA waren von Anfang an mit Wikileaks verwoben, wie man auch daran sieht, dass Harrison Snowden begleitete: „On 24 June 2013, WikiLeaks said that Harrison accompanied National Security Agency leaker Edward Snowden on a high-profile flight from Hong Kong to Moscow en route to political asylum from US extradition. Dominic Rushe of The Guardian observed that Harrison was a ’strange choice‘ because of her lack of legal qualifications compared to other WikiLeaks staff, such as human rights lawyer Jennifer Robinson. At the time, she had been with the organisation for over two years. On 1 August 2013, Harrison accompanied Snowden out of Moscow’s Sheremetyevo International Airport after he was granted a year of temporary asylum. In 2014 Harrison spoke about her support for WikiLeaks‘ endeavours saying ‚the greatest unaccountable power of today [is] the United States and our Western democracies.'“

Im langen Wikipedia-Eintrag zu Wikileaks finden wir interessante Infos auch zu den Anwälten von Wikileaks und Julian Assange, darunter Amal Clooney, die Ehefrau von George Clooney, der wie Angelina Jolie Mitglied im Council on Foreign Relations ist. In der Darstellung werden Personen, die Wikileaks verlassen haben, als „defectors“ bezeichnet. Der chronologische Ablauf der Leaks ruft in Erinnerung, dass es zuerst darum ging, die bisherige US-Kriegsführung in Afghanistan und im Irak anzuprangern; nicht von ungefähr wurde bei der Pressekonferenz am 4. Oktober 2016 erwähnt, dass die Vereinten Nationen mit geleakten Dokumenten arbeiten, wenn sie Waffeninspektoren schicken und Embargos (etwa gegen Syrien) überwachen. Klar wird auch, dass Wikileaks absolut „mainstream“ ist und keineswegs von einer Außenseiterposition aus „das System“ attackiert („mainstream“ auch, was den 11. September 2001 betrifft).

Dies hängt stark damit zusammen, dass Menschen aus Enthüllungen meist falsche, auf oberflächlichem Wissen und Emotionen basierende Schlüsse ziehen. Als im November 2010 US-Botschaftscables („Cablegate“) zunächst über Medien und in einer Auswahl auch im Netz geoutet wurden, reagierten die meisten mit Häme über „die“ Politik, die sich von den USA vorführen und gängeln lasse. Leider standen die Betroffenen auch nicht (gemeinsam) gegen US-Druck auf, sondern stellten sich auf die Seite derjenigen, deren Pressionen nun für alle erkennbar waren. Medien taten ein Übriges dazu, indem sie sich mit wenig schmeichelhaften Bewertungen in den Cables identifizierten und jene bashten, die für ihr eigenes Land arbeiten wollen.

Sarah Harrison zu den Syrian Files (2012)

Eines der Cables aus Österreich wurde vom interimistischen Botschafter und CIA-Stationschef unterzeichnet und bezeichnete den damaligen Verteidigungsminister Norbert Darabos (SPÖ) als „offen feindselig gegenüber gefährlichen Einsätzen“, weil unsere Soldaten in den Kriegen der Amerikaner nichts verloren haben. „Die“ Medien übernahmen die CIA-Diktion unwidersprochen und lückenlos, was nazürlich deutlich macht, wie „frei“ und „unabhängig“ bei uns berichtet wird (ich habe dies etwa bei einer Medien-Veranstaltung vor ein paar Monaten in Raiding angesprochen). Botschaftsdepeschen zu leaken führt keineswegs dazu, dass sich die Bevölkerung hinter unter Druck gesetzte Politiker stellt, sondern erweckt den Eindruck, es sei die persönliche Schuld oder Charakterlosigkeit von Akteuren, massiver Einflussnahme mit allen (illegalen) Mitteln gegenüberzustehen. Natüŕlich werden im Mainstream pausenlos Bilder geschaffen, mit denen das politische System an sich negativ gezeichnet wird, aber auch jene Ausnahmen, die sich nicht fügen wollen.

