Angelina Jolie und die Flüchtlingskrise

Auf den ersten Blick ist die Trennung von Angelina Jolie und Brad Pitt nur für Menschen interessant, die das Leben von Stars verfolgen. Doch Pitt ist durch seine strenggläubigen Eltern geprägt, während Jolie eine Familie haben wollte, die mit drei eigenen und drei adoptierten Kindern auf der ganzen Welt zuhause ist. Als Jolie bei den Dreharbeiten zu „Lara Croft“ im Jahr 2001 Interesse für humanitäre Fragen entwickelte und sich an das UNHCR wandte, wurde sie UNHCR-Good Will Ambassador, später Sonderbotschafterin.

Jolie schlägt vor, dass EU-Staaten ihre Grenzen öffnen, um Millionen MigrantInnen aufzunehmen, und sie kritisiert jene, die Bedenken gegen Masseneinwanderung haben, weil diese Menschen PolitikerInnen auf den Leim gingen, die Ängste schüren. Sie vergleicht die Flüchtlingskrise mit dem Zweiten Weltkrieg, weil auch sie jener Moment sei, den eine Generation nur einmal erlebt, wo Nationen zusammenhalten müssen. Pitt wird so ziemlich alles vorgeworfen, da Jolie ihr Vorgehen offenbar minutiös geplant hatte. Für sie änderte sich nach einer wilden Zeit bis zu den Lara Croft-Dreharbeiten alles, als sie ein Kind aus Kambodscha adoptierte: „I knew once I committed to Maddox, I would never be self-destructive again.“

Angelina Jolie 2008 beim Council on Foreign Relations

Sie trennte sich damals von Billy Bob Thornton nach dem gleichen Muster wie heute, denn sie warf ihm vor zu trinken und Affären zu haben: „Thus Jolie began her pivot from savage, man-stealing sex bomb to valiant single mom of an indigent child. She began working with the United Nations as a goodwill ambassador. Her time in Cambodia, she said, ‚made me suddenly realise certain things about the world and how much I had to learn.‘ She was a spoiled Hollywood brat who orchestrated her public awakening to the less fortunate and duly expressed shame. As an actress, things were less exciting. She trudged along in a series of unremarkable movies: Original Sin, Life or Something Like It, Beyond Borders, Alexander.“

Mit Brad Pitt kam sie 2004 bei den Dreharbeiten zu „Mr. and Ms. Smith“ zusammen, als er noch mit Jennifer Aniston verheiratet war. 2005 adoptierte sie ein Mädchen aus Äthiopien und kündigte dies im „People Magazine“ an, und sie machte massiv Werbung für ihre Arbeit als UN-Sonderbotschafterin. Pitt und Jolie gingen 2006 mit den beiden Adoptivkindern nach Namibia, wo Jolie ein Mädchen zur Welt brachte und die Familie von Reportern abgeschirmt wurde. In dieser Zeit liess Jolie Journalisten auch Verträge hinsichtlich ihrer Veröffentlichungen unterschreiben, sodass durch die jetzige Trennung plötzlich mehr über Pitt und Jolie bekannt wird als in den letzten 12 Jahren. Medien sehen in Jolie eine großartige Manipulatorin, die immer bestimmt hat, wie sie in der Öffentlichkeit dargestellt wird und bei Trennungen anderen die Schuld zuschob. Sie adoptierte einen Buben aus Vietnam, dessen Mutter noch lebte, und gebar im Jahr 2008 Zwillinge. 2006 gründete Jolie die auch nach dem ersten Adoptivkind benannte Maddox Jolie Pitt Foundation, die aus Honoraren von Zeitschriften in Millionenhöhe wohltätige Spendengelder machen sollte.

