Nizza und die Terror-Groupies

Nach den Anschlägen von Paris im November fuhr ich mit dem Rad an der französischen Botschaft in Wien vorbei und dachte, es sei Jänner 2015. Die Bilder waren identisch, es waren Blumen und  Kerzen zur Trauerbekundung niedergelegt. Nun wird es wieder so aussehen, weil alle, die unbedingt dabei sein und mitfühlen wollen, ein Ventil für ihre Emotionen brauchen. Es fällt auf, dass selbst Militärs und PolitikerInnen getreu der medialen Vorgabe ihre Fassungslosigkeit betonen, vollkommen überrascht sind und sich nicht erklären können, wieso Terror in Europa möglich ist.

Davon weicht auch Bundesheer-Brigadier Walter Feichtinger nicht ab, den die „Kronen Zeitung“ interviewt hat. Wie wenn man eine Tageszeitung aufschlägt, spricht er davon, dass es „äußerst schockierend“ sei und dass es „jeden völlig unvorbereitet treffen kann“. Auf die Frage des Reporters, ob wir uns bereits „Im Krieg“ befinden, erwidert er „Krieg würde ich noch nicht sagen“, denn was Krieg bedeutet, sieht man z.B. in Syrien. Er beobachtet „eine enorme Verunsicherung auch in der Politik“, die jedoch, wie wir noch sehen werden, bloss ihre leeren Worte angesichts bisherigen Terrors wiederholt. Es ist für Feichtinger ernsthaft „wirklich erstaunlich, wie sich die Sicherheitslage in Europa verändert hat“.

Dazu fällt ihm als Erstes die Entwicklung im Osten ein, wo er nicht erwähnt, dass Hunderttausende nach Kiew marschieren, um so für den Frieden zu demonstrieren, sondern auf die Krim verweist, was dem Baltikum und Polen „Angst mache“. Als ob Feichtinger für das Pentagon arbeiten würde, vertritt er die NATO-Position und übersieht den US-unterstützten Putsch in der Ukraine, der auch gegen die gesamte Bevölkerung gerichtet war. Apropos Putsch: wer sich am 15. Juli in Betroffenheit a la „je suis (maintenant) Nice“ hineinsteigerte, kam aus dem Posten nicht mehr raus, als es auch noch hieß, in der Türkei habe das Militär die Macht übernommen. Diesmal klappte es nicht, aber man hat es – als „Verfassungshüterin“ – immerhin bereits viermal versucht. Doch bleiben wir vorerst in Nizza: Brigadier Feichtinger sprach auch davon, dass es in Syrien und im irak schrecklich sei, mit vielen Toten und Vertrieben; und allgemein hat sich die Lage in und um Europa seit 2011 zum Negativen verändert, was er sich offenbar nicht erklären darf, weil er US-Hegemonialpolitik und regime changes nicht ansprechen darf. Aber die „Zeit der Sorglosigkeit“ ist nun auch für uns vorüber, jetzt muss ein „neues Sicherheitsbewusstsein“ kultiviert werden. Und wie sollte dies möglich sein angesichts transatlantischer Medien, einer instrumentalisierten Zivilgesellschaft samt Grünen und Teilen der SPÖ, die in Hysterie ausbrechen, wenn jemand gegen das Hereinwinken Fremder aus arabischen Ländern ist?

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Die „Kronen Zeitung“ auf Twitter

Sowohl Medien als auch einzelne RedakteurInnen sind bemüht, uns per Twitter auf dem Laufenden zu halten unter dem Motto „Hollande und Merkel werden schon wissen, was sie tun“. Von einem „Krieg mit den Terroristen“ kann jedoch keine Rede sein, wenn potenzielle islamistische Terroristen in beiden Staaten seit Jahren mit Riesenaufwand einigermaßen, aber nicht umfassend überwacht werden, man aber in keiner Weise gegen sie einschreitet. Auch Gewalttaten in anderen Bereichen, etwa häusliche Gewalt, werden geduldet, statt sie als Handhabe zu verwenden, um Personen aus dem Verkehr zu ziehen, die auch den Staat und andere BürgerInnen gefährden können.  Man kämpft lieber gegen „Hasspostings“ als BürgerInnen zu schützen, die nicht zuletzt deswegen virtuell über die Strange schlagen, weil sie sich von ihren Regierungen im Stich gelassen fühlen.