Man muss an Leaks wie die Syrian Files denken, die zur Begleitmusik der verdeckten Intervention in einen souveränen Staat gehörten. Ist Wikileaks eine „cognitive infiltration operation„, wie Webster Tarpley andeutet: „Weltweit wächst die Erkenntnis, dass das absurde Theater von WikiLeaks und Julian Assange keineswegs authentisch, sondern vielmehr eine Psychokriegs-Operation ist. WikiLeaks und sein Chef sind die klassische Form von »Limited Hangout« oder partieller Selbstenthüllung, eine Art von reißerischem Striptease, bei der eine Frontorganisation sorgfältig ausgewählte, oft genug auch getürkte Dokumente veröffentlicht, die ihr vom Geheimdienst überlassen werden, und zwar in der Absicht, nicht etwa der CIA, Großbritannien oder den Israelis Schaden zuzufügen, sondern vielmehr klassischen Vertretern auf der »Feindesliste« der CIA wie beispielsweise Putin, Berlusconi, Karzai, Gaddafi oder Rodriguez de Kirchner. In Tunesien haben von WikiLeaks veröffentlichte Dokumente, in denen sich abfällig über Ex-Präsident Ben Ali geäußert wurde, der CIA in Langley schon zu einem unverhofften Gewinn verholfen, indem sie zum eher seltenen Sturz einer etablierten arabischen Regierung geführt haben.“

Seit 1996 veröffentlichte Cryptome geheime US-Dokumente, doch es gab niemals diesen Medienrummel. Gründer John Young lernte sein „Handwerk“ wie „Sektenführer“ Julian Assange unter „Cyberpunks“, ist aber auf Distanz zu Wikileaks, da es für ihn eine „intelligence front“ ist. Young behauptet, dass Regierungen weit mehr selbst durchsickern lassen als alle Plattformen für Leaks zusammen: “They [governments] run operations to leak secrets to test their own system. There are schools to train people doing just that on the Internet. They teach their own people how to run these sting operations by leaking information to test their system. They are sometimes called A-teams and B-teams.“ Es geht auch um riesige Investionen im Bereich Cyber Security, deren Notwendigkeit nicht zuletzt mit Wikileaks und Co. gerechtfertigt wird. Schliesslich bezeichnet man Julian Assange in den USA ja auch als „Terrorist“ und „Cyber-Terrorist“ und hat ihn zugleich über transatlantische Medien weltberühmt gemacht. Young fragt übrigens, ob Bradley (Chelsea) Manning tatsächlich für Leaks verantwortlich ist, weil er wohl nicht den nötigen Netzwerkzugang hatte, es also eine „sting operation“ ist.

John Young im Interview (2010)

Webster Tarpley analysiert nüchtern: „Doch Assange ist, so könnte man einwenden, inzwischen berühmt. Gewiss, aber die von der Wall Street kontrollierten Medien können schließlich jeden berühmt machen, sei es Lady Gaga, Justin Bieber, Snooki – oder eben Assange. Man darf vor der demagogischen Macht dieser Medien nicht kapitulieren, indem man sich so verhält, als sei Assange doch irgendwie legitim. Bisher hat die CIA ihre Farbenrevolutionen mithilfe von Instrumenten wie Twitter, Facebook, YouTube organisiert. Jetzt meint man, über eine Kultfigur zu verfügen, die man den vielen Jugendlichen in der arabischen Welt und den Entwicklungsländern, wo der Großteil der Bevölkerung unter 30 Jahre alt ist, verkaufen könne. Das Ganze ist eine Operation, die entlarvt gehört.

Erst jüngst hat WikiLeaks bei der ‚Jasmin-Revolution‘ in Tunesien eine Rolle gespielt, indem einige interne Telegramme des State Departments veröffentlicht wurden, in denen der luxuriöse, verschwenderische Lebensstil des Ben-Ali-Clans zur Sprache kam, was den Sturz des Regimes auslöste. Die CIA zeigt sich jetzt diebisch erfreut darüber, dass sie mit der Hilfe von WikiLeaks jedes arabische Regime, sei es Mubarak, Gaddafi oder Bouteflika, stürzen und fügsamere Marionetten einsetzen können, die nur allzu bereit sind, auf Konfrontationskurs zum Iran, Russland und China zu gehen. Falls Assange wirklich seine groß angekündigte Weltuntergangs-Maschine gegen die Bank of America oder andere Finanzinstitute durchzieht, dann sollten wir darauf bestehen, dass die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission offenlegt, in welchem Ausmaß bestimmte Hedgefonds, insbesondere die von George Soros kontrollierten, die entsprechenden Aktien leerverkaufen.