„In 2008, the year they sold pictures of the twins to People for $US14 million, the foundation gave away a little over $6 million. The UN High Commission on Refugees got $US100,000; the Council on Foreign Relations — which extended membership to Jolie the year before — got $110,000, and Pitt’s own non-profit, Make It Right, got $1 million“, heisst es in einem Artikel. Und weiter: „The year before, the MJP Foundation listed itself as a ‚consultant‘ to Make It Right, earning $US204,867 in fees. It also listed nearly $4 million in assets invested, with, among others, Goldman Sachs and Merrill Lynch. They donated just $1.4 million, with $333,000 going to the UNHCR, which finally, after nearly $1 million in total donations from MJP, named Jolie a special envoy in 2012. In 2014, People paid $US2 million for the Jolie-Pitt wedding photos. But the magazine doesn’t appear on MJP Foundation filings. However, Asprey, the jewellery company that has commissioned designs from the couple, does.“

CFR-Werbevideo mit Angelina Jolie

Jolies Multikulti-Kinder sind immer wieder Thema in Magazinen, etwa wenn Tochter Vivienne mit gerade mal acht Jahren Arabisch lernen möchte. Und die Mutter wird Gastprofessorin an der London School of Economics, was manche Kritik hervorgerufen hat. Im zitierten Artikel lesen wir auch: „She is reportedly seeking to move to England permanently to join the House of Lords, which requires UK citizenship, and remake herself yet again, this time as a politician.“ 2014 sagte sie, dass sie eigentlich nie gerne vor der Kamera gestanden sei; doch dort hatte sie Erfolg, während sie als Drehbuchautorin und Regisseurin scheiterte. Daniel Rezner befasste sich mit Celebrities und Weltpolitik und gesteht Jolie zu, dass sie wie andere GastprofessorInnen den StudentInnen durchaus etwas beibringen kann. Immerhin ist sie wirklich gut darin, sich als Star mit politischer Agenda zu vermarkten, doch Rezner hätte lieber die Frauenrechtsaktivistin Salma Hayek als Vortragende.

Jolie sprach immer wieder beim Council on Foreign Relations, befasste sich z.B. mit der Situation in Darfur und brachte das bei Amazon sehr gut bewertete Buch „Notes from My Travels: Visits with Refugees in Africa, Cambodia, Pakistan and Ecuador“ heraus. Ihr Wikipedia-Eintrag, der viel umfassender ist als der des an Architektur interessierten Brad Pitt, macht deutlich, dass Jolie eine jener Frauen ist, deren Name auf der ganzen Welt bekannt ist. Kann es mehr als einen chronologischen Zusammenhang zwischen dem Karriereschub mit Lara Croft, den Adoptionen und der Tätigkeit als UNHCR-Sonderbotschafterin geben? Es scheint, dass Jolie zur Celebrity gemacht wurde, weil man mit ihr auch die Agenda des Weltstaates und der offenen Grenzen weltweit pushen kann und alle erreicht, auch die Menschen, denen Politik egal ist.

Und jetzt gibt es mehr Berichterstattung denn je, wie dieses Beispiel zeigt, das mit einem Foto von Jolie bei „einem ihrer zahlreichen UN-Auftritte“ illustriert ist: „Ich klärte meine Gossip-resistente Hälfte darüber auf, dass Angelina Jolie sich seit einer Woche in Malibu versteckt hält, kurz hinter dem beliebten Point Dume State Beach. Wie sich herausstellte nur ein paar Häuser entfernt vom Lunch-Date meines Mannes“, schreibt Jessica Mazur, deren Mann einen Geschäftspartner besuchte und berichtete, dass sie beim Schwimmen nach dem Lunch von Securities mit Ferngläsern beobachtet wurden. Die Hollywood-Insiderin hat auch gehört, dass Jolie ein Team angeheuert hat, das für den früheren britischen Außenminister William Hague gearbeitet hat und mit allen Schmutzwassern gewaschen ist.

Jolie über 65 Millionen Menschen auf der Flucht

Sohn Maddox trank schon mit neun Jahren Alkohol, heisst es, und Tochter Shiloh wäre lieber ein Junge und nennt sich John. Jolie wird von der „Bunten“ so beschrieben: „Sie ist ein Vorzeige-Gutmensch: Angelina Jolie (41) verbringt ihre Zeit damit, um die Welt zu jetten, in der Mission, Kindern in armen Ländern ein besseres Leben zu ermöglichen. Einige haben es sogar zu ihr nach Los Angeles geschafft. Ihre Söhne Maddox (15) und Pax (12) sowie Tochter Zahara (11) holte sie aus Entwicklungsländern zu sich – in ein Leben mit Villen, Pools, Reichtum im Überfluss.“ Und die „Bunte“ fragt: „Wie entwickeln sich Kinder, die die Aufmerksamkeit ihrer Eltern nicht nur mit fünf anderen Geschwistern, sondern auch mit den Projekten ihrer Schauspieler-Eltern teilen müssen? Die ständig von A nach B jetten, zum Geburtstag Kriegsgebiete und Flüchtlingscamps besuchen statt den örtlichen Spielplatz und jetzt auch noch Streitpunkt einer öffentlichkeitswirksamen Scheidungsschlacht werden?“