Bereits vor zwei Jahren war selbst dem „Spiegel“ zu entnehmen, dass die US-Geheimdienst-Kreation IS Erdöl verkauft. Für den „Spiegel“ hatte das russische Eingreifen in Syrien aber zur Folge, dass der IS „gestärkt“ werde, obwohl man gezielt gegen diesen vorging, unter anderem die Geldbeschaffungsaktion des Ölhandels unterbinden wollte, indem Konvois bombardiert wurden. Es heisst auch, dass eine viertel Million SyrerInnen in ihre Heimat zurückkehren konnten, weil in einigen Landesteilen nicht mehr gekämpft wird. „Im Krieg“ ist das, was von Merkel, Hollande, Obama und Co. als „der Westen“ verkauft wird, beispielsweise mit der Bevölkerung des Irak, basierend auf Lügen, um 2003 wieder militärisch zu intervenieren, wie gerade ein britischer Untersuchungsaussschuss feststellte.

Dass Russland vom „Westen“ siehe auch NATO-Gipfel in Warschau als größere Gefahr als der Islamische Staat betrachtet wird, zeigt einmal mehr den Unwillen, Terror wirklich Herr zu werden. Angela Merkel hat offenbar schon vergessen, dass die USA ohne ihre Basis in Ramstein keinen Drohnen(terror)krieg gegen ZivilistInnen führen könnten, was mit der Erdkrümmung zusammenhängt. Merkel, Hollande und Ihresgleichen blenden also den „Krieg“ aus, der seit dem Zweiten Weltkrieg, insbesondere aber seit dem 11. September 2001 (A New Pearl Harbor) geführt wird. Und sie sind rasch mit Schlussfolgerungen zur Stelle, was den Amokfahrer von Nizza betrifft, der 84 Menschen tötete, viele schwer verletzte und von der Polizei erschossen wurde. Für Hollande, der zuletzt Schlagzeilen machte, weil er für seine spärliche Haarpracht einen eigenen Friseur auf Staatskosten braucht, kam Nizza gelegen, weil er so den Ausnahmezustand um drei Monate verlängern konnte.

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Der „Spiegel“ auf Twitter

Bei der „Rationalgalerie“ ist der Name Programm. daher sind die Worte von Autor Ulrich Gellermann auch so wohltuend anders: „Von einem ‚Angriff auf Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit‘ wußte der französische Botschafter in Deutschland, Philippe Etienne, sofort zu erzählen. Aus der fernen Mongolei meldete sich die Terror-Expertin Angela Merkel mit der hochtönenden Botschaft, dass sie im Kampf gegen den Terrorismus fest an der Seite Frankreichs stünde. Der sonderbare Jean-Claude Juncker, der sich nicht nur gut im Steuerrecht auskennt, sondern auch schon mal Botschaften von Außerirdischen empfängt, sprach in einer Erklärung von einem ‚Terror-Akt‘, den er scharf verurteile. Und Bundespräsident Joachim Gauck, der Mann, der jede Herausforderung annimmt, wenn er nur nicht selbst in den Kampf ziehen muss, blähte sich auf und wusste ganz genau: ‚Ein Angriff auf Frankreich ist deshalb ein Angriff auf die gesamte freie Welt‘.“