Auch Assanges Angriffe auf den Vatikan passen perfekt ins Bild der vier Jahrhunderte währenden Geheimdienstkriegsführung gegen den Heiligen Stuhl, angefangen spätestens mit Guy Fawkes und Lord Robert Cecils Gunpowder Plot (Pulververschwörung) von 1605. Auch hier findet sich also nicht viel Neues und Radikales.“ Tarpley weist auch darauf hin, dass Wikileaks genau jene Frontorganisation sein kann, deren Gründung der US-Regierung nahe gelegt wurde: „Allem Anschein nach wurde WikiLeaks 2006 gegründet. Anfänglich war die Gruppe darauf programmiert, China ins Visier zu nehmen; im Vorstand saßen reihenweise ziemlich suspekte chinesische Dissidenten und Aktivisten für ‚Demokratie‘ aus dem Dunstkreis der Soros-Stiftungen. Interessanterweise gelang WikiLeaks erstmals der Durchbruch bei den Mainstream-Medien in den USA mithilfe eines angeblich liberalen, in Wirklichkeit jedoch eher totalitär gesinnten Mannes, der heute im Weißen Haus zu finden ist – Cass Sunstein.

10 Jahre Wikileaks – mit Assange live zugeschaltet

In Sunsteins Meinungs-Kolumne in der Washington Post vom 24. Februar 2007 lesen wir unter der Überschrift ‚Schöne neue Wikiwelt‘: ‚WikiLeaks.org, die von Dissidenten in China und anderen Ländern gegründet wurde, beabsichtigt, geheime Regierungsdokumente ins Internet zu stellen und sie mit verschlüsselter Software vor einer Zensur zu schützen.« Interessant, dass Sunstein bei der Gründung der neuen Psychokriegs-Operation WikiLeaks dabei war! Derselbe Sunstein ist heute Chef von Obamas Office of Information and Regulatory Affairs im Weißen Haus. In einer im Januar 2008 an der Harvard Law School verfassten Arbeit über ‚Verschwörungstheorien‘ verlangt Sunstein, die US-Regierung solle ganze Gruppen verdeckter Agenten und pseudo-unabhängiger Einflussagenten zur ‚kognitiven Infiltration extremistischer Gruppen‘ einsetzen – gemeint sind Organisationen, Aktivisten und Websites im Internet, die Ansichten vertreten, die laut Cassteins eigener, willkürlicher Einschätzung ‚falsche Verschwörungstheorien‘ darstellen.“

Wenn wir unsere Freiheit im Internet wegen Wikileaks verlieren, sollten wir wenigstens wissen, warum, schrieb Scott Creighton im Dezember 2010 bei Global Research. Er meint, dass eine „dissident site“ seltsamerweise von Anfang an massenhaft Mainstream-Aufmerksamkeit bekam und zitiert als Beispiel TIME vom Jänner 2007: “By March, more than one million leaked documents from governments and corporations in Asia, the Middle East, sub-Saharan Africa and the former Soviet Bloc will be available online in a bold new collective experiment in whistle-blowing. That is, of course, as long as you don’t accept any of the conspiracy theories brewing that Wikileaks.org could be a front for the CIA or some other intelligence agency.” Mit den Hervorhebungen im Text macht der Autor klar, dass die Wahrheit ohnehin durchscheint.