Bereits vor der Trennung wurde Jolies Agieren etwa von Allison Pearson im „Telegraph“ äußerst nüchtern beurteilt, nachdem die Schauspielerin mehr „Großzügigkeit“ im Umgang mit Flüchtlingen gefordert hatte (siehe auch eingebundenes Video). Pearson schreibt etwa: „You will doubtless share my delight at the heartwarming news that Angelina Jolie-Pitt is to fling open the doors of her 35-room, $60million chateau in the south of France to refugees. The Jolie-Pitts have completed the $5million renovations so their grateful, deracinated guests will be able to enjoy the vineyard, the 20 fountains and the lake, not to mention the furniture specially designed by Brad.“ Es überrascht nicht, dass Jolie wie George Clooney (ebenfalls Council on Foreign Relations) oder US-Präsident Barack Obama Angela Merkel lobt.

Und dies, obwohl Merkel EU-Recht außer Kraft gesetzt hat, was für Jolie nicht zählt, weil die Kanzlerin es offenbar gut gemeint hat: „Well, Mrs Merkel’s ‚beautiful, emotional place‘ has now led to an ugly, unfeeling, face-saving agreement with Turkey which has already seen reports of refugees being shot dead on the border with Syria. The EU’s Faustian pact with President Erdogan means bribing Turkey to stop refugees entering Europe by giving Turks visa-free access. A plan which, as Sir Richard Dearlove, the former head of MI6, points out is about as sensible as storing gasoline next to the fire you are trying to extinguish. Such complexity and awareness of risk to European citizens seem to be beyond Angelina Jolie. Like many actors she looks most uncomfortable when required to play herself. The star dares to accuse us of taking a ‚hardline on immigration‘ when both she and her children are completely immune from its consequences.“

Jolie und syrische Flüchtlinge (sie forderte eine Militärintervention)

Pearson erinnert daran, wie Pitt und Jolie 2006 in Namibia erwarteten, dass das „Burning Shores Resort“, ein Luxushotel, ausschliesslich für sie und ihre Entourage zur Verfügung steht, um absolute Privatheit zu garantieren. Welch ein Gegenstz sei dies zur Erfahrung schwangerer Britinnen, die Spitäler wegschicken, weil sie wegen der unkontrollierten Einwanderung voll sind. Pitt und Jolie sind genauso weltfern wie jene EurokratInnen, die Entscheidungen aus der Perspektive ihrer Lear-Jets und Dienstwägen treffen. Welche Wirkung Jolie entfaltet, die mit Pitt „das berühmteste Paar der Welt“ bildete, wird klar, wenn wir sie sowohl bei US-Außenminister John Kerry am Weltflüchtlingstag sehen als auch als Dauergast in den Klatschspalten erleben.

Offenbar hatte Brad Pitt immer größere Bedenken wegen ihres Lebensstils und entfremdete sich von Jolie besonders nach der Hochzeit vor zwei Jahren, auch weil er permanent bei Dreharbeiten war: „Seit dem letzten gemeinsamen Filmprojekt ‚By the Sea‘ (2015), in dem Brangelina ein Ehepaar in der Krise spielen, war das Paar die meiste Zeit über räumlich getrennt. Während Pitt in Europa drehte, werkelte Jolie als Regisseurin an ihrem Streifen ‚First They Killed My Father: A Daughter of Cambodia‘ und reiste in ihrer Funktion als UNHCR-Sonderbotschafterin in Krisengebiete.“ Mit der Zwischenüberschrift „Jolie – die nächste Mutter Teresa?“ geht es weiter: „Seit Bekanntwerden der Scheidung von Brad Pitt und Angelina Jolie wird auch allerhand über den möglichen Trennungsgrund gemunkelt: Von Pitts Aggressionsproblemen, Alkohol und Drogen sowie einer Affäre mit Schauspielerin Marion Cotillard war die bereits die Rede. Inzwischen kursieren immer wildere Gerüchte um das Ehe-Aus von Brangelina.“