Es sei angemerkt, dass Juncker durchaus schon mit Terror zu tun hatte, da Luxemburg von der „Bombenleger-Affäre“ erschüttert wurde, bei der Spuren zu Gladio und damit zur NATO wiesen. Übrigens trifft Merkel beim Asem-Gipfel nicht auf ihren österreichischen Amtskollegen Christian Kern, der sich von Staatssekretärin Muna Duzdar vertreten lässt. Dem Mainstream entwachsene Journalisten wie Klaus Kelle finden die Reakionen vieler auf Nizza schlicht ungeheuer abstoßend, auch weil sie so vorhersehbar und austauschbar sind: „Nein, es war kein mutmaßlicher Attentätter, er war ein realer Attentäter. 84 Tote, 18 Schwerverletzte – die grauenhafte Bilanz der vergangenen Nacht. Und immer wieder diese Rituale. Die Schauspielerin Mia Farrow, die immer gern in Nizza ihre Ferien verbringt, hat dem französischen Volk ihre Solidarität mitgeteilt – ‚Ich sende Liebe an Frankreich‘ – Wirklich nett, das wird den Angehörigen helfen, die die zerfetzten Körper ihrer Familienangehörigen und ihrer Kinder identifizieren müssen. Die gestern am französischen Nationalfeiertag die Werte ihrer Republik feiern wollten: Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. US-Präsident Obama bietet über Twitter (!) dem französischen Volk Hilfe an, Bundeskanzlerin Merkel drückt ihre Anteilnahme aus und versichert, man werde den Kampf gegen den Terror gewinnen. Den Kampf? Welchen Kampf? Und gegen wen? Der Massenmörder von Nizza war nach ersten Medienberichten nicht als radikaler Islamist bekannt, auch nicht als politisch motivierter Täter. Gegen wen kämpfen wir also, Frau Merkel?“

Pflichtlektüre ist auch der Altermann-Blog, wo ordentlich vom Leder gezogen wird: „Ach kotzen die mich an, diese Hackfressen, die ihr Mitgefühl mit ihren Tiefbetroffenheitsvisagen in jede Kamera erbrechen müssen. Am schlimmsten ist dieser Frisörbeschäftiger, der nicht einmal beim Tod der Betroffenen einen Hauch von Anstand hat sondern – wie beim letzten Mal – als Reaktion auf die Morde sein Morden verstärken will: ‚Wir werden unseren Einsatz in Syrien und im Irak weiter verstärken sowie weitere Schläge gegen diejenigen führen, die uns in unserem eigenen Land angreifen‘. Was hat ein Frankotunesier mit Syrien und Irak zu tun? Soll er doch seine Banlieues bombardieren, wo diese Leute gezüchtet werden! Mann o Mann. Wenn der meint, mit dieser unempathischen Wortwahl so seine Wiederwahl retten zu können – dann ist er ein armes Würstchen. Tut mir leid, aber wer sonst nichts auf der Pfanne hat, der ist ein … (fängt mit A an und hört mit schloch auf). Erinnern wir uns an diesen Versager im November 2015. Die gleichen dummen Sprüche, obwohl er schon seit September 2015 die Bomber fliegen lässt. Im November dann verstärkt, jetzt verstärkter und beim nächsten Anschlag am verstärktesten?? Gemessen an dieser Konifere, haben wir im Merkel eine Lichtgestalt.“

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„Österreich“ am 16. Juli 2016

„Wer jubelt am Schluss?“ stand noch letzten Sonntag auf der Titelseite der „Kronen Zeitung“ zu Bildern von Fans der Portugiesen und der Franzosen bei der Fußball-EM. Diesen Samstag besteht die Schlagzeile aus dem Wort „Erschütternd“, man sieht groß Menschen, die sich umarmen und klein die Versorgung von Verletzten sowie ein Ausweisbild des Attentäters. Auf der „Promenade des Grauens“ in Nizza habe ein „Terrorist“ Menschen niedergemäht. Neben den Bildern lesen wir auch: „Es ist wieder passiert. Die falschen Propheten ziehen eine Blutspur durch unsere offene Gesellschaft. Erneut hören wir von den Podesten und Kanzeln vom Kampf gegen den Terror. Wir spüren aber: Es wird wieder geschehen. Die zivilisierte Welt steht den Angriffen der Fanatiker hilflos gegenüber.“ Wie üblich dürfen Berichte der Beinahe-Opfer nicht fehlen, die gerade die Terror-Groupies mit wohligem Schauer aufnehmen. „So überlebten wir die Horror-Nacht“ ist eine Doppelseite mit entsprechenden Schilderungen betitelt. Die einen wurden von „hunderten Menschen in Panik“ fast überrannt, andere wie der Milizoffizier Wolfgang Rohrhan aus Wien wussten nicht, dass es in Nizza ein Feuerwerk gab und waren deshalb nicht dort.