Als ich daran ging, diesen Text ins Netz zu stellen, hatte ich gerade die Live-Übertragung der Wikileaks-Pressekonferenz gesehen (auch die BBC hat übertragen). Inzwischen sind Videos dazu abrufbar wie das oben eingebundene von Russia Today, sodass sich jede/r selbst ein Urteil bilden kann. Die gross angekündigte „October Surprise“ mit neuen Clinton-Enthüllungen blieb aus, dafür bat Assange um mehr Spenden, damit man mehr Leute beschäftigen kann, und er bedankte sich u.a. bei Human Rights Watch (Soros) oder transatlantischer Presse (wie dem „Spiegel“). Bei Wikileaks erscheint vieles auf den ersten Blick positiv wie die Belohnung für Informanten im Bereich der #LabourLeaks, da Parteichef Jeremy Corbyn (mit NATO-kritischer Haltung) massiv zugesetzt wird. Dies gehört jedoch zur Absage an das politische System generell, da die Menschen dazu angehalten werden, nicht mehr zwischen PolitikerInnen zu differenzieren, sondern alle abzuschreiben. Auf diese Weise können Wahlen auch leichter verschoben, verzögert, sabotiert werden, wie Gerhard Wisnewski in diesem Video ausführt.

Jakob Augstein über die Rolle der Medien

Während man auf infoplattformen, Webseiten und Blogs und in extra produzierten Videos Informationen in dosierter Form finden kann, überlässt Wikileaks dem Mainstream und der Bevölkerung alles im wesentlichen unkommentiert zur Bewertung. Im oben eingebundenen Video meint Jakob Augstein („Spiegel“-Kolumnist und Herausgeber des „Freitag“), dass Leserinnen und Leser gar nicht in der Lage sind, die Seriosität eines Dokuments zu beurteilen. Wie praktisch, dass es die „Qualitätsmedien“ (wie sie sich gerne selbst nennen) als Filter gibt und man auch ein Teile und Herrsche-Spiel durchziehen kann, da Augstein als „Freitag“ am Putin-Bashing wegen der Ukraine nicht beteiligt war und sich so querstellte, er als „Spiegel“ aber die Agenda der Destabilisierung durch Masseneinwanderung vertritt! Natürlich ist Augstein auch auf Linie, wenn es darum geht, die (Soros-geförderten) Panama Leaks umzumünzen auf die „Flüchtlingskrise“, indem fiktive Staatseinnahmen belegen sollen, dass genug Geld für alle da ist.

Typisch ist auch, dass Journalisten und Journalistinnen einander als Experten präsentieren, wie man am Beispiel von John Goetz sieht, einem Amerikaner, der bei der Wikileaks-Pressekonferenz sprach und der 1989 nach Berlin ging, um dann zunächst aus Osteuropa zu berichten. Er habe ja „als Fachmann Einblick in die Snowden-Dateien gehabt“ stellt ihn die Tagesschau vor. Damit wird die Deutungshoheit wie zuvor und danach bei Wikileaks vergeben, ebenso wie Autorinnen und Autoren und Politikerinnen und Politiker mit dem Etikett „kritisch“ versehen werden. So feierte der „Grüne“ Peter Pilz., der vor genau 30 Jahren auf eine Wahlliste gehievt wurde, um US-Interessen zu dienen, sich selbst und FM4-Mitarbeiter Erich Möchel als „die Spionageabwehr Österreichs“, weil der Verfassungsschutz (per Vertrag an die USA gefesselt) versagt.

Dass Massenüberwachung a la NSA wenig mit Spionage zu tun hat, wird nicht nur von diesen beiden bewusst ignoriert, denn dann müssten sie sich gegen verdeckte Operationen stellen, statt zu Erfüllungsgehilfen zu werden. Bei Augstein ist übrigens auch bezeichnend, dass er „Steuerung“ der Berichterstattung kategorisch leugnet, wohl aber scheinbar selbstkritisch eine Art Herdentrieb im Mainstream sieht. Es ist aber auzuschliessen, dass „Alpha-Journalisten“, zu denen er sich gerne zählen lässt, wirklich keine Ahnung haben. in den Redaktionen selbst kann man jedoch durchaus Leuten begegnen, die zu naiv sind, um einmal über den Tellerrand zu blicken. Man darf auch nicht vergessen, dass Personen wie Julia Schramm von der „Stasi-Stiftung“ über „Netzaktivismus“ als Pseudo-Überwachungskritiker(innen) auf den Schild gehoben wurden….