Sicher ist, dass Jolie politische Ambitionen hat: „Als Drehbuchautorin und Regisseurin landete sie drei grandiose Flops. Es waren ernste, schwere Filme, die kaum jemand sehen wollte: ‚In the Land of Blood and Honey‘, ‚Unbroken‘ und das Ehedrama ‚By the Sea‘. Der Durchbruch zur Überregisseurin gelang ihr damit, so viel lässt sich sagen, nicht. Dafür passierte etwas anderes, praktisch als Nebeneffekt: Einer Britin bosnischer Herkunft, die als Bürgerkriegsflüchtling nach Großbritannien gekommen war und sich dort bis in Außenministerium als Beraterin hochgearbeitet hatte, gefiel Jolies erster Film. Sie überredete Außenminister William Hague zu einer offiziellen Vorführung im ehrwürdigen Foreign and Commonwealth Office.

jolie

Tweet der BBC

Und der Rest, wie es heißt, ist Geschichte: An diesem Abend im Jahr 2012 begann Angelina Jolies dritte Verwandlung. Sie hatte zwar schon zuvor als Sonderbotschafterin für die Uno gearbeitet und sich für Frieden eingesetzt. Doch nun verwandelte sich der Wunsch, den viele Stars und Sternchen hegen, die Welt zu verbessern, in konkretes Engagement. An diesem Abend im Gespräch mit dem britischen Außenminister verwandelte Angelina Jolie sich in eine Politikerin. Von nun an sah die Welt sie hauptsächlich in Krisengebieten, wo sie mit Opfern sexueller Gewalt redete, oder in Konferenzräumen, wo sie an der Seite von Machthabern Pressekonferenzen gab.“ Pitt wiederum störte sich „an den Beraterinnen, die Jolie engagiert hat, um ihre politische Karriere voranzutreiben. Außerdem missfallen ihm die endlosen Reisen ins Elend, auf die Angelina die Kinder mitnimmt, weil sie findet, das sei gut für ihre Entwicklung.“

Schliesslich ging es auch um den „Wechsel vom sexiest man zum unsexiest man“, den
„neuen Mann an Jolies Seite“:  „Einen, der kaum weniger geschaffen sein könnte für diese Rolle. William Hague, der ehemalige britische Außenminister, ist das Gegenteil eines Frauenschwarms. Doch im vergangenen Jahr hat er sein Unterhausmandat niedergelegt, weil er mehr Zeit mit Angelina Jolie im Kampf gegen sexuelle Gewalt im Krieg verbringen will.“ Tatsächlich geht es wohl um Jolies Agenda bei der Auflösung von Nationalstaaten, die man auch der gewöhnlichen Starmagazin-Leserin auf diese Weise näherbringen kann. Brad Pitt war offenbar vollkommen überrumpelt, tritt aber nur über Dritte mit seiner Version der Ereignisse, etwa des Streits mit Maddox an die Öffentlichkeit. Seine Eltern, sein Bruder und deren Freunde, etwa ihr Pfarrer und dessen Familie halten jedenfalls zu Brad. Als Angelina Jolie sich die Brüste entfernen ließ, weil sie genetisch erhöhtes Krebsrisiko hatte, wurde auch Pitt in Interviews danach befragt.

Und damals wurde sie wie heute quer durch die Medien für ihren Mut gefeiert; manche empfanden es sogar als feministischen Schritt, sich zu so einer Operation zu bekennen. Anhand der „Emma“ sieht man, wie Jolie auf allen Kanälen dafür geeignet war, die Agenda der Globalisierer zu transportieren: „Wie kein zweites öffentliche Paar – außer vielleicht Bill und Hillary Clinton – standen Angelina Jolie und Brad Pitt für das Versprechen, dass eine Beziehung auf Augenhöhe möglich ist. Und zwar nicht nur mit einem, sondern gleich mit sechs Kindern, drei davon selber produziert, drei adoptiert. Wenn Sie Hauptrollen spielte, wie zuletzt u.a. in dem Disney-Blockbuster ‚Maleficient‘, war Er mit am Set und passte auf die Kinder auf. Wenn Sie Regie führte (wie beim Anti-Kriegs-Film ‚In the Land of Blood and Honey‘ über den Bosnienkrieg), passte Er auf die Kinder auf. Wenn Sie als UN-Botschafterin für Flüchtlinge um die Welt reiste, gab Er zu Hause in Hollywood den Daddy. Wenn Sie an der London School of Economics als Gastprofessorin lehrte …“