Wenn wir umblättern, erfahren wir „Frankreich weint – aber beugt sich nicht“, zitiert und gezeigt wird unter anderem Hollande. Für den Eisenstädter Bischof Ägidius Zsifkovics ist ein „Gipfel der Gottlosigkeit“, was die beiden Bundespräsidentschaftskandidaten Norbert Hofer und Alexander Van der Bellen „schwer betroffen“ macht. Bundeskanzler Christian Kern sieht als „Angriff auf unsere Grundwerte, auf Toleranz, Menschlichkeit und Demokratie“, was Außenminister Sebastian Kurz zur Forderung nach entschiedenem Vorgehen gegen den Terror bewegt, „damit sich nicht noch mehr junge Menschen vom Terrorismus verführen lassen“. Auch Nationalratspräsidentin Doris Bures darf nicht fehlen, ihre Wortspende besteht aus „Entsetzen“ und „Trauer über den blinden Hass“. Daneben darf Redakteur Kurt Seinitz Behauptungen aufstellen wie diese: „Die Stärke des dschihadistischen Terrors ist sein Überraschungseffekt. Kein Anschlag gleicht dem anderen. So werden Zufalls-Opfer noch wehrloser und Sicherheitskräfte noch hilfloser, als sie ohnehin schon sind.“

Auch bei Gladio hat „kein Anschlag dem anderen“ geglichen, die Entführung und Ermordung von Aldo Moro nicht dem Terror am Bahnhof von Bologna oder in belgischen Supermärkten; wohl aber gab es Parallelen zwischen Aldo Moro und Hanns Martin Schleyer; die Entführung und Ermordung des Letzteren schien die Vorbereitung auf Aldo Moros Schicksal ein Jahr darauf. Und „Zufalls-Opfer“ sind keineswegs immer zufällig am falschen Ort zur falschen Zeit, sondern dies soll – siehe Bologna 1980 mit 85 Toten – in der Bevölkerung das Gefühl erzeugen, dass es keine Sicherheit gibt. Darüber ehrlich zu berichten würde dem entgegenwirken und dazu beitragen, weiteren Terror zu verhindern, doch stattdessen verstärken Medien den psychologischen Effekt der Tat an sich durch die Art und Weise, wie sie damit umgehen. Die nächste „Krone“-Doppelseite befasst sich mit „Fahrzeugen als tödliche Waffen“, da man sie ja in die Menge steuern kann; wohlweislich wird nicht darauf eingegangen, dass man – was aber in den Bereich „Staatsterror“ fällt – unbequeme Personen auch per Unfall aus der Welt schaffen kann.

Der unsägliche Gerichtspsychiater Reinhard Haller (aus einer Branche, in der man mit Gefälligkeitsgutachten goldene Nasen verdient) diagnostiziert „Machtbeweis und Racheakt“. Er weiss, wie man „zu einem derart schrecklichen Verbrechen“, wie es die „Krone“ nennt, getrieben wird, nämlich durch „Frustration“ und „das Gefühl, zu kurz gekommen zu sein im Leben“. Die Zeitung meint, die Amokfahrt sei „penibel geplant“ gewesen: „Schon in der Vorbereitungsphase hat er sich vermutlich in einem Höhenrausch befunden“, was Terror-Groupies ja gut nachvollziehen können. Und dies wurde dann bei der Tat selbst gesteigert, eben um „seine Macht“ zu beweisen, indem er sich an einer Gesellschaft rächt, die ihn ausgeschlossen hat. Cobra-Chef Bernhard Treibenreif sagt hingegen, dass man ein solches Attentat „nicht wirklich“ verhindern hätte können, denn „agieren Einzeltäter aus einem irren Eigen-Impuls heraus, ohne Auftrag und eine Vorab-Kommunikation, können auch Geheimdienste im Vorfeld nicht agieren“.