17 Gedanken zu “10 Jahre Wikileaks

  1. Was den Artikelinhalt betrifft, sind bei alle bekannten, sogenannten „Enthüllungsplattformen“ wie Wikileaks, Cryptome und dergleichen, sowieso deren, nur fürs ungeübte Auge / Gemüt als leak empfundener, Content, von der US-Administration vorab bereits autorisiert. Ohne der notwendigen Autorisierung würde nämlich KEINER der Erwähnten mehr als 72 Stunden in gewohnter Freiheit bzw Unversehrtheit überstehen.

    Das weiß ich zu 100 % vom lieben John Young, Cryptome, der im ständigen schriftlichen Austausch ist mit den zuständigen Behörden, mal der CIA, mal NSA, mal Homeland Security und mal Dieses, weil ein andermal Jenes, steht usw – aber niemals unautorisierte Dokumente hochgeladen hat.

    Dass Massenüberwachung a la NSA wenig mit Spionage zu tun hat, wird nicht nur von diesen beiden bewusst ignoriert,

    Womit soll Massenüberwachung a la NSA sonst zu tun haben, wenn nicht mit, zum Teil sogar Ziel orientierter, Spionage, Alexandra ?
    mfg, Otto Just

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  2. Jetzt, wo wir gelernt und hoffentlich alle restlos begriffen haben, dass „Massenüberwachung*“ a la NSA „ausschließlich“ mit „Spionage“ zu tun hat, [womit auch sonst ?] und, um ein Gespühr dafür zu erarbeiten, um künftig hin, alle mit Spionage verknüpften Techniken leichter zu identifizieren, könnte das folgende Video ein möglicher, Rat gebender, Einstieg sein.

    mfg, Otto Just

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    1. Danke, was ich meinte und wofür ich nicht den richtigen Begriff verwendete, war natürlich Geheimdienstarbeit. Wobei ich mich in dieser Beurteilung der NSA und ihrer Massen-Ausspähung mit Annie Machon treffe, die für die Briten arbeitete;richtig ist Geheimdienstarbeit und nicht Spionage….

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      1. Danke, was ich meinte und wofür ich nicht den richtigen Begriff verwendete, war natürlich Geheimdienstarbeit.

        Da geb ich Dir Recht, Allexandra, Massenüberwachung hat wenig mit Geheimdienstarbeit zu tun, da Massenüberwachung ausschließlich mit Spionage zu tun hat. Schau Dir dazu die Funktionsweisen von FinFisher, XKeyscore, usw. mal genauer an😉 Bedienungsanleitungen bis hin zu Repräsentationen lassen sich mit entsprechender Suchkompetenz relativ leicht mittels Google finden

        Was das vorgebliche Treffen mit der Ex-Agentin Annie Machon betrifft, sei Dir nur Eines ans Herz gelegt: Alexandra, sei bitte, bitte vorsichtig; pass auf Dich auf – Stichwort: ca 1999 Oswald LeWinter; Bedenke bitte auch mögliche Konsequenzen daraus oder aber: Mache einen Folgenschweren Fehler überhaupt nur einmal in Deinem Leben.

        mfg, Otto Just

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  3. Appendix zu den 2 von mir vorangegangenen Kommentaren:

    Für all jene, welche bei dem Begriff „Massenüberwachung“ [Definitionsmäßig] noch immer im Dunklen nach einer brauchbaren Übersetzung suchen, sei die folgende Definition als hinweisender Anhaltspunkt gegeben:

    Massenüberwachung = Überwachung mittels „Masse an technischen Möglichkeiten“;

    Was heißt das nun genau:

    Mit der Masse an technischen Möglichkeiten und Variationen soll ein lückenlosen, weil fokussiertes / gezieltes, Überwachen einzelner, im Voraus festgelegter, Individuen / Menschen ermöglicht und, nach Möglichkeit, auch dauerhaft etabliert werden.