braxit

Tweet der „Kronen Zeitung“

Die „Emma“ fragt, wann wir „die letzte Schlagzeile über Brad Pitt gelesen (haben), die nichts mit Angelina Jolie zu tun hatte? Richtig, er hat 2014 als Produzent für ’12 Years a Slave‘ den Oscar in der Kategorie ‚Bester Film‘ bekommen. Brad Pitt hat endlich einen Oscar – aber nicht als Schauspieler, sondern ’nur als Produzent‘.“ Jolie aber sei „in den vergangenen Jahren in die Rolle einer übermächtigen Mutter Courage“ hineingewachsen:  „Die Frau, die einst für das Ausmaß ihrer Brüste berühmt war; die mit ihren Drogen-Eskapaden, Tätowierungen, Affären (Frauen wie Männer) die Klatschpresse zum Schäumen brachte, diese Frau ist heute: die berühmteste, schönste und coolste Weltretterin der Gegenwart.“ Und dies geschieht einfach so, ohne dass jemand dies will und ermöglicht?

Schliesslich ist es auch die „Emma“ selbst, der wir entnehmen können, dass Hollywood immer noch ein Männerverein ist. Was „Brangelina“ bzw. „Braxit“ betrifft, wandelt frau auf den Spuren der Klatschmagazine, deren Behauptungen in Stichworten zusammengefasst werden, um dann zu schreiben: „Eine andere? Angelina Jolie war auch mal die Andere. Vor elf Jahren. Da war Jennifer Aniston noch die Eine. Mit der war Brad Pitt verheiratet, als er Angelina Jolie 2005 am Set zu ‚Mr. & Mrs. Smith‘ kennen und lieben lernte. So jedenfalls hatte man sich das damals vorgestellt. Wieso sonst sollte jemand eine Frau verlassen, die so witzig ist wie Jennifer Aniston?“ Mit anderen Worten wird Pitt und nicht auch Jolie etwas angelastet, das Aniston damals sicher sehr verletzt hat, worüber sie – selbst verheiratet – aber längst hinweg ist.

Frau braucht Aniston ja auch nur, um zu psychologisieren: „Könnte es sein, dass Brad Pitt eine Schwäche für starke Frauen hat – die dann aber für ihn zu stark werden? Könnte es sein, dass nicht nur Otto Normalverbraucher seine Ehefrau am häufigsten betrügt, wenn sie ihm ökonomisch oder sozial oder intellektuell überlegen ist – sondern auch ein Hollywoodstar so tickt? Zu ihrer Demütigung und seinem Triumph?“ LeserInnnen fragen nicht zu Unrecht, ob wir uns bei der „Bunten“ befinden bzw. warum Themen an Prominenten aufgehängt werden müssen. Ganz ohne Psycho-Schienen kann man/frau aber Mutmaßungen darüber anstellen, wie „stark“ Frauen wirklich sind, die uns so präsentiert werden, weil sie genau in die Agenda passen, weil sie gegen Staatsgrenzen auftreten und selbst auf Multikultifamilie mit Transgender-Touch setzen. Und ob Brad Pitt schlicht nicht ahnen konnte, worauf er sich einließ, wohin dies führen wird. Oder um es mit Anistons Freundin, der Komikerin Chelsea Handler zu sagen: „Vielleicht braucht Brad Pitt Selbstmedikation, weil er die letzten 12 Jahre gemütlich am Comer See mit George Clooney und Matt Damon verbringen hätte können – und stattdessen in einem Haus mit 85 Kindern gefangen war, in dem 15 verschiedene Sprachen gesprochen wurden.“

Ein Gedanke zu “Angelina Jolie und die Flüchtlingskrise

  1. Hat dies auf Bayern ist FREI rebloggt und kommentierte:
    Aus Brangelina wurde Braxit, weil Jolie ihre Fähigkeit, die Unpolitischen der ganzen Welt zu erreichen, ganz in den Dienst der Auflösung der Nationalstaaten stellte. Eine allzu starke Frau musste man dafür lange Zeit nicht sein. Aber wie Jolie selbst beklagt und symbolisiert, ändern sich die Zeiten.

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