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„Österreich“ am 16. Juli 2016

Man beachte, wie sich der Boulevard widerspricht: zum einen ist man felsenfest davon überzeugt, dass es sich um islamistischen Terror handelt, zum anderen sollen aber Experten die Vorstellung in den Köpfen der Menschen verankern, dass es immer isoliert handelnde „Einzeltäter“ sind, gegen jeder Sicherheitsapparat machtlos ist. Islamistischer Terror also als seltsames Hobby verschrobener Einzelgänger, wie man sie vielleicht noch in diversen Politthrillern findet? Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, dass die „Krone“ auch auf Reaktionen von Verteidigungsminister Hans Peter Doskozil und hoher Offiziere eimgeht, denn Versäumnisse in der Landesverteidigung sind ein Kapitel für sich. „Terror in Nizza: Angst im Urlaub“ stand auf der Titelseite von „Österreich“ zum Bild einer weinenden Frau, von zugedeckten Leichen und natürlich dem Täter-Ausweisfoto. Die erste Doppelseite trägt den Titel „6 Seiten Extra über Terror-Attentat – 84 Tote: Massakr in Nizza“. Der „Terrorist“ „schlug seine Ex-Frau und war seltsam“, erfahren wir, was an die Amokfahrt in Graz vor einem Jahr erinnert. Die nächsten zwei Seiten schildern „die Todesfahrt des Attentäters“, illustriert mit einer Luftaufnahme der Promenade in Nizza.

„ÖSTERREICH am Ort des Schreckens“ bedeutet, dass Reporter Karl Wendl danach mit AugenzeugInnen sprach („Schreie, Panik  – es war wie im Film!“). In Nizza herrschten „Schock, Trauer, ohnmächtige Wot und blankes Entsetzen“, die Stadt ist „24 Stunden nach dem verheerenden Anschlag wie gelähmt“. Das von Wendl erwähnte „Entsetzen“ ist „an jeder Ecke zu spüren“, eine Frau und ihre Tochter versteckten sich ebenso wie ein schwedischer Urlauber in einem Hotel. Unter der Überschrift „Österreicher wurden Zeugen in Nizza“ berichtet eine Lehrerin, was ihre Tochter ihr erzählt hat, die am Strand war, als jemand „Attentat, Attentat!“ rief und sie zum Appartment von Freunden lief, während die Mutter im Hotel blieb. Ein Austauschstudent aus dem Burgenland sah, wie eine Frau von ihrem Motorrad geschleudert wurde und liegenblieb („Wir konnten nicht einmal Erste Hilfe leisten, so sehr standen wir unter Schock.“). Regisseur Robert Dornhelm befand sich am Flughafen, als Bombenalarm gegeben wurde und Militärs mit Maschinenpistolen herumliefen. Von Freunden, die in einem Kaffeehaus an der Promenade waren, als Menschen in Todesangst hineinliefen, erfuhren sie, was passiert ist („sehr traurig“).