    mfg, Otto Just

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    1. Ich denke, die Bezeichnung Masse hat hier eine andere Bedeutung, Otto. In diesem Kontext geht es um die Masse an Daten; sicher werden diese mit einer Menge an Möglichkeiten gesammelt. Und natürlich ist Masse auch aud die Überwachten bezogen, es gibt ja immer auch Vergleiche mit Staubsaugern. Indem man also eine Masse an Daten über eine Masse an Menschen sammelt, kann man Infos darin finden, auf die man sonst nur durch direkte Überwachung Zugang hat. Nun genügen ein paar Mausklicks,und du kannst aus der Datenmasse das herausfiltern, was bestimmte Zielpersonen betrifft…

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      1. Ich denke, die Bezeichnung Masse hat hier eine andere Bedeutung, Otto.

        Du denkst eben wie eh die meisten Anderen der Masse auch, Alexandra. Das müsste eigentlich auch Dir mal zu denken geben. Habe ehrlich gesagt, auch nie erwartet, dass meine zur Auflösung beitragende Erläuterungen betreffend Massenüberwachung, bei Dir je auf fruchtbaren Boden gelangen könnten; eher war und ist es mir ein Anliegen, mit meiner obigen Begriffserklärung betreffend Massenüberwachung, den interessierten mitlesenden Durchschnittsbürger eine Lösungshilfe für den Begriff: Massenüberwachung, für weitere, ans Ziel führende, Überlegungen zur Verfügung gestellt zu haben. Als Wink, sozusagen.

        mfg, Otto Just

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      1. erstmal ganz kurz, um dich zu beruhigen: bin machon einmal begegnet, bei veranstaltung in wien vor zwei jahren, das wsr’s…

        Dachte mir eh gleich, Alexandra, dass Du mir, in Wahrheit, wieder bloß mal imponieren wolltest, wenn Du ganz kühn schreibst: „Wobei ich mich in dieser Beurteilung der NSA und ihrer Massen-Ausspähung mit Annie Machon treffe, die für die Briten arbeitete;

        Denn: Die bereits seit 1996 vom Britischen MI5 korrekter- und bezeichnenderweise als abtrünnige [defected] Verräterin gelistete, Annie Machon, [ein guter Grund, höchste Vorsicht walten zu lassen] könnte Dir in Sachen NSA und Massenüberwachung sowieso genau so wenig Verlässliches berichten, wie ein Blinder über das Mischen von Farben. Nicht, weil Annie Machon etwa Dumm ist, sondern weil Heute, im Gegensatz zu den 90ern des vergangenen Jahrhunderts, ganz andere Skills / Fähigkeiten von Nöten sind, um überhaupt sich mal einen Überblick zu erarbeiten, und diesen Überblick nach Möglichkeit auch zu behalten.

        Merke: Egal was Leute noch so daher stammeln mögen: Unsere Erde dreht sich doch !!!😉

        mfg, Otto Just

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  4. Danke für deine Ratschläge, eins noch: Machon ist seit fast 20 Jahren nimmer dabei, da ist schon viel Zeit verstrichen, das relativiert dann manches…

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    1. Gerne geschehen, Alexandra ! Hier noch ein aufschlussreiches Video, das zeigt, dass der negativ manipulierende Einfluss von Annie Machon NICHT etwa in den 90ern des vergangenen Jahrhunderts geendet hatte, sondern bis zum heutigen Tage, da Machon nun selbst für die nötige Öffentlichkeit sorgen kann, von Vielen, meist getrieben vom pathologischen Geltungsdrang [wahrscheinlich das, was die Personen im Video verbindet], NICHT erkannt wird. LEIDER !

      Bitte genau hinhören !

      Quasi ein Who is Who an Versagern innerhalb der Europäischen Union; Kein Wunder also, dass diese Herrschaften einer Machon förmlich aus der Hand fressen, einerseits, und andererseits wiederum sicher gehen können, dass sich, wenn man eine Machon [eine Verräterin / traitress], also eine Kriminelle an Bord hat, an den zerstörerischen Zuständen, auch in der nächsten Zeit nichts gravierendes zum Positiven hin wird ändern können. Auf Kosten der Steuerzahler, was sonst ? !

      Frage: Was hat sich seit den Enthüllungen durch Edward Snowden verändert und zwar zum Guten hin verändert ?

      Antwort: Zum Guten hin hatte sich seit den Enthüllungen durch Edward Snowden NICHTS verändert, aber dafür umso augenfälliger tendierte die Veränderung hin zum Schlechten. Die Überwachungskapazitäten wuchsen seither um ein Vielfaches. Der daraus resultierende Schaden darf bereits zum jetzigen Zeitpunkt als irreversibel bezeichnet werden.

      Frage: Wozu also diese ScheinQuatschRunden ?

      Antwort: Um möglichst lange, den Völkern Europas gegenüber, den Schein der Rechtschaffenheit zu wahren !

      mfg, Otto Just

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    2. Mit den Geheimdiensten (z.B. Annie Machon) ist es wie mit den Freimaurern (z.B. Alexander vd Bellen). Es wird die Illusion aufrechterhalten, dass es dort Ex-Mitglieder gibt, was Außenstehenden vermitteln soll, dass man aus diesen Organisationen gefahrlos und einfach wieder aussteigen kann und es so eine Art Schach-Club sein soll.

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      1. Frater B.

        Dass Sie die Prinzipien der Geheimdienste mit den Gepf-logen-heiten der Freimaurerei gleichsetzen, könnte eigentlich nur an den geheimnisumwobenen Schauermärchen und Phantastereien über die Freimaurerei liegen, die es immerhin zu Hauf und problemlos im Internet zu aufzufinden gibt.

        und was die Person Annie Machon betrifft gilt wie besprochen: „Denn: Die bereits seit 1996 vom Britischen MI5 korrekter- und bezeichnenderweise als abtrünnige [defected] Verräterin gelistete, Annie Machon, [ein guter Grund, höchste Vorsicht walten zu lassen] könnte Dir in Sachen NSA und Massenüberwachung sowieso genau so wenig Verlässliches berichten, wie ein Blinder über das Mischen von Farben.“

        Merke: ganz besonders auf entsprechende Wortwahl zu achten, wie zB. „defected“; Das Signalwort „defected [(oberes Stübchen) kaputt]“ beschreibt den Zuverlässigkeitsgrad von Annie Machon. Mit einer Annie Machon gelangt man mitunter schnell in die Teufels Küche, bei unbedarften Umgang

        mfg, Otto Just

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      2. Sehr geehrter Herr Just,

        Da sie ja so gut über Geheimdienste und die Freimaurerei Bescheid wissen und für diese relativieren, darf ich sie fragen, bei welchem dieser zwei Clubs sie denn tätig sind? (Vergessen Sie’s, ist ’ne rethorische Frage.)

        mfG,
        Frater B.

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      3. Sehr geehrter Herr Frater B.

        (Vergessen Sie’s, ist ’ne rethorische Frage.)

        Rhetorik ist zwar gutArgumentieren (auf der Grundlage von Fakten) ist besser, viel besser !!! Darum bleibe ich beim Argumentieren. Und wie steht’s dabei mit Ihnen, Herr Frater B. ?

        mfg, Otto Just

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      4. Noch was Herr Frater B.

        Selbstverständlich arbeite ich weder für die Freimaurer noch für irgend einen Geheimdienst. Der Freimaurerei konnte ich nie etwas, für mich brauchbares, abgewinnen und für eine Mitarbeit bei den Geheimdiensten, wäre ich völlig fehl am Platz. Ich bin es nämlich gewohnt, über meine Handlungen nach Lust und Laune mit Dritten zu reflektieren; und kenne mich eben selbst am Besten; und ich werde bleiben, was, und wie ich bin; bei den Diensten ist jedoch Verschwiegenheit und Diskretion das A und O das jeweilige Erfolgesmodel – wenn Sie verstehen, was ich meine.

        Da ich jedoch von der Wichtigkeit reibungslos funktionierender Geheimdiensttätigkeiten [Gefahrenabwehr, eine Voraussetzung zur Sicherstellung der Integrität eines Staates] fest überzeugt bin, habe ich Geheimdienstarbeit im Dienste der Republik Österreich nie angestrebt.

        mfg, Otto Just

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