„Österreich“ zeigt auch, wie der Täter von der Polizei erschossen wird und berichtet über „Helden“, die ihn stoppen, den LKW aufhalten wollten. „Grand Nation in der Terror-Spiraie“ ist dann die letzte Doppelseite, mit Hollandes Konterfei links und rechts jenes von Minister Doskozil („auch Wien ist im Terror-Visier“). Man fragt, wie sicher Frankreich als Urlaubsland sei, da es immerhin der sechste Anschlag binnen 19 Monaten ist. Doskozil kommt ins Spiel, weil nach Charlie Hebdo im Jänner 2015 nur Innenministerin Johanna Mikl-Leitner die Gelegenheit beim Schopf packte, mehr Budgetmittel für die Polizei zu fordern. Doskozil will die Kompetenzverteilung zwischen Heer und Polizei abgeklärt haben und verweist darauf, dass SoldatInnen für den Schutz gefährdeter Infrastrukturen „exzellent geschult“ sind und eingesetzt werden können. Je mehr auf Emotionen gesetzt wird, was ja in den sozialen Medien noch verstärkt wird, desto eher kann man scheinbar logische Reaktionen durchziehen, ohne dass die Bevölkerung nachfragt und wissen will, was denn das eine mit dem anderen zu tun haben soll. Also etwa, wo der Zusammenhang zwischen einem eingebürgerten Tunesier und dem Kampf gegen den IS bestehen soll, dem sich Hollande und Co. verstärkt widmen wollen. All dies nützt in erster Linie transatlantischen Interessen, die aber auch die Medienberichterstattung beeinflussen…

6 Gedanken zu “Nizza und die Terror-Groupies

  1. Was bei Nizza komisch ist: Auf allen Fotos, die man vom LKW im Netz finden kann, ist er strahlend weiß, als käme er gerade aus der Waschstraße.

    Da müsste doch eigentlich eine Menge Blut und Gedärme und so Zeugs drankleben, oder?

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    1. Bin ehrlich gesagt noch nicht dazu gekommen,sie mir genauer anzusehen; es ist auch für mich zu viel los zugleich. Kann es daher nicht wirklich beurteilen; Sie müssen diese Vergleiche und Überlegungen schon selbst anstellen. Aber wenn man an Bataclan denkt und dass jetzt bekannt wurde, was mit manchen der Opfer aufgeführt wurde, nehme ich an, dass immer alles möglich ist. Wie beim Bataclan muss man berücksichtigen, dass Infos und Fotos einen gewünschten Eindruck erzeugen…

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      1. Sorry, aber dass bei Musel-Angriffen im Bataclan der extrem israelfreundlichen Band „The Pidgeons of Shit Metal“ (O-Ton Axl Rose) kein einziges Haar gekrümmt worden sein soll, ist mehr als unglaubwürdig.

        Eher handelt es sich um einen Hoax, wie von vielen Webseiten und Youtube-Videos darauf hingewiesen wird. Auch die „Blutspur“ am Boden des Bataclan sieht aus wie das Logo des Brüssel-Airports, wo der nächste „Anschlag“ stattfinden wird. Wenn man die Spur zurückverfolgt, woher die Info mit den „Folterungen und Verstümmelungen“ im Bataclan stammt, landet man bei einem Wachman/Polizisten, der aber gar nicht Dienst hatte, sondern das nur von einem Kollegen gehört hat. Also bleibt es Hörensagen.

        http://deepinsidetherabbithole.com/PARIS_Hoax.html
        http://nodisinfo.com/movie-set-fake-paris-concert-shooting-hoax/

        Videos zum fehlenden Blut am Nizza-Truck (1. Video dauert nur 50 Sek und zeigt viele Bilder des Trucks, auch Vergleichfotos von LKWs, die nur 1 Tier überfahren haben):

        Einzig mögliche Schlussfolgerung: Der LKW, den man uns gezeigt hat, hat mit Sicherheit keine 200+ Menschen überfahren.

        mfG,
        Highsider

        PS: Interessiert es Sie, Frau Bader, ob uns ein echter Terroranschlag, ein False-Flag-Anschlag oder einfach nur ein Hoax mit Crisis-Actors präsentiert wird?

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      2. danke für den hinweis, grundsätzlich interessiert mich alles, aber meine kapazitäten haben natürlich auch grenzen